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Lasst uns Laterne gehen (c) Aquarell von Frank Koebsch

9. November 2016 1 Kommentar

Lasst uns Laterne gehen (c) Aquarell von Frank Koebsch

Die Zeitschrift „Palette & Zeichenstift“ berichtet über meine Aquarelle mit den Laternenkindern

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Der Herbst bietet wunderbare Motive für unsere Aquarelle. Für mich gehören zu den Herbstbildern auch die Laternenkinder als Aquarell. Es sind herrliche Erlebnisse, die Kinder mit ihren Lampions mitten in der City zu erleben, denn am Abend und in der Nacht leuchten viele dieser Motive ganz besonders. Meine Begeisterung für die Laternenbilder hat dazu geführt, dass immer mehr Miniaturen und Aquarelle mit Laternenkinder entstanden sind. Hierzu habe ich mich auch auf die Spuren der altem Meister gemacht und z.B. die Bilder der Laternenkinder von Rudolf Bartels im Kulturhistorischen Museum studiert. Da ich mit der Faszination für diese Motive nicht alleine bin, habe ich auch versucht meine Begeisterung und mein Wissen z.B. in Aquarellkursen zu den Laternenkindern weiterzugeben, denn beim Malen ist es spannend, wie man das Leuchten in den Aquarellen erzeugen kann. So habe ich sehr gefreut, dass die Zeitschrift „Palette & Zeichenstift“ meine Aquarelle mit den Laternenkindern berichtet. In dem Artikel „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne – Laternenkinder von Frank Koebsch“ der Palette sowie auf meinen Blog hatte ich gezeigt, wie das Aquarell „… hier unten leuchten wir“ Schritt für Schritt entstanden ist. Heute möchte ich das zweite Aquarell vorstellen, dass ich in der Palette beschrieben habe. In dem Aquarell „Lasst uns Laterne gehen“ habe ich drei Laternenkinder gemalt. Durch die roten Jacken der Kinder und die Reflektionen auf dem feuchten Pflaster, war es möglich die besondere Lichtsituation bei Laternelaufen einzufangen. Es hat Spaß gemacht, die beiden neuen Aquarelle zu malen. Ich freue mich auf die zwei Tage, denn bis zum Martinstag kann man die Kinder mit ihren Lampions und ihren Laternenlieder erleben. Es ist einfach toll, die Kids zu sehen und die Lieder wie

 

zu hören. Wenn Sie auch einmal probieren wollen, ein Bild mit Laternenkindern zu malen, vielleicht helfen Ihnen ja, die folgenden Schnappschüsse vom dem Aquarell „Lasst uns Laterne gehen“. Das Bild habe ich auf dem Hahnemühle Aquarellpapier Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo, 600 g / mmatt gemalt. Das Papier erlaubt wunderbare weiche Übergänge für den Hintergrund und einen guten Kontrast. Als Aquarellfarben habe ich meine Farben von Schmincke und MISSION Gold Class Water Colours  von Mijello genutzt, da sich für dieses Aquarellbild die Paletten ideal ergänzten.

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Lasst uns Laterne gehen (c) Aquarell von Frank Koebsch

Lasst uns Laterne gehen (c) Aquarell von Frank Koebsch

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P.S.: Wenn Sie Interesse an weiteren solchen Beschreibungen, wie Aquarelle Step by Step entstehen, haben, hier ein paar weitere Beispiele:

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P.S.S.: Vielleicht suchen Sie noch weitere Anregungen. Dann möchte ich Ihnen folgende Artikel empfehlen, die bisher von mir in der Zeitschrift „Palette und Zeichenstift“ erschienen sind:

Aquarelle mit Laternenkinder in der Zeitschrift Palette & Zeichenstift

3. November 2016 3 Kommentare

Aquarelle mit Laternenkinder in der Palette & Zeichenstift

Leuchtende Laternen in Aquarellen

 

Es gibt Erlebnisse, die man nicht vergisst. Ich erinnere mich sehr gerne daran, wie ich als kleiner Junge abends im Dunkeln Laterne gegangen bin. Es war eine ganz besondere Stimmung gemeinsam mit anderen Kindern, den leuchtenden Laternen und Laternenliedern unterwegs zu sein. Wenn ich im Herbst Jahr für Jahr die Laternenkinder sehe, hat mich dieses motiviert solche Szenen als Aquarell zu malen. Es ist einfach herrlich, die Kids mit ihren großen leuchten Augen und den Lampions zu sehen und sofort fallen mir die Lieder ein, wie

Die Begeisterung für diese Bilder mit den Laternen hat eine lange Tradition. Anfang des 20. Jahrhunderts haben sich zum Beispiel Lisel OppelOtto Modersohn und Rudolf Bartels mit diesem Thema beschäftigt. Als Rostocker bin ich natürlich den Spuren von Rudolf Bartels und seinen Laternenkindern gefolgt, um von dem alten Meistern zu lernen. Als ich dann für meine Aquarelle und Miniaturen mit den Laternenkindern Feedback aus Dänemark und gar aus Hong Kong bekam und merkte, dass sich auch heute viele Menschen für diese Motive interessieren. Als dann in diesem Jahr im Kulturhistorischen Museum Rostock die Laternenkinder und andere Bilder von Rudolf Bartels ausgestellt wurden,  hatte ich die Idee, einen  Aquarellkurs  zu den Laternenkindern in Zusammenarbeit mit dem Museum zu organisieren.  Es ist immer wieder eine besondere Herausforderung, das Leuchten in den Aquarellen mit den Laternenkindern erzeugen kann. Um meine Begeisterung für diese Motive über die Region hinaus mit anderen Menschen zu teilen, hatte ich für die Zeitschrift „Palette und Zeichenstift“ den Artikel

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Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne – leuchtende Laternen in Aquarell

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geschrieben. In den vergangenen Tagen ist nun die neue Ausgabe mit dem Artikel erschienen. Ich versuche in dem Text zu erläutern, was mich an diesen Bildern fasziniert. Hierzu zeige ich einige meiner älteren Aquarelle wie die Bilder „Begegnung“, „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“, ….. Gleichzeitig erläutere ich am Beispiel von zwei neuen Aquarellen, wie ich versuche die besondere Lichtstimmung der Laternen und der Umgebung zu malen.

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Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne - Laternenkiinder von Frank Koebsch in der Palette 2016 - 6 Seite 56 und 57

Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne – Laternenkiinder von Frank Koebsch in der Palette 2016 – 6 Seite 56 und 57

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Leuchtende Laternen in dem Aquarell „… hier unten leuchten wir

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Erleben Sie mit wie das Aquarell „… hier unten leuchten wir“ Schritt für Schritt entsteht. Das Bild habe ich auf dem Hahnemühle Aquarellpapier Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo, 600 g / mmatt gemalt. Das Papier erlaubt wunderbare weiche Übergänge für den Hintergrund und einen guten Kontrast. Als Aquarellfarben habe ich meine Farben von Schmincke und MISSION Gold Class Water Colours  von Mijello genutzt, da sich für dieses Aquarellbild die Paletten ideal ergänzten.

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Ich freuen mich schon in den nächsten Tagen im Rahmen der Rostocker Lichtwoche allabendlich die Kids mit ihren Laternen zu sehen. An diesen Abenden der Lichtwoche habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder viele Anregungen für neue Bilder erhalten. In der Nacht leuchten viele Motive ganz besonders und ich mag solche illuminierten Motive für meine Aquarelle. Aber auch wenn in Ihrer Gemeinde oder Stadt z.Z. kein solches Fest gefeiert wird, werden viele Laternenkindern anlässlich des Martinstages unterwegs sein. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Laterne laufen.

 

P.S.: Wenn Sie Interesse an weiteren solchen Beschreibungen, wie Aquarelle Step by Step entstehen, haben, hier ein paar weitere Beispiele:

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P.S.S.: Vielleicht suchen Sie noch weitere Anregungen. Dann möchte ich Ihnen folgende Artikel empfehlen, die bisher von mir in der Zeitschrift „Palette und Zeichenstift“ erschienen sind:

 

Rosenblüten – wunderbare aber vergängliche Schönheiten © Aquarell von Frank Koebsch

Rosenblüten, wunderbare aber vergängliche Schönheiten

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ein Aquarell von Frank Koebsch

Die Farben der Rosen verändern sich mit den Monaten

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Ich habe in den letzten Wochen drei Rosenaquarelle gemalt und muss mich beeilen, das letzte dieser Aquarelle auf meinem Blog vorzustellen. Rosen begleiten uns vom Juni über das Ende des Sommers, den Altweibersommer, den Herbst bis in die Vorweihnachtszeit und im Winter manchmal als Eisblumen. Aber warum dann diese Eile? Spätestens im Spätsommer verändern sich die Farben in der Natur. Bei den Motiven im Spätsommer überwiegen die Rottöne. Weiße und gelbe Rosen verschwinden dann fast vollständig. Ein Blick in den Rosengarten zeigt, dass die Rosen mit den typischen Sommerblüten schon fast verschwunden sind. Rosenblüten sind wunderbare aber vergängliche Schönheiten.

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Rosenblüten - wunderbare aber vergängliche Schönheiten (c) Aquarell von Frank Koebsch

Rosenblüten – wunderbare aber vergängliche Schönheiten (c) Aquarell von Frank Koebsch

Die Farben der Rosen verändern sich mit den Monaten. Ich habe zum Vergleich die Rosen Aquarelle „Sommerende“ und „Blüten in der Herbstsonne“ herausgesucht. Es ist herrlich die Veränderungen der Blumen und Blüten in der Natur zu beobachten und zu malen.

Ich habe mein Aquarell „Rosenblüten – wunderbare aber vergängliche Schönheiten“  auf  Aquarellkarton Cornwall 450 g/m2  von Hahnemühle  in 38 x 56 cm gemalt. Als Aquarellfarben habe ich die MISSION Gold Class Water Colours  gewählt. Für mich eignet sich diese Palette der Aquarellfarben von Mijello mit den besonders leuchtenden und dunklen Farben besonders für Blumen Aquarelle.  Wenn es für Sie interessant ist, wie solche Aquarelle entstehen, dann schauen Sie doch mal in den Artikel „Blumen und Blüten in Aquarell“ der Zeitschrift Palette, denn dort finden Sie auch mein Rosen Aquarell „Sommerende“.

Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Spätsommer und genießen Sie die Rosenblüten als wunderbare aber vergängliche Schönheiten 😉

Rosengarten – ein Aquarell von Frank Koebsch

26. Juli 2015 2 Kommentare

Rosengarten – ein Aquarell von Frank Koebsch

Rosenblüten begleiten uns von vom Sommer  bis in den Winter

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Rosen verbreiten Freude (c) Aquarell von Frank Koebsch

Rosen verbreiten Freude (c) Aquarell von Frank Koebsch

In den vergangenen Tagen habe ich die DistelaquarelleAbklatsch“ und „Vorsicht: stachlig“ als typische Sommeraquarelle vorgestellt. Aber es gibt zurzeit noch viel mehr wunderbare Blumen und Blüten. Ein Beispiel zeigt das Kalenderblatt für den Monat Juli, denn dort ist das Aquarell „Rosen verbreiten Freude“ zu sehen. Rosen sind wunderbare Motive für Blumenaquarelle. Wenn es um Rosen zum Zeichnen und Aquarellieren geht, dann kenne ich verschiedene Orte mit wunderbaren Motiven, wie zum Beispiel der Rosenpark Groß Siemen,  im Garten von TO HUS in Middelhagen, im Garten des Schlosses Griebenow und und … Was mich an den Rosen auch immer wieder begeistert, ist dass die Blüten uns vom Sommer bis in den Winter begleiten können. Ich habe Rosenblüten im Landleben im Spätsommer, vom Sommerende bis zum Altweibersommer, im Herbst, als Eisblumen oder in der Vorweihnachtszeit erlebt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass in den vergangenen Jahren einige Rosen Aquarelle entstanden sind. In diesem Sommer habe ich bisher drei solche Rosenbilder gemalt, die ich in den nächsten Tagen vorstellen möchte. Das erste Aquarell aus dieser kleinen Serie trägt den Namen „Rosengarten“.

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Rosengarten (c) Aquarell von Frank Koebsch

Rosengarten (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Ich habe meinen Rosengarten auf  Aquarellkarton Cornwall 450 g/m2  von Hahnemühle  in 38 x 56 cm gemalt. Als Aquarellfarben habe ich die MISSION Gold Class Water Colours von Mijello gewählt. Eine Kombination, die sich aus meiner Sicht für ein Blumenaquarell sehen lassen kann. Wenn es für Sie interessant ist, wie solche Aquarelle entstehen, dann schauen Sie doch mal in den Artikel „Blumen und Blüten in Aquarell“ der Zeitschrift Palette, denn dort finden Sie auch eines meiner Rosenaquarelle.

Zum Schluss dieses kleinen Artikels, bleibt nur zu sagen, genießen Sie den Sommer in Ihrem eigenen Rosengarten oder einen Park 😉

Festival der Farben – ein Aquarell von Frank Koebsch

Festival der Farben – ein Aquarell von Frank Koebsch

Jelängerjelieber oder das  Gartengeißblatt  als Aquarell

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Aus meiner Sicht ist der Mai ein wunderbarer Monat mit phantastischen Farbspielen im Frühling. Es macht so richtig Spaß Blumen und Blüten zu malen, denn es sind zum Teil richtige Farbexplosionen in der Natur zu beobachten ;-). Aus diesem Grund hatte ich mit für eine Malvorführung am vergangenen Wochenende bei Heinr. Hünicke auch solches Motiv herausgesucht. Ich sollte im Rahmen des Festivals der Farben die Aquarellfarben von Mijello vorstellen.  Ich hatte dort bereits im Dezember  mir den  Mijello Aquarellfarben gemalt und einen Aquarellkurs mit den MISSION Gold Class Water Colours gegeben.  Damals sind z.B. meine Rosenblüten in der Herbstsonne entstanden.  Um die Farbpalette von Mijello dieses Mal  so richtig zu Geltung zu bringen, war ich auf der Suche nach einem entsprechenden Motiv.  Ich habe mich für die Blüten der Jelängerjelieber. Es ist eine Kletterpflanze mit wunderbaren  bunten Blüten.  Für mich war das  Geißblattgewächs mein Motiv für das Festival der Farben 😉 ,

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Mit einer Vorzeichnung und dem Vorsatz bei Heinr. Hünicke dieses Motiv zu malen, bin ich am vergangenen Freitag zu der zwei tägigen Veranstaltung losgezogen.  Aber es kam anders als gedacht. Ich habe keine 10 Minuten an dem Bild malen können. Ich wurde zwei Tage lang mit Fragen zu Aquarellfarben, z.B. Wie viele Aquarellfarben braucht man? oder Aquarellfarben in Tuben oder Näpfchen, was ist besser?  – zur Auswahl des richtigen Aquarellpapiers, zu meinen Aquarellpinseln und dem Wassereimer von Mijello und dem Wunsch, gemeinsam mit mir zu malen, bombardiert ;-). Es hat riesigen Spaß gemacht, aber mein Blatt blieb fast unberührt liegen. Also habe ich in den vergangenen Tagen das Motiv auf  Hahnemühle Aquarellkarton Cornwall 450 g/m²  rau  zu Ende gemalt.

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Festival der Farben (c) Jelängerjelieber als Aquarell von Frank Koebsch

Festival der Farben (c) Jelängerjelieber als Aquarell von Frank Koebsch

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Wie gefällt Ihnen mein „Festival der Farben“ mit den Blüten der Jelängerjelieber?

Aquarellfarben in Tuben oder Näpfchen, was ist besser?

16. März 2014 4 Kommentare

Aquarellfarben in Tuben oder Näpfchen, was ist besser?

Was ist mit den Aquarellfarben in den Tuben und den Näpfchen zu beachten?

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Wie viele Aquarellfarben braucht man ? (c) Frank Koebsch

Wie viele Aquarellfarben braucht man ? (c) Frank Koebsch

Ich hatte vor einigen Tagen meinen Farbkasten aufgefüllt und mich dabei unserer Lagerbeständen von über 150 Tubenfarben bedient. Als ich dann die richtigen Tuben gesucht habe, ist mir die Frage eingefallen Wie viele Aquarellfarben braucht man? die ich immer wieder im Rahmen von Aquarellkursen und Ausstellungen gestellt bekomme. Da Hanka und ich im Jahr einige Aquarelle malen, etliche Dinge ausprobieren benötigen wir doch „größere“ Mengen von Farben. Angefangen haben wir wie viele Malschüler mit einem Farbkasten mit kleinen Näpfchen. Schnell haben wir gemerkt, dass die kleinen Näpfchen eigentlich nur Nachteile haben. In der Regel malen wir unsere Bilder auf Aquarellpapieren, mit einem Format von 30 x 40 cm und größer. Hier zu nutzen wir dann natürlich auch entsprechend große Aquarellpinsel und mit  denen kommt man nicht gut in Näpfchen, um ausreichend Farbe aufzunehmen. Also haben wir, als die ersten Farben verbraucht waren nach und nach auf große Näpfchen umgestellt. Bei all der Malerei hat  sich mit der Zeit eine Farbpalette herausgebildet, die ich seit Jahren nutze. Also war der nächste Schritt meine großen Näpfchen aus den Tuben nachzufüllen. Wenn man immer wieder dieselben Aquarellfarben nutzt, helfen große Näpfchen und die Nutzung von Tubenfarben den Geldbeutel zu schonen. Theoretisch zu mindestens 😉 denn wir sind nicht anders, als die meisten Malfreunde. Auch wenn ich „nur“ 24 Farben in meinem Kasten habe, haben sich viele, viele Farben angesammelt, weil wir diese mal ausprobieren wollten, geschenkt bekommen haben und und… Wenn ich über die Nutzung von Tubenfarben und Näpfchen berichte, kommt es dann zu alle möglichen Fragen und Aussagen, wie

  • Ist wirklich die gleiche Aquarellfarbe in den Tuben und den Näpfchen?

  • Kann man jede Aquarellfarbe aus einer Tube in Näpfchen füllen?

  • Trocknet die Aquarellfarbe in den Tuben nicht ein? Wie lange kann man die Aquarellfarben in den Tuben lagern?

  • Die Tuben lassen sich schwer öffnen?

  • ….

Ich werde versuchen, die Fragen aus meinem Wissen und Erfahrungen zu beantworten. Ich nutze zu 90% Schmincke Aquarellfarben und ergänzt wird meine Palette durch Farbtöne von Winsor & Newton. In der jüngsten Zeit nutze ich dann auch ab und zu Aquarellfarben von Mijello. Also beziehen sich meine Erfahrungen auf diese Hersteller. Besonders interessant war es mal die Farbherstellung im Werk von Schmincke selbst zu erleben und das Geheimnis einer guten Aquarellfarbe in der Herstellung kennen zu lernen. Mit diesem Wissen und meinen Erfahrungen möchte ich versuchen die Fragen zu beantworten.

Ist wirklich die gleiche Aquarellfarbe in den Tuben und den Näpfchen?

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Mein Farbkasten (c) Frank Koebsch

Mein Farbkasten (c) Frank Koebsch

Nun die Antwort lautet ja. Einige mögen den Kopf über diese Frage schütteln. Aber für wer anfängt die Farben zu entdecken, erzielt unter Umständen ganz andere Ergebnisse, wenn man die Farben aus den Näpfchen auf nimmt oder aus einer Tube nutzt. Der Unterschied ergibt sich daraus, dass bei der Farbaufnahme direkt aus der Tube oft die Farbe sehr pastös auf genommen wird. Wird die Farbe aus dem Näpfchen aufgenommen, muss die Farbe mit Wasser angelöst werden. So nimmt man weniger Pigment auf, als bei einer Malerei aus der Tube. Aber in der Regel wird Aquarell Nass in Nass oder mit dünnen lichtdurchlässigen Lasuren gemalt und hier zu verdünnt man die Farben auf das notwendige Maß, um die notwendigen Effekte zu erzielen, egal ob mit Aquarellfarben aus Näpfchen oder Tuben gemalt wird.

Aus Sicht der Hersteller ist auch betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll zwei verschiedene Farben zu produzieren und in den Vertrieb zu bringen. Wer sich für die Farbherstellung interessiert, dem kann ich dieses Video von Schmincke empfehlen. Hier sieht man auch, wie die Näpfchen gefüllt werden.

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Kann man jede Aquarellfarbe aus einer Tube in Näpfchen füllen?

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MISSION Gold Class Water Colours Set von von Mijello (c) Frank Koebsch (5)

MISSION Gold Class Water Colours Set von von Mijello (c) Frank Koebsch (5)

Ich male aus Näpfchen, denn ich kann nach dem Ende der Malerei, die überflüssige Farbe abtupfen, meinen Farbkasten schließen und gehen. Würde ich jedes Mal die pastöse Farbe aus einer Tube auf eine Palette drücken, dann hätte ich das Problem die Palette mit pastösen Farbresten zu transportieren. Wenn sich meine Näpfchen leeren, dann fülle ich sie einfach aus einer Tube nach. Wichtig ist es dann, die eingefüllte Aquarellfarbe durchtrocknen zu lassen. Beachtet man dieses nicht, dann wird die pastöse Farbe unter Umständen durch den ganzen Farbkasten wandern. Ein nette Sauerei, die schon mal erlebt habe. Bei Aquarellfarben von Schmincke und Winsor & Newton lasse ich die neugefüllten Näpfchen zwei Tage stehen, bevor ich meinen Farbkasten schließe und los ziehe. Anderes sieht es bei der Nutzung der Aquarellfarben von Mijello aus. Die MISSION Gold Class Water Colours von Mijello haben andere Eigenschaften. Sie sind so konzipiert, dass mehr aus den  Tuben gearbeitet wird, denn das Konzept sieht vor, mit  den Aquarellisten eine gute Farbaufnahme zu ermöglichen. Dieses setzt voraus, dass die Aquarellfarben von MISSION Gold Class Water Colours sicher schneller anlösen lassen. Dieses bedeutet, dass sie Farben in einem Näpfchen viel, viel schwerer durchtrocknen. Mijello bietet deshalb bisher auch keine Näpfchen an, denn nach einem Jahr sind die Farben auf meiner Palette von Mijello Farben immer noch nicht wirklich durchgetrocknet. Wollen Sie Mijello Farben aus Näpfchen nutzen wollen, stellen Sie sich auf eine Trocknungszeit von über 14 Tagen ein, bevor Sie die Farben in einem Kasten transportieren können. Man muss sich auf die Eigenschaften der verschiedenen Aquarellfarbenhersteller einlassen.

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Trocknet die Farbe in den Tuben nicht ein? Wie lange kann man die Aquarellfarben in den Tuben lagern?

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Ich hatte ja geschrieben, dass sich bei uns ca. 150 Tuben von Aquarellfarben angesammelt haben und dieses in einem Zeitraum von über 15 Jahr. Eingetrocknet sind aber nur zwei oder drei Tuben und dann wahrscheinlich auch nur, weil wir die Tuben nicht ordentlich verschlossen haben. Die Markenhersteller haben es gut in Griff, dass die Aquarellfarben 10 Jahre und länger pastös in einer Tube lagern lassen. Dieses setzt voraus, dass sich während dieser Zeit die Farben nicht entmischen oder eintrocknen. Ich würde in den Aquarellkursen schon oft mit Farbtuben konfrontiert, die eingetrocknet waren oder sich entmischt haben, aber es waren grundsätzlich Farben von No name Herstellern oder die Tuben waren nicht ordentlich verschlossen. Will man die eingetrocknete Tube nicht wegschmeißen, kann man die Tube entfernen und die Farbe nutzen, wie die aufgetrocknete Farbe in den Näpfen.

Die Tuben lassen sich schwer öffnen?

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Wenn die Aquarellfarben in den Tuben lange genutzt werden sollen, bedarf es etwas Pflege der Tuben. Ja die Tuben meist aus Aluminium brauchen ein wenig Pflege 😉 Schauen wir uns die doch mal die folgenden Fotos an. Das Bild Aquarellfarbe in neuer Tube zeigt ein wunderbar sauberes Gewinde der Tube. Aber im den Verschluss befindet Aquarellfarbe. Wenn man aus  der Tube seine Näpfchen füllt, beginnt das Gewinde der Tube zu verschmieren. Selbst wer hier noch ganz sauber arbeitet, wird feststellen, dass der Farbrest aus dem Verschluss beim Verschließen der Tube das Gewinde verschmieren wird. Öffnet man ein benutze Farbtube sieht man, dass der Verschluss und das Gewinde mit Farbe verschmutzt ist. Je mehr Farben auf den Verschluss und das Gewinde kommen, um größer die Wahrscheinlichkeit,

  • dass die Tuben nicht ordentlich verschlossen werden und die Farbe in der Tube eintrocknet oder
  • dass der Verschluss so verklebt, dass sich die Tube nicht mehr öffnen lässt.

Dieses ist der Grund, warum ich mir die Zeit nehme und den Verschluss der Tuben immer wieder mit einem feuchten Küchentuch säubere.  Diese Pflege macht sich bezahlt.

Sollte sich eine Tube nicht öffnen lassen, ist Vorsicht geboten, denn rohe Gewalt nutzt nichts. Ich empfehle den Verschluss mit einer Zange und die Tube ganz oben zu fassen und die Tube so weit wie möglich oben. Dann vorsichtig drehen … Vorsichtig, denn ich kenne Menschen, die eine Alu Tube mit Farbe durch das Drehen zerstört haben. Wenn gar nichts hilft, kann man die Tube mit den Verschlüsse in Wasser stellen und hoffen.

So wie ich meine Farben nutze, stellt sich nicht die Frage –

Aquarellfarben in Tuben oder Näpfchen, was ist besser?

Rosen verbreiten Freude (c) Aquarell von Frank Koebsch

Rosen verbreiten Freude (c) Aquarell von Frank Koebsch

Kräftige Farben für Blumenaquarelle im Herbst

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Die letzten Blüten Im Herbst (c) ein Rosen Aquarell von FRank Koebsch

Die letzten Blüten Im Herbst (c) ein Rosen Aquarell von FRank Koebsch

Was kann man gegen den Nebel und das Grau Anfang Dezember machen? Ich hatte mir die letzten Blüten im Herbst gesucht und mit den Aquarellfarben von Mijello farbkräftige und große Aquarelle gemalt.  Rosen in der Vorweihnachtszeit sind für mich wunderbare Farbtupfer in der dunklen Jahreszeit.  Deshalb hat eines meiner Rosenaquarelle auch den Namen Herbstfeuer 😉 und das letzte Rosen Aquarell habe ich auf einen Bogen Aquarellkarton Cornwall 450 g/m2 rau von Hahnemühle  in 50 x 65 cm gemalt. Ich habe also so richtig in Farben geschwelgt. Damit nicht genug, ich habe sogar versucht, andere Menschen im Rahmen eines Aquarellkurses und Vorstellung der Mijello Aquarellfarben von meiner Begeisterung für die Rosenbilder als Herbstaquarell anzustecken. Ich bin einfach der Meinung, Rosen verbreiten Freude. Dies ist auch der Titel meines aktuellen Aquarells.

Rosen verbreiten Freude (c) Aquarell von Frank Koebsch

Rosen verbreiten Freude (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Die Sonne hatte Ende November noch einmal die Blüten der letzten Rosen in ein zartes Licht getaucht. Ein wunderbarer Augenblick für die Blumen und Blüten im Herbst. Diesen Moment habe ich versucht auf einem Blatt  Aquarellkarton Cornwall 450 g/m2 von Hahnemühle  in 38 x 56 cm festzuhalten. Als Aquarellfarben habe ich die MISSION Gold Class Water Colours von Mijello gewählt. Ein Kombination, die sich aus meiner Sicht sehen lassen kann. Oder?

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