Anne-Sophie Mutter zu den Parallelen von Musik und Malerei

Ich hatte in den vergangenen Tagen mich auf den Text des Liedes von Udo Jürgens, Mein Bruder ist ein Maler bezogen, um ein wenig die Faszination Musik in meiner Malerei zu erklären. Heute habe ich in einem Interview von Anne-Sophie Mutter in der mobil – Das Magazin der Deutschen Bahn, 6 / 2010 treffende Parallelen zwischen der Musik und der Malerei gelesen. In dem Artikel „Die Unerreichbare“, S. 6 sagt Anne-Sophie Mutter auf die Fragen:

Was reizt Sie daran, sich über Jahrzehnte mit immer gleichen Kompositionen auseinanderzusetzen? Tatsächlich könnte man ja annehmen: Wenn man einmal einen Apfel richtig porträtiert hat, bleibt das der Apfel schlecht hin. Und hat man einmal die Formel für ein Brahmskonzert gefunden, bleibt sie für immer. Aber so wie in der Malerei das Licht, die Stimmung und die Perspektive wechseln können, ändert sich für den Musiker die Akustik, das Instrument oder der musikalische Partner. Man findet immer wieder andere Bedingungen vor. Nicht zu letzt, weil man an Lebenserfahrung gewonnen hat, sodass es immer wieder spannend wird, auf ein und dasselbe Werk zu treffen.“

Gibt es Parallelen zwischen der Arbeit eines Musikers und der eines Malers? Die Liebe zu Licht, Farben und Stimmungen zum Beispiel ist bei Monet und Picasso so offensichtlich. Monet hat sehr schön gesagt. >>Mich interessiert nicht das Objekt, sondern das, was zwischen mir und dem Objekt passiert.<< Das ist wohl die beste Umschreibung der Rolle eines Interpreten. Die spannende Frage lautet: Wie ändert sich dieses Verhältnis zu einem Werk im Laufe von Jahrzehnten.“

Nun ich will es bei diesen Zitaten belassen. Anne-Sophie Mutter hat es treffend auf den Punkt gebracht. Dieses kann sogar ich unmusikalischen Wasserfarbenmaler verstehen. Eine klasse Frau, auch wenn ich Ihr nicht in jeden Bereich der klassischen Musik folgen kann, hat es Spaß gemacht dieses Interview mit vielen weiteren tollen Aspekten der Musikerin zu lesen. Kristina v. Klot als Autorin des Artikels und Anne-Sophie Mutter haben einen wunderbaren Artikel abgeliefert, den ich mit Genuss gelesen habe. (Doppelt hält besser ;-)) Wenn Sie Bahn fahren oder an einem Bahnhof vorbei kommen, greifen Sie sich die Zeitschrift und schauen Sie rein, es lohnt sich.
Wenn Sie nicht die Chance habe schauen Sie sich den Videoclip an.

Ich bin Neo Rauch im ICE begegnet ;-)

Neo Rauch gibt ein Interview  in der mobil – dem Magazin der Deutschen Bahn

Ein Interviiew mit Neo Rauch
Ein Interviiew mit Neo Rauch

Ich fahre beruflich bedingt viel ICE mal zu meinen Arbeitsplatz mal zu Kunden. Hier lese ich gerne das Magazin der Deutschen Bahn – mobil. In der April Ausgabe bin ich dann über ein Interview von Neo Rauch gestolpert. Auf den Seiten 104 ff. der mobil berichtet Neo Rauch in dem Interview mit dem Titel „„Jedes Bild ist Verheißung und Problem zugleich“ einige Details, wie sich bei ihm die Ideen zu eine Bild entstehen, wie er die Bilder entwickelt und wie seine Figuren, die „irgendwann angeklopft haben“ die Bilder von Neo Rauch bevölkern. Nun ich mag die Bilder von Neo Rauch und so habe ich mich außer über das ausführliche Interview in dem Magazin gefreut, denn es immer interessant etwas zu den Bilder, der Herangehensweise anderer Maler zu erfahren. Wer keine Chance hat das gesamte Interview zu lesen findet eine sehr magere Kurzform im WEB Auftritt der DB. Was dagegen gut anzusehen ist, ist die Slideshow mit Bildern Neo Rauch.

 Aber wie immer was sind Slideshows und Fotos gegenüber den Originalen. Das letzte Mal konnte ich einige Originale von Neo Rauch in der Rostocker Kunsthalle  sehen. Nun gibt anlässlich seines 50zigten Geburtstag am 18. April zwei große Ausstellungen:

 Wer weiß vielleicht führt mich ja ein ICE auf Grund eines Termins in die Nähe und ich komme in der Öffnungszeit dort mal vorbei…. Ich würde mich die Bilder freuen, Bilder von Neo Rauch wieder mal in Original zu sehen.

 P.S. Ob 1960 ein guter Jahrgang für Maler ist?

Dresscode

Ich bin auf dem Weg zu zwei Terminen in München, sitze im ICE und spanne ab….Hier und da blättere ich in der mobil – der Kundenzeitschrift Nr. 8 / 2009 der DB. Ich stolpere über den Artikel mit der obigen Überschrift ab Seite 78.

Mit dem Dresscode habe ich immer wieder so meine Schwierigkeiten. Warum? Ich mag zwar Anzüge aber keine Krawatten. An schlechten Tagen habe ich das Gefühl, mit einem Hemd oben geschlossen und Krawatte wird es eng, ich bekomme Nackenschmerzen……

Also habe ich wenige Krawatte im Schrank und Koffer und am liebsten laufe ich oben ohne. Im Vertrieb einer großen seriösen IT-Firma schon eine Herausforderung, denn es wird als Dresscode in der Regel dunkler Anzug, gestärktes Hemd, oben geschlossen und gedeckte Krawatte erwartet. Nun ja die Uniformität lässt grüßen und wo bleibt meine Kreativität in der Enge am Hals?

Das Bild der Mode und der Codierung des Outfit wandeln sich Gott sei Dank immer wieder. Wie schön war es in den Hype Zeit des dot.com. Da liefen alle Innovativen ohne Krawatte rum und ich wurde von meinen Kunden bis zur Staatskanzlei in Schwerin so akzeptiert und es boomte…. Bis zur CeBit 2000, wo mich dann mein Chef des Messestandes verwies und lieber riskierte, dass Kundentermine mit Ministerien, Energieversorgern und Universitäten platzte, als dass ich ohne Krawatte dort präsent war. Nun ja ich bin heute noch bei der gleichen Firma, was daran lag, dass ich mir auf der CeBit eine Krawatte kaufte… Danach waren meine Kunden Banken und Versicherungen, nach den ersten Kundenkontakten rüstete ich auf, Hemden mit doppelter Manschette, die passenden Knöpfe und Krawatten, das Tuch mindestens doppelt…. Heute ist es bei den gleichen Kunden zum Teil inn, die gestärkten Hemden oder offen und ohne Krawatte zu tragen. 😉

O.k. die Gesellschaft hat ihre Rieten, ihre Symbole, ihre Bilder. Im Business, im Vertrieb ist alles klar. Aber was soll ich tragen, wenn ich zu einer Ausstellung gehe, wo möglich zur eigenen Vernissage? Was erwarten, dann die Menschen von mir? Sollte ich mich extravagant kleiden wie Dalli oder Anzüge tragen wie Lagerfeld oder nackt gehen, wie die Avantgarde in den Siebzigern…
Das Lustige ist hierbei, dass Menschen, die mich aus meinem Beruf kennen, eine andere Erwartungshaltung haben, als Menschen, die mich nur von der Malerei her kennen.

In diesem Sinne hatte ein Schmunzeln auf dem Gesicht als ich las:

• „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.“ Karl Lagerfeld
• „Man soll sich nicht für den Job kleiden, den man hat, sondern für den, den man haben möchte.“ Gorgio Armani
• Bei einer Produktbeschreibung: Füller. Der „Boheme Paso Doble“ tanzt auf dem Papier, Mont Blanc

Also ich stehe zu meinen Hemden oben ohne und werde diese tragen, wenn es beim Kunden möglich ist, egal ob in einer Bank oder einer Galerie ;-)))
Wenn es geht auch mal ein Shirt oder Pullover unter dem Jackett.

Bei der Vernissage

Von den Affen lernen

Ich mache mir Gedanken, wie ich meine Bilder ausstellen und vermarkten kann. Ich möchte ja Feedback, die Malerei mit anderen teilen und will ja wenigsten die Kosten decken. Klar habe ich hierzu meine Homepage, bin in einigen Foren präsent, mache Ausstellungen und und …

Doch ich glaube ich sollte von den Affen lernen. Warum? Ich sitze nichts ahnend im ICE zwischen Frankfurt und München und blättere in der mobil – dem Kundenmagazin der Deutschen Bahn. Mit einem Mal las ich „… sind deshalb Tilda, Sita und Sandra schon Künstler. Diese Debatte entbrannte, als ein englischer Kunstsammler einen ganzen Stoß Bilder kaufte, die die Orang-Utan-Weibchen gemalt hatten. Die Affenbilder sind inzwischen ein Renner und können auch im Internet unter der Adresse http://www.affenbrut.de erstanden werden.“ *1) Achso die Affengemälde wurden auch schon in einer Ausstellung mit Bildern von Christine Peter gezeigt. Ob alle Besuche die Bilder zwischen Mensch und Affe richtig zu ordneten ist nicht überliefert. Fehlt nur noch, dass die Affen auch anfangen Musik zu machen. Aber spätestens nach dem Peter Fox mit dem „Stadtaffe“ erfolgreich die Parallelen aufgezeigt hat, wäre dieses nicht verwunderlich….

Affen sind aber auf jeden Fall erfogreich, denn auf der o.g. Webseite steht, dass 3 Blätter des Schimpansen Congo beim Londoner Auktionshaus Bonhams für insgesamt 21.515,00 Euro versteigert wurden.
Nun ergeben sich folgende mögliche Schlüsse aus den Zeilen:
• Kunstsammler kaufen alles, wenn sie Aufsehen erreichen können (?),
• die Bilder der Affen sind wesentlich besser als meine, denn meine sind nicht der Renner (nicht, dass ich besonders klagen muss, aber …?)
• für die Affen wird ein besseres Marketing gemacht, als ich es vermag ;-)))

Nun da es die Aussage gibt, Kunst entsteht im Auge des Betrachter, müssen Sie sich alleine ein Urteil erlauben. Ich kenne bei Interesse von Ihnen noch mehr tierische „Künstler“, wie malende Elefanten, Enten und Pinguine, die mit farbigen Füssen über das Papier watscheln….

Achso… auf der WEB Site der Affenbrut steht ganz unten, – die Affenmalerei ist keine Kunst. Doch neidisch auf die erzielten Preise bei der Auktion und im Shop der Affen bin ich schon, auch wenn es für einen guten Zweck ist. Vielleicht sollte ich mir ein affiges Synomym zu legen, denn Tilda malt ja auch mit Wasserfarben…..

*1) „Gehirnjogging für King Kongs Brüder“ – Artikel in der mobil – dem Kundenmagazin der Deutschen Bahn, Nr. 8 / 2008, S. 10 – 11 von René Linke