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Posts Tagged ‘Museen’

Besuch im Nordischen Aquarellmuseum in Skärhamn

Besuch im Nordischen Aquarellmuseum in Skärhamn

Wertschätzung für die Aquarellmalerei

 

Ich hatte immer wieder mal in der Vergangenheit über Besuche und die Zusammenarbeit mit Museen bei uns Mecklenburg Vorpommern berichtet, wie die Galerie Alte und Neue Meister in Schwerin, das Kulturhistorische Museum in Rostock, das Kunstmuseum Schwaan u.a. berichtet.  Wir verbinden wunderbare Erlebnisse mit den Besuchen in den Museen und habe durch die Besuche von Ausstellungen viel gelernt. Wenn wir reisen, dann nutzen wir immer wieder die Chance Galerien und Museen zu besuchen. Es ist schon interessant die Einrichtungen in Dublin, Kopenhagen, Liverpool, London, Malmö, Oslo, Seattle Vancouver, … mit unseren zu vergleichen. Nun da wir Aquarelle malen, haben wir sehr schnell die Erfahrung gemacht, dass in den USA, Kanada, Irland, Groß Britannien und Skandinavien Aquarelle ganz anders geschätzt werden. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden präsentieren Aquarelle gemeinsam mit künstlerischen Zeichnungen, Gouachen, Radierungen, Lithographien, Kupferstiche, …   im Kupferstich Kabinett. Man findet in Dresden kein Aquarell in der „Galerie der Alten Meister“ oder der „ Galerie der Neuen Meister“. Selbst wenn man Literatur über einen Deutschen Altmeister des Aquarells Albrecht Dürer liest, findet man eine Trennung in Gemälde sowie Zeichnungen und Aquarelle. Viele werden fragen – Dürer und Aquarelle? Bitte denken Sie daran, dass der Feldhase, das Große Rasenstück u.a. Aquarelle sind. Aquarelle werden oft als flüchtige Darstellungen, als Skizzen und Vorarbeiten für andere Arbeiten eingeordnet und nicht als selbstständige Maltechnik. Nun wenn man sich z.B. mit Engländern über Malerei unterhält, so ist ganz klar, dass die Aquarelle von William Tuner zu den Gemälden und den  weltweit  zu den teuersten Arbeiten auf Papier gehören. So ist im englisch sprachigen Raum und Skandinavien selbst verständlich, dass alle Bilder unabhängig von den Maltechniken gezeigt werden. Die Schweden sind sogar noch einen Schritt weitergegangen und haben 70 km nördlich von Göteborg das

 

Nordische Aquarellmuseum in Skärhamn 

 

gebaut. Nach einem internationalen Architekten Wettbewerb wurde das Ausstellungsgebäude und einige separate Künstlerateliers in die Landschaft der Schären integriert. Das Nordiska Akvarellmuseet bietet neben Ausstellungen, Malkurse, Vorträge und ein umfangreiches Sommer-Kulturprogramm mit Konzerten, Tanz, Theater, Filmvorführungen, Lesungen, Workshops und vielem mehr.  Zu beachten ist, dass das Museum keine reine schwedische Einrichtung ist, sondern von einer Stiftung mit Vertretern aus fünf nordischen Ländern verwaltet wird. Ganz interessant ist auch die Aufgabe des Museums:

Das Ziel des Nordischen Aquarellmuseums ist es, die Aquarelltechnik aus heutiger Sicht und dem der zeitgenössischen Kunst zu studieren. Unsere Absicht ist es, die Diskussion über die Potenziale des Aquarells zu initiieren und ein Verständnis dafür zu verbreiten, wie Künstler heute und historisch Wasser und Pigment bei der Schaffung von Kunst verwendet haben. Bei dieser Aufgabe nähern wir Aquarell aus drei verschiedenen Perspektiven:

Mit diesem Konzept und einer jährlichen Besucherzahl von 150.000 wurde das Nordische Aquarellmuseum im Jahr 2010 sogar zum schwedischen Museum des Jahres ernannt. Hier wurden in den vergangenen Jahren schon Werke von Salvador Dali, Bill Viola, Louis Bourgeois, , Anders Zorn und Lars Lerin ausgestellt. Wir hatten Anfang Juli die Chance, dass Nordische Aquarell Museum zu besuchen. Hier ein paar Schnappschüssen von unserem Besuch. Bei den Bildern aus den Ausstellungen und der Sammlung des Museums kann ich leider nur eine Auswahl von Bilder zeigen, die das Museum als Creative Commons erkännande zur Verfügung stellt.

Wir waren von Konzept des Museums fasziniert. An ganz vielen Stellen wird den Besuchern immer wieder die Gelegenheit gegeben, sich Wissen anzueignen und sich selbst auszuprobieren. In der Zeit unseres Besuches konnten wir u.a. die Ausstellung

 

Eight artists – from the Museum Collection im Nordiska akvarellmuseet

 

mit Aquarellen von Solveig Aðalsteinsdottir, Mats Gustafson, Kati Immonen, Martin Jacobson, Michael Kvium, Lars Lerin, Julie Nord and Maria Nordin sehen.

Am meisten haben mich die Bilder Civilization von Lars Lerin, No Title (The Doll’s Carriage) von Julie Nord, Utsnitt av en observation av en plats von Maria Nordin, Sunlight, Brigde 2012 von Martin Jacobson und von Kati Immonen die Aquarelle aus der Serie Familyalbum in den Bann gezogen. Es ist schon spannend und interessant, wie die einzelnen Künstler ihre Werke mit Aquarell umsetzen.

Mein Tipp: wenn Sie eine Schwedenreise planen, besuchen Sie das Nordische Aquarell Museum und nehmen Sie nach dem Besuch der Ausstellungen die Zeit auch die Landschaft in der Umgebung zu erkunden. Vielleicht nutzen Sie ja auch die Chance und besuchen dort einen Workshop. Es lohnt sich. 😉

Mein Wunsch: Mehr Wertschätzung für das Aquarell in der Lehrmeinung der Kulturhistoriker Deutschlands. Nur dann werden auch mehr Aquarelle in den Galerien und Museen zu sehen sein. Es könnte helfen, sich die Frage zu stellen, warum in anderen Ländern in dem Aquarell mehr gesehen wird, als eine als flüchtige Darstellung, als Skizze und Vorarbeit für andere Arbeiten. 😉

Mein Besuch in der Galerie Alte und Neue Meister Schwerin

10. April 2013 4 Kommentare

Mein Besuch in der Galerie Alte und Neue Meister Schwerin

Entdecken, Sie das Kulturland Mecklenburg Vorpommern 😉

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Mecklenburg Vorpommern ist als Urlaubsland beliebt. Die meisten Menschen das Bundesland an der Ostsee in dem Sommerhalbjahr, dann wird im wesentlichen Urlaub an der Ostsee gemacht. Ich bin auch im Winter von der Ostsee begeistert, denn ich brauche Wind, Wellen, Sonne, unendliche Weite bis zum Horizont und kann Mecklenburg Vorpommern für das ganze Jahr empfehlen.  Die Tourismusbetriebe zählten 2012 27,9 Millionen Übernachtungen. Mecklenburg-Vorpommern lockt 2013 mit neuen Hotels und Kulturhöhepunkten, denn die Besucherzahlen sollen moderat weiter gesteigert werden. In diesem Jahr will man über 28 Millionen Übernachtungen erreichen. Hierzu sind dann Investitionen in ganzjährige Angebote weiter nötig. In etlichen Veröffentlichungen und Initiativen widmet man sich jetzt den Kulturtouristen, es werden  Podiumsdiskussionen „Tourismus mit Kultur machen“  veranstaltet, Projekte wie die Kreativ Saison Mecklenburg in Leben gerufen, um die Kunst – und Kulturschaffenden mit einzubinden. Es wird in diesem Jahr auch mit vielfältiger Unterstützung das Kunstmuseum Ahrenshoop eröffnet. Ziel ist es gerade in der Vor- und Nachsaison – ­ out of season wie es Lutz Gerlach für Ahrenshoop sagt, den Tourismus zu entwickeln.

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Kulturtouristen von der Galerie Alte und Neue Meister Schwerin (c) FRank Koebsch 2

Kulturtouristen von der Galerie Alte und Neue Meister Schwerin (c) FRank Koebsch

Ich war in den vergangen Tagen in Schwerin unterwegs und habe mich im „Binnenland“ nach Kunst, Kultur und den Kulturtouristen umgeschaut. Es war ernüchternd. Ein kalter Wind blies über den immer noch vereisten Schweriner See, vorbei an dem Schweriner Schloss zum Alten Garten. Auch wenn Besucher in Schwerin waren, an diesem Dienstagvormittag hatten sich nur die Stockenten vor das Staatliches Museum Schwerin, die Galerie Alte und Neue Meister Schwerin verirrt. Schade, die Ausstellungen waren fast menschenleer, dieses zeigt aber auch, dass MV riesige Reserven hat, wenn bestehende Angebote (noch) besser beworben werden. Aber für mich war es ein Glücksfall, so konnte ich ganz ungestört die Ausstellung genießen. Für mich ist es immer wieder interessant, wie die alten Meister an ihre Bilder heran gegangen sind, welche Lösungen sie gewählt haben. Das Spiel mit dem Licht, die Blicke in die Landschaft, die Portraits …. sind immer wieder klasse. Ja nach Anlass entdecke ich immer wieder andere Bilder. Dieses Mal fiel mir u.a. ein Gemälde von Jean-Baptiste Oudry ins Auge. Nicht das imposante Nashorn Clara, sondern ich das Motiv meines aktuellen Projektes Faszination Kraniche entdeckt. Das Bild Pfefferfresser, Jungfernkranich und Haubenkranich in einer Landschaft ist schon eine Augenweide. Aber auch die Eislandschaft von Hendrick Avercamp schaue ich mir immer wieder an. Interessant ist die Hängung der Bilder  das „Schwebende Liebespaar“ von Wolfgang Mattheuer und  der Windmühle bei Usedom von Lyonel Feiningers im Kontext mit den alten Meistern.

Ich habe zwar eine Fotoerlaubnis gekauft, aber das Veröffentlichen von Fotos aus Ausstellungen der Museen ist problematisch und teuer, also muss mein Bericht reichen. Wenn das Wetter wärmer wird, kommen rund 300.000 Besucher in die Sammlungen und Ausstellungen des Staatlichen Museum Schwerin. 😉

Mein Tipp nutzen Sie die Vor- und Nachsaison und besuchen Sie die Galerie Alte und Neue Meister in Schwerin.

Die Kunst, Geld zu verdienen

29. November 2012 3 Kommentare

Die Kunst, Geld zu verdienen

Ein weiterer Beitrag zu unser Blogparade: Fragen zur Kunst#bfzkunst

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Passen Kunst und Kommerz zusammen? (c) Frank Koebsch

Passen Kunst und Kommerz zusammen? (c) Frank Koebsch

Heute ist der dritte Tag meiner Blogparade Passen Kunst und Kommerz zusammen? Bisher sind mehr als  59 Kommentare eingegangen. Es ist spannend die verschiedenen Beiträge der Diskussion zu lesen und zu beantworten. Zurzeit komme ich gar nicht hinterher, alle Beiträge zu lesen, zu überlegen und zu beantworten. Einmal  weil ich mich auf die Beiträge einstellen muss. Zu anderen weil sich für mich auch unbekannte Menschen an der Diskussion beteiligen und ich versuche auf deren Web Seiten, Blogs, Auftritten auf Facebook und Google+ zu stöbern, wer sich hinter den Kommentaren verbirgt. Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die sich an der Blogparade beteiligen.   Es ist wunderbar, dass sich an unserer konzertierten Aktion gemeinsam mit  Susanne HaunUte SchätzmüllerJürgen KüsterConny Niehoff und Oliver Kohls so viele Beiträge ergeben.
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Die Kunst Geld zu verdienen

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Wie viel Marketing verträgt Kunst? (c) Frank Koebsch

Wie viel Marketing verträgt Kunst? (c) Frank Koebsch

Die meisten Autoren der Diskussionsbeiträge sprechen sich für eine Einheit von Kunst und Kommerz aus, da in unserer heutigen Gesellschaft die Künstler Geld verdienen müssen, um Rechnungen zu zahlen und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Aber wenn Künstler, ihre Kunst, ihre Produkte in den Kreislauf der Konsumation geben, verkaufen Sie Ihre Kunst meistens nicht direkt an den Endkunden.  Dieses sollte eigentlich nicht die vorrangige Aufgabe eines Künstlers sein und es fällt den meisten Künstlern auch schwer der Preis für ihre Werke festzusetzen.  Im Idealfall wird der Künstler von einer oder mehreren Galerien vertreten, wird von der Kunstsammlung der Deutschen Bank oder Sammlern und Stiftungen gekauft, seine Kunst hängt in mehreren Museen und Verlage drucken seine Kunst in wunderbaren Bildbänden ab. Dieser Idealfall setzt voraus, dass diese Kunst von hoher Qualität ist oder der Künstler in der Lage ist, genauso gutes Marketing zu machen.

Bei diesem Idealfall verdienen alle Beteiligten in dieser Kette mit, der Künstler, die Galeristen, die Sammler, die Museen, die Verlage und … und die VG Bild und die VG Wort. Wenn der Konsum von Kunst besonders gut funktioniert, spricht man von einem Kunstboom, der Sprungbrett für junge Galeristen und junge Künstler sein kann. In einer solchen Zeit steigern Museen und Galerien ihren Umsatz und schaffen Jobs. Der Kunstboom macht die Galeristen reich und sicher doch auch alle anderen Beteiligten des Kunstmarktes auch.  Dann müsste doch alles in Ordnung sein. Oder?  Warum diskutieren wir über Kunst und Kommerz? Die Antwort ist ganz einfach, denn es eine Kunst, Geld zu verdienen. Einmal ist es ein Kunst als Künstler in dieser Wertschöpfungskette ausreichend Geld zu verdienen und dabei darauf zu achten, dass man authentisch bleibt. Karin Lang und Rebecca Henkel hatte in der Diskussion darauf hingewiesen, dass so mancher Künstler der Versuchung unterliegt, gefällige Bilder zu malen. Ich hatte hierzu geschrieben:

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Nun wenn es danach geht, müsste ich von morgens bis abends Mohnaquarelle malen. Hier einmal meine letzte Analyse, was die Menschen auf meinem Blog suchen.

Ich male gerne Blumen, aber nicht der Kunden wegen. Es macht mir oft, viel mehr Spaß Jazz Aquarelle zu malen oder Projekte zum Flughafen Tegel zu machen. Dinge die am Mainstream total vorbeigehen. Ich habe wirklich am meisten Blumen und Mohnaquarelle verkauft. Aber die größte Reputation habe ich durch Ausstellungen zum Thema Jazz oder Tegel bekommen. Ein netter Widerspruch, wenn man versucht von der Kunst zu leben 😉

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Wie sehen Sie diesen Widerspruch: Ist es als Künstler, eine Kunst Geld zu verdienen?

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Die Kunst, Geld zu verdienen (c) Frank Koebch

Die Kunst, Geld zu verdienen (c) Frank Koebch

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Ich freue mich auf einen regen Austausch mit Ihnen und wünsche Ihnen und mir bei der Diskussion viel Spaß. Am Sonntag den 02.12.2012 verlose ich unter allen Teilnehmern der Blogparade zwei Preise.

Der erste Preis ist (wie könnte es anders sein) ein Aquarell , eine kleine Miniatur – „Faszination Ballett # 1

Der zweite Preis, ein Sternzeichen Buch wird von der Galerie Faszination Art bereitgestellt. Dieses Sternzeichen Buch ist ein Gemeinschaftsprojekt der Galerie mit vier bildenden Künstlern und der Autorin Annette Pehnt.

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Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank Koebsch
Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank Koebsch
Buchcover Sternzeichen - Vorderseite
Sternzeichen Buch

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Wenn Sie sich an der Diskussion und der Verlosung teilnehmen wollen, nutzen Sie doch bitte die Kommentarfunktion hier. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen zu den Fragen:

Blogparaden im Bereich der Kunst und Kultur

10. Oktober 2012 4 Kommentare

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Im April 2011 haben wir eine besondere Blogparade gestartet. Besonders war diese Blogparade in mehrfacher Hinsicht.

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Blogparade im Bereich der Kultur

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Blogparade als Marketinginstrument im Bereich der Kunst

Blogparade als Marketinginstrument im Bereich der Kunst

Blogparaden wurden zu dieser Zeit in vielen Bereich realisiert, aber nicht im Bereich der Kunst und Kultur. In den letzten Monaten hat sich dieses kaum geändert. Es gibt zwar immer mehr Blogs im Bereich der Kunst und Kultur, aber eine wirkliche Zusammenarbeit gibt es kaum. Doch gibt es sehr positive Entwicklungen. So gab es zum Beispiel im Februar 2012 folgenden Aufruf zur MUSEO-Blog-Parade 2012: Was ist Euer herausragendes Thema für 2012?

Aufgerufen waren Museen sowie Kulturinstitutionen. Die Museen haben ihr Arrangement in den letzten Monaten im Social Web verändert.  Im Februar 2011 hatte ich für Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0  ein recht düsteres Bild gezeichnet. Im September 2012 lud das Staatliche Museum Schwerin zu einer ersten facebook-Party face2face with art  ein. Der REPORT: Social Media für Museen hat hier die neueren Entwicklungen zusammengefasst. Diese Entwicklung ist ein Anfang, denn an der MUSEO-Blog-Parade haben sich (nur ?) 18 Kultureinrichtungen beteiligt. Der Blog von Christian Gries bietet eine Zusammenfassung der Teilnehmer und der Ergebnisse aus seiner Sicht.

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Aber wie steht es im Bereich des Social Web für bildende Künstler aus?

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Es ist erkennbar, dass sich im internet und den Diskussionen auf Kongressen kaum Beispiele über Gemeinschaftsprojekte im Bereich der Bildenden Künstler gibt. Auch der Bundesverband Bildender Künstler und die Landesverbände informieren kaum oder gar nicht über die Möglichkeiten und bieten keine oder nur unzureichende Möglichkeiten zur Weiterbildung. Viele bildende Künstler nutzen heute selbstverständlich Web Seiten, Facebook, Blogs, Twitter, Xing, Google+, Pinterest u.a. Aber es gibt nur sehr wenige bildende Künstler, die diese Medien zur Zusammenarbeit für gemeinsame Projekte und Ausstellungen nutzen. Aus meiner Sicht hat die Vernetzung einen sehr großen Wert. Vernetzung heißt für mich Austausch und Zusammenarbeit im Netz und realen Leben, arbeitsteiligen Agieren. Hier ist mir jede Idee, jeder Partner willkommen und ich freue mich immer wieder neue Dinge auszuprobieren. So hatte ich die

Blogparade: 10 Fragen zur Kunst

mit vorangetrieben.  Es war besonders interessant, dass 10 total unterschiedliche Menschen  im Netz zusammen arbeiteten. Es gab unter ihnen keinen einzigen, der alle Beteiligten persönlich kannten. Alle Beteiligten sind im Bereich der bildenden Kunst seit mehreren Jahren tätig – jeder auf seiner Art uns und Weise. Alle von uns waren in unterschiedlicher Weise im Bereich Social Media tätig. Klar alle von uns betrieben einen Blog, einige agierten auf Facebook aber kaum einer mit einer ausreichenden Reichweite auf Twitter schon gar nicht auf Google+ oder Pinterest. Was alle von uns auszeichnete, war die Neugier etwas Neues auszuprobieren. Hier noch einmal die Auflistung der beteiligten Künstler und die diskutierten Fragen.

Künstler Frage der Blogparade

Anzahl der Kommentare / eingehenden Links

Andreas Mattern Ist es in der Kunst notwendig, seriell zu arbeiten? 

97

Julia Tepasse Ist es in der Kunst wichtig, konzeptionell zu arbeiten?

45

Oliver Kohls  Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

42

Conny Niehoff Sollte Kunst erschwinglich sein…?

146

Susanne Haun  Wer oder was ist ein Künstler und warum?

212

Anna Schüler   Ist die Malerei ein Auslaufmodel?

54

Frank Hess Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder benötigt sie einen Bezug oder Kontext?

112

Helen Königs Welche Bedeutung haben Vorlagen für ein eigenständiges Bild?

60

Roswitha Geisler Schafft Kunst Illusion?

77

Frank Koebsch Sind Aquarelle Kunst?

200

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Ergebnisse der Blogparade

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Was sehr interessant war, dass für das Feedback in den Blockparade nicht mit der Bekanntheit der Künstler einherging. Viel mehr kam es darauf an, die Menschen im Netz anzusprechen, sich zu beteiligen. Die Ergebnisse dieser Blogparade konnten sich sehen lassen. Es sind nicht nur die Klicks, die Kommentare und das Ranking sondern auch die Anerkennung und die Reputation im Web und der Presse. So wurden folgende Beiträge im Web

und der Artikel  „Fragen zur Kunst – Diskussionen im Internet“ von Dörte Rahming in der Zeitschrift atelier – Die Fachzeitschrift für Künstlerinnen und Künstler veröffentlicht. Den vollständigen Text des Artikels können Sie als pdf unter folgenden Links lesen (atelier 2011- 4 Fragen zur Kunst – Diskussion im Internet).  Eine wunderbare Change auf unsere Kunst aufmerksam zu machen.

Interview von Susanne Haun und Frank Koebsch in der Zeitschrift atelier 2011 - 4

Interview von Susanne Haun und Frank Koebsch in der Zeitschrift atelier 2011 – 4

Die Ergebnisse der Blogparade und das Feedback bestärkten mich darin konsequent die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern zu suchen und für Ausstellungsprojekte das Web zu nutzen. Hier einige Beispiele dafür

Ich bin also Überzeugungstäter, wenn es um Themen und Projekte der Vernetzung geht. Die Ergebnisse und Aussagen des Trendbarometer Kreativwirtschaft 2012: Ausbau von Kooperationen als Schlüsselstrategie kann ich nur unterstreichen. So ist auch nicht verwunderlich, dass wir uns für die nächsten Tagen wieder an einer neuen Blogparade im Bereich der Kunst und Kultur versuchen werden 😉

Kinderlärm in unserer Ausstellung erwünscht

Kinderlärm in unserer Ausstellung erwünscht

Hahnemühle fördert Kreativität und Bewegungsdrang von Kindern

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Logo für unser Projekt Berlin-Tegel

Wir hatten die Idee die Kunst unseres Ausstellungsprojektes Flughafen Berlin Tegel – Eine Hommage mit ein wenig Spaß für die Kinder zu verbinden, die Kinder an die Möglichkeiten der Bibliothek und der Kunst heranzuführen. Hierzu hatten wir uns am Anfang der Woche mit über achtzig Kindern in der Humboldt Bibliothek getroffen, haben Flugzeuge faltet und ein Wettfliegen veranstaltet.

Berliner Abendblatt berichtet über unsere Ausstellung Flughafen Berlin Tegel - Eine Hommage auf Seite 3

Berliner Abendblatt berichtet über unsere Ausstellung Flughafen Berlin Tegel – Eine Hommage auf Seite 3

Aber wie kommt man auf die Idee im Rahmen eines Ausstellungsprojektes mit Kindern Papierflieger zu basteln? Die Antwort ist ganz einfach 😉 Als ich auf der Besucherterrasse des Flughafens Tegels unterwegs war, um die auf dem Flughafen vorhandenen Kunst zu entdecken, wie z.B. die

Fliegen macht Spaß (c) Aquarell von Frank Koebsch

Fliegen macht Spaß (c) Aquarell von Frank Koebsch

ergriffen mit einem Mal eine Gruppe Kita Kinder von den Skulpturen Besitz. Sie tobten und spielten dort nach Herzen Lust. Aus dieser Situation heraus ist, das Aquarell Fliegen macht Spaß entstanden und gleichzeitig noch mehr Idee … Bei der Verbindung Kinder und Papierflugzeuge musste ich daran denken, wie viel Spaß es als Kind gemacht hat, Papierflieger zu basteln und diese mit den anderen, um die Wette fliegen zu lassen. Es kam das Das Kind im Manne  zum Vorschein  . Von diesen Erinnerungen fasziniert, habe ich Suanne Haun und Christiane Weidner bereits im November 2011 angesteckt und sie dazu begeistern können, dass wir im Rahmen unser Ausstellung der Humboldt Bibliothek vorschlagen, gemeinsam mit Kindern Flugzeuge zu falten und fliegen zu lassen. Gesagt getan …

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Es hat riesigen Spaß gemacht,  nicht nur uns als Künstler und den Kindern. Erzieherinnen und Lehrerinnen der Kindergruppen ließen sich genauso anstecken wie die Bibliothekarinnen. Wir haben das Papier gefaltet, die Flugzeuge angemalt und diese mit viel Geschrei um die Wette fliegen lassen, eine Lampe abgeschossen, Gummibären genascht. Einfach klasse … Ich glaube, wir Deutschen sind oft viel zu ernsthaft und beziehen Kinder zu wenig in Ausstellungen und Museen ein. Ich habe im sonst so konservativen England, in der Tate Galerie in Liverpool wunderbare tägliche Bastel- und Malaktionen für Kinder und Familien erlebt, wie in keinem deutschen Sammlung und Museum. Ich werde versuchen, bei den nächsten Ausstellungsprojekten wieder Kinder oder am besten gar Familien einzubeziehen.

Doch zuvor möchte ich mich auch im Namen der vielen Kinder bei der Firma Hahnemühle bedanken, denn Sie hat diese Aktion erst  ermöglicht, da sie das Papier für die hunderte Flugzeuge bereitgestellt hat.

Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe, nutzen Sie doch die Chance bis zum 30. Juni 2012 die laufenden Ausstellung zum Flughafen Tegel zu besuchen.

Gewinne für die Verlosung des Preisausschreibens – Hommage Berlin Tegel gesponsort vom ibis Airport Hotel Berlin

Gewinne für die Verlosung des Preisausschreibens – Hommage Berlin Tegel gesponsort vom ibis Airport Hotel Berlin

P.S. Wir haben noch einen weiteren Hinweis: Nehmen Sie doch an dem Preisausschreiben zu unserer Ausstellung Flughafen Berlin Tegel – Eine Hommage teil.

P.S.S. Wenn Sie andere Menschen über unsere Ausstellung oder den Wettbewerb informieren wollen, nutzen Sie nicht nur Mail, Facebook oder Twitter. Wir möchten Ihnen hierzu unsere Postkarten Edition empfehlen.

P.S.S.: Wenn Sie sich für unserer Ausstellungsprojekt interessieren, schauen Sie doch auch einmal in unsere Limitierte Edition von Drucken und Fotos, denn hier können Sie vorab, einige der wenigen Drucke und Fotos von unseren Ausstellungsobjekten erwerben.

Künstler wollen von Kunst leben können

6. August 2011 6 Kommentare

Aber welches ist der richtige Weg, um von der Kunst leben zu können?

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Ich hatte in den vergangen Tagen von der Veranstaltung „Arts & money” – Wie lebe ich von meiner Kunst? berichtet. In zwischen hat Frank Lemloh auch die Ergebnisse in Form Thesen oder hervor zu hebenden Aussagen verteilt und als nächsten Termin „Arts & money” – Wie lebe ich von meiner Kunst? für den 12.09. genannt. Ich bin gespannt auf den Termin. Warum, ich bin seit einiger Zeit dabei zu überleben und auszuprobieren, wie ich mit oder von meiner Kunst leben kann.

Was in diesem Zusammenhang interessant ist, ist der Artikel mit der Überschrift „Künstler wollen von Kunst leben können“ in der OstseeZeitung vom 18. Juli 2011. Im Netz ist dieser Artikel nur in Auszügen noch zu finden, wie z.B. hier auf dnews. Leider werden hier nur einige reißerische Aussagen zusammen gedichtet. Der Artikel ist aber auf http://www.artefacti.de vorhanden, auch wenn die Seite z.Z. nicht erreichbar ist. Der Cache von Google hilft und hier kann man den Artikel vollständig lesen.

Sven Ochsenreither in der Galerie IPP

Sven Ochsenreither in der Galerie IPP

Der Artikel basiert auf einem Interview mit dem Maler und Grafiker Sven Ochsenreither. Ich habe einige Interviews und Aussagen von Sven Ochsenreither als Vorsitzender des Künstlerbundes Mecklenburg Vorpommern verfolgt und einige Ausstellungen, z.B. die Ausstellung „leichtigkeiten“ in der Galerie des IPP besucht. Für mich ein gutes Bild eines erfolgreichen Künstlers, der von seiner Kunst leben kann. Als ich den Artikel „Künstler wollen von Kunst leben können“ las, hatte ich das Gefühl, dass Sven Ochsenknecht für sich mit diesem Bild gebrochen hat.  Bewusst gebrochen hat!!! Auf die Frage, ob er Sven Ochsenreither von seiner Kunst leben kann, ist zu lesen

«Kann ich nicht», antwortet der Maler und Grafiker Sven Ochsenreither. Das zuzugeben, sei ihm lange schwer gefallen, sagte der 38-jährige promovierte Kunstwissenschaftler, der in Greifswald auch noch Kunsterziehung und Theologie studierte. Die wenigsten bildenden Künstler in Mecklenburg- Vorpommern könnten allein von ihrer Kunst leben, sagte er in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Sie sind auf Brotjobs oder familiäre Unterstützung angewiesen oder auf Hartz IV.»

Dieser Sachverhalt an sich ist bekannt, wie ich aus dem Freundes- und Bekanntenkreis kenne und wie es in dem Artikel Arme Künstler im Nordosten Deutschlands beschrieben habe. Nur die Diskussion über die Wege aus der Situation heraus ist unterschiedlich und diese Diskussion ist aus meiner Sicht Teilweise festgefahren.
Maßgebliche Vertreter von Verdi und des Künstlerbundes wollen seit 1997 ( 😉 )durchsetzen, dass grundsätzlich für Ausstellungen in Öffentlichen Gebäuden ein Künstlerhonorar gezahlt wird. Nur liegt hier kein gesellschaftlicher Konsens vor und auch nur die Grüne unternehmen als Partei immer mal wieder einen Vorstoß in die Richtung. Kunstförderungen von Banken, Sparkassen, anderen Unternehmen, den Ländern und Kommunen funktioniert heute anders. Museen wollen die Besucherzahlen erhöhen und die Kosten senken, in dem sie die Eintrittsgelder abgeschafft haben. Übrigens auch, um die Allgemeinbildung und die Wahrnehmung im Bereich Kunst und Kultur zu verbessern.
Ein Kunstmarkt an dem alle Künstler so partizipieren können, dass sie von ihrer Kunst leben können, wird es nicht geben. Markt wird bestimmt von Angebot und Nachfrage. Wenn für die existierende Nachfrage zu viel Kunst „produziert“ wird, beginnt wie auf jedem Markt ein harter und schmerzhafter Selektionsprozess.  Hier wird es wohl auch ein Freibrief für Künstler geben.

Sven Ochsenknecht geht auf die Diskussion in seinem Interview gar nicht erst ein. Sondern er rechnet aus seiner Sicht mit den Galerien und Ausstellungsorten in Mecklenburg Vorpommern ab.

Die kleinen Galerien, von Künstlern und Vereinen initiiert, dienten oft nur der «Selbstbespaßung», meinte er sarkastisch. Es gebe keine Handvoll Galeristen im Land, die versuchten, im Kunstmarkt die Finger drinzuhaben. In Tourismusorten warteten Galerien auf «Laufkundschaft». Für die Staatlichen Museen Schwerin oder Greifswald sei die Präsentation moderner Kunst nicht die Hauptaufgabe. Für die Kunsthalle Rostock sollte sie das sein, sagte Ochsenreither.

Auch dieses ist eine bekannte Tatsache. Galerien, die im Kunstmarkt einen wirklichen Namen haben, an Kunstmessen teilnehmen, internationale Projekte treiben sind aus meiner Sicht in Mecklenburg Vorpommern z.B. die Galerie Schwarz,  Galerie Möller,  Galerie artFuhrmann, Galerie am Kamp in Teterow, … Aber bei 1.642.327 Einwohner ist das Potential der Käufer, die Anzahl der Marktteilnehmer auf der Käuferseite gering. Also warum lautet nicht der Vorschlag, neue Märkte in den Ballungsgebieten Berlins, Hamburgs, Köln, Düsseldorf, München, Mailand, London, New York mit wesentlich mehr potentiellen Kunden suchen. So würde es jeder Unternehmer machen. Kunsthandwerker handeln genauso und z.B. die Handwerkskammer Schwerin schafft Möglichkeiten, dass sich Kunsthandwerker auf der auf der „L`Artigiano in Fiera“, der weltgrößten Verkaufsmesse des Kunsthandwerks in Mailand präsentieren können. Für mich eine wirklich klasse Aktion insbesondere, da sie bereits zum vierten Mal durchgeführt wird. Aber genau hier scheint ein wesentlicher Spannungspunkt zu liegen, denn Sven Ochsenknecht führt weiter aus

Die Politik stelle zwar Fördermittel für Künstler bereit, die aber bei denen oft auf Unverständnis stoßen. So gibt es seit 2010 die Bundesinitiative Kultur- und Kreativwirtschaft. «Künstler sollen sich coachen lassen, wie sie als wirtschaftliche Unternehmer auftreten und sich vermarkten können», erläuterte Ochsenreither. Dann seien sie aber keine Künstler mehr. Stattdessen sollte überlegt werden, wie ein wirtschaftlicher Markt für die Künstler geschaffen werden könne. Wenn die Kultur schon Wirtschaftsförderung erhalte, so sollte eher eine Galerieförderung in Erwägung gezogen werden, schlug der Maler vor.

Nun wenn die Eigenvermarktung und das Handeln als Unternehmer durch Künstler abgelehnt wird, sind ganz einfache Fragen zu diskutieren.

Diese Diskussion dürfen die Künstler nicht alleine diskutieren, sondern müssen zu einem gesellschaftlichen Konsens führen, denn es geht bei Förderung immer um Steuergelder, um Gelder, das die Bergleute, die Kocher an der Hochöfen, die Arbeiter an der Bändern von VW, die Lehrer, die Altenpfleger, die Unternehmen, die anderen Freiberuflichen und Selbstständigen  und auch die Rentner aufbringen müssen.

Ist ein Künster ein Unternehmer?

Ist ein Künster ein Unternehmer?

Ich persönlich glaube nicht daran, dass die Förderung von Galerien eine Änderung der Situation für die Masse der Künstler bringt. Künstler, die durch national und international agierende Galerien vertreten werden, wird diese Maßnahme zweifelsfrei helfen. Aber die anderen? Wenn diese Künstler nicht in ihrem Atelier auf ihre Entdeckung warten wollen, müssen sie sich bei den Galerien in Mecklenburg Vorpommern und darüber hinaus bewerben. Sich vermarken!!!! Für mich muss ein Künstler im gewissen Masse ein Unternehmer sein.

Nun ich habe eine riesige Hochachtung vor der Arbeit von Sven Ochsenreither  und davor, dass er wie man so sagt, die Hosen runtergelassen hat, dass es nach Wegen sucht die Situation für sich und andere zu ändern. Aber wir kommen beide mit anderen Erfahrungshorizonten, Ausbildungsverläufen und Auffassungen zum Thema Kunstmarkt, auf die Frage Wie kann man von der Kunst leben? Ich – ein Dipl. Ing. der Informationstechnologie, tätig im Vertrieb und Business Development von Siemens und als Autodidakt im Aquarell und Sven Ochsenreither  als promovierte Kunstwissenschaftler, künstlerisch erfolgreicher Maler und Grafiker… Deshalb wohl die unterschiedliche Sicht. Ob hier ein Miteinander möglich wäre?

Eine Galerie, was ist das?

20. Februar 2011 2 Kommentare

Ist eine Galerie der ideale Ausstellungsort?

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immer auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten

immer auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten

Es ist nicht einfach die richtige Position für seine Ausstellungen zu finden. Als ausstellender Künstler muss man sich darüber im Klaren sein, welche Vorteile und Nachteile verschiedene Ausstellungsorte (Rathäuser, Verwaltungen, Unternehmen, Galerien, Kunsthallen, Museen, …) haben. Aus meiner Sicht haben alle Ausstellungsorte ihre Bedeutung. Nur geht es in Diskussionen oft mit den Begriffen und Ansprüchen an die Ausstellungsorte insbesondere bei den Galerien, die Dienstleistungen für die Künstler, den Anspruch der Galerien an die Künstler, die Vertragsbedingungen, den Vergütungen u.a. drunter und drüber und sehr heiß her. 😉

Auf Basis meiner Erfahrungen und da in den Zeitschriften Palette und atelier Anfang des Jahres Artikel zu dem Thema Galerie erschienen sind, habe ich mal versucht, die verschiedenen Ausprägungen von Galerien gegenüber zu stellen und den Begriff für mich ein wenig zu entzerren.

Warum? Eine Galerie wird als idealer Ausstellungsort angesehen. Doch wenn man sich umschaut, gibt es Galerien in unterschiedlichsten Facetten. In der Vita eines Künstlers machen sich Ausstellungen in Galerien und am besten in angesagten Orten Paris, London, New York, Madrid, Rom, Berlin…besonders gut. Aber nur wenige Menschen vermögen zu überblicken, ob sich damit ein Qualitätsanspruch einhergeht und zwar ein Qualitätsanspruch an den Ausstellungsort und an die Künstler. Aber wenn man sich Bewertungen zum Thema Preis von Kunst z.B. in der Spannweite von TAX SIM bis artfacts anschaut, hat scheinbar genau dieses Spannungsfeld einen erheblichen Einfluss.

Also zurück zur Frage, was ist eine Galerie? Hier der Versuch einer Aufzählung verschiedener Facetten einer Galerie als Ausstellungsort.

  • Galerie als Kunst- und Kunsthandwerksladen
  • Schmuck oder / und Keramikläden mit Ausstellungsfläche
  • Rahmungsstudios mit Ausstellungsbetrieb
  • Räumlichkeiten in öffentlichen Gebäuden, in denen regelmäßig Ausstellungen stattfinden
  • Ausstellungsräume, die von Kunstvereinen betrieben werden
  • Atelierräume von Künstlern mit Ausstellungsmöglichkeiten
  • Produzentengalerien
  • bishin zu „ernsthaften Galerien“ |1| oder „seriösen Galerien“ |2| und
  • Museen mit dem Namen Galerie

Nun so manch ein Leser wird bei meiner Aufzählung aufstöhnen oder fragen, was die Spiegelfechterei mit den Begriffen „ernsthaften Galerien“ |1| oder „seriösen Galerien“ |2| soll. Aber der Begriff Galerie als Ausstellungsort im täglichen Kunstbetrieb unterliegt dieser inflationären Bandbreite. 😉

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Was ist eine Galerie?

Was ist eine Galerie?

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Ich habe positive und negative Erfahrungen mit den unterschiedlichen Ausstellungsorten gemacht. Ein paar meiner Erfahrungen und Fragen zu dem Thema möchte ich in den nächsten Artikeln vorstellen und würde mich riesig, über Ihren Meinungen und Erfahrungen freuen.

P.S.: Eine nicht ganz ernstgemeinte Abhandlung zum Programm TAX SIM finden Sie hier in meinem Blog. Aber über einige Fragen, die ich gestellt habe, lohnt es sich nach zu denken.

P.S.S.: Wenn Sie sich für Galerien in Rostock und deren Auftritt in WEB interessieren, schauen Sie doch in den Artikel Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0

|1| Den Begriff „ernsthafte Galerie“ habe ich in dem Artikel „Kaufladen für Luxusware oder kulturelle Institution“ von Dr. Roland Held in der Zeitschrift „Palette & Zeichenstift“ 1 / 2011 gefunden. Auf Seite 24 wird hier Erhard Witzel, Galerist in Wiesbaden und Vorsitzender des hessischen Galeristenverbandes, wie folgt zitiert >>Etwas 60.000 gemeldeten professionellen Künstlern in Deutschland stehen „rund 600 ernsthaften Galerien“ gegenüber.“

|2| Den Begriff habe „seriöse Galerie“ habe ich in dem Artikel „Künstler und Galerien“ von Bence Fritsche in der Zeitschrift „atelier – Die Zeitschrift für Künstlerinnen und Künstler“ 1 / 2011 gefunden. Auf der S. 11 schreibt dort Bence Fritsche „Der Bundesverband Deutscher Galeristen ist der offizielle Verband der seriösen Galeristen in Deutschland.“

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