5 - Farbauftrag für das Abendrot im Aquarell Abend am Nienhäger Gespensterwald (c) Frank Koebsch

Abend am Nienhäger Gespensterwald – als Motiv für eine Auftragsarbeit

Abend am Nienhäger Gespensterwald – als Motiv für eine Auftragsarbeit

Maritime Aquarelle mit Sonnenuntergangsstimmungen

Ich male gerne Motive mit Landschaften von der Ostsee. Etliche dieser Aquarelle sind Plein Air während der Malreisen auf die Insel Rügen oder nach Kühlungsborn entstanden. Andere maritime Aquarelle haben ich nach Ausflügen an die Küste nach Fotos gemalt. Irgendwann im August erhielt ich eine Mail, ob ich nicht Lust hätte, ein Aquarell mit einer Sonnenuntergangsstimmung vom Nienhäger Gespensterwald als Auftragsarbeit zu malen. Von der Idee war ich schnell zu begeistern. Abendstimmungen an der Ostsee und anderen Meeren sind für mich immer wieder tolle Motive. Egal ob beim Schiffe gucken in Warnemünde, bei der Beobachtung eines Lotsenboot bei Sonnenuntergang am Vinga Fyer, an Abenden am Darßer Ort, im Hafen von Gager oder am Strand von Kühlungsborn es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn die untergehende Sonne die Motive in ein ganz besonderes Licht taucht.

Aquarelle und Fotos vom Nienhäger Gespensterwald

Aquarelle mit den Steilküsten der Ostsee, wie in Heiligendamm und auf Rügen am Reddevitzer Höft, Groß und Klein Zicker und Nienhagen und den Küstenwäldern an der Ostsee sind in meinen maritimen Aquarellen auch zu finden. Aber zu dem Nienhäger Gespensterwald habe ich eine ganz besondere Beziehung. Wir sind dort oft in dem Wald und am Strand unterwegs, denn es ist einfach herrlich dort spazieren zu gehen. Die Buchen in dem Küstenwald sind geformt vom Wind und Sturm über der Ostsee. Die Ursprünglichkeit wird dadurch unterstützt, dass das Gebiet seit Jahren unter Naturschutz steht. So ist es nicht verwunderlich, dass der Gespensterwald viele Liebhaber hat. Fotografen und Maler haben dort immer wieder versucht ganz besondere Lichtstimmungen bei Nebel und der tiefstehenden Sonne einzufangen. Je nach Jahreszeit und Licht verändert sich aus Aussehen des Waldes stark. Ich habe dort bereits viele Male gemeinsam mit Malschülern an der Ostsee oder auf der Steilküste gemalt. Einmal hat mich so gar der NDR nach Nienhagen begleitet. Hier ein paar Schnappschüssen von meinen Erlebnissen dort.

Meine Kunden hatten Ihre ganz eigenen Erlebnisse und Vorstellungen als Motiv von diesem herrlichen Fleckchen Küste an der Ostsee. Dieses begann schon mit dem Format des Bildes. Klar male ich auch einmal Miniaturen auf Aquarellpostkarten im Format 10,5 x 15 cm oder Zigarrenkistenbretter im Format 14,8 x 22 cm, aber die meisten Aquarelle entstehen bei mir in den Formaten 30 x 40 cm oder 36 x 48 cm. Wenn die Bilder größer werden sollen, dann wähle ich ganze oder halbe Blätter im Format 56 x 76 cm oder 38 x 46 cm. Aber diesen Mal wollten die Kunden ein gerahmtes Aquarell im Format von 74 x 94 cm.

Spaziergang am Darßer Weststrand (c) Aquarell von Frank Koebsch
Spaziergang am Darßer Weststrand (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ein so großes Aquarell zu malen, hatte für mich einen besonderen Reiz, denn immer wieder ergibt sich die Frage: Wie groß ist das richtige Format für ein Aquarell? Wenn man sich die Aquarelle „Gespensterwald von Nienhagen“ und „Strandspaziergang bei Nienhagen“ in den Formaten 24 x 32 cm und 36 x 48 cm anschaut, dann geben diese kleinen Bilder nur wenig von dem Charme eines Küstenwaldes mit seinen bizarren Bäumen wieder. Dieses ist in dem Aquarell „Spaziergang am Darßer Weststrand“ mit dem Format 56 x 78 cm schon wesentlich besser gelungen. Eine größeres Blatt bietet bei der Gestaltung und Ausarbeitung eines Motives viel mehr Möglichkeiten. Doch schauen Sie selbst wie das

Aquarell „Abend am Nienhäger Gespensterwald

Schritt für Schritt entstanden ist. Da die Kunden das Motiv vorgegeben hatten, hat die Arbeit bei mir mit einem Vorschlag für die Rahmung und die Papierauswahl begonnen. Es gibt ganz verschiedenen Möglichkeiten Aquarelle zu rahmen.  Mit der Wahl des Rahmens und Passepartouts kann die Wirkung eines Bildes wesentlich beeinflusst werden und gleichzeitig kann zwischen der Umgebung des Bildes und dem Motiv vermittelt werden. Bei einem Bild in dieser Größe empfehle ich gerne Halbe Magnetrahmen. Diese Rahmen bringen die notwendige Stabilität mit und sehen mit den schmalen Holz- oder Metallleisten elegant aus. Unsere Kunden haben einen Halbe Magnetrahmen Classic mit einem Profil Alu 12, Edelstahl gebürstet und mit entspiegeltem Glas gewählt. Ich bin kein großer Freund von entspiegelten Gläsern, aber da das Bild im rechten Winkel zu großen Panoramafenstern hängen sollte, macht diese Wahl Sinn. Aus Passepartout wollten unsere Kunden verzichten. Sie wählten stattdessen einen schmalen weißen umlaufenen Rand zwischen dem Aquarell und dem Rahmen. Eine schlichte elegante Rahmung, die zu dem Einrichtungsstil der Kunden passte.

Die Suche nach dem richtigen Aquarellpapier war relativ einfach. Einmal gibt es für ein Bild in der Größe von 74 x 94 cm nur noch wenige Papierhersteller das passende Material liefern. Ich habe mich für ein LANA Aquarellpapier 640 g/m² matt entschieden.  Das Blatt habe ich aus einem Bogen 104 x 152 cm gerissen, so dass sich umlaufend die Anmutung eines Randes von Büttenpapier ergab. Es war eines der größten Bögen, die ich je verarbeitet hatte. Es war einfach interessant, die verschiedenen Papierformate aus unserem Materialvorrat mal zusammen zu legen. Die Papierformate reichten von 10 x 10 cm bis zu 104 x 152 cm. 

Bei der Wahl des Aquarellpapiers kommt es dann auf die verschiedenen Papiermischungen und die Oberflächen an, denn diese machen den Unterschiede im Zusammenspiel mit dem Farben und dem Wasser aus. Bei meiner Malerei, einem Zusammenspiel von Nass in Nass für die Verläufe und verschiedenen Lasuren für die Tiefen im Bild kommt mir eine matte Oberfläche des Papiers sehr entgegen. Ich habe die Aquarellpapiere bereits in der Vergangenheit austesten können. Das Lana Papier habe ich z.B. bei dem Wild Life AquarellParty am Strand“ und den Löwenzahn AquarellFarben der Sommerwiese“ u.a. ausprobieren. Nach einer Vorzeichnung bin ich dann mit meinen Aquarellfarben von Schmincke auf das Papier gegangen. Bei den großen Formaten wähle ich auch die passenden Aquarellpinsel und Farbbehälter. Mit den ½ Näpfchen aus meinem Aquarellkasten komme ich hierbei nicht weiter. Ich nutze dann statt der Näpfchen die Schminckefarben aus den Tuben. Für die großen Flächen nutzte ich 50er Pinsel der Serie 5080 von da Vinci. Die Pinsel liegen mir gut in der Hand und ich kann mit den Pinselhaaren aus den Synthetikfasern sehr gut die Farbaufträge realisieren und sanfte Farbübergangen realisieren. Die erste Herausforderung war das Anlegen des Himmels mit dem Blau in der Höhe, dem Orange über der Ostsee und den Wolken.

Nach dem Anlegen des Himmels habe ich begonnen, den Wald zu gestalten. Da die Flächen zwischen den Stämmen der Silberbuchen durch den Schatten des Waldes in Richtung Hintergrund immer dunkler werden, habe ich mit verschiedenen Grautönen diese Flächen angelegt. Hierbei konnte ich wunderbar mit den Verläufen in den verschiedenen Lasuren spielen und Schritt für Schritt habe ich in Negativtechnik die Baumstämme herausgearbeitet. Das Malen der Stämme auf dieser Art und Weise ist Fleißarbeit und man muss aufpassen, dass man noch den Wald vor lauter Bäumen sieht. 👍😊

Für das Anlegen des Laubdaches über den Stämmen habe ich verschiedene Techniken kombiniert. Die Untergründe für die weit entfernten Bäume habe ich flächig als Lasur angelegt und das Laub dann mit einem gespreizten Pinsel oder der Pinselspitze aufgetupft. Für das Laub der vorderen Bäume habe ich die Strukturen mit Gemüsenetzen in mehreren Schichten von verschieden Farbtönen aufgetragen. Ergänzt habe ich diese durch Lasuren, um Äste und Zweige in Negativtechnik herauszuarbeiten und verschiedene Spritztechniken. Das Laub auf diese Art zu malen, war eine reine Fleißarbeit.

Nach dem Laub habe ich die Baumriesen im Vordergrund gestaltet. Die Buchen werden ständig von dem Wind über der Ostsee geformt. Die Stürme haben etliche der alten Bäume entwurzelt, geknickt oder haben ihnen viele Äste geraubt. Lasur für Lasur habe ich die Stämme und Äste der Buchen gestaltet. Zum Abschluss habe ich durch das Granulieren mit einem „trockenen Pinsel“ etwas Struktur auf der Rinde angedeutet. Als ich dann zwischen den Bäumen, das erste Grün für die Vegetation am Waldboden eingebracht habe, veränderte sich die Stimmung im Bild. Die Flächen zwischen den Bäumen, die Bank und die Schatten habe ich mit verschiedenen Lasuren gestaltet. Gerade durch die Schatten ergaben sich die notwendigen Kontraste im Vordergrund des Aquarells. Spannend war es dann noch einmal, um die richtigen Farbtöne auf dem Weg und dem Sand am Strand sowie den Farbverlauf der Ostsee zu finden. Hierbei habe ich dann mit Wasser und meinen Aquarellfarben gespielt und ganz schnell wellte sich auch das 600 g/m2 schwere Papier. Nach dem Trockenen brachte ich nach und nach immer mehr Details wie die Wellen auf dem Wasser, die Gräser, die Baumwurzeln, die Gänse im Abendrot, die Personen im Hintergrund u.a. ein. Der Weg erhielt noch die notwendigen Schatten durch die Wölbung und die Baumwurzeln als Lasuren und etliche Spritzer für Steine und lose Erde. Ganz zum Abschluss habe ich dann die Person im Vordergrund gestaltet und mit einem Mal hatte sich das Motiv nach etlichen Stunden zusammengefügt.

Es hat Spaß gemacht, dass Aquarell „Abend am Nienhäger Gespensterwald“ in diesem Format zu malen. Spannend war es dann, das Aquarell zu rahmen und den Kunden zu präsentieren. Sie konnten zwar anhand der Fotos verfolgen, wie „Ihr“ Bild entstanden ist, aber wie das Original gerahmt an dem vorgesehenen Platz wird, ist dann doch noch einmal etwas ganz anderes. Hier das fertige Aquarell „Abend am Nienhäger Gespensterwald“

Abend am Nienhäger Gespensterwald (c) Aquarell von Frank Koebsch
Abend am Nienhäger Gespensterwald (c) Aquarell von Frank Koebsch

Noch einmal besten Dank an die Kunden für das Vertrauen, Ihren Auftrag umsetzen zu können. Vielleicht habe Sie auch ein Sehnsuchtsmotiv, dass Sie gemalt haben möchten. Wenn ja, sprechen Sie mich an, vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit, dass ich das Motiv in Ihrem Auftrag male.

Versteckt unter der Hasel (c) ein Schneeglöckchen Aquarell von FRank Koebsch

Schneeglöckchen als Motiv in unseren Aquarellen

Schneeglöckchen als Motiv in unseren Aquarellen

Es macht immer wieder Spaß, Frühlingsaquarelle zu malen. Es ist ein wenig die Sehnsucht nach dem Ende des Winters und das Entdecken der frischen Farben in der Natur. Nicht umsonst träge eines meiner Aquarelle den Namen „Endlich Frühling“. Wenn die Frühlingssonne die ersten Blüten lockt, wächst jedes Jahr immer wieder die Lust auf Frühlingsaquarelle.  Hanka und ich haben so in den vergangenen Jahren immer wieder Bilder von Frühlingsblühern gemalt, wie die Aquarelle mit Schneeglöckchen, Winterlingen, Krokussen, Lenzrosen, Märzenbechern und und … gemalt. Gerade die ersten Blüten, die Schneeglöckchen spielen bei unseren Frühlingsaquarellen immer wieder eine besondere Rolle. Die weißen Blüten der Frühjahrsblühern sind in unseren AquarellenFrühlingsboten“, „Da sind wir wieder“, „Die Frühlingssonne lockt die ersten Blüten“, „Endlich Frühling“ und „Schneeglöckchen“ zu sehen.

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Obwohl wir schon einige Schneeglöckchen Aquarelle gemalt haben, wurde ich auch in diesem Jahr zum Wiederholungstäter. Ich habe einige Tage vor dem meteorologischen Frühlingsbeginn  ein neues Aquarell mit ein paar Schneeglöckchen gemalt. Dieses Mal habe ich ein paar Frühjahrsblühern gemalt, die sich unter einem Haselbusch versteckt haben. Beim Malen dieses Schneeglöckchen Aquarells habe ich auf eine detaillierte Vorzeichnung verzichtet. Ich habe mit meinen Aquarellfarben auf dem Papier gespielt.  Ich habe als Aquarellpapier, das Hahnemühlepapier „Britannia“ 300 g/m2 matt gewählt und dann mit den Farben von Schmincke einen ersten Farbauftrag nass in nass aufgebracht. In diesem ersten Farbauftrag habe ich mit verschiedenen blauen und braunen Farbtönen gearbeitet und dann in die nasse Farbe Ocker, Gelb und Grün hineingegeben. Hierbei habe ich nur die Blüten der Hasel rechts oben und die Schneeglöckchen ausgespart. Wenn man auf den Aquarellpapier Britannia mit den Farben und viel Wasser spielt, ergeben sich beim Auftrocknen schnell Wasserränder. Ich mag diese zufälligen Formen, die sich ergeben. Ich binde diese Ränder und Formen in die Bildgestaltung ein. Durch weitere Lasuren male ich in Negativtechnik aus ihnen weitere Blüten, Zweige oder Blättern. Schicht für Schicht schaue ich, welche Formen entstehen, wo das Bild mehr Kontrast und mehrere Details benötigt. So ist Schritt für Schritt das Schneeglöckchen Aquarell „Versteckt unter der Hasel“ als Spielerei mit Farben und Wasser entstanden.

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Versteckt unter der Hasel (c) ein Schneeglöckchen Aquarell von FRank Koebsch
Versteckt unter der Hasel (c) ein Schneeglöckchen Aquarell von FRank Koebsch

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Wenn Sie sich für das Schneeglöckchen Aquarell „Versteckt unter der Hasel“ interessieren, dann können Sie dieses Bild hier auf meinem Blog oder unserer Web Seite kaufen. Wenn Sie statt des Originals lieber einen Druck erwerben wollen, weil Sie ein Bild mit anderen Maßen auf Leinwand, Alu Dibond, Acrylglas oder andere Materialien benötigen, dann erstellen wir gerne eine Reproduktion für Sie.


 

Versteckt unter der Hasel (c) ein Schneeglöckchen Aquarell von FRank Koebsch

Schneeglöckchen Aquarell „Versteckt unter der Hasel“ im Format 30 x 40 cm

Bei Interesse können Sie das Schneeglöckchen Aquarell „Versteckt unter der Hasel“ im Format 30 x 40 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

340,00 €

Ein typisches Sommermotiv (c) Mohnaquarell von Frank Koebsch

Ein typisches Sommermotiv –

ein Mohnaquarell von Frank Koebsch

Mohn Aquarelle machen Spaß, aber auf die Dosis kommt es an

Ich mag den Sommer. Wenn bei den Frühlingsblühern und den Obstblüten zarte Farben vorherrschen, dann überwiegen jetzt satte Farbtöne bei den Blumen und Blüten. Egal ob Rosen oder Disteln – es sind typische Motive für Sommeraquarelle. Auch wenn Mohnaquarelle zu jeder Jahreszeit begeistern und regelmäßig die beliebtesten Bildern auf meinem Blog und im WEB sind, gehören die Mohnaquarelle für mich in den Zeitraum von Juni bis August.  So kam es, dass wir im Rahmen im Juni im letzten Aquarellkurses an der VHS Rostock zum Ausklang Mohnaquarelle gemalt haben. Wir haben mit einigen willkürlichen Verläufen in Rot für die Blüten, einem ersten zarten blauen Farbauftrag für den Himmel und einigen Spritzern in Orange und Grün für die Wiese begonnen. Nach dem erste Farbauftrag getrocknet ist, haben wir Schritt für Schritt in mehreren Farbschichten Nass in Nass und etlichen Lasuren meist in Negativtechnik das Motiv von Mohnblumen auf einer Wiese entwickelt. Der Gegensatz der Verläufe zu den harten Kanten, Farbkombination Grün – Rot als Komplementärfarben, das leuchtende Weiß der Kamillenblüten und unterschiedlichen  Nuancen von Hell und Dunkel im Bereich der Wiese machen dieses einfache Motiv interessant. Es entstand ein wunderbarer sommerlicher Farbtupfer. Solche Aquarelle sind eine willkommene Übung, um den Umgang mit den verschiedenen Techniken und der Farbe zu lernen. Aus diesem Grund ist eine solche Malerei insbesondere für Malschüler immer wieder eine willkommene Übung und gar eine gutes Motiv für Vorführungen.  Es ist einfach und eindrucksvoll wenn man mit den Aquarellfarben Mohnblüten auf ein Blatt zaubert.

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Ein typisches Sommermotiv (c) Mohnaquarell von Frank Koebsch
Ein typisches Sommermotiv (c) Mohnaquarell von Frank Koebsch

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Als Aquarellpapier habe ich für das Bild einen Block Hahnemühle “Britannia”, 300 g / m 2 , Matt im Format 30 x 40 cm gewählt. Gemalt habe ich mit meinen Schmincke Aquarellfarben, die mit der Wahl des Papiers gute Ergebnisse garantieren.

Egal ob  in Sommerrot, Lila oder kunterbunt  – Mohnblüten sind  wunderbare Motive bis in den Spätsommer hinein und ich mag diese kräftigen Farben des Sommers. Ich freue mich wenn ich den Mohn in den nächsten Wochen noch in den Sommergärten, an der Randlage der Felder bis vor der letzten Ernte zu sehen. Auch wenn ich zurzeit ganz andere Motive male, bleibe ich bei meiner Meinung Mohnaquarelle, sind typische Sommermotive.

Ein Strauß mit gelben Chrysanthemen – Aquarell mit Strukturpaste

Ein Strauß mit gelben Chrysanthemen

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Aquarell mit Strukturpaste

Vorbereitungen auf einen Aquarellkurs

Im wieder fragen mich Malschüler, was man mit Strukturpaste im Bereich der Aquarellmalerei machen kann. Für mich sind solche Medien Hilfsmittel, die ich sehr selten einsetze. Ich versuche vielmehr, meine Aquarelle malerisch nur mit Papier, Pinsel und Farbe entstehen zu lassen. Aber jeder sollte die Chance haben, die Materialien auszusuchen, mit denen es ihm Spaß macht, seine Bilder zu gestalten. Aus diesem Grund biete ich dann immer wieder zu solchen Themen Aquarellkurse an.  Vor zwei Jahren hatte ich bereits in Zusammenarbeit mit der VHS Schwerin einen Aquarellkurs: Malen auf großen Blättern mit Strukturpaste ausgerichtet. Den Teilnehmern hatte es viel Spaß gemacht, sich auf Hahnemühle Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo 600 g/m2 an Chrysanthemen Blüten zu probieren. Die vielen feinen Blütenblätter der Chrysanthemen zu malen, ist eine große Herausforderung, die viel Zeit und Erfahrung voraussetzt. Eine andere Möglichkeit ist es,  die vielen Blütenblätter mit Spachtelmasse zu formen. Wenn ich solche Hilfsmittel nutze, dann nutze ich Aqua Grund von Schmincke aber auch die Aqua Spachtelmasse.  In der Regel nutze ich Aqua Grund, um nicht „unendlich“  viele verschiedene Dinge kaufen zu müssen ;-). In den vergangenen Wochen hatte  ich in Zusammenarbeit mit der Fa. Heinr. Hünicke in Rostock wieder einen solchen Kurs angeboten. Als Vorbereitung für diesen Malkurs sind die Aquarelle „Ein Strauß mit gelben Chrysanthemen“ und „Chrysanthemen als Blumengruß“ entstanden. Bei einem dieser Blumen Aquarelle habe ich während des Malens einige Fotos gemacht, so dass Sie nachvollziehen können, wie das Bild entstanden ist.

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Ein Aquarell mit Chrysanthemen Blüten entsteht

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Als Vorlage habe ich ein Foto mit einem Strauß gelber Chrysanthemen und einigen Zweigen des Perückenstrauchs verwendet. Die Blätter des roten Perückenstrauches mit der orangen, lilafarbenen und dunkelblauen Musterung war der richtige Kontrastpunkt zu den leuchtend gelben Blättern. Als Aquarellpapier die Chrysanthemen Bilder habe ich den Hahnemühle Aquarellkarton Cornwall 450 g/m²  rau gewählt und meine Aquarellfarben von  Schmincke  genutzt. Ich mag dieses Papier, weil sich die Verläufe besonders gut steuern lassen. Aber für die Arbeit mit Spachtelmasse eignet sich auch jedes andere Aquarellpapier. Ich habe eine Vorzeichnung mit Bleistift erstellt. Diese erlaubt mir eine bessere Orientierung und es ist für die Malschüler besser nach zu vollziehen, wie das Aquarell später aussehen soll. Mit der Vorzeichnung sind auch die Plätze für die Blüten der Chrysanthemen definiert. Hier  habe ich im nächsten Schritt die „Strukturpaste“ aufgebracht. Ich nutze in diesem Fall den Aqua Grund von Schmincke.  Die Idee der Arbeit ist es, die Paste auf das Papier aufzubringen und die Struktur der vielen Blütenblätter mit einem Spachtel oder Palettenmesser auszuformen. Wenn der Bereich der Blüten dann später bemalt wird, werden sich die Pigmente der Aquarellfarbe in den Vertiefungen besonders konzentriert absetzen. So ergibt sich auf Grund der Struktur und der unterschiedlichen Färbung eine wunderbare Anmutung von Chrysanthemen Blüten. Um die Unterschiede zwischen den feinen und groben Aqua Grund zu zeigen habe ich auf den verschiedenen Blättern den unterschiedlichen Aqua Grund auf gebracht. In Regelfall ergibt sich die Wahl nach dem Motiv und der Malweise, ob eine feine oder gröbere Struktur der Oberfläche gewünscht wird. Doch nach dem Aufbringen des Aqua Grunds muss dieser erst einmal gut durchtrocknen.  Also habe ich begonnen die anderen Teile des Bildes zu gestalten. Begonnen habe ich mit den Blättern des Perückenstrauchs. Ich habe in dem Bereich der Blätter auf das trockene Papier eine erste orange Lasur aufgebracht und in die feuchte Lasur gleich weitere Farbtöne wie Grün und Weinrot hinzugefügt. Somit ergeben sich interessante und verschiedenfarbige Blätter. Sind die ersten Blätter trocken, ergänze ich die Farbe für den Hintergrund. In meiner Malerei versuche ich durch Kontraste und Komplementärfarben den Aquarellen ein wenig Leuchtkraft zu geben. Also achte ich bei der Gestaltung auf starke Akzente zwischen Hell und Dunkel und setze die Farben bewusst. So füge ich in der Umgebung von Blättern mit einem hohen Grünanteil in den Schatten etwas Dunkelrot ein und in der Nähe von Blättern mit einem großen gelb – orange Anteil mehr dunkles Bau.  Wenn die einzelnen Blätter trocken sind bringe ich eine nächste Lasur auf und spare in Negativtechnik die Blattadern aus. Hierbei achte ich darauf, dass die Biegung der Blattadern mit dem äußeren Umriss der Blätter und den Farbverläufen eine Einheit bilden. Denn die Wölbungen der Blätter ergeben sich durch das Zusammenspiel von äußerer Form, dem Verlauf der inneren Strukturen wie Adern und die Farbverläufe. Wenn Sie dieses ausführlich nachlesen wollen, empfehle ich Ihnen meinen Artikel Blumen und Blüten in Aquarell in der Zeitschrift Palette & Zeichenstift.  Stück für Stück gestalte ich das Blatt rund um die Blüten. Hierbei nutze ich entstandene Wasserränder und Verläufe, um weitere Blätter zu realisieren. Zum Schluss bleibt dann nur noch die Gestaltung der Blüten. Die Blüten der Chrysanthemen bekommen den ersten hell gelben Farbauftrag. Da sich in den Vertiefungen der Strukturpaste mehr Farbpigmente sammeln, ergeben sich mit den Strukturen und Farbverläufen die vielen einzelnen Blütenblätter. Etwas helles Rot in die Mitte der vorderen Blüten gibt  den Blumen mehr Volumen. So ganz einfach entsteht eine Blüte mit vielen zig Blütenblättern 😉

Mit dieser Vorbereitung hatten die Malschüler bei Heinr. Hünicke ihren Spaß im dem Aquarellkurs. Wenn Sie an weiteren solchen Beschreibungen, wie Aquarelle Step by Step entstehen, Interesse haben, hier ein paar weitere Beispiele:

Viel Spaß beim Ausprobieren für ein Aquarell mit Strukturpaste, wie z.B. ein Strauß mit gelben Chrysanthemen;-)

Es weihnachtet © eine Miniatur in Aquarell

Es weihnachtet © eine Miniatur in Aquarell

Frank Koebsch malt ein Winteraquarell auf einer Aquarellpostkarte von Hahnemühle

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Wenn es zu weihnachten beginnt, haben die Menschen Sehnsucht nach den Winterbildern. Ich habe in Vorbereitung des Aquarellkurses „Winteraquarelle – das Weiß im Aquarell“ bei Heinrich Hünicke eine kleine Miniatur in Aquarell als Vorlage für eine Übung gemalt. Über den Aquarellkurs werde ich später noch berichten. Heute will ich Ihnen vorstellen, wie die Miniatur als Aquarell auf einer Postkarte Schritt für Schritt entstanden sind. Es ist eine gute Übung, um mit Negativtechnik und einer Kombination von Lasuren und Nass in Nass Technik ein stimmungsvolles Aquarell zu malen. Begonnen habe ich im ersten Schritt mit einer sehr dünnen graublauen Lasur für den Hintergrund. Hierbei habe ich die schneebedeckte Tanne und die Reif bedeckten Gräser ausgespart. Dann geht es weiter mit einer dünnen Lasur im Vordergrund. Danach habe ich ein wenig Dunkelrot neben der Tanne und etwas Nepalgelb über die Gräser in den feuchte Lasur des Hintergrundes gegeben, um etwas Stimmung in das Bild zu zaubern. Wenn der Hintergrund trocken ist, wird eine weitere Lasur aufgebracht und eine weitere Tanne ausgespart. Dadurch, dass die vordere Tanne das Weiß des Aquarellpapiers besitzt und die zweite Tanne, eine leicht blaugraue Farbe besitzt, wandert diese optisch in den Hintergrund. Unterstützt wird dieses durch die geringere Größe der zweiten Tanne. Im nächsten Schritt werden die Tannen weitergestaltet, in dem das „Tannengrün“ eingebracht wird und zwar an den Stellen, an denen die Zweige den Schnee durchstoßen und zwischen den einzelnen „Etagen“ der Äste, wo kein Schnee hineinkommen kann.  Das Grün für die hintere Tanne wird mit etwas Blau vermischt, um sie optisch in den Hintergrund zu halten. Die Schattenbereiche zwischen den Zweigen werden mit Dunkelblau und Dunkelrot in der feuchten Lasur abgetönt. Auf der rechten Seite werden in die Winterlandschaft noch zwei kahle Laubbäume gemalt und der Hintergrund hinter den Gräser dunkler gestaltet. Durch den größeren Kontrast wirkt das Weiß der reifbedeckten Gräser viel intensiver. Immer wieder kontrolliere ich, wie das kleine Aquarell als Ganzes wirkt. Etwas Nepalgelb im Vordergrund schafft zum blaugrauen Hintergrund als Komplementärfarbe einen schönen Kontrast und erzeugt etwas mehr winterliche Stimmung. Mit etwas Sephia und dunklem Blau füge ich Schatten unter der Tanne und ein paar Grasbüschel dazu. Schritt für Schritt erhöhe den Kontrast unter der schneebedeckten Tanne, in dem ich den Schatten verstärke. Zum Abschluss noch eine wenige Nuancen mit Dunkelrot im Vordergrund und fertig ist das kleine Winter Aquarell ;-).

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Es weihnachtet (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch
Es weihnachtet (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch

Die Miniatur „Es weihnachtet“ zeigt einen kleinen Wintertraum im trüben Dezemberlicht. Für viele Malschüler ist die Negativmalerei ungewohnt und so sind solche kleinen Bilder die richtige Einstimmung für ein größeres Winterbild. Es hat Spaß gemacht gemeinsam mit anderen die „Geheimnisse“ der Aquarellmalerei für Wintermotive zu entdecken. Hierzu in den nächsten Tagen mehr. Wenn Sie an weiteren solche Beschreibungen, wie Aquarelle Step by Step entstehen hier ein paar weitere Beispiele:

Viel Spaß beim Ausprobieren 😉 Ich wünsche allen mit meinem kleinen Aquarell eine schöne Vorweihnachtszeit.

Statt Winterbilder – Kletten im Spätsommer als Aquarell

Statt WinterbilderKletten im Spätsommer als Aquarell

Distelaquarell als Geschenk und Anregung für einen Aquarellkurs

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Disteln im Winter (c) Foto von Frank Koebsch
Disteln im Winter (c) Foto von Frank Koebsch

Kurz vor Weihnachten habe ich eigentlich die Hoffnung, dass so langsam Ruhe einzieht. Einmal wäre es schön, wenn wir ein wenig mit Schnee bekommen würden und so die Natur ein wenig winterlich verzaubert wird. Zum anderen wäre es schön, wenn die Arbeit zum Jahresende weniger wird. Aber der Wintertraum bleibt ein Motiv eines Winteraquarells und wir sind mit der Neugestaltung unseres Ateliers auch noch nicht fertig. Zwischendurch heißt es immer wieder Weihnachtsgeschenke für Aquarellliebhaber zu verschicken. Heute am Nachmittag des 4. Advents klingelt das Telefon und ein Kunde wollte noch einen Kalender 2014 bis zum 24. Dezember haben 😉  Zwei Tage zuvor habe ich dann noch ein weiteres Aquarell als Weihnachtsgeschenk verschickt. Es wurde aber auch in diesem Fall kein Winteraquarell gesucht, sondern eines meiner Distelaquarelle.  Ich musste mein Aquarell Kletten im Spätsommer verpacken statt ein paar Disteln im Schnee. Nicht alle Menschen scheinen sich in der Vorweihnachtszeit nach Schnee und Frost statt Nieselregen zu sehnen. Ich habe schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass Disteln auch im Winter begehrt sind. Für mich war das Aquarell Kletten im Spätsommer etwas besonders, denn über das Bild hatte ich ein Video erstellt. Auf Youtube zeige ich unter dem Titel Aquarell einer Distel von Frank Koebsch – step by step, wie dieses Aquarell aus einer Kombination aus Nass in Nass, Lasuren und Negativtechnik entsteht. Ich hatte diese step by step Beschreibung meines Distels Aquarells als Anregung für die Aquarellmalerei oder einen Aquarellkurs erstellt. Die Trennung von dem Bild viel mir schwer und so habe ich es mit einem lachenden und weinenden Auge verpackt. Die Vorstellung, dass das Aquarell als Weihnachtsgeschenk anderen  Menschen Freude bereiten wird, hat mir den Abschied erleichtert.

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Kletten im Spätsommer (c) ein Distelaquarell von Frank Koebsch
Kletten im Spätsommer (c) ein Distelaquarell von Frank Koebsch

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Nun muss ich morgen noch die Hahnemühlekalender 2014 verlosen und zur Post bringen. Danach wird auch bei uns ganz langsam Weihnachtsstimmung einziehen 😉

Sind meine Aquarelle Kunst?

Sind meine Aquarelle Kunst?

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Die ersten Blüten der Magnolie (c) Aquarell von Frank Koebsch
Die ersten Blüten der Magnolie (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ich mag das Aquarell, es kommt mir in vielen Belangen entgegen. Wenn Sie sich meine Bilder anschauen, dann werden Sie bemerken, dass Sie kam Bilder finden, die komplett Nass in Nass entstanden sind. Ich bin nicht der temperamentvolle, euphorische Typ und gehe lieber Schritt für Schritt vor. Also entstehen meine Aquarelle mit vielen Lasuren und viele Details arbeite ich oft Stück für Stück in Negativtechnik heraus. Ich mag das Arbeiten mit den verschiedenen Papieren und der Aquarellfarbe. Da in viele Jahre quer durch die Republik gereist bin, waren für mich noch weitere Aspekte wichtig. Die Farben und das Format mussten in meinen Koffer passen, die Bilder mussten schnell trocknen und ich musste ohne „Gefahren“ im Hotel malen können. Ich fühle mich mit dem Aquarell wohl. Der Umgang mit dem Aquarell hat sich immer weiter gefestigt und es sind viele Bilder in meinem Kofferformat ca. 30 x 40 cm entstanden. Die Aquarelle „Die ersten Blüten der Magnolie“ und „Vorsicht stachlig“ sind entweder abends in einem Hotel in München bzw. in einem Berliner Hotelentstanden. Die Aquarelle sind entstanden auf Grund der Eindrücke und der Sehnsucht entstanden. Ich habe die Bilder ohne vollständige Planung Stück für Stück heraus gearbeitet.

Vorsicht: stachlig (c) Disteln als Aquarell von FRank Koebsch
Vorsicht: stachlig (c) Disteln als Aquarell von FRank Koebsch

Ich habe mich immer wieder von meiner Lust motivieren lassen, Serien von Bildern zu malen, egal ob es sich um die wunderbare Welt der Disteln handelt oder der Sehnsucht als unmusikalischer Maler sich mit Themen der Musik, wie Tanz und  Ballett oder Jazz auseinander zu setzen. Gerade die musikalischen Themen meiner Aquarelle bereiteten mir viel Spaß und forderten meine kreative Auseinandersetzung. Ob meine Aquarelle Kunst sind, müssen Sie beurteilen. Sie sind meine Art sich kreative und malerisch mit verschieden Themen auseinander zu setzen. Was meinen Sie

Sind (meine) Aquarelle Kunst?

Saxophonist - Aquarell von Frank Koebsch (c)
Saxophonist – Aquarell von Frank Koebsch (c)

P.S. Bei Vorbereitung zu diesem Artikel bin ich bei Bernhard Vogel auf eine sehr gute Begründung für die Frage Warum gerade Aquarell? gestoßen. Ich bin immer gespannt zu erfahren, warum und wie andere Menschen mit Aquarell malen, für mich ein lohnenswerter Text.

P.S.S. Wenn Sie hierzu Ihre Meinung schreiben wollen, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie es hier machen. Beteiligen Sie sich doch noch heute an der Diskussion, denn noch können Sie ein Aquarell gewinnen. Die Preise finden Sie auch unter dem Link Sind Aquarelle Kunst?

Kreativität – Talent – Genie – Wahnsinn

Heute Morgen habe ich mit Schmunzeln den Blog von Astrid Volquardsen gelesen. Sie veröffentlicht unter dem Titel „Talent? Just do it!“ Gedanken, darüber wie viel Talent man zum Malen braucht.

Wenn ich mir meine Bilder anschaue, die ich fast niemanden gezeigt habe ;-), die älteren und die aus der letzten Zeit, muss ich Astrid recht geben. Ich habe handwerklich ganz viel gelernt, egal ob es Themen sind, wie

– Tonwerte, Farblehre,
– Perspektive,
– Materialeinsatz von Papier, Pinsel und Farbe,
– Techniken wie Nass in Nass, Lasieren, Negativtechnik im Aquarell,
– Bildaufbau und Komposition.
– und und ….und auch ein wenig mit Astrid Hilfe, wie gehe ich mit Pastell um ,-)

Dieses sind oft ganz „einfache“ handwerkliche Dinge, die man lernen kann. Durch das Malen in den vergangenen 10 Jahren, mehreren hundert Bildern, Skizzen, tausenden Fotos und und …. hat sich dann auch ein Gefühl eingestellt, wie ich meine, ein Motiv am besten umsetzen zu können. Zu mindestens habe ich zu Beginn des Malens diese Meinung. Ob und was sich daraus entwickelt …? Also ist jedes Bild ein Wagnis. Aber wichtig ist es anzufangen, sich zu trauen und los zu malen, was Neues auszuprobieren….

Dieses kann jeder alleine – Jeder kann auf seine Art kreativ sein. Andere mögen, dann die Bilder beurteilen und sagen
– der hat Talent,
– die Bilder hat ein Genie erstellt,
– die Bilder sind wahnsinnig schlecht oder gut,
– ….

Hierbei stelle ich immer wieder fest, dass vielen Betrachtern ganz andere Bilder gefallen als mir, der sie gemalt hat. Ich denke immer, dass Bild muss doch der Knüller sein. Aber Kunst entsteht nun mal im Auge des Betrachters und nicht des Malers. Klar freut es jedem Lob zu bekommen, aber zwei Dinge sollte man bedenken:

– Genie und Wahnsinn sind sehr dicht beieinander – schauen wir die Bilder und den Lebenslauf Van Gogh an
– das Ergebnis auch der besten Sportler, wie auch Maler sind „90 % Transpiration und (nur) 10 % Inspiration“.

Also werde ich wohl noch eine Weile weiter malen, zu meiner eigenen Freude und vielleicht entsteht dabei ja auch das eine oder andere Bild, was Ihnen gefällt.