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Malerei auf Zigarrenkistendeckel

14. Juni 2019 2 Kommentare

Malerei auf Zigarrenkistendeckel

Auf den Spuren von Carl Malchin, Carl Spitzweg u.a. Künstlern, die auf Zigarrenkisten malten

 

Im Januar dieses Jahres bekam ich einen überraschenden Anruf von Birgit Baumgart. Frau Baumgart arbeitet als Museumspädagogin im Staatlichen Museum Schwerin  und ist die Ansprechpartnerin für Veranstaltungen wie Malkurse im Museum. Wir haben gemeinsam mehrmals Aquarellkurse in der Kreativwerkstatt der Galerie Alte und Neue Meister des Museums Schwerin organisiert. Sie hatte mich in dem Telefonat gefragt, ob ich Lust hätte die Ausstellung von Carl Malchin vom 5. Juli bis zum 6. Oktober 2019 mit Aquarellkursen zu begleiten. Nur die Sache hatte einen Haken. Die Idee von Frau Baumgart war es, dass wir im Rahmen der Kurse Aquarelle auf Zigarrenkistendeckel malen. Ich habe mit meinem Wissen, wie man Aquarelle auf Leinwand und Aluminium malen kann, und meiner Begeisterung für Carl Malchin spontan zu gesagt.

Viele Leser werden sich fragen:

Warum Bilder auf Zigarrenkisten Deckel?

 

Carl Malchin hat Zigarrenkisten bemalt (c) Frank Koebsch (1)

Nun die Antwort ist relativ einfach. Zu Lebzeiten von Carl Malchin (1838 – 1923) war angesagt, Zigarren zu rauchen. Es war ein Zeichen der damaligen Lebensart, zeugte von einem gewissen Wohlstand, Männlichkeit und Genuss am Leben. Ich erinnere mich noch an die Zeiten, in den ich selbst geraucht habe. 😉 Viele Maler und Künstler der damaligen Zeit waren passionierte Zigarrenraucher. Als Beispiele fallen wir sofort Zeichnungen und Fotos von Hinrich Zille und Wilhelm Busch mit ihren Zigarren ein. Für einen Maler habe die Zigarrenkisten noch einen anderen unschlagbaren Vorteil, sie bestanden aus gut abgelagertem Holz. Damit waren sie ein preiswerter und für einen Zigarrenraucher ein fast immer verfügbarer Malgrund. So haben in der Vergangenheit eine Vielzahl vom Malern auf dem Holz der Zigarrenkisten gemalt. Carl Spitzweg ist wahrscheinlich der bekannteste Maler, der ein Teil seiner Ölbilder auf Zigarrenkisten malt. Bei einigen der Bilder ergibt sich auf Größe die Vermutung, dass es sich bei dem Malgrund, um Zigarrenkistendeckel handeln konnte. Bei anderen gibt es eindeutige Beschreibungen über die Art des verwendeten Malgrundes. Hier einige Beispiele der Bilder von Carl Spitzweg:

Weitere Maler die Zigarrenkistendeckel malten, waren Giovanni Fattori,  Théo van Rysselberghe und als weiterer der Mecklenburger Franz Bunke z.B. seinem Bild „Weihnachten“ im Format 12 x 21 cm auf rinrm Zigarrenkistendeckel. Carl Malchin hat 147 Bilder auf solchen kleinen Holztafeln |1| gemalt, z.B. die Bilder „Dorfmotiv aus Neu Brenz“, „Wassermühle in Langen-Brütz“ und „Kornverladen an der Ostsee bei Boltenhagen“. Hier ein paar der Bilder auf Zigarrenkisten Deckel.

Die Ölskizzen von Carl Malchin liegen zum Abtransport bereit. Sie sollen restauriert werden und einen einheitlichen Rahmen bekommen © Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen

Es ist schon spannend, wie und auf welche Medien Carl Malchin und seine Kollegen ihre Bilder gemalt haben. In der Ölmalerei werden sehr oft Keilrahmen mit unterschiedlichster Bespannung, Pappen, Holzplatte, Papiere als Malgründe genutzt. Jeder akzeptiert dieses. Doch wenn ich erzähle, dass man auch Aquarelle auf Leinwand, Holz und Metall malen kann, dann werde ich oft fragend angesehen. Dabei ist die Erklärung ganz einfach. Die Maluntergründe werden mit einem Gesso gehandelt, damit die Farben auf den verschiedenen Flächen haften. Dieses machen Ölmaler genauso wie Aquarellisten. Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren, dann schauen Sie doch einmal auf folgende Artikel, denn ich hatte in der Vergangenheit für die Zeitschrift Palette die Möglichkeiten von Strukturpasten und Gesso und über die Aquarellmalerei auf Leinwand beschrieben.

Zur Vorbereitung der neuen Aquarellkurse im Staatlichen Museum Schwerin gab es zwei Aufgaben für mich. Einmal wollte ich mir die Motive und Malorte von Carl Malchin in Erinnerung rufen und neu entdecken. Für mich eine tolle Aufgabe, denn Carl Malchin hatte viele Landschaften und das damalige Leben im Mecklenburg – Vorpommern dokumentiert.

Zum anderen ich musste ich alles zum Thema

 

Aquarellmalerei auf Zigarrenkistenbrettern

 

vorbereiten.  Als erstes bin ich in die Zigarrenläden Rostocks gegangen und habe um Zigarrenkisten gebeten. Bei Tabakwaren Nitz in der Breiten Straße fand ich als Nichtraucher ein offenes Ohr und bekam einige der Zigarrenkisten aus Holz.

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Um eine Holzplatte zu gewinnen, habe ich die Kisten auseinander gebrochen, die Papierverpackung und die Aufkleber entfernt. Dieses gelingt bei den Böden der Kisten kaum und so verstand ich auch, warum bei der Beschreibung der alten Meister oft Bildern auf Deckeln einer Zigarrenschachtel gesprochen wurde. Die Reste der Verpackung werden dann mit feinem Sandpapier entfernt. Nach dem Entstauben der Bretter habe ich mit einer Rolle als Gesso Aqua Grund fein von Schmincke mehrmals aufgetragen und aushärten lassen. Als erste Motiv für die Aquarellmalerei auf Zigarrenkistenbrettern habe ich ein Stadtansicht Rostocks mit St. Nikolai gewählt. Carl Malchin hatte dieses Motiv mindestens zweimal gemalt. Einmal gibt es das Bild „Winter – Motiv aus Rostock“ aus dem Jahr 1898 und dann das Bild „Blick auf die Nikolaikirche“ aus den Jahren 1907 / 1908. Ich selbst hatte die Nikolaikirche ebenfalls mehrmals gemalt. Mit der Erfahrungen aus meinen Aquarellen „Bei der Lohmühle“, „Stadtmauer bei der Nikolaikirche“ und der Miniatur „Nikolaikirche Rostock“ habe ich mich dann an mein erstes Motiv auf mein erstes Aquarell auf einem Zigarrenkistenbrett gewagt.

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Auf den mit Aqua Grund behandelten Brettern der Zigarrenkisten habe ich ein Vorzeichnung erstellt und dann Schritt für Schritt das Bild mit meinen Aquarellfarben von Schmincke ausgearbeitet. Das Fließverhalten der Farben und der Trockenprozess unterscheidet sind wesentlich von dem Malen auf Aquarellpapier. Die Erklärung hierfür ist recht einfach, bei Arbeiten auf dem Papier wird das Fließverhalten und der Trockenprozess wesentlich durch die Eigenschaften des Aquarellpapiers bestimmt. Je nach Papiermischung, Herstellungsprozess, Pressung und evt. einer Leimung nimmt das Papier beim Malen einen Teil des Wassers mit den Pigmenten der Farbe auf. Anders bei dem Malen auf Aqua Grund. Hier kann die wässrige Farbe nicht in den Untergrund einziehen und nur über die Luft trocknen. Da die Farbe nicht einziehen kann, ergeben sich Vor- und Nachteile bei der Malerei auf Aqua Grund. Die Pigmente liegen vollständig auf dem Untergrund und haften nach der Trocknung nur wenig auf der Aquagrund. Die Aquarellfarben leuchten wesentlich mehr als bei Arbeiten auf Papier. Auf  Grund der geringen Haftung der Pigmente erfordert das Malen mit Lasuren ein wenig Übung, denn man nicht mit weichen Pinseln und der nötigen Vorsicht arbeitet, lösen die unteren Farbschichten leicht an und vermischen sind mit den neu aufgetragenen Farben.

Diese Eigenschaften muss man bei dieser Malerei nutzen und gerade die höheren Farbkontraste sind interessant für die Aquarellmalerei. Die Oberflächenstruktur des Aqua Grund kann man beeinflussen indem man verschiedene Medien (Aqua Grund grob oder fein) wählt oder bei der Art es Auftrages variiert. Es ist ein Auftrag mit Spachteln oder einer Rolle möglich. Ich habe mich beim Auftrag für eine Schaumstoffrolle entschieden, die als Ergebnis eine grobporige Oberflächenstruktur erzeugt. Hier ein paar Fotos von den einzelnen Schritten beim Malen des Aquarells „Rostocker Nikolaikirche“ auf einem Zigarrenkistenbrett.

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Rostocker Nikolaikirche © Aquarell auf einem Zigarrenkistenbrett von Frank Koebsch

Rostocker Nikolaikirche © Aquarell auf einem Zigarrenkistenbrett von Frank Koebsch

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Aquarelle von der Rostocker Nikolaikirche auf einem Zigarrenkistenbrett und als Aquarellpostkarte (c) Frank Koebsch

Aquarelle von der Rostocker Nikolaikirche auf einem Zigarrenkistenbrett und als Aquarellpostkarte (c) Frank Koebsch

Nach dem Trocknen der Farben habe ich das Bild mehrmals mit Aquarell Fixativ von Schmincke fixiert, um ein Ablösen der Farben zu verhindern. Es hat Spaß gemacht, dieses kleine Aquarellbild zu malen. In dem Foto „Aquarelle von der Rostocker Nikolaikirche auf einem Zigarrenkistenbrett und als Aquarellpostkarte“ ist auch gut der Unterschied in der Wirkung der Aquarellfarben auf Papier und Aqua Grund zu erkennen. Die Miniatur „Nikolaikirche Rostock“ habe ich auf einer Aquarellpostkarte von Hahnemühle gemalt. Hier ist ein Teil der Pigmente in das Papier eingezogen. Damit ergibt sich eine andere Farbwirkung als im Aquarell „Rostocker Nikolaikirche“ auf der Aqua Grund und dem Zigarrenkistendeckel.

Vielleicht haben Sie ja nach diesem Artikel Lust bekommen,  gemeinsam mit mir den Spuren von Carl Malchin zu folgen und die Aquarellmalerei auf Zigarrenkistenbrettern aufzuprobieren, dann buchen Sie doch einen der Aquarellkurse im Staatlichen Museum Schwerin. Ich würde mich freuen, gemeinsam mit Ihnen die Motive von Carl Malchin nach über 100 Jahren neu zu entdecken.

Bei Interesse können Sie das Aquarell „Rostocker Nikolaikirche“ auf einem Zigarrenkistenbrett hier auf dem Blog oder unserer Web Seite kaufen.


Rostocker Nikolaikirche © Aquarell auf einem Zigarrenkistenbrett von Frank Koebsch

Aquarell „Rostocker Nikolaikirche“ auf einem Zigarrenkistenbrett im Format 16,3 x 22,3 cm

Bei Interesse können Sie das Aquarell „Rostocker Nikolaikirche“ auf einem Zigarrenkistenbrett im Format 16,3 x 22,3 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

€125,00


|1| Lisa  Jürß: Carl Malchin – Ein Maler aus Mecklenburg, edition fischerhuder kunstbuch, ISBN 987-3-88132-246-1, S.18

Stadtansichten Rostocks mit St. Nikolai 1898, 1907 und heute

Stadtansichten Rostocks mit St. Nikolai 1898, 1907, heute

Auf den Spuren von Carl Malchin in Rostock

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Ich hatte vor einigen Tagen hier auf meinem Blog darüber berichtet, dass das Staatliche Museum Schwerin ab den 05. Juli 2019 eine Ausstellung zum Schaffen von Carl Malchin zeigt. Unter dem Titel

 

VON BARBIZON BIS ANS MEER – Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs

 

werden in einer Ausstellung mit 220 Werke von ihm gezeigt. Aus meiner Sicht hat Carl Malchin wie kein anderer Maler bisher die Landschaft und das Leben der Menschen an der Ostsee von Ahrenshoop, über Rostock und Warnemünde, Wismar, Poel und Warnkenhagen an der Ostsee, in Schwerin und vielen anderen Orten Mecklenburgs in seiner Zeit dokumentiert. Auf der Seite des Kunstmuseums Schwaans heißt es deshalb:

Für die mecklenburgische Malerei ist Malchin fast zu einem Markenzeichen geworden.

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Da ein Großteil meiner Aquarelle ebenfalls in meiner Heimat in Mecklenburg – Vorpommern entstehen und man von den „Alten Meistern“ immer wieder lernen kann, kenne ich natürlich einige seine Bilder aus den Museen und auch einige Orte mit den Motiven von Carl Malchin. Aber eine solche große Ausstellung ist schon etwas Besonderes.  Als mir Frau Baumgart, die Museumspädagogin im Staatlichen Museum Schwerin, vorgeschlagen hatte, dass wir gemeinsam zu dieser Ausstellung Aquarellkurse organisieren, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich hatte die   Malkurse in der Kreativwerkstatt der Galerie Alte und Neue Meister des Museums Schwerin  noch immer in guter Erinnerung. So haben wir die Inhalte und Termine von folgenden Veranstaltungen abgestimmt.

 

In Vorbereitung auf die Ausstellung und die Aquarellkurse habe ich mich, dann auf die Spuren von Carl Malchin begeben. Das einfachste war es, sich aus der Bibliothek das Buch von Lisa Jürß „Carl Malchin – Ein mecklenburgischer Maler“ auszuleihen, sich in die Biografie einzulesen und sich von den Bildern begeistern zu lasen. Danach habe ich versucht, von einigen Bildern von Carl Malchin die Orte mit den Motiven aufzusuchen und zu schauen, wie die Ansichten der Landschaften, Dörfer und Städte heute nach 110 Jahren aussehen.

 

Fotos, Ölbilder und Aquarelle von der Rostocker Nikolai Kirche

 

Als erstes war ich in Rostock auf den Spuren von Carl Malchin unterwegs. Er hat mindestens zweimal die Nikolai Kirche gemalt. So ist bereits 1898 das Ölbild „Winter“ mit der Kirche entstanden und 1907 noch einmal das Bild „Stadtansicht Rostock mit St. Nikolai“. Carl Malchin hat damals Bilder von einem Standort in der Nähe des Fischerbruchs und des Mühlendamms gemalt. Heute hat sich das Umfeld der Kirche verändert. Statt der Nebenarme der Warnow findet man heute unterhalb der Stadtmauer Straßen und neue Wohnhäuser. Nur die Straßennamen wie Küter-, Fischer- und Gerberbruch, Warnowstraße und Mühlendamm zeugen von der früheren Landschaft. Die Rostocker Kirchen in der östlichen Altstadt sind auch heute beliebte Motive für Fotografen und Maler. Auch einige meiner Aquarelle zeigen diese Motive der Rostocker Altstadt. Es sind z.B. die Aquarelle „Bei der Lohmühle“ und „Stadtmauer bei der Nikolaikirche“. Es war ein spannendes Erlebnis zu sehen, wie sich die Ansicht der Nikolai Kirchen mit den Jahren verändert hat und welche Dinge im Umfeld des Motivs damals Carl Malchin wichtig waren und wie ich „heute“ die Stadtansicht erlebt und gemalt habe. In den Bildern von Carl Malchin sind entweder Menschen beim Schlittschuhlaufen oder Wäsche auf der Leine im Vordergrund zu sehen. Er hat das urbane Leben zum Ende des 19. oder zum Anfang des 20. Jahrhunderts eingefangen. Meine Aquarelle wirken dagegen fast steril. Die Kirchen in meinen Aquarellen sind oft nur Zeitzeugen und dass obwohl bei der Ansicht des Bildes „Stadtmauer bei der Nikolaikirche“ ein Kinderspielplatz in der Sichtachse liegt. Aber auch auf den Fotos vom einem Donnerstag ist um 15.00 Uhr auf dem Spielplatz und der Spielstraße kein Mensch zu sehen (?). Hier die Zusammenstellung der Fotos, Ölbilder und Aquarelle von der Rostocker Nikolai Kirche.

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Auf meinem Ausflug auf den Spuren von Carl Malchin an der Stadtmauer Rostocks habe ich versucht, die Kirche noch einmal zu malen. So ist die MiniaturNikolaikirche Rostock“ mit meinen Aquarellfarben von Schmincke auf einer Aquarellpostkarten im Format 10,5 x 15 cm von Hahnemühle entstanden.  Aus meiner Sicht eine gelungene Kombination von Aquarellpapier und –farben für dieses kleine Bild.

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Nikolaikirche Rostock (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch

Nikolaikirche Rostock (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch

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Bei Interesse können Sie die Miniatur in Aquarell „Nikolaikirche Rostock“ hier auf dem Blog oder unserer Web Seite kaufen. Aber vielleicht habe Sie auch selbst Lust, Aquarelle auf den Spuren von Carl Malchin zu malen. Dann begleichen Sie mich doch am 24. August 2019 – zu dem Aquarellkurs „Mecklenburger Landschaften“ oder / und am 05. Oktober 2019 – zu dem Aquarellkurs „Schweriner Stadtansichten“. Ich würde mich freuen, gemeinsam mit Ihnen die Motive von Carl Malchin 2019 zu entdecken. 😉

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Nikolaikirche Rostock (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch

Miniatur in Aquarell „Nikolaikirche Rostock“ im Format 10,5 x 15 cm

Bei Interesse können Sie die Miniatur in Aquarell „Nikolaikirche Rostock“ im Format 10,5 x 15 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

€50,00

Musik am Nachmittag in Rostock

Musik am Nachmittag in Rostock

Einladung mit dem Aquarell „Stadtmauer bei der Nikolaikirche“

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Wenn Sie heute noch nicht vorhaben, dann habe ich für Sie einen Veranstaltungstipp. Die Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation lädt heute zu Musik am Nachmittag in die Rostocker Nikolaikirche ein. Musik am Nachmittag ist eine Veranstaltungsreihe, die mehr als 6300 Konzerte mit klassischer Musik für mehr als eine halbe Million älterer Menschen organisiert hat. Die Konzerte werden in festlichen Sälen, Kirchen, Alten- und Pflegeheimen bei Kaffee und Kuchen als Dankeschön für die ältere Generation durch die Stiftung organisiert. Ein soziales Arrangement, das viel Arbeit, Einsatz und auch Geld benötigt. In Rostock organisiert die Veranstaltung Musik am Nachmittag seit 1995 Frau Jutta Leipner. Als mich vor einigen Wochen der Sohn von Frau Leipner gefragt hatte, ob er für die Einladung mein Aquarell „Stadtmauer bei der Nikolaikirche“ nutzen kann, habe ich nicht lange überlegt und sehr gerne die Bildrechte für die Stiftung zur Verfügung gestellt. Auch wenn wir mit dem Verkauf von Bildrechten einen Teil unseres Lebensunterhaltes bestreiten, unterstützen wir immer wieder soziale Projekte und Vereine mit unseren Bildern. So habe ich mich riesig gefreut, dass die Einladungskarte für die heutige Veranstaltung mein Aquarell zeigt.

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Das Aquarell von Frank Koebsch - Stadtmauer bei der Nikolaikirche - auf der Einladungskarte von Musik an Nachmittag

Das Aquarell von Frank Koebsch – Stadtmauer bei der Nikolaikirche – auf der Einladungskarte von Musik an Nachmittag

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Entstanden ist dieses Aquarell, als ich vor einigen Jahren gemeinsam mit Frank Hess und Andreas Mattern gemeinsam bei der Nikolaikirche gemalt haben. Die östliche Altstadt Rostock bietet einige wunderbare Motive. Die Rostocker Kirchen in der östlichen Altstadt bieten seit Jahrhunderten imposante Ansichten und so zeigen einige meiner Aquarelle diese Motive der Rostocker Altstadt.

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Ich wünsche den Besuchern von „Musik am Nachmittag“ in der Nikolaikirche viel Freude.

Aquarellworkshops von Frank Koebsch im KTC

Aquarellworkshops von Frank Koebsch im KTC

Aquarellmalen in der Rostocker Innenstadt

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Vor einigen Tagen hatten Heinr. Hünicke und ich zum Malen in das KTC eingeladen. Zur Einstimmung hatten wir bereits einige Tage zuvor einige meiner Aquarelle in der Rostocker Innenstadt ausgestellt und es wurde in der Kundenzeitung des KTC  mit dem Artikel „Rostock malt im Kröpeliner Tor Center“ geworben. Ich hatte über die Vorbereitungen in dem Artikel „Aquarelle vermitteln Lebensfreude“ berichtet. Am vergangenen Sonnabend war es dann so weit.

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Aquarellkurs: Pusteblume und Löwenzahn

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Ab 10.30 Uhr hatte ich die Chance gemeinsam mit den Kursteilnehmern Löwenzahn Aquarelle zu malen. Um den Aquarellkurs so anschaulich wie möglich zu machen, bin ich morgen unterwegs gewesen und habe Löwenzahn und Pusteblumen gesammelt. Gemalt haben wir auf Aquarellpapier von Hahnemühle und mit Aquarellfarben von Schmincke, eine ideale Kombination. Es hat Spaß gemacht sich mit den Teilnehmern über die Formen und Farben des Löwenzahns auszutauschen und die Motive ohne Vorzeichnung zu entwickeln. Spannend war dann zu sehen, wie die einzelnen Löwenzahnbilder bei den Malschülern entstanden sind. Damit möglichst viele Fragen beantwortet werden können und viele Besucher der Malerei folgen können, hat Ecco Weber als Moderator durch den Malvorführungen und die Kurse geführt und Bert Scharffenberg wesentliche Inhalte auf Monitore übertragen. Es war interessant, dass sich viele Besucher des KTC für die Aquarellmalerei interessierten aber sich dann doch nicht getraut hatten, sich zu einem der Workshops anzumelden.

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Malvorführung: Wie malt man Mohn auf einem großen Blatt?

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Nach ein paar Minuten Pause habe ich dann von 13.00 bis 14.00 Uhr auf einem großen Blatt mit den Aquarellfarben zu zaubern. Lassen Sie sich überraschen, wie bei mir auf dem Aquarellpapier Schritt für Schritt ein Bild entsteht. Ich habe für diese Stunde ein Motiv ausgesucht, welches im Netz am meisten gesucht wird. Mohn Aquarelle sind besonders gefragte Aquarelle und man kann wunderbar mit den Farben spielen. Die lichtdurchfluteten Blüten des Klatschmohns erlauben und die Blätter der Pflanzen erlauben einen ersten Farbauftrag Nass in Nass und danach kann durch Lasuren Schritt für Schritt das Motiv entwickelt werden. Für die Zuschauer war diese freie Art zu malen, ein Erlebnis. Für den Außenstehenden sieht es immer wie ein wenig Zauberei aus, aber für den geübten Maler ist es eine logische Abfolge von einzelnen Arbeitsschritten. Mit ein wenig Gefühl und Übung können dann Mohnaquarelle wie Farben des Sommers und Vor der letzten Ernte entstehen. Es war für alles Zuschauer und mich ein riesiger Spaß in dieser Stunde mit den Farben zu spielen.

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Aquarellkurs: Stadtansichten von Rostock

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Am Nachmittag hatten wir dann in einem Aquarellkurs versucht Stadtansichten von Rostock  zu Malen. Versucht deshalb, weil Stadtansichten doch mehr Fähigkeiten erfordern als Blumen und Blüten, die oftmals eine unbestimmte Form haben, bei denen es keine „kniffliche“ Perspektive gibt. Aber ich hatte ganz bewusst ein Motiv herausgesucht, für das man mehr den Rhythmus des Bildes erkennen muss, als komplizierte Perspektiven malen. Es ist eine Szene von der Rostocker Stadtmauer, welche ich schon einmal gemeinsam mit Frank Hess und Andreas Matern bei der Nikalaikirche gemalt hatte. Wir hatten einen Teil der östlichen Altstadt die Bürgerhäuser an Stadtmauer bei der Nokolaikirche gemalt. Mit ein wenig Hilfe haben die Malschüler das Motiv wunderbar umgesetzt und zum Schluss gemeinsam den Zuschauern im KTC präsentiert. Ein wunderbarer Erfolg für uns alle.

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Einen ganz großen Dank an alle Malschüler, Zuschauer, den Verantwortlichen des KTC und von Heinr. Hünicke. Wer Lust hat kann mich heute am Freitag und morgen am Sonnabend bei Malvorführungen im Rahmen des Festivals der Farben bei Heinr. Hünicke in Rostock erleben. Ein wunderbarer Start nach ein paar Tagen des Ausspannens auf Rügen.

Unsere Sternzeichen in der Rostocker Altstadt Drogerie

23. Juni 2013 4 Kommentare

Unsere Sternzeichen in der Rostocker Altstadt Drogerie

Kunst und Kultur in der Östlichen Altstadt Rostocks

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In Rostock gibt es zwei Stadtteile, die besonders zum Entdecken von Kunst und Kultur einladen. Einmal ist es die KTV, die Kröpeliner Tor Vorstadt zwischen Wismarschen  und Doberaner Straße und rund um den Ulmenplatz mit vielen individuellen Geschäften und Kneipen und einem ganz eigenem Flair. Zum zweiten ist es die östliche Altstadt, mit viel weniger Geschäften und Kneipen aber viel mehr kleinen Werkstädten von Kunsthandwerkern, kleinen Galerien und und… Die östliche Altstadt erstreckt sich zwischen der Grubenstraße bis östlich der Stadtmauer mit dem Gerberbruch u.a. sowie im Norden zwischen der Warnow und der Ernst – Barlach Str.  Ein wunderbares Gebiet mit vielen wunderbare Häusern, alte sowie neue, mit wunderbaren Motiven für Fotografen und Malern rund um den Alten Markt, den Kranstöver, die Petrikirche, die Nikolaikirche und die HMT. Hier finden etliche kleine oder große Kulturhöhepunkt in Rostock statt. Viele Rostocker kennen die Hochschule für Musik und Theater als  eine der schönsten Orte für Konzerte, Theater, Ausstellungen und die jährliche OZ Kunstbörse. Nicht zu übersehen sind die wunderbaren Kirchen, in den ebenfalls viele Aufführungen, Konzerte, Ausstellungen und Märkte stattfinden. Aber die östliche Altstadt bietet noch viel viele mehr wunderbare Orte, an denen sich kleine Konzerte, Ausstellungen u.a. entdecken lassen. Die Bürger und Kulturschaffenden der östlichen Altstadt haben sich im Altstadtverein zusammengeschlossen, um ihre Interessen zu bündeln und die vielen Angebote ihres Stadtteils zu vermarkten. Eine der Angebote ist die jährliche Kunstnacht. „Ende Mai öffnen dann in der Östlichen Altstadt mehr als 40 Einrichtungen für eine Nacht ihre Türen, um Gäste die Kunst in breiter Vielfalt erleben zu lassen. Ob Büro oder Laden, Galerie oder Gaststätte – die Veranstaltungsorte liegen dicht beieinander und bieten alle künstlerischen Gattungen.“

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Antiquariat und Galerie in der Altstadt-Drogerie

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Seit März 2011 ist einer dieser Kunst- und Kulturorte in der östlichen Altstadt Rostocks, die ehemalige Altstadt Drogerie. Die Inhaberin Frau Astrid Stelter stellte betreibt seit dieser Zeit in den ehemaligen Räumen einer Drogerie ein Antiquariat und eine Galerie. In dem Altstadt-Magazin  Ostpost gibt es einen wunderbaren Bericht zum dem Angebot von Büchern und Bildern in der Drogerie. Seit einigen Monaten betreibt Frau Stelter die Galerie gemeinsam mit Herrn Werner unter dem Namen Galeria for you. Ich habe beide in der vergangenen Woche besucht, um für Juli 2013 die letzten Abstimmungen für eine Ausstellung unserer Sternzeichen zu tätigen. Herr Werner hatte unsere Sternzeichen bei der Ausstellung in Bad Doberan gesehen und Susanne Haun hatte die ersten Gespräche mit ihm für eine Ausstellung geführt. Für Karsten Peters dem Galeristen der Hamburger Galerie FASZINATION ART eine Erfolgsstory, dann nach der Galerie Severina fragte eine zweite Galerie an, um eine Ausstellung in Rahmen unseres Projektes Faszination Sternzeichen zu vereinbaren. Anfang Juli geht es dann los, die Sternzeichen von Petra Rau, Kerstin Mempel, Susanne Haun und mir werden gemeinsam mit unserem Sternzeichen Buch in Rostock zu sehen sein.

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Ich freue mich auf die Ausstellung unserer Sternzeichen in der Rostocker Altstadt Drogerie 😉

Ausstellungsorte in der City von Rostock

24. September 2011 3 Kommentare

Was einem alles so beim Besuch des WC passieren kann…

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Ich hatte in den vergangenen Tagen über meinen Stadtbummel in Rostock berichtet. Es war nur ein gleicher und kurzer Beitrag, denn irgendwie nicht viel schreiben. Aber bei meinem ich hatte meine Kamera mit und über 100 Fotos im Vorbeigehen gemacht, von denen ich Ihnen nach und nach einige vorstellen möchte. Ich hatte meine Rahmen mit neuen Gläsern in Auto gebracht. Bevor ich die Rostocker Galerien in der Innerstadt besuchte, musste ich dringend auf WC. Ich nutze die Möglichkeit im Rostocker Hof. Auf den Weg zur Toilette „stolperte“ ich über eine Ausstellung von Pastellen und Drucken. Aus meiner Sicht sollte man so etwas nicht machen!!!!

Auf der Suche nach Ausstellungsorten (c) Frank Koebsch

Auf der Suche nach Ausstellungsorten (c) Frank Koebsch

Wenn man auf der Suche nach Ausstellungsorten ist, gibt es wirklich einige Möglichkeiten. Hier eine kleine Aufzählung im Zentrum Rostocks – Galerie Klosterformat, Artqaurium, Galerie Wolkenbank, Galerie am Alten Markt, HMT Rostock, Galerie Bilder & Meer , Peter-Weiss-Haus, Nikolaikirche, Haus der Stadtwerke, Bibliothek in der Kröpeliner Str., Foyer des Rostocker Hofes, Foyer des Rostocker Rathauses, im Staun, in etlichen Hotels, Gaststätten, Rechtsanwalts- und Arztpraxen  werden Ausstellungen realisiert. Diese Aufzählung ist bestimmt nicht vollzählig, jeder egal ob Hobbykünstler oder Profi kann einen vernünftigen Ausstellungplatz finden, aber bitte nicht der Weg zum WC! Oder???

Malen nach Fotos und die Sehnsucht nach Pleinairmalerei

17. Juli 2011 2 Kommentare

Vorfreude auf ein Treffen von bildenden Künstlern in Berlin

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In den letzten Wochen werde ich immer wieder gefragt, wie meine Bilder entstehen. Egal ob in Aquarellkursen, im Rahmen des Kunstsommers in Schwerin, bei unseren Ausstellungen lautet meine Antwort sinngemäß

„In 90 Prozent der Fälle nehmen wir Fotografien als Grundlage für unsere Arbeit“, erzählt Frank Koebsch. Auf ausführlichen Touren werden entweder Motive gezielt gesucht oder der typische Schnappschuss gefunden. Daraus entsteht dann die Malerei.

Viele Gesprächspartner sind über meine Antwort erstaunt, denn sie haben die Vorstellung, dass Künstler immer direkt vor dem Motiv in freier Natur oder dem Objekt malen. Klar wären dieses ideale Bedingungen.

„Es kommt auch mal vor, dass ich im Hafen sitze, aber dafür muss das Wetter stimmen, ich muss Lust haben und auch die Zeit muss da sein.“ Drei Dinge, die nur selten mal aufeinandertreffen.

Andreas Mattern, Frank Hess und Frank Koebsch beim Malen in Rostock

Andreas Mattern, Frank Hess und Frank Koebsch beim Malen in Rostock

Ich freue mich über jeden Tag, denn ich draußen und am besten gemeinsam mit anderen Künstlern malen kann. Gerne denke ich an die Tage im Sommer 2009 zurück, wo Andreas Mattern, Frank Hess und ich im Rostocker Stadthafen bei Headgehalbinsel, in Warnemünde und bei der Nikolaikirche gemalt hatten. Diese Runde wollen wir in den nächsten Tagen erweitern und in Berlin malen. Wenn alles klappt treffen sich Oskar Brunner, Patrick Hanke,  Susanne Haun, Frank Hess, Andreas Mattern und ich Ende des Monats zum Malen in Berlin. Ich freue mich riesig auf das Wiedersehen mit allen und die Zeit, des gemeinsamen Austausches und des Malens. Was bei Musikern normal ist, sich zu einer Session zu treffen und gemeinsam zu musizieren, klappt bei Malern zu selten 😉

P.S. Wenn Sie Lust haben mit mir gemeinsam in Rostock, Pleinair zu malen, wie wär´s es am 24.09. im Stadthafen von Rostock? Wenn an diesem Tag das Wetter nicht mitspielt oder Sie keine Zeit haben, können wir gemeinsam von Ihren Fotos wunderbare Aquarelle entwickeln. Auf der Rückseite des Flyers unserer altuellen Ausstellung finden Sie auch die Aquarellkurse für die Volkshochschulen. Aber solange brauchen Sie nicht warten, wenn wir gemeinsam malen wollen. Kommen  Sie doch am 26. oder 30.07.2011 in die Kunstscheune Börgerende 😉

Ankündigung der Aquarellkurse von Frank Koebsch an den VHS Rostock und Schwerin

Ankündigung der Aquarellkurse von Frank Koebsch an den VHS Rostock und Schwerin

Ausstellungsankündigung für unsere Ausstellung im Haus der Stadtwerke Rostock

Ausstellungsankündigung für unsere Ausstellung im Haus der Stadtwerke Rostock

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