Die Kraniche im Herbst am Schaalsee

Die Kraniche im Herbst am Schaalsee

Herbst am Schaalsee

.

Es wird Herbst, die Natur verändert sich. Einmal verfärben sich die Pflanzen und Früchte und die Natur bietet so wunderbare Motive für Herbst Aquarelle. Zum anderen sammeln sich die Kraniche und andere Zugvögel, um sich auf den Flug in den Süden vorzubereiten. Beide Ereignisse hatten mich in den vergangenen Tagen in das Biosphärenreservat Schaalsee gelockt. Die Sonne hatte eine wunderbare Stimmung in den Feuchtwiesen, den Mooren und am Schaalsee gezaubert. Ich konnte mit meiner Kamera ein paar wunderbare Impressionen am Schaalsee einfangen – eine wunderbare Stimmung für den Herbstbeginn am Schaalsee.

.


.

Kraniche am Schaalsee

.

Die Schaalsee Region ist ebenfalls ein wichtiger Sammelplatz der Kraniche. Ich war für Kranich Beobachtungen ein wenig zu früh. Zu früh weil ich zu 18.00 Uhr wieder zu meinem Aquarellkurs in Schwerin sein musste und zu früh, weil z.Z. die Kranichrast erst beginnt. In ca. zwei Wochen werden ca. 1.000 Kraniche auf den kleinen Inseln im Schaalsee zu beobachten sein. Aber ich war bewusst so früh nach Zarrentin gefahren, denn ich wollte dem PAHLHUUS, dem Informationszentrum des Biosphärenreservates einen Besuch abstatten. Meine Idee war, dass ich dort im Pahlhuus im nächsten Jahr meine Kranich Aquarelle zeige, also habe ich mir die Möglichkeiten angeschaut und die nötigen Absprachen geführt. Das Ergebnis ist, dass ich meine Kranich Aquarelle und Drucke vom 05. September bis zum 28. November 2014 im Rahmen des Projektes Faszination Kraniche am Schaalsee zu sehen sind ;-). Ich freue mich riesig. Hier eine kleine Auswahl meiner Kranich Aquarelle.

.

.

Der Herbst der Kraniche beginnt

.

Seit einigen Tagen sammeln sich die Kraniche am Herbsthimmel, egal ob im Nationalpark Unteres Odertal oder im Nordosten, so sind bereits 5.000 Kraniche an der Ostseeküste angekommen. Dieses ist aber erst der Beginn, denn es werden in der Region zwischen Zingst und Rügen bis zu 70.000 Kraniche und im Linumer Bruch bis zu 80.000 Vögel des Glücks erwartet. Nach einer Rast werden dann Ende Oktober die Kraniche in den Süden fliehen. Ich kann nur jedem empfehlen sich dieses Naturschauspiel nicht entgehen zu lassen. Nutzen Sie doch die Möglichkeiten, um die Kraniche im Herbst zu beobachten, egal ob an der Müritz, Linum oder an einer anderen Stelle. Egal wie erfolgreich für mich der Herbst mit seinen Beobachtungen sein wird, ich freue mich auf meine Kraniche im Herbst 2014 am Schaalsee.

Die Kunst sich so zu vernetzen, dass man von der Kunst leben kann

Vernetzung ist und war eine der wirtschaftlichen Grundlagen

.

Ich beginne mich immer mehr damit zu beschäftigen, wie kann man, wie kann ich mit meiner Kunst leben. So hatte Ich in den vergangenen Tagen und Wochen zwei Artikel mit den Überschriften

und

veröffentlicht. In den vergangen Tagen gab es zwei weitere Interessante Pressemitteilung zu den Themen Kunst und Kulturpolitik in Rostock oder Mecklenburg Vorpommern, doch der Reihe nach.

Der Artikel „Arme Künstler im Nordosten Deutschland“ ist entstanden auf der Basis von Pressemeldungen über die Studie der Hochschule Neubrandenburg. Die Studie kann auf der Seite Studie mit kulturvollen Einblicken eingesehen und runtergeladen werden. Eine der Kernaussagen der Studie war für mich:

  • Es fehlt an der Vernetzung der Künstler unter einander und zu anderen Wirtschaftszweigen.
Vernetzung als wirtschaftliche Grundlage (c) Frank Koebsch
Vernetzung als wirtschaftliche Grundlage (c) Frank Koebsch

Gerade die Beispiele die von Christiane Limper (Künstlerin, Flensburg) und Dodo Adden (Kulturschaffender und Vorstand Frappant e.V. Hamburg) im Rahmen des Creative Monday Nord – Netzwerken zwischen Rostock, Hamburg und Flensburg zeigten wie wichtig die Vernetzung der Künstler untereinander, das Interagieren mit möglichen Partnern in der Politik und möglichen Geldgebern ist. Nun aber genau dieses hat sich weder bei den Künstlern, den Verantwortlichen der Kreise und der Länder etabliert. Hier ein Beispiel aus Rostock:

Am 05. und 06.07.2011 erschienen zwei Meldungen zur ersten Kulturfabrik in Rostock. Gemeint war aber nicht die Kulturfabrik, An der Jägerbäk 22 als Partyzone sondern die ersten Kulturfabrik im Rathaus. Der Ostsee Anzeiger und das Online Magazin „Rostock – Nachrichten“ brauchten gleichlautende Meldung zu der ersten Kulturfabrik im Rathaus. In den Artikeln kann man u.a. folgendes lesen:

  • „Rostock hat sich auf den Weg zu seinen Kulturleitlinien gemacht.“
  • „Kulturleitlinien haben dann den größten Erfolg, wenn sie von unten her entwickelt werden, und so hatte der Kulturausschuss der Hansestadt 40 Rostockerinnen und Rostocker aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen zu einer Auftaktdebatte in die Halle des Rathauses geladen, um einen Gesprächsprozess zu beginnen, Meinungen und Vorschläge mitzunehmen, vor allem aber um zuzuhören.“
  • „Das erste Fazit lautet, dass das ansonsten breite und vielfältige Rostocks Kulturangebot vor allem unter dem Fehlen von Vernetzung und Kommunikation, aber auch unter dem unbefriedigenden Marketing leidet.“

Gegen die Arbeit und die Analyse ist nichts einzuwenden. Außer, wenn man der Aussage von Tim Kellner Mitglied der Künstlergruppe Schaum folgt, dass kein Künstler zu dieser Kulturfabrik eingeladen war, noch die entsprechenden Information im Vorab erfolgte. Es wurde also wieder einmal über die Kunst, die Kultur gesprochen und diskutiert und es werden Beschlüsse vorbereitet ohne die Künstler, die Kulturstätten mit einzubeziehen. 😉

Nun, dass es an einem Marketing- und Kommunikationskonzept für die Kultureinrichtungen fehlt ist bekannt und zeigt sich an jeder Ecke. Dieses macht es den Einwohnern und Besuchern der Region um Rostock schwer sich über das Kulturangebot zu informieren. Gleichzeitig macht es den Kultureinrichtungen schwer sich wirkungsvoll zu vermarkten. Aus diesem Grund gestaltet die Produzentengalerie artquarium die Seite Kulturscheibe.de – ein Terminfenster aus Rostock über Ausstellungen und andere kulturelle Events. Einen weiteren Teilaspekt hatte ich in dem Artikel Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0 herausgearbeitet. Die Kultureinrichtungen sind zu wenig im Web vertreten und nutzen das Thema Social Media unzureichend für die Kommunikation mit den Besuchern oder Kulturinteressierten. Für die Kommunikation untereinander werden die Bereiche des WEBs schon gar nicht genutzt. Ein ganz einfaches Beispiel hatten wir mit unserer konzertierten Marketing Aktion: 10 Fragen zur Kunst aufgezeigt. Solche Aktionen lassen sich auch für die Lange Nacht der Museen in MV, für den Start der Theater in die neue Spielzeit oder die Aktion Kunst heute realisieren. Wenn man denn will. Denn solche Aktionen lassen sich nicht verordnen. Sie müssen durch den Willen ein Thema voranzutreiben und eine Vernetzung der Teilnehmer untereinander getragen werden.

Für mich bestätigt sich eines immer mehr, die Vernetzung und das vernetzte Arbeiten der Künstler und Kultureinrichtungen untereinander sowie mit weiteren Partnern sind eine der Grundlagen für eine erfolgreiche Arbeit. Hierzu gehört dann auch sich in die nächste Kulturfabrik Rostocks oder des eine Veranstaltung des neuen Großkreises um Rostock herum einzuladen. Oder ? 😉