Maike Josupeit – bei der Ausstellung Faszination Galopper in Bad Doberan

Maike Josupeit –

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bei der Ausstellung Faszination Galopper 

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Faszination Galopper - Flyer - Seite 2
Faszination Galopper – Flyer – Seite 2

Nachdem ich in den vergangenen Tagen immer wieder von unserem neuen Ausstellungsprojekt Faszination Galopper berichtet hatte und unsere Ausstellung in der Galerie Severina angekündigt habe, will ich nun die teilnehmenden Künstler

 

 

vorstellen. Jeder von uns hat seine ganz eigenen Beziehungen zu den Themen Galopprennen und den Pferden, lassen Sie sich überraschen.

 

Die Berliner Malerin Maike Josupeit

 

Maike Josupeit (c)
Maike Josupeit

ist begeisterte Plein Air Malerin und ist als Berlinerin oft auf der Galopprennbahn in Hoppegarten unterwegs. So ist in den vergangenen Jahren eine Reihe von Bildern mit Pferden insbesondere Galoppern, Jockeys u.a. entstanden, die Maike auf Ihrem Blog zu unserem Galopper Projekt präsentiert. Es sind einfach klasse Bilder mit einer wunderbaren lockeren Handschrift. Als ich Maike im vergangenen Jahr fragte, ob Sie ihre Bilder im Rahmen einer Ausstellung gemeinsam mit mir in der Bad Doberaner Galerie Severina  ausstellen wolle, war Sie sofort Feuer und Flamme. Hier ein paar Informationen zu Maike Josupeit und einige ihrer Bilder:

 

  • Geboren 1960 in Berlin.
  • Nach einigen Semestern an der FU und HdK in verschiedenen Fächern hat sie sich für eine mehr praxisbezogene Ausbildung als Grafik-Designerin entschlossen.

Maike sagt von sich:

Frühwerk von Maike Josupeit im Alter von 5 Jahren (c)
Frühwerk von Maike Josupeit im Alter von 5 Jahren (c)

„Pferde haben mich schon in frühester Jugend fasziniert, ebenso wie die Malerei. Hier ein Frühwerk mit ca 5 Jahren.

Natürlich habe mir vom ersten eigenen Geld sofort ein Pferd gekauft, dann noch eins…. diese halten auch als Studienobjekte her. Seit dem Studium habe ich mich ständig in verschiedenen Maltechniken fortgebildet bei Künstlern in Deutschland, Italien, Holland. Ich werde nie müde, die unterschiedlichen Pferderassen zu studieren und mit Pinsel oder Stift auf Leinwand oder Papier festzuhalten. Warmblut, Kaltblut, Polopferde, Westernpferde und natürlich die herrlichen Vollblüter.

Auf der wunderbaren Galopprennbahn in Hoppegarten vor den Toren Berlins habe ich an den Renntagen mit Skizzenblock und Fotoapparat bewaffnet die Gelegenheit, das Renngeschehen zu verfolgen. Ich sehe die Tiere und die Menschen nicht mit den Augen des Wetters, Trainers, Besitzers oder Zuschauers, sondern mit den Augen des Künstlers. Die Stimmung allgemein, die bunten Blusons der Jockeys, die eleganten Pferde sind immer wieder lohnende Motive.

An dem Ausstellungsprojekt Faszination Galopper beteilige ich mich mit Ölbildern, die nach vielen Skizzen, Fotos und auch vor Ort auf der Staffelei entstanden sind.

Mit meinen Bildern hoffe ich dem Betrachter einige Eindrücke vermitteln zu können, die in der Hektik des Geschehens untergehen:  den Glanz des Fells, die Grazie der Tiere, die bunten Farben der Rennställe, das Geschehen vor und nach dem Rennen, wenn die Wetter schon das nächste Rennen im Programmheft suchen und die Zuschauer sich schnell ein Bier, Kaffee oder Sekt genehmigen. In dieser Zeit werden die Pferde nach dem Rennen abgesattelt, gewaschen und auf dem Sattelplatz werden schon die nächsten Pferde geführt, dass ist die Zeit für meine Motive.“

 

Maike Josupait malt plain air auf der Galopprennbahn Hoppegarten (c) Maike Josupeit
Maike Josupait malt plain air auf der Galopprennbahn Hoppegarten (c) Maike Josupeit

Ich bin gespannt auf die gemeinsame Ausstellung mit Maike und den anderen beteiligten Künstlern. Vielleicht habe Sie ja Lust eine Ausstellung rund ums Pferd zu besuchen, dann kommen Sie doch am 17. Juli 2014 um 19.00 Uhr zur Vernissage oder in den folgenden Wochen in der Galerie Severina bzw. zu unserer Präsentation während des Ostseemeetings 2014 vom 14. bis zum 16. August 2014 auf der Galopprennbahn in Bad Doberan. Wir würden uns freuen, denn wir sind fasziniert vom Renngeschehen, den Pferden und den Menschen auf der Rennbahn 😉

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Faszination Galopper - Flyer - Seite 1
Faszination Galopper – Flyer – Seite 1

Sind die Aquarelle von Nolde und Heckel Kunst? Oder nur Vorstudien und ungemalte Werke?

Sind die Aquarelle von Nolde und Heckel Kunst?

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Oder nur Vorstudien und ungemalte Werke?

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Ich kenne viele Menschen, Fans des Aquarells, die schwärmen von den Aquarellen von Emil Nolde. In diese Begeisterung reiht sich auch der Wortlaut folgender Presseinformation der Cologne Fine Art & Antiques 2011 ein.

Kaum ein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts hat in seinem Ouevre dem Aquarell eine so hohe Bedeutung zugemessen und in dieser Technik solch eine einzigartige Qualität erreicht wie Emil Nolde. Sein virtuoser Umgang mit Farben und die sichere und zugleich spontane Gestaltung der Formen sind bis heute Grund für die faszinierende Aura seiner Aquarelle und deren unerreichte Popularität.

Andere Menschen runzeln nur die Stirn über die Aquarelle und verweisen auf Noldes eigene Haltung zu den Aquarellen. Emil Nolde Bilder wurden in der Zeit des Nationalsozialismus als entartete Kunst diffamiert. Er wurde mit Berufsverbot belegt. Deshalb entstanden seit 1938 die Aquarelle Noldes, die er selbst als ungemalte Bilder bezeichnete.

Diese Bilder waren in mehrfacher Beziehung „ungemalt“. Zum einen, weil sie nach Maßgabe des damaligen Polizeistaates überhaupt nicht entstanden sein durften und andererseits weil Nolde vor hatte, diese Blätter später in großformatige Ölbilder umzusetzen, sie also seinem Vorhaben gemäß bis dahin noch gar nicht gemalt waren.

So sind über 1.300 Arbeiten von Emil Nolde als „ungemalte Bilder“ entstanden. Auf der einen Seite existiert eine riesige Begeisterung über die Aquarelle Noldes und auf der anderen Seite stellt Nolde seine Aquarelle nur als Vorstufe für seine Ölbilder dar. Und doch kennen die meisten Menschen Nolde „nur“ als   phantastischen Aquarellmaler.

Ein weiterer bekannter Maler der jüngeren Vergangenheit positioniert seine Aquarelle ebenso. Erich Heckel nutze seine Aquarelle als Vorstudie für seine Gemälde. In der Rezension für das Buch Erich Heckel – Der stille Expressionist wird seine Arbeitsweise beschrieben. Hier ist u.a. folgendes zu lesen:

Der Katalog macht Heckels Arbeitsweise deutlich, Bildideen zunächst als Aquarell zu erproben, bevor sie in Gemälden umgesetzt werden, was einen bislang wenig beachteten Aspekt im Werk Heckels darstellt.

Sind Aquarelle Kunst ?
Sind Aquarelle Kunst ?

Aus meiner Sicht sind diese Darstellungen eine der Ursachen dafür, das viele Menschen Aquarelle grundsätzlich als schnelles flüchtiges Medium für Reisebilder, Skizzen oder Studien einstufen und das bei der Begeisterung und Wertschätzung für die Aquarelle Noldes. Was für ein Wiederspruch 😉

Deshalb noch einmal meine Frage:

Sind Aquarelle Kunst?  Was meinen Sie?

Oder auch eine interessante Frage: Darf ein Aquarell den Begriff Gemälde tragen?

P.S. Wenn Sie hierzu Ihre Meinung schreiben wollen, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie es hier machen. Danke.

Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes? – Teil 1

Es gibt keinen allgemein gültigen Maßstab für Kunst – Preise werden gemacht.

Dieses Thema wird immer wieder diskutiert und auch in den letzten 14 Tagen wurde ich auf diese die Frage „Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?“ angesprochen. Nun ich habe in der Zeit unserer ersten Ausstellungen in einer Galerie mal den Ausspruch aufgeschnappt: „Es gibt keinen allgemeingültigen Maßstab für Kunst – Preise werden gemacht“.

Nun je mehr ich mich damit beschäftige –  versteh ich die Aussage. Nicht weil ich den Aussagen und Tricks in der Geschichte „Krieg unter Galeristen“ aus Immerhagen glaube (atelier – Die Zeitschrift für Künstlerinnen und Künstler – April. 2010). 😉  sondern auf Grund viele Quellen, Gesprächen und eigener Erfahrung.

Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?
Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?

Warum wurde ich nach der Preisbildung gefragt? Einmal entdeckt eine Bekannte das Thema Ausstellungen ihrer Bilder für sich und wird logischer Weise mit der Frage konfrontiert. Zum anderen habe ich eine tolle Schülerin der Bildhauerei kennen gelernt, die sich ebenfalls mit der Preisfindung beschäftigt. Also tauscht man sich aus.

Oft werden wir gefragt ob, der Preis von Kunst zu kalkulieren sein. Aus unserer Sicht schwer, denn man kann den Material und Zeiteinsatz für die Erstellung eines Kunstwerkes kalkulieren. Aber die weiteren Aufwendungen ???? Hierzu hatte ich ja schon bei einer anderen Gelegenheit etwas geschrieben.

Nun wir haben es ganz einfach gemacht. Wir  haben uns an den Preisen unserer Lehrer, Freunde, Kollegen orientiert. Wir haben uns deren Bilder angeschaut, deren Ausbildung und Ausstellungen und unsere vermeintlichen Qualitäten. Dann haben wir einen Preis bei ca. 20% für unsere Bilder festgesetzt. Siehe da, es wurde dieses oder jenes Bild gekauft. Wir haben fleißig weiter gelernt, gemalt uns, ein wenig entwickelt und so haben wir Schritt für Schritt die Preise über die Jahre angehoben. Es gibt immer mehr Menschen die unsere Bilder kaufen. .-)  Dieses hängt sicher mit einer verbesserten Qualität unserer Bilder zusammen, der besseren Präsentation und vielleicht auch der länger werdenden Ausstellungsliste. Heute haben wir schon im Vergleich zu anderen ein Art „Wertgefüge“, wollen nicht unter Wert verkaufen, wollen unsere Kosten decken und immer noch einen Abstand zu den Profis halten, die wir schätzen.

Diese Auskunft geben wir auch den Menschen, die uns fragen, wie wir die Preise festsetzten. Soweit stimmen wir auch mit Bence Fritzsche über ein, der in der Zeitschrift atelier einen den Artikel „Der Kunst einen Preis geben“ S. 12 ff veröffentlicht hat.

Was Bence Fritsche auf Grund seiner Kompetenz weiter richtig schildert, ist die Bewertung der Top Künstler z.B. von Linde Rohr-Bongard im Kunstkompaß. An drei / vier Punkten weiteren Punkten reibe ich mich, z.B.:

  • dem TAX SIM Programm von Olaf Zimmermann
  • der Aussage: Ölbilder sind höher zu bewerten als Aquarelle oder Zeichnungen ….
  • der Philosophie zum Bürgergeld und
  • der Meinung zum Ausstellungsort Banken.

Ich habe das tax Programm getestet und über den Sinn und Unsinn können Sie demnächst hier lesen.

Hier geht es zum Teil 2 in der Reihe „Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?“

P.S. die obige Grafik habe ich mit Unterstützung von 123gif.de erstellt.

Volker Kurz – „Jazz im Bild“

In den vergangenen Tagen habe ich Post von einem Kollegen bekommen. Für unsere Ausstellung „Jazz meets Fine Arts haben sich 10 Künstler zusammen gefunden, die gemeinsam in der Galerie im IPP in Greifswald ausstellen. Volker Kurz ist einer dieser Künstler und ich bin  froh, dass ich ihn für die Ausstellung begeistern konnte.
In der Post war eine Einladung zu der Ausstellung von Volker Kurz mit dem Motto „Jazz im Bild“ anlässlich der 41. Internationalen Jazzwoche Burghausen. Diese Einladung möchte ich zum Anlass nehmen, Volker Kurz vorzustellen. Die wesentlichen Daten seiner Vita und einige Bilder finden Sie auf unserer gemeinsamen Blog „Jazzmalerei“. Aber auf der Einladung stehen einige Fakten, die ich bisher auch nicht kannte, die aber für seine Entwicklung, seine Kunst wichtig sind. Ich möchte die Zeilen aus seinem Einladungsschreiben zitieren:

„Anders, als viele Jazzmusiker bildet Kurz nicht Jazzgrößen ab, so wie sie etwa auf Jazzkalendern zu sehen sind. Er entwirft vielmehr farbenfrohe, lebendige und ausdrucksstarke Bilder von Clubszenen und Konzerten. Im Mittelpunkt seiner Bilder stehen mit einander kommunizierende Musiker. Über das oft mit Witz gewürzte Erzählerische hinaus macht Kurz in seinen Öl- und Arcylbildern Aussagen zum Jazz. Die fröhliche bis monumentale Farbigkeit entspricht den Akkorden des Jazz. Rhythmus und Drive werden wiedergegeben durch expressiven. gestischen Pinselstrich. …“

„Nicht zufällig kam … Kurz zur Jazzmalerei. Als Gymnasiast traf er mit seiner Trompete Anfang der 60er Jahre den späteren Jazzprofessor Joe Viera. Auch sein Sohn, jetzt Profimusiker am Jazzbaß besuchte Kurse bei Prof. Joe Viera in Burghausen.“

Schauen Sie sich die Bilder von Volker Kurz auf seine Web Seite oder am besten besuchen Sie vom 05. März bis zum 06. April 2010 in der Städtischen Rathaus-Galerie Burghausen, Stadtplatz 112. Die Ausstellungseröffnung findet am 05.März um 18:00 Uhr statt.

Ich wünsche Volker Kurz viel Erfolg mit seiner Ausstellung.
P.S.: Wenn Sie gefallen an den Bilder von Volker Kurz haben, dann besuchen Sie doch auch die Ausstellung „Jazz meets Fine Arts“ ab den 01.07.2010. 😉

Wie malt man Aquarell?

Diese Frage stelle ich mir immer wieder. 😉

In den vergandenen Tagen hat Google oder eine andere Suchmaschine jemanden mit dieser Frage auf meinen Blog abgeladen. hm…und nun? Eigentlich sollte ich mich freuen. Denn dieses ist ja einer der Gründe, warum ich den Blog eingerichtet habe. Ich will mit anderen meine Erfahrungen teilen. Aber ich werde diese Frage auf meinen Blog nicht umfassend beantworten können.

Warum? Ich habe schon ein wenig Beiträge und Fragen zu Papier, Rahmung, Anleitungen / Step by Step für meine Aquarelle geschrieben. Aber es sind nur Ausschnitte aus der großen Welt des Aquarells. Ich werde nie so malen wie Brunner, Funck, Hofmann, Kohler, Mattern, Vogel ….. (mögen mir die Großen des Aquarells verzeihen, dass ich mich mit Ihnen vergleiche 😉 ). Damit werden auch die eingesetzten Materialien und Techniken variieren. Es gibt von den eben genannten Malern eine Vielzahl mehr oder weniger guter Bücher, einige Zeitschriften, viele Lehrgänge und Akademien und alle beschäftigen sich mit dieser Frage: Wie malt man Aquarell?

Keiner hat den Stein des Weisen gefunden. Damit gibt es Platz für alle, die es probieren wollen und auch für mich.

Besonders interessant ist es, wenn Maler, die eigentlich im Acryl, Öl, Pastell ihre Heimat haben, etwas zum Aquarell sagen… Meist sollten Sie es sein lassen. Entschuldigung 😉 Aber ich meine es ernst mit dieser Aussage. Warum? Es fehlt Ihnen oft das Verständnis für das Medium „Wasserfarben“, Papier und die vielen anderen möglichen Materialien, die entsprechenden Techniken und schlicht die Übung.

Hier zu gibt es eine kleine Geschichte: Martin Mißfeldt war dabei zu den verschieden Kategorien – Speedpainting, Ölbilder, Aquarell, Gouache, Zeichnungen, Cartoon – Artikel für seine Homepage zu schreiben. Wie es so ist, hatte er die einzelnen Themen mal zur Diskussion gestellt. Bei dem Thema Aquarell – hm.. der erste Entwurf des Artikels war sehr flach. Martin Mißfeldt möge mir meine freche Aussage verzeihen. Klar, denn die Stärken die Martin Mißfeldt liegen auf anderen Feldern. Aber, nach und nach ist eine gute Seite zum Thema Aquarell entstanden und etwas konnte ich auch dazu beitragen (sie müssen nur auf seiner Seite nach ganz unter scrollen ;-)).

Die Moral der Geschicht: Auch gut ausgebildete Künstler, müssen sich immer wieder der Frage stellen: Wie malt man Aquarell?

Probieren Sie es, es lohnt sich. Aber lassen Sie sich nicht erzählen, Aquarell ist „nur“ etwas für Anfänger 😉

P.s. Suchen Sie Austausch zum Thema Aquarell nutzen Sie das Aquarellforum