Vorgeschmack in Aquarell auf die Binzer Sommerfrische

Strandkorbwärter in der Binzer Sommerfrische

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Die Frühlingssonne lockt die Menschen an den Strand und die ersten Strandkörbe werden bereits genutzt. Aber auch wenn der Frühling verlockend aussieht, dauert es noch eine Weile bis die Ostsee zum Baden einlädt. Deshalb hatte ich in den vergangenen Tagen auch das Aquarell „Wie kalt ist das Wasser …?“ gezeigt. Bei Seewind werden die wenigen vorhandenen Strandkörbe in die Sonne gedreht und sind sehr begehrt. Umso schöner ist zu sehen, dass die Strandkorbwärter Tag für Tag mehr Strandkörbe an die Ostsee bringen. Hier ein Aquarell, welches eine solche Szene beschreibt. Nur hat sich diese Szene vor über 100 Jahren an der alten Binzer Seebrücke abgespielt und doch gibt es jedes Jahr ein paar Tage im Frühjahr an denen man in Binz Menschen in Outfits aus den vergangenen Jahrhunderten findet. Vom 28.04. bis zum 01. Mai 2011 werden alte Binzer Seebad Traditionen und das Strand- und Badeleben in Binz von anno dunnemals wieder belebt. Die Veranstaltung des Strand- und Badelebens in Binz erlebt schon ihre dritte Saison. Binzer Bürger und Geschäftsleute werden in stilgerechten Kostümen die Zeit der Sommerfrische erlebbar machen.

Es sind wunderbare Tage bei denen das wunderbare Flair der Bäderkultur hervorgehoben wird.  Passend hierzu finden Sie in unserer Ausstellung „Hanka & Frank Koebsch zeigen Pastelle und Aquarelle“  in der Galerie Lichtblick und dem Haus des Gastes Aquarelle aus der Serie Strand- und Badelebens in Binz.
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Strandkorbwärter (c) Aquarell von Frank Koebsch
Strandkorbwärter (c) Aquarell von Frank Koebsch

Dresscode

Ich bin auf dem Weg zu zwei Terminen in München, sitze im ICE und spanne ab….Hier und da blättere ich in der mobil – der Kundenzeitschrift Nr. 8 / 2009 der DB. Ich stolpere über den Artikel mit der obigen Überschrift ab Seite 78.

Mit dem Dresscode habe ich immer wieder so meine Schwierigkeiten. Warum? Ich mag zwar Anzüge aber keine Krawatten. An schlechten Tagen habe ich das Gefühl, mit einem Hemd oben geschlossen und Krawatte wird es eng, ich bekomme Nackenschmerzen……

Also habe ich wenige Krawatte im Schrank und Koffer und am liebsten laufe ich oben ohne. Im Vertrieb einer großen seriösen IT-Firma schon eine Herausforderung, denn es wird als Dresscode in der Regel dunkler Anzug, gestärktes Hemd, oben geschlossen und gedeckte Krawatte erwartet. Nun ja die Uniformität lässt grüßen und wo bleibt meine Kreativität in der Enge am Hals?

Das Bild der Mode und der Codierung des Outfit wandeln sich Gott sei Dank immer wieder. Wie schön war es in den Hype Zeit des dot.com. Da liefen alle Innovativen ohne Krawatte rum und ich wurde von meinen Kunden bis zur Staatskanzlei in Schwerin so akzeptiert und es boomte…. Bis zur CeBit 2000, wo mich dann mein Chef des Messestandes verwies und lieber riskierte, dass Kundentermine mit Ministerien, Energieversorgern und Universitäten platzte, als dass ich ohne Krawatte dort präsent war. Nun ja ich bin heute noch bei der gleichen Firma, was daran lag, dass ich mir auf der CeBit eine Krawatte kaufte… Danach waren meine Kunden Banken und Versicherungen, nach den ersten Kundenkontakten rüstete ich auf, Hemden mit doppelter Manschette, die passenden Knöpfe und Krawatten, das Tuch mindestens doppelt…. Heute ist es bei den gleichen Kunden zum Teil inn, die gestärkten Hemden oder offen und ohne Krawatte zu tragen. 😉

O.k. die Gesellschaft hat ihre Rieten, ihre Symbole, ihre Bilder. Im Business, im Vertrieb ist alles klar. Aber was soll ich tragen, wenn ich zu einer Ausstellung gehe, wo möglich zur eigenen Vernissage? Was erwarten, dann die Menschen von mir? Sollte ich mich extravagant kleiden wie Dalli oder Anzüge tragen wie Lagerfeld oder nackt gehen, wie die Avantgarde in den Siebzigern…
Das Lustige ist hierbei, dass Menschen, die mich aus meinem Beruf kennen, eine andere Erwartungshaltung haben, als Menschen, die mich nur von der Malerei her kennen.

In diesem Sinne hatte ein Schmunzeln auf dem Gesicht als ich las:

• „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.“ Karl Lagerfeld
• „Man soll sich nicht für den Job kleiden, den man hat, sondern für den, den man haben möchte.“ Gorgio Armani
• Bei einer Produktbeschreibung: Füller. Der „Boheme Paso Doble“ tanzt auf dem Papier, Mont Blanc

Also ich stehe zu meinen Hemden oben ohne und werde diese tragen, wenn es beim Kunden möglich ist, egal ob in einer Bank oder einer Galerie ;-)))
Wenn es geht auch mal ein Shirt oder Pullover unter dem Jackett.

Bei der Vernissage