Ein Artikel über Kunstfälschung in der Palette 05 / 2009

Mit Genuss und einem Lächeln habe ich der Artikel „Der falsche Christus ging nach Emmaus“ von Dr. Manfred Reitz in der Palette 05 / 2009, S. 56 ff. Es ist ein unterhaltsamer Artikel über das Thema Fälschung von Bildern Jan Vermeer durch Han van Meegeren. Nun ist Kunstfälschung eigentlich ein ernstes Thema, aber die politischen Verwicklungen der Zeit von 1940 bis 1947, die Art und Weise des Vorgehens von van Meegeren erinnern mich an zwei Dinge:
• Die Geschichte hätte ohne weiteres eine Vorlage für ein Kapitel von Mario Simmels Buch „Es muss nicht immer Kaviar sein“.
• Und wie im Buch gehören oft zu dem Betrug auch Menschen die betrogen werden wollen.
Manfred Reitz hat außer, dass sich die Überlegungen in meinem Kopf abspielten, einen gut gegliederten Artikel über das Thema Fälschung geschrieben, die Hintergründe und die Persönlichkeit des Han van Meegeren geschildert. Eine gute Arbeit, ich kann Ihnen nur empfehlen, lesen Sie den Artikel.

Johannes Müller-Franken in der Palette 05 / 2009

Wenn ich in dem Beitrag über Lydia Leydolf vor einigen Tagen in diesem Blog geschrieben habe, dass ich das Licht in ihren Aquarellen mag, zeigt Johannes Müller-Frankens was man mit der Ausbildung als Kameramann mit Licht und einem anderer Medium und Technik in der Malerei zaubern kann. Für mich der faszinierendste Künstler, der in der Palette 05 / 2009 vorgestellt wird.
Hr. Dr. Helmut Orpel stellt in dem Artikel „Die Wiedergeburt der Malerei – Johannes Müller-Frankens inszeniert Sinnlichkeit“, S. 14 ff diesen Künstler vor. Wenn ich in der letzen Ausgabe der Palette mit Herr Orpel aus Autor gehadert habe, kann ich sagen, dass er es aus meiner Sicht dieses Mal besser gemacht hat. Die gewählten Formulierungen passen wesentlich besser zu meinen Empfindungen und Überlegungen beim Betrachten der Bildern von Müller-Frankens. ;-).

Fotorealismus hat es in der Malerei Deutschland, ja vielleicht so gar Europas nicht einfach. Es gab und gibt intensive Auseinandersetzung. Die Gegner sagen, wo zu brauche ich eine fotorealistische Malerei, wenn ich den Gegenstand, die Szene genau so mit dem Medium der Fotografie einfangen kann. So ist es kein Wunder, Müller-Franken von einem Galeristen in New York vertreten wird und seine Bilder eher dort und im Ausland Käufer finden.

Johannes Müller-Franken gibt für mich seine eigne Antwort auf die Frage, wozu Fotorealismus. Er plant mit den Erfahrungen und Mittel eines Kameramanns, eines Fotografen seine Bilder, inszeniert die Menschen, hebt zum Teil mit dem Licht bestimmte Ausschnitte hervor, vereinfacht gegenüber dem Foto Räume. Er lässt bewusst Dinge weg und überhöht andere durch farbliche Gestaltung. Was raus kommt sind wunderbare Bilder, für mich wahre Hingucker.

Und doch werde ich durch diese Malerei an die letzte Fotoausstellung erinnert, die ich besucht habe.  Es war im April 2009 in der Art Collection der Deutsche Börse in Frankfurt – Tobias Zielony mit seinen Bildern über die Jugendlichen europäischer Städte, die wirken als ob sie Spielfirmen entsprungen sind. Es ist eine andere Darstellung aber bei Künstler haben diesen Hintergrund aus dem Bereich Film und man sieht es in der Art und Weise der Inszenierung der Personen. Johannes Müller-Franken steigert die Wirkung für den Betrachter aber noch einmal durch die Mitte der Malerei.

Am besten machen Sie sich selbst ein Bild, nur leider hat Johannes Müller-Franken keine HomePage. Wenn Sie neugierig geworden sind, müssen Sie die Palette kaufen ;-).

„Lydia Leydolf – Was liegt, das pickt“ – in der Palette 05 / 2009

In der Palette 05 / 2009 hat Siegrid Leitner den Artikel „Lydia Leydolf – Was liegt, das pickt“, S. 6 ff veröffentlich. Frau Leydolf ist eine Aquarellistin, die für ihr Licht und die Leichtigkeit in den Bildern beneide. Im Vergleich zu ihr male ich meine Bilder viel zu sehr zu. So ist es nicht verwunderlich, dass in dem Artikel zu lesen ist, „Und immer wieder fasziniert sie das Licht. >>Ich liebe das Licht in meinen Bildern<<, sagt die Malerin…Sie versteht es, Transparenz und atmosphärische Leichtigkeit zu vermitteln…“.

Die Bilder haben ihre eigene Farbigkeit, Lydia Leydolf versucht Ihre Bilder immer mit einer geringen Auswahl von Farben zu malen, setzt mehr auf Tonwerte und das Weiß des Papiers. Ein sehr guter und gekonnter Stil. Besonders gefallen mir das Titelbild “Valldemossa“, das Aquarell „Dürnstein“ auf der Seite 7 und das „Schloss Rothenthurn“ auf den Seiten 8 und 9.

Lydia Leydolf sagt in dem Artikel, S. 6 „Früher habe ich mir Skizzen gemacht, mittelweile bin ich aber so routiniert, dass ich mit dem Pinsel direkt auf dem Papier male. Jeder Pinselstrich muss sitzen. Was liegt, das pickt…“ 😉

Hierzu bedarf es einer großen Erfahrung, denn gerade wenn man direkt in der Natur vor dem Motiv malt, muss man sich genau überlegen, wie man vorgeht, und von wo das Licht kommt. Gerade das Licht ist tückisch, wenn man bedenkt, dass die Sonne in der Zeit, in der man das Bild malt eine beträchtliche Strecke wandert.

Da ich oft abends zuhause oder unterwegs male, muss ich das Motiv in der Regel vorher erkunden, dass heißt ich fotografieren uns skizziere, bevor ich mich dann irgendwann an das Bild traue. Vielleicht meine ich auch deshalb in einigen der Bilder von Frau Leydolf diese oder jene kleine Unstimmigkeit zu entdecken. Nun jede Vorgehensweise hat seine Vor- und Nachteile. Aber hier bin ich eher bei Gerhard Hillmayr der in seinem Artikel „Architektur im Aquarell – Teil 2, … die Bildidee bestimmt den Aufwand“, S. 42 ff , den Weg von einer Skizze zum Bild beschreibt.

Machen Sie sich unbedingt die Mühe und klicken mal auf die Home Page von Lydia Leydolf. Es lohnt sich. Bei dieser Gelegenheit fällt mir ein, dass ich schon in einem ihrer Bücher geblättert habe. Richtiger Weise stellt die Palette auf der Seite 66 drei Bücher von ihr im dem Büchershop vor.

Palette 05 / 2009

Seit dem 12. September liegt die Palette 05 / 2009 in den Kiosken und dem Buchhandel. Ich hatte die Zeitschrift dieses Mal mit besonderer Spannung erwartet, denn mein erster Artikel im Bereich Malerei erschien in dieser Zeitschrift.

Das Deckblatt ist mit dem Aquarell „“Valldemossa“ von Lydia Leydolf ein Hingucker. Nun aber davon abgesehen freue ich mich, dass sich weitere Artikel mit dem Aquarell beschäftigen, z.B.

• Lydia Leydolf – Was liegt, das pickt, S. 6 ff von Siegrid Leitner
• Architektur im Aquarell – Teil 2, … die Bildidee bestimmt den Aufwand, S. 42 ff von Gerhard Hillmayr

Beim ersten Durchblättern bin ich bei folgenden Artikeln hängen geblieben…

• Die Wiedergeburt der Malerei – Johannes Müller-Frankens inszeniert Sinnlichkeit, S. 14 ff von Dr. Helmut Orpel
• Zeichnen mit Julia Henke, Anatomie: Teil 1 – Handstudie, S. 20 ff
• Im Rausch der Farbe – der Zauber der Impressionisten, Teil 4, S. 24 ff von Grabriela Ehrhardt-Böhmer
• …

Nun ich werde mir ein paar ruhige Momente suchen, um zu lesen und vielleicht zu diesem oder jenen Artikel ein paar Zeilen hier zu schreiben. Schade, dass es keinen Blog oder Forum von der Palette gibt. Hier könnte die Leser sich über die Artikel, über ihre eigenen Erfahrungen und Fragen austauschen…. Dieses wäre eine willkommene Abwechslung zu den bekannten Foren. Durch die Moderation der Autoren, das Hausrecht des Verlages könnte mehr substanzieller Inhalt geboten werden und gleichzeitig die Trolls ausgeblendet werden. 😉

Aber so lange schreibe ich halt in meinem Blog über die Palette.