Hahnemühlekalender Wettbewerb „Gärten & Alleen“

Gestern lief die Einsendefrist für den o.g. Wettbewerb ab und meine Mails sind unterwegs. Hahnemühle als einer der renommierten Papierhersteller startet jedes zweite Jahr in Deutschland diesen Wettbewerb. Eingereicht werden sollen, unveröffentlichte Aquarelle auf Hahnemühlepapier und am Ende wird ein exklusiver Kalender erstellt.
Ich hatte mich bereits im Jahr 2007 beteiligt und hatte es in die Runde der Finalisten geschafft. Nun tue ich mich mit dem Thema „Gärten und Alleen“ schwer. Blumen und Blüten ja… aber Gärten & Alleen hm…???
Nun sind mir immer wieder die Bauerngärten vor den Reed gedeckten Häusern auf Rügen und dem Darss in Erinnerung. Bauerngarten in Middelhagen

Also habe ich meinen Block Bamboo Mixed Media, ein säurefreies Papier aus Bambus und Hadern hervorgekramt und versucht einige Bilder mit typischen Motiven von Gärten aus dem Norden auf die Blätter zu zaubern. Na mal sehen, ob diese auch dem Geschmack und Auffassungen der Jury entsprechen. Ich kann diese Bilder leider erst nach dem Wettbewerb im Herbst zeigen. Aber es war eine Erfahrung mal auf diesem Papier zu malen. Doch dieses ist schon wieder eine andere Geschichte…
Wenn Sie diese Zeilen lesen, drücken Sie mir einfach die Daumen für den Wettbewerb.

Kreativität – Talent – Genie – Wahnsinn

Heute Morgen habe ich mit Schmunzeln den Blog von Astrid Volquardsen gelesen. Sie veröffentlicht unter dem Titel „Talent? Just do it!“ Gedanken, darüber wie viel Talent man zum Malen braucht.

Wenn ich mir meine Bilder anschaue, die ich fast niemanden gezeigt habe ;-), die älteren und die aus der letzten Zeit, muss ich Astrid recht geben. Ich habe handwerklich ganz viel gelernt, egal ob es Themen sind, wie

– Tonwerte, Farblehre,
– Perspektive,
– Materialeinsatz von Papier, Pinsel und Farbe,
– Techniken wie Nass in Nass, Lasieren, Negativtechnik im Aquarell,
– Bildaufbau und Komposition.
– und und ….und auch ein wenig mit Astrid Hilfe, wie gehe ich mit Pastell um ,-)

Dieses sind oft ganz „einfache“ handwerkliche Dinge, die man lernen kann. Durch das Malen in den vergangenen 10 Jahren, mehreren hundert Bildern, Skizzen, tausenden Fotos und und …. hat sich dann auch ein Gefühl eingestellt, wie ich meine, ein Motiv am besten umsetzen zu können. Zu mindestens habe ich zu Beginn des Malens diese Meinung. Ob und was sich daraus entwickelt …? Also ist jedes Bild ein Wagnis. Aber wichtig ist es anzufangen, sich zu trauen und los zu malen, was Neues auszuprobieren….

Dieses kann jeder alleine – Jeder kann auf seine Art kreativ sein. Andere mögen, dann die Bilder beurteilen und sagen
– der hat Talent,
– die Bilder hat ein Genie erstellt,
– die Bilder sind wahnsinnig schlecht oder gut,
– ….

Hierbei stelle ich immer wieder fest, dass vielen Betrachtern ganz andere Bilder gefallen als mir, der sie gemalt hat. Ich denke immer, dass Bild muss doch der Knüller sein. Aber Kunst entsteht nun mal im Auge des Betrachters und nicht des Malers. Klar freut es jedem Lob zu bekommen, aber zwei Dinge sollte man bedenken:

– Genie und Wahnsinn sind sehr dicht beieinander – schauen wir die Bilder und den Lebenslauf Van Gogh an
– das Ergebnis auch der besten Sportler, wie auch Maler sind „90 % Transpiration und (nur) 10 % Inspiration“.

Also werde ich wohl noch eine Weile weiter malen, zu meiner eigenen Freude und vielleicht entsteht dabei ja auch das eine oder andere Bild, was Ihnen gefällt.

Welches ist das richtige Papier?

Ich suchte heute einen neuen Block Aquarellpapier in unserem Schrank. Hierbei bin ich über angefangene Blöcke und auch leeren Pappen gestolpert. Doch welches ist das richtige Papier?

Papierauswahl
Papierauswahl

Ich musste an Susanne Haun denken, sie hatte in Ihrem Artikel Ziegenfamilie über Ihre Erfahrungen und Ihre Auswahl geschrieben. So fing ich wieder an über die Bedeutung des Papiers für meine Bilder nachzudenken.

Für meine Aquarelle kann ich sagen, dass ich am liebsten auf Papieren von Canson und Hahnemühle male. Alle anderen Versuche zum Beispiel auf „Hausmarken“ von Boesner oder Gerstäcker haben nicht die Ergebnisse gebracht, ich ich erwartet habe. Es fehlt den Bildern an Brillianz und Tiefe. Doch auch die Papiere von Hahnemühle und Canson unterscheiden sich gewaltig.
Ich werde in den nächsten Wochen über meine Erfahrungen mit den Papieren schreiben und versuchen die Unterschiede dazustellen.