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Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier

Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier

Ein Artikel von Frank Koebsch in Zeitschrift Palette und Zeichenstift 2016 / 04

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Papierauswahl (c) Frank Koebsch

Papierauswahl (c) Frank Koebsch

Wer meinen Blog verfolgt oder auf unserer Web Seite stöbert, wird gelesen haben, dass ich bei unseren Aquarellen in der Regel angebe, mit welchen Farben auf welchem Aquarellpapier wir die Bilder gemalt haben. Der Grund ist ganz einfach. Ich werde immer wieder bei den Aquarellkursen und Malreisen gefragt, welches Aquarellpapier ich nutze.  Auch auf Ausstellungen wird uns immer wieder diese Frage gestellt.  Meine Suche nach dem richtigen Aquarellpapier für mich war eine längere Reise.

Wie heißt es so schön:

Das Papier macht den Unterschied

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Ich habe verschiedene Papiere ausprobiert und bin auch weiterhin auf mir unbekannte Papiere gespannt. Drei verschiedene Aquarellpapiere habe ich gefunden, die meine heutige Art zu malen optimal unterstützen. Diese Papiere stehen bei mir im Schrank und ich wähle unter ihnen je nach Motiv, angestrebter Malweise und letztendlich auch nach persönlicher Stimmung. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen, verschiedene Aquarellpapiere auszuprobieren und danach die Wahl des Papiers zu treffen. Wenn man sein Papier oder seine Papiere gefunden hat, ist mein Tipp, bei diesen Papieren zu bleiben und seine Malweise immer weiterzuentwickeln.

Welches Papier ist das Richtige?

Welches Papier ist das Richtige?

Meine Erfahrungen habe ich habe ich in einem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ in der Zeitschrift „Palette und Zeichenstift“ veröffentlicht. Der Artikel soll eine Anregung sein, dass sich Malschüler und Anfänger mehr mit dem Medium Papier beschäftigen. Es hilft wenig zu fragen, auf welchem Papier ich oder andere Aquarellisten malen. Es ist wichtiger zu fragen

Welches Papier unterstützt meine Malweise?

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Als Beispiele für die unterschiedlichen Eigenschaften der Papiere, habe ich die Aquarelle „Aussicht auf das Mönchgut“, „Rosenblüten – wunderbare aber vergängliche Schönheiten“,  „Herbstanfang“ und „Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels“ in der Palette veröffentlicht.

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Die Wirkung der Aquarellfarben und die Möglichkeiten sind auf den verschieden Papieren unterschiedlich. Das Aquarell „Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels“ habe ich auf dem Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo, 600 g / mmatt, die Aquarelle „Herbstanfang“ und „Rosenblüten – wunderbare aber vergängliche Schönheiten“ auf dem Aquarellkarton Cornwall 450 g / m2, rau, das Aquarell „Aussicht auf das Mönchgut“ auf dem Aquarellkarton Britannia 300 g / m2 matt von Hahnemühle gemalt. Diese Papiere stehen bei mir im Schrank und ich ja nach Motiv und Stimmung wähle ich das für mich passende Aquarellpapier.

Das Gewicht eines Papiers ist nur eine Angabe, wie viel Wasser das Papier aufnehmen kann, bevor es sich wellt. Man kann ganz phantastische Bilder auf ganz dünnen, leichten Papieren malen, wenn sie aufgespannt werden. Noch wichtiger als das Gewicht sind die Oberfläche und der Aufbau des Papiers. Sie bestimmen ganz wesentlich

  • wie das Wasser – Farbgemisch verlaufen wird,
  • ob sich beim Auftrocknen leicht Wasserränder und Ausblühungen bilden,
  • ob sich Farben wieder auswaschen lassen oder beim Lasieren schnell wieder anlösen und dann auf dem Blatt vermischen,
  • wie die Farbe in das Papier eindringen wird, ob ein Aquarell matt aussieht oder die Farben wunderbar leuchten,
  • ….

Leider gibt für den Aufbau der Papiere und die Oberflächen keine einheitlichen Bezeichnungen. Ich versuche in dem Artikel die wichtigsten Begriffe (matt, rau, fine, satiniert, torchon, extra rau, kalt gepresst, heiß gepresst Bütten, Echtbütten, Akademiepapiere, …) zu erklären und gebe Hinweise wofür, sich die einzelnen Papierarten eignen.

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Hier können Sie den Auszug aus dem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ in der Palette 4 – 2016 auch als pdf lesen.

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Wie findet, man sein Aquarellpapier, dass die persönliche Malweiseunterstützt?

 

Wenn ich einen neuen Aquarellkurs oder eine längere Malreise starte, bitte ich meine Malschüler sich auf ein kleines Experiment einzulassen und ein einfaches Motiv mehrmals auf verschiedenen Papieren zu malen. Zuerst ist die Begeisterung nicht sehr groß. Ich versuche dann, den Stellenwert der Papierwahl für ein gutes Bild z.B. mit folgenden Aussagen zu verdeutlichen:

  • Es ist nicht möglich, mit dem besten Rotmarderpinsel und den brillantesten Farben auf einem Stück Pack- oder Toilettenpapier ein gutes Aquarell zu malen.

  • Von den Kosten für ein Aquarell gebe ich über 85 % für Papier aus, ca. 10 % für Farben, ca. 3 % für sonstiges und nur 2 % für Pinsel. Gute Pinsel halten bei richtiger Pflege viele Jahre. Papier und Farben sind Verbrauchsmaterial. Aber gute Aquarellpapiere sind die Grundlage für jedes Bild.

Eine der Übungen, die ich für einen

Test von Aquarellpapier

empfehle, ist das Malen von ein paar Äpfeln. Ich hatte diesen Test und die meine Ergebnisse bereits in den vergangenen Jahren einmal hier auf meinem Blog vorgestellt. Am besten Sie man die Ergebnisse des Tests von Aquarellpapieren in dieser Abbildung.

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Der Vergleich der fertigen Aquarelle auf den unterschiedlichen Papieren (c) Frank Koebsch

Der Vergleich der fertigen Aquarelle auf den unterschiedlichen Papieren (c) Frank Koebsch

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Palette und Zeichenstift 4 - 2016

Ich hoffe, dass ich Ihnen bei der Suche nach ihrem Aquarellpapier einige Impulse geben konnte. In dem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ der Palette 2016 – 04 können sie ganz ausführlich etwas zu dem Test und den verschiedenen Papieren lesen. Wenn Sie die Zeitschrift nicht besitzen, können sie hier eine Leseprobe als pdf einsehen oder und das Heft bei dem Verlag oder im gutsortierten Zeitschriftenhandel kaufen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Stöbern in der Palette und beim Ausprobieren.

 

Hahnemühle Aquarellpapiere, ich häufig nutze (c) FRank Koebsch

Hahnemühle Aquarellpapiere, ich häufig nutze (c) FRank Koebsch

Wenn Sie meinen Blog verfolgen, werden Sie gelesen haben, dass ich zu 90% Papiere von Hahnemühle nutze. Ich kann die verwendeten Aquarellpapiere zu 100% empfehlen😉.

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Vielleicht suchen Sie noch weitere Anregungen. Dann möchte ich Ihnen folgende Artikel empfehlen, die bisher von mir in der Zeitschrift „Palette und Zeichenstift“ erschienen sind:

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P.S.:

So ganz falsch kann ich mit meinen Überlegungen nicht liegen. Denn während unseres Urlaubes in Malmö erreichte mich eine Mail von meinem Kollegen Martin Lutz, mit einem Lob für den Artikel. Ein feedback über das ich mich sehr freue, denn ich bewundere die Aquarelle mit den Menschen von Martin Lutz. Mit seiner Malweise zaubert er Personen wunderbar locker und mit einer hohen Ausstrahlung auf „sein“ Aquarellpapier.

 

Drucke von unseren Aquarelle nach Kundenwunsch

Drucke von unseren Aquarelle nach Kundenwunsch

Reproduktionen auf verschiedenen Papieren, Leinwand, Acryl, Alu Dibond u.a.

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In den vergangenen Tagen haben wir wieder Anfragen nach Drucken von unseren Aquarellen erhalten. Einmal konnten wir von dem Motiv „Ich seh Dich – ein Aquarell mit Waldohreule von Hanka  Koebsch“ einen Posterdruck verkaufen. Von meinem Kranich AquarellAuf dem Weg nach Rügen“ wurde ein großer Druck auf Hahnemühle Papier Albrecht Dürer nachgefragt. Hier ein paar Schnappschüsse  von den Drucken der Motive.

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Duck des Kranich Aquarells - auf dem Weg nach Rügen - auf Hahnemühle Papier Albrecht Dürer (c) Frank Koebsch (3)

Duck des Kranich Aquarells – auf dem Weg nach Rügen – auf Hahnemühle Papier Albrecht Dürer (c) Frank Koebsch (3)

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Die Gründe für die Nachfrage nach Drucken sind oft ganz unterschiedlich. Natur, Kranich– und Wild Life Aquarelle begeistern viele Menschen und so konnten wir viele dieser Aquarelle verkaufen. Also werden Drucke wie in diesen Fällen meist nachgefragt, da die Originale bereits verkauft sind. Aber es gibt auch andere Gründe, z.B. wenn die Größe des Aquarells oder der Preis des Originals nicht passt. Das Kranich AquarellAuf dem Weg nach Rügen“ habe ich auf Hahnemühle Aquarellpapier Britannia 300 g/cm2 matt im Format 50 x 20 cm. Unsere Kundin wollte einen Druck im Format 100 x 40 cm, um das Motiv wirkungsvoll sehr groß an einer Wand zu präsentieren. Um eine hohe Druckqualität zu garantieren, haben wir der Käuferin das FineArt – Hahnemühle Papier Albrecht Dürer empfohlen. Das Papier eignet sich wunderbar für Kunstreproduktionen, denn es hat auf Grund seiner Herstellung im traditionellen Rundsiebverfahren eine Aquarellstruktur. Wir haben dann die Bildwerk GmbH beauftragt, mit einem 12 Farb-Duck die Reproduktion zu erstellen. Das Ergebnis war ein wunderbarer Druck, der dem Original eines Aquarells sehr nahe kommt.

Weniger aufwendig in der Justierung, dem Papier und der Drucktechnik sind Poster. Wir lassen sie auf dem Fotopapier „PosterSatin 250“ mit einer seidenmatten Oberfläche erstellen. Dank der beidseitigen Polyethylenkaschierung und des hohen Papiergewichts ist PosterSatin 250 extrem dimensionsstabil. Das sorgt für extra hohe Stabilität und eine intensive Strahlglanz Ihres Posters. Knicke, Risse oder Eselsohren wie man sie von den Papier-Postern kennt, haben bei Ihrem Fotoposter also keine Chance. Ein Poster ist eine gute kostengünstige Alternative.

Beide Kunden waren mit unserer Beratung und den Drucken sehr zufrieden. Wenn Sie auch Interesse an einem Druck von unseren Aquarellen haben, dann beraten wir Sie gerne. Hier eine kleine Auswahl von Reproduktionen, die wir in letzter Zeit auf Kundenwunsch erstellt haben.

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Neben Posterdrucken, Drucken auf hochwertigen Hahnemühle Papieren, bieten wir Reproduktionen auch auf Leinwand, auf Acrylglas oder als Galerieprint auf Alu Dibond an. Auf unserer Web Seite finden Sie eine Übersicht der Drucke von unseren Aquarellen. Aber oft sind die Wünsche nach den Formaten und dem Material des Drucks sehr spezifisch, also sprechen Sie uns einfach an. Wir erstellen Reproduktionen  von unseren Aquarellen nach Kundenwunsch.

Aquarell – das Ergebnis hängt vom Papier ab

Aquarell – das Ergebnis hängt vom Papier ab

Eine Ausstellung, die nicht in der Vita steht

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Heute will ich über eine Ausstellung berichten, die keine Chance hat  in meine Vita zu kommen. Es liegt weniger an der Diskussion, wie eine Vita zu schreiben ist, sondern daran wie ich die Bilder ausgesucht habe. Oft werden Bilder thematisch für eine Ausstellung zusammengestellt, zum Beispiel habe ich Ausstellungen mit Jazz Aquarellen, Sternzeichen, Kranichen oder Motiven aus Mecklenburg Vorpommern u.a. gemacht. Seit einigen Wochen hängen einige Aquarelle von mir bei Hünnicke Rostock und dieses Mal habe eine Ausstellung zusammengestellt, die als Auswahlkriterium den Maluntergrund hatte, ein Aquarell auf Leinwand und mehre Arbeiten auf verschiedenen Aquarellpapieren. Ich vertrete die Auffassung, dass bei Aquarellieren das Ergebnis sehr stark vom Malgrund abhängt.  Malt man auf Papier, bestimmt aus meiner Sicht bis zu 60% die Papierauswahl, ob ein Bild gelingt oder nicht. Weitere 30% werden durch die Aquarellfarbe bestimmt und die letzten 10% von den Aquarellpinseln. Oder noch überspitzter

Auf Toilettenpapier lassen sich auch mit einem Pinsel aus Rotmarderhaaren und Schulmalfarben guten Aquarelle malen.

Aus diesem Grund habe ich folgende Aquarellbilder bei Hünicke in Rostock gehangen:

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Aquarelle von FRank Koebsch bei Heinr.Hünicke (c) Frank Koebsch

Aquarelle von FRank Koebsch bei Heinr.Hünicke (c) Frank Koebsch

Die Idee ist bei dieser „Ausstellung“ war es, eine Orientierung bei der Wahl des Aquarellpapiers und der Farben zu geben sowie auch die Möglichkeit für Aquarelle auf Leinwand vorzustellen. Immer wieder bekommt der Fachhandel und die Dozenten der Aquarellkurse Fragen zu der Eignung des Papiers. Ich empfehle meinen Malschülern immer einen Test der Aquarellpapiere, um herauszufinden, welche Aquarellpapier zu ihrer persönlichen Malweise am besten passen und wie unterschiedlich die Aquarellfarben auf den verschiedenen Papieren wirken. Der Vergleich der Aquarelle auf den unterschiedlichen Papieren führt immer wieder zu einem Staunen und so haben schon viele Menschen den Wert der vermeintlich teuren Aquarellpapiere schätzen gelernt. Ein unschlagbares Argument ist die Leuchtkraft der Farben auf den Büttenpapieren. Die verschiedenen Aquarellfarben verhalten sich dann auf den einzelnen Papieren unterschiedlich. Ich hoffe, dass ich den Kunden bei Hünicke so ein wenig bei der Entscheidung für ihre Materialien geben konnte. Ich werde in den nächsten Tagen weitere Aquarelle auf den verschiedenen Papieren und mit den verschiedenen Farben vorstellen. Nicht alles ist mit jedem Papier und jeder Farbe möglich. Darüber muss man sich im Klaren sein, sonst verliert man schnell die Lust an der Malerei, wenn sich die gewünschten Ergebnisse nicht einstellen wollen. Dabei liegt  es vielleicht nur an  Wahl des Papiers oder der Farbe.

Die Möglichkeiten der Aquarellmalerei auf Leinwand kennen viele Menschen nicht und so werde ich am 14. März 2014 bei Heinrich Hünicke in Rostock von 13.00 bis 17.00 Uhr in dem Aquarellkurs: Kirschblüten auf Leinwand eine Einführung geben.

Welche Erfahrungen haben Sie dem Aquarell auf verschiedenen Malgründen?

Hahnemühle Papier ist Teil meiner Kunst

26. Januar 2013 2 Kommentare

Hahnemühle Papier ist Teil meiner Kunst

Ich werde immer wieder gefragt, warum ich auf Hahnemühle male –  hier meine Antwort

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Hahnemühle Aquarellpapier ist die Grundlage für die meisten meiner Aquarelle. Papier ist ein Teil meiner Kunst. Klar entstehen auch Aquarelle auf Leinwand, auf Aluminium und ich probiere auch mal andere Papiere aus. Aber 90% meiner Aquarellbilder in den letzten Jahren sind auf Hahnemühle Papier entstanden. Hier eine Auswahl von verschiedenen Aquarellen die auf verschiedenen Papieren von Hahnemühle gemalt habe.

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Es hat einen ganz einfachen Grund, warum ich immer wieder zu Hahnemühle Papieren zurückkehre. Ich kann unter verschiedenen gleichbleibend guter Papiere wählen und ich bin von der Qualität des Papiers überzeugt. Hier ein paar Tipps für den Test von Aquarellpapieren. Besonders interessant ist es für mich, diese Tests immer wieder mit meinen Malschülern zu machen, denn sie kommen ja immer wieder mit unterschiedlichsten Papieren in die Aquarellkurse. Die meisten von den Schülern haben noch nie ausprobiert, ein Motiv auf unterschiedlichen Papieren zu malen und so die verschiedenen Eigenschaften, der Papier kennen zu lernen.

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Informationen zu Hahnemühle Papieren

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Ohne gutes Papier kann man schwerlich gute Aquarelle malen, deshalb bin ich immer wieder auch vom Herstellungsprozess der Papiere fasziniert. Über die Papierproduktion kann man sich nicht nur auf dem Blog von Hahnemühle, auf YouTube oder einer Werksbesichtigung informieren. In den nächsten Tagen gibt es weitere Möglichkeiten, die ich ihnen empfehlen kann.

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Dokumentation über Hahnemühle auf ZDF History

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Am Sonntag den 27. Januar wird um 23.35 Uhr sendet das ZDF im Rahmen der Sendereihe ZDF History eine Dokumentation über die historische Papierherstellung bei Hahnemühle. Auf der Facebook Seite von Hahnemühle kann man folgende Beschreibung lesen.

„Für Dreharbeiten des ZDF hat Papiermachermeister Andreas Felde das Handschöpfen von Papier demonstriert. Heute wird auch wertvolles Echt-Bütten Papier maschinell bei Hahnemühle hergestellt. Aber Tradition verpflichtet!“

Auf der Facebook Seite finden Sie bereits heute einige interessante Fotos. Der Beitrag über das Büttenpapier ist eingebettet, über eine Dokumentation über die größte Geldfälschungsaktion der Geschichte, denn auch für Geldscheine benötigt man Papier ;-).  Ich bin gespannt auf den Spielfilm „Die Fälscher“ und den folgenden Bericht der Papierherstellung.

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Hahnemühle auf der Paperworld 2013

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Messestand von Hahnemühle auf der Paperworld 2013

Messestand von Hahnemühle auf der Paperworld 2013

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Möchten Sie lieber die Papiere anfassen, dann haben Sie vom 26. bis zum 29.01.2012 die Chance Hahnemühle auf der Paperworld in Frankfurt / M. in Halle 4.1, E10 zu besuchen. Was dort besonders interessant sein wird, sind die Präsentationen mit dem Berliner Designer und Künstler Jens Hübner statt. Kurzweilig stellt Hübner Papiere vor und führt in die Grundbegriffe des Zeichnens ein. „Ich zeichne wo ich gehe und stehe, auf meinen Abenteuerreisen mit Fahrrad, Zelt und Skizzenbuch. Auch ein kleiner Aquarellblock und Farben fehlen nie im Gepäck. Auf die Paperworld 2013 komme ich direkt von einer Tour durch Ägypten und den Sudan.”  Ich habe einen Teil seiner Arbeiten schon einmal in einer Ausstellung in Hamburg und der Zeitschrift „Palette“ gesehen. Nutzen Sie doch die Chance sich auf der Messe beraten zu lassen und die Papiere auszuprobieren. Ich werde Sie, um diese Chance beneiden, denn ich werde wegen meinem nächsten Projekt unterwegs sein, aber ich habe „mein“ Hahnemühle Papier dabei. 😉

Test von Aquarellpapier (Teil 3)

10. März 2012 4 Kommentare

Test von Aquarellpapier

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Ich begonnen über einen Test von Aquarellpapieren zu schreiben, damit jeder Malschüler zu seinem Aquarellpapier finden kann. Ich habe hierfür vier Aquarellpapiere  ausgesucht, auf denen das gleiche Motiv gemalt werden soll. Als Papiere stehen für diesen Test, das

  • GERSTAECKER AQUARELL CLASSIC, 300 g / m 2
  • Hahnemühle “Britannia”, 300 g / m , Matt
  • Hahnemühle „Cornwall“, 450 g / m 2, Rau
  • Hahnemühle Leonardo – Echtbütten600 g/m², Rau

zur Verfügung. Als nächsten Schritt habe ich das Vorgehen für den Test der Aquarellpapiere beschrieben. Jetzt …

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Meine Empfehlungen für die Wahl des Aquarellpapiers

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Auf Grund der verschiedenen Oberflächen der Papiere verhalten sich die Farben anders. Ich habe versucht die wesentlichen Unterschiede in folgenden Stichpunkten zusammen zufassen.

  • Auswaschen von Bildsegmenten – sind eher auf den preiswerteren geleimten Papieren möglich.
  • Mischungen von Pigmenten auf dem Blatt – sind eher auf den preiswerteren geleimten Papieren möglich. Es kann zu unbeabsichtigten Vermischungen kommen.
  • Gleichmäßige Farbaufträge und Lasuren – sind auch für den Anfänger eher auf hochwertigen Papieren möglich.
  • Auf dem Hahnemühle Papier Cornwall lassen sich Verläufe besonders gut steuern.
  • Auf dem Hahnemühle Leonardo lassen sich besonders feine Farbabstufungen erzeugen.

Mein Tipp an alle die mich fragen, welches Papier Sie benutzen sollen, ist

  • Finger weg von Papieren von Discountern, wie Netto, Lidl und Billigangeboten.
    • Ich habe mich als Anfänger immer wieder geärgert, dass meine Bilder nicht gelangen. Wenn ich sehe, dass Malschüler sich auf solchen Papieren quälen und sie mich fragend anschauen, es mal auf einem meinem Papier zu probieren. Das Ergebnis ist immer ein AHA Erlebnis, denn es liegt zu 90% an dem Papier 😉
  • Investieren Sie in gutes Papier. Sie werden mehr Freude an der Malerei haben, indem Sie schneller und sicherer gute Ergebnisse erzielen.  Gerade in der Anfangszeit ist es wichtig, dass reproduzierbare Ergebnisse erzielt werden, damit die Freude an der Malerei nicht verloren geht.
  • Suchen Sie sich ihr Papier !!! Fragen Sie in Ihrem Künstlerladen oder bei Ihrem Mallehrer nach verschiedenen Papieren oder Papierproben.

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Der Vergleich der fertigen Aquarelle auf den unterschiedlichen Papieren (c) Frank Koebsch
Der Vergleich der fertigen Aquarelle auf den unterschiedlichen Papieren (c) Frank Koebsch

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Dieser Test dient dazu, um sich über die verschieden Eigenschaften der Papier bewusster zu werden. Mein Tipp probieren Sie es einmal selbst mit verschiedenen Aquarellpapieren aus. Wählen Sie ein einfaches Motiv und realisieren Sie dieses eine Motiv in der gleichen Malweise auf den verschiedenen Untergründen. Lassen Sie sich überraschen, welche Ergebnisse Sie in Ihrem Test von Aquarellpapier realisieren.

P.S. Hier finden Sie die anderen Artikel der zum Aquarellpapier

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Wenn Sie meinen Blog verfolgen, werden Sie gelesen haben, dass ich zu 90% Papiere von Hahnemühle nutze. Ich kann die verwendeten Aquarellpapiere zu 100% empfehlen ;-).

Test von Aquarellpapier (Teil 1)

Herstellung von Aquarellpapier

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Ich hatte vor einigen Tagen einen Artikel über die Suche nach dem richtigen Aquarellpapier veröffentlicht. Ich bin hierbei ein wenig auf die verschiedenen Arten des Papiers und die Herstellung eingegangen. Fast zur gleichen Zeit waren Cordula Kerlikowski und Susanne Haun bei Hahnemühle.  Beide konnten die Produktionsräume und Herstellungsprozesse in der Hahnemühle FineArt GmbH in Einbeck und in Dassel/ Relliehausen zu besichtigen. Cordula hatte unter der Überschrift Die Hahnemühle – oder: die hohe Schule traditioneller Papierherstellung einen Artikel auf Ihrem Blog veröffentlicht. In dem Video Faszination Papier: (Ein-)Blick in die Hahnemühle kann sich jeder einen kleinen Einblick über die Papierherstellung  machen.

Doch was bedeutet die Herstellung verschiedener Aquarellpapiere für den Malenden? Cordula Kerlikowski und ich waren uns bei der Antwort einig:

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Jeder muss sein Aquarellpapier finden..

Ich werde ich immer wieder gefragt, welches Aquarellpapier ich nutze oder empfehle. Welches Papier ich nutze, kann ich schnell und einfach sagen. Aber mit der Antwort, welches Aquarellpapier ich empfehle tue ich mich schon schwer. Warum? Die Wahl des Aquarellpapiers hängt von der Malweise und eingesetzten Techniken ab. Dieses ist natürlich für viele eine absolut unbefriedigende Aussage, insbesondere bei Menschen, die beginnen das Aquarell für sich zu entdecken. In die Aquarellkursen kommen Malschüler mit den unterschiedlichsten Papieren, meist ohne zuvor Erfahrungen sammeln zu können oder eine Beratung erhalten zu haben. Mit Interesse schauen dann die Malschüler, dass ich auf meinem Aquarellpapier mache und versuchen, dann dieses mit ihren Mitteln und Möglichkeiten umzusetzen. Dieses ist oft nicht möglich, da das Papier auf dem die Schuler malen, dieses gar nicht zulässt. Dieses ist dann der Punkt, an dem die Malschüler dem Papier mehr Interesse schenken. Wenn ausreichend Zeit vorhanden ist und die Kosten es erlauben, mache ich dann mit den Kursteilnehmern eine kleine Übung, in dem sie gemeinsam mit mir das gleiche Motiv auf unterschiedlichen Papieren malen.

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Test des Aquarellpapiers

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Für den Aquarellkurs Faszination Aquarell an der Volkshochschule Ehm Welk in Schwerin hatte ich gemeinsam mit den Malschülern ein einfachstes Apfelmotiv auf vier unterschiedlichen Papieren gemalt. In der Tabelle finden sie die genutzten Papiere, mit den Angaben der Hersteller zu den Papieren. Ich habe hierzu ganz bewusst Papiere mit unterschiedlichen Oberflächen ausgewählt.  Gleichzeitig habe ich ein sehr preiswertes Papier von Gerstäcker Papieren eines Herstellers gegenüber gestellt. Nur so ist es möglich wirkungsvoll zu zeigen, dass eine Aussage ich male auf Lana Papier, auf Papier von Canson, von Hahnemühle, von … wenig hilfreich ist.

Lfd. Nr. Hersteller Bezeichnung Ca. Preis pro Block Ca. Preis pro Blatt
1 Gerstäcker Künstler-Aquarellblock GERSTAECKER AQUARELL CLASSIC,
30 cm x 40 cm, 20 Blatt, 300 g / m 2
aus hochwertigem Zellstoff und HadernAufgrund der ausgezeichneten Oberflächenverleimung besteht die Möglichkeit, Farbe zurückzunehmen. Das erleichtert Korrekturen. Bei intensiver Nass-in-Nass-Technik sollte das Aquarellpapier vorher großflächig angefeuchtet werden, um die Oberflächenspannung zu mindern. Ein Aquarellkarton mit erstklassigen Eigenschaften, die für alle Techniken der Aquarellmalerei optimal sind
10,00 € 0,50 €
3 Hahnemühle Aquarellblock „Britannia“ 30 cm x 40 cm, 12 Blatt, 300 g / m 2 , MattGeeignet für alle Nasstechniken: Aquarell – insbesondere Nass in- Nass-Malerei, glattflächiges Vermalen sowie Trocken-Technik und Lavis 12,00 € 1,00 €
4 Hahnemühle Aquarellblock „Cornwall“,30 cm x 40 cm, 10 Blatt, 450 g / m 2, Rau, 100 % Zellstoff. Der stabile Karton gewährleistet ein gutes Fließverhalten der Farben. Die Leuchtkraft der Farben bleibt erhalten. Durch das hohe Flächengewicht wird eine sehr gute Planlage bei Nass-in-Nass-Technik erreicht. Für alle Aquarelltechniken, … 12,00 € 1,20 €
6 Hahnemühle Leonardo – Echtbütten Aquarellblock, 30 cm x 40 cm, 10 Blatt, 600 g/m², Rau, 100% Hadern,raue Oberfläche, säurefrei, lichtbeständig und von höchster Alterungsbeständigkeit. Der Block ist rundum mit einem Gazestreifen verleimt; dadurch ergibt sich eine gute Flachlage nach dem Anfeuchten. Der schwere, voluminöse Karton mit seiner weichen, harmonischen Oberflächenstruktur gewährleistet ein exzellentes Fließverhalten der Farbe und eine hohe Farbbrillanz. Hervorragend geeignet für alle Nasstechniken: Aquarell, Lavis, … 25,00 € 2,50 €

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Auf den vier verschiedenen Papieren haben wir dann in gleicher Malweise, die Motive entwickelt.

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Papierproben (c) Frank Koebsch

Papierproben (c) Frank Koebsch

Schritt 1 - Anlegen der Hintergrundes (c) FRank Koebsch

Schritt 1 – Anlegen der Hintergrundes (c) FRank Koebsch

 

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Im Schritt 1 ging es darum, den Hintergrund auf den Papieren zu gestalten. Wir haben hierzu einen hellgrünen Farbton gewählt und haben die Farbe satt aufgetragen. Bereits an dieser Stelle erleben alle schon eine Überraschung. Mit der gleichen Malweise werden auf allen vier Papieren ganz unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Für die meisten war interessant, dass für die Malerei auf den Büttenpapier Leonardo und der Oberflächenstruktur des Cornwall für den gleichen Farbton viel mehr Farbe gebracht wird, als für die geleimten Oberflächen den anderen beiden. Auf den Aquarellpapier Leonardo und Cornwall von Hahnemühle ließen sich für jeden am einfachsten einen gleichmäßigen Farbauftrag realisieren. Gut zu wissen, wenn man ein Aquarell mit einem gleichmäßig blauen Himmel realisieren will, denn hier können je nach Gestaltung des Bildes die Ausblühungen durch die wässrige Farbe störend sein.

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Ergebnisse für das Anlegen des Hintergrunds (c) Frank Koebsch

Ergebnisse für das Anlegen des Hintergrunds (c) Frank Koebsch

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In den nächsten Schritten haben wir die Blätter für die beiden Äpfel angelegt. …

Wenn Sie wissen wollen, wie es mit dem Test von Aquarellpapier weiter geht, schauen Sie wieder vorbei 😉

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P.S. Hier finden Sie die anderen Artikel der zum Aquarellpapier

 

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