Ein Experiment im Workshop „Landschaften wirkungsvoll gestalten“ des BDK M-V

Ein Experiment im Workshop des BDK M-V

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„Landschaften wirkungsvoll gestalten“ 

Wie kann man mit Hilfe von Vereinbarungen zur Perspektive, unabhängig voneinander Vorder-, Mittel und Hintergrund gestalten und doch gemeinsam Bilder malen?

 

Am 16. und 17. März 2018 fanden die Fachtage der Kunst des BDK Fachverband für Kunstpädagogik M-V statt. In diesem Jahr hieß das Thema „Landschaften“ und ich hatte eine Einladung erhalten, am Sonnabend den 17. März einen Workshop im Doberaner Kornhaus zu gestalten. Der Start an diesem Tag begann, wieder einmal anders als geplant, denn der Winter kam wieder mit Schnee und starken Wind zurück. Es war ein herrlicher Anblick in der Wintersonne.  Ich hatte ja den vergangenen Tagen schon ein paar Fotos vom Kornhaus und dem Doberaner Münster im Schnee hier auf meinem Blog gezeigt.

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Der Start in die Fachtagung „Landschaften“ begann mit einem Vortrag von Dr. Gero Seelig zur „Niederländische Landschaftsmalerei“.  Dr. Gero Seelig ist Kurator des Staatlichen Museums Schwerin und es war interessant, was er zur Entwicklung der Landschaftsmalerei berichtete. Einerseits weil ich die Galerie Alter und Neuer Meister in Schwerin von vielen Besuchen kenne und zum anderen weil ich dort einige Aquarellkurse gestalten konnte. Dabei konnte ich einen kleinen Einblick in das Wirkungsfeld von Dr. Gero Seelig bekommen. Nach dem Vortrag konnten die Teilnehmer der Tagung zwischen drei verschieden Workshops wählen.

  • Christine Donath – „Gelatine Druck/Gelli-Druck/Gelli-Art : Drucktechnik zum Thema Landschaften“ – Ausgeschnittene Formen und Schablonen, Schnüre, Netze, Kämme und diverse andere Materialien werden als Strukturwerkzeuge benutzt. Die entstandenen Papiere eignen sich sehr gut zur Weiterverarbeitung in Collagen und Grafiken.
  • Sylvia Dallmann „Von der Collage zur Malerei/erfundene Landschaften“ Im Focus steht das Werk des franz. Malers Nicolas de Stael
  • Frank Koebsch – „Landschaften wirkungsvoll gestalten

 

Für mich war es interessante Workshops. Warum? Ich habe Erfahrungen mit Malschülern fast jeden Alters im Rahmen von Aquarellkursen und Malreisen. Fast noch mehr Spaß macht es, mit Kindern zu basteln und zu malen und ihnen gleichzeitig die Angst vor den Ausstellungen und der Kunst zu nehmen. Kinderlärm war immer wieder in unseren Ausstellungen erwünscht, denn ich bin der Überzeugung, Ausstellungen und Museen sollten zum Anfassen und mitmachen anregen.  Nichts ist schöner, wenn man die Kids spielerisch an die Kunst herführen kann. Hierbei ist es egal, ob man in Ausstellungen Kraniche bastelt und bemalt, Projekttage an Schulen gestaltet oder Malwettbewerbe begleitet. Durch das Malen kann jeder seine Welt entdecken und für andere Menschen darstellen.  Es war spannend gemeinsam mit Personen mit Assistenzbedarf ein großes Bild auf Rügen zu gestalten. Malen bedeutet Lebensfreude. Ich habe zwar mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gemalt, aber noch nie in einem Workshop mit Kunsterziehern gearbeitet 😉.

Es war für mich ein Experiment einen Workshop im Rahmen einer Fachtagung des Bund Deutscher Kunsterzieher zu realisieren.  Ein Experiment in zweifacher Hinsicht. Gelingt es mir die Lehrer zu begeistern und lassen sich die Kunsterzieher auf das Experiment ein:

Mit Hilfe von Vereinbarungen zur Perspektive, unabhängig voneinander Vorder-, Mittel und Hintergrund zu gestalten und doch gemeinsam Bilder malen?

 

Hier meine Workshop Beschreibung:

 

Um Landschaften wirkungsvoll darzustellen, gibt es ein paar allgemeine Gestaltungsmöglichkeiten, die sich in der Malerei, dem Urban Sketching oder Zeichnungen einsetzten lassen. Frank Koebsch lädt Sie ein, die Gestaltungsmöglichkeiten z.B. in den Werken von Caspar David Friedrich zu entdecken. Lassen Sie uns dann diese Gestaltungsmöglichkeiten auf einige Landschaftsmotive übertragen.

Wenn wir diese Möglichkeiten gemeinsam abgestimmt haben, können wir mit mehreren Teilnehmern spielerisch ein Landschaftsbild malen. Vordergrund, Hintergrund sowie wichtige Elemente des Motivs werden von verschiedenen Personen und unabhängig erstellt werden. Erleben Sie wie dann eine vollständige Landschaft entsteht. Wir werden in unserem Workshop mit Folien und Overhead Folien malen. Im Unterricht kann dieses auch

  • auf verschiedenen Papieren gemalt werden, aus denen ein „Bühnenbild“ wie bei Schattentheater entstehen kann,
  • mit Photoshop auf verschiedenen Layern erfolgen, um die Kinder an Graphik Tablets und Software heranzuführen.

 

Wie heißt es so schön, Bilder sagen mehr als tausend Worte. Also zeige ich ein paar Fotos von dem Tag.

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Mit ein wenig Theorie zur Perspektive haben wir uns einige Bilder von Caspar David Friedrich wie die „Rügen Landschaft mit Meeresbuch“ und „Klosterruine Eldena und Riesengebirge“ angeschaut. Wir haben herausgearbeitet, wie Caspar David Friedrich als Poet der Landschaftsmalerei in seinen Bildern Vorder-, Mittel und Hintergrund realisiert hat. Um die Theorie erlebbarer zu machen, haben ich  einige meiner Rügen Aquarelle mit Landschaften von der Ostsee und Fotos von den Malorten vorgestellt. Am Beispiel des LandschaftsaquarellsReddevitzer Höft – Blick auf die Granitz“ und die Fotos vom Cliff auf dem Mönchgut habe ich in blau, grün, rot und mit unterschiedlichen Stiftstärken Vorder-, Mittel und Hintergrund abstrahiert. Die Hypothese ist, wenn wir Farben, Strichstärken und Maßstäbe / Größenrelationen für den Vorder-, Mittel und Hintergrund definiert haben, können wir unabhängig voneinander mit diesen Vereinbarungen einzelne Bildelemente erstellen und später zusammenfügen. Alle Theorie ist grau, also habe wir es mit verschiedene Vorder-, Mittel und Hintergründe auf Overhead Folien gezeichnet und dann über einander gelegt. Wie die Fotos zeigen, das Experiment gelang. Ich hoffe, dass die Workshops Anregungen für den Unterricht geben konnte, um Landschaften wirkungsvoll zu gestalten, um mit mehreren Kindern an einem Bild, an einer Landschaft zu malen. Es ist eine interessante Abstraktion, um eine Landschaft in mehreren Ebenen für ein Schattentheater zu bauen, Elemente von Comics zu gestalten egal oder auf Papier, Folien oder Rechner. Schau´n wir mal ob es mir gelungen ist, die Lehrer und Kunsterzieher zu begeistern. ,-)

Blogparade Teil 3: Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

Handwerkliche Grundlagen und Mühen versus Talent 😉

Handwerkliche Grundlagen für abstrakte Kunst?

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Aus meiner Sicht ist diese Frage von Oliver Kohls eine vielschichtige Frage. Einmal kann man die Frage ableiten, ob für die Kunst eine Ausbildung überhaupt notwendig ist. Reicht nicht einfach Talent / Begabung? Oder wie Matin Mißfeldt mal die Frage gestellt hat: Ist Talent die Erklärung für künstlerische Qualität?

Ich kenne viele Menschen, die in etlichen Bereichen mehr Talent haben, als ich. Aber nicht immer sind diese Menschen besonders erfolgreicher. Warum? Es kommt wie immer im Leben darauf an, was man aus seinem Talent macht. Aber dieses hatte ich schon mal in meinen Artikeln mit der Frage: Braucht man beim Malen Talent??? versucht zu diskutieren und habe neben meiner Meinung,

  • Talent ist 90 % Transpiration und 10 Inspiration oder Begabung

Andreas Mattern und Georg Baselitz zu dieser Fragestellung bemüht.  In den Artikeln

finden sie die jeweiligen Aussagen. Es bleibt dabei Talent ist hilfreich, aber nicht in jedem Fall notwendig. Was bleibt sind die Mühen…. 😉

Zum zweiten kann sich fragen, was soll in der bildenden Kunst auf Blatt oder die Leinwand gebracht werden? Geht es darum seine innigsten Gefühle, seine Freude, seine Wut mit viel Temperament und noch mehr Farben auf dem Untergrund zu platzieren? Dann bedarf es keiner Regeln für Proportionen, Perspektive, Farblehre, Komposition, Technik…. Aber bewegt sich der Künstler im Bereich der realen Darstellungen wirken Bilder genau durch diesen Elemente. Soll ein gutes Bild kein Zufallstreffer bleiben, muss der Künstler wiederholbare Ergebnisse erzielen können, dann muss man wissen, wie es geht, dann muss man sein Handwerkszeug beherrschen.  Genau auf diesen Sachverhalt, zielte die erste Frage in unserer Aktion: 10 Fragen zur Kunst, von Andreas Mattern, Ist es in der Kunst notwendig, seriell zu arbeiten?

Ich kann für mich, die Frage von Oliver Kohls: Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

mit einem großen „Ja“ beantworten. Ich bin der Meinung egal, wie weit ein Künstler seine Motive abstrahiert, Ausgangpunkt einer Abstraktion ist die Fähigkeit Motive real wahrzunehmen, abbilden zu können und dann entsprechend der gewünschten Aussage und Wirkung zu abstrahieren, zu verfremden. Deshalb mag ich vielleicht auch Picasso, Dali, Rauch, … und es liegt mir bei vielen totalen abstrakten Malen, die Frage auf der Zunge, ob sie auch zeichnen können, ob sie in der Lage sind, ob sie in Bezug auf Proportionen und Perspektive in der Lage sind, ihre Motive realistisch darzustellen, ob sie ihr Handwerkszeug beherrschen 😉

In diesem Zusammenhang möchte ich einen kleinen Einblick in meine handwerklichen Grundlagen geben. Ich werde immer wieder gefragt, ob ich skizziere, zeichne… meist versuche ich mit der Kamera zu arbeiten. Aber um die Proportionen zu erfassen, ist es wichtig zu zeichnen, zu skizzieren. Zurzeit male ich Kranich Motive und ich habe z.B. in Vorbereitung des Aquarells Auf den Weg nach Rügen nicht nur die Miniatur Kranich im Flug gemalt, sondern auch Kraniche gezeichnet.

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Kranich Skizze (c) Frank Koebsch
Kranich Skizze (c) Frank Koebsch

Kranich im Flug (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch
Kranich im Flug (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch

Kranich (c) Aquarell von Frank Koebsch
Kranich (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Egal wie abstrakt oder real ein Kranich Aquarell dann aussehen soll, ohne Handwerkliche Grundlagen für Proportionen, Perspektive, Farblehre, Komposition, Technik…. lassen sich keine wiederholbar guten Ergebnisse erzielen.
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Schauen Sie doch mal in die dritte Etappe unserer Blogparade. Es lohnt sich, denn am Sonntag wird Oliver ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und sein wunderbare Pastell verlosen.

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 Oliver Kohls „Harlingen“Pastell auf Sandpapier,ca. 40 x 30 cm, 2011

Harlingen (c) Pastell auf Sandpapier von Oliver Kohls
Harlingen (c) Pastell auf Sandpapier von Oliver Kohls

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Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler
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Auftragsarbeit in Aquarell

Ein Haus in Großhöhenrain als Auftragsmalerei

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Skizze Haus Großhöhenrain (c) Frank Koebsch (2)
Skizze Haus Großhöhenrain (c) Frank Koebsch (2)

Wenn Sie ab und zu in meinen Blog schauen, erinnern Sie sich vielleicht noch an den Beitrag „Wie male ich ein Haus?“ Ich hatte in den Artikel nur ein paar Skizzen für eine weitere Auftragsarbeit gezeigt. Die Skizzen waren Teil einer Auftragsmalerei auf Leinwand und ich möchte Ihnen heute zeigen, was zu mindestens erst einmal auf dem Papier entstanden ist.

Skizze Haus Großhöhenrain (c) Frank Koebsch (1)
Skizze Haus Großhöhenrain (c) Frank Koebsch (1)

Ich hatte in dem Artikel auf die verschiedenen Möglichkeiten der Vorarbeit verwiesen, wenn man das Motiv nicht alleine erkunden kann und das vorliegende Fotomaterial nicht die gewünschte Perspektive zeigt. Eine Möglichkeit ist  „einfache“ Fotomontage wie bei dem Auftrag des Doppelhauses in Weissach. Wenn die Fotos dieses aber auch nicht hergeben, muss man sich das Motiv in der gewünschten Perspektive auf dem Papier erarbeiten. Horizontlinie, Fluchtpunkte festlegen und losgeht. Wenn so ein zwei Skizzen vom Gesamtensemble entstanden sind und man  sich über die Bildaufteilung im Klaren ist, kann man die Skizze aufs Aquarellpapier übertragen und schnell die Farben setzen. Es geht ganz schnell 😉 wenn Sie wissen wollen wie schnell,  schauen Sie mal in die Artikelserie  Aquarell Haus am Tegernsee – Step by Step .

Doch zurück zu dem eigentlichen Anliegen, Ihnen zu zeigen, was aus meinen Skizzen geworden ist, hier erst einmal das Aquarell auf Papier als Zwischenschritt bevor ich auf die Leinwand gehen. Nun solche Zwischenschritte sind für die Abstimmung mit dem Auftragsgeber wichtig, da ich bei einer Orientierung nach den Fotos schon mal mit der Farbe und der räumlichen Anordnung daneben liegen kann. Wenn Sie das fertige Bild als Aquarell auf Leinwand sehen, werden Sie sicher ein paar Änderungen bemerken.

Haus in Großhöhenrain (c) Aquarell von Frank Koebsch
Haus in Großhöhenrain (c) Aquarell von Frank Koebsch

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P.S. Weitere Bilder, die als Auftragsarbeit entstanden sind, finden Sie hier.

Wie male ich ein Haus?

Arbeit mit Skizzen

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Heute möchte ich Ihnen etwas Seltenes vorstellen. Skizzen von mir 😉 Ich arbeite wenig mit Skizzen auf separaten Blättern. Wenn es möglich ist, versuche ich die Motive von allen Seiten zu fotografieren und es bei verschiedenen Lichtsituationen ein zu fangen. Dann kann ich später in aller Ruhe auf Basis der Fotografien für mein Aquarell eine Vorzeichnung auf dem Blatt erstellen und los geht es.

Dieses ist aber für das geplante Bild nicht möglich, denn das Motiv ist fast 1.000 Kilometer entfernt. Ich soll als Auftragsmalerei ein Bild eines Hauses in Bayern erstellen. Die Fotos, die ich als Vorlage bekommen habe eignen sich nicht, um das Haus mit einem Teil der Umgebung zu malen. Die Enge des Grundstücks setzt hier die Grenzen. Ich hatte in der Vergangenheit schon mal eine mögliche Vorgehensweise für eine solche Ausgangssituation vorgestellt. Hier war es möglich, mittels Fotomontage aus mehren Bilder und der zeichnerischen Ergänzung eine Vorlage zu erarbeiten.

Nun in diesem Fall ist dieses nicht möglich, da die Perspektive gewechselt werden soll. Da ich über keine Software verfüge, die basierend auf einen angenommenen Standpunkt eines Betrachtes eine neue Ansicht „zaubert“, muss ich mich auf die handwerklichen Tugenden des Malerhandwerks besinnen und für mich alleine die Fragen klären: Wo sind die Fluchten des Gebäudes? Was ergibt für eine Ansicht nach Festlegung der Horizontlinie und der Fluchtpunkte? u.a.

Hier meine ersten Skizzen, um mir aus den Fotos heraus ein Gefühl zu erarbeiten, was ich bei einem veränderten Standpunkt des Betrachtes beachten muss.

Auftragsmalerei

Ein Aufrag für ein Aquarell auf Leinwand

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Ich freue mich zum wiederholten Mal das Vertrauen eines Kunden bekommen zu haben und für ihn ein Auftragswerk malen zu können. Für mich sind diese Aufträge immer eine willkommene Abwechslung und meine Malerei aufzulockern. So bin ich in diesem Fall gezwungen, mir Gedanken zu den Themen Architektur, Perspektive, Licht und Schatten, Bildkomposition aus einer ganz anderen Sicht zu machen. Dieses Mal soll ich ein Haus in Grosshöhenrain in moderner Trägerbauweise und verglasten Giebel malen. Direkt vor dem Giebel liegt ein wunderbarer Schwimmteich… Nun ich kann mir einige Varianten aus verschiedenen Perspektiven und mit verschiedenen Beleuchtungsverhältnissen vorstellen. Na mal sehen ich werde erst noch einmal darüber schlafen und dann mal ein paar Skizzen zur Abstimmung entwerfen.

Nun ich werde Sie über die Zwischenstepps auf dem Laufenden halten. Hier zwei „meiner“ Häuser, die bei mir in Auftrag gegeben wurden….

Hanningsaal - the house of our neighbor
Hanningsaal - the house of our neighbor
Doppelhaushälfte in Rottach-Egern auf Leinwand (c) Frank Koebsch
Doppelhaushälfte in Rottach-Egern auf Leinwand (c) Frank Koebsch

P.S. Hier finden Sie eine Beschreibung, wie das Aquarellbild „Doppelhaushälfte in Rottach-Egern“ entstanden ist.

Silhouette von Waren

Blick auf Waren – ein Aquarell

Ich hatte in den vergangenen Tagen berichtet, dass uns unser Ausflug zu Pfingsten im Rahmen von Kunst Offen nach Waren „getrieben“ hat. Nun ein einem der beiden Beiträge hatte ich auch Foto der Stadtansicht von einer der Liegewiesen an der Müritz gezeigt. Immer wenn ich diese Silhouette von sehe, muss ich an ein Aquarell von mir mit der Ansicht von Waren denken. Die Aquarelle sind nach Foto von einer Bootstour über die Müritz entstanden und zeigen neben den Hafen auch den wunderbaren Altstadtkern der Stadt an der Müritz.

Blick auf Waren 1 - (c) Aquarell von Frank Koebsch
Blick auf Waren 1 – (c) Aquarell von Frank Koebsch

Es ist eines der Aquarelle, dass nach einem Kurs von Oskar Brunner „Malen ohne Perspektive“ entstanden ist. 😉

Kreativität – Talent – Genie – Wahnsinn

Heute Morgen habe ich mit Schmunzeln den Blog von Astrid Volquardsen gelesen. Sie veröffentlicht unter dem Titel „Talent? Just do it!“ Gedanken, darüber wie viel Talent man zum Malen braucht.

Wenn ich mir meine Bilder anschaue, die ich fast niemanden gezeigt habe ;-), die älteren und die aus der letzten Zeit, muss ich Astrid recht geben. Ich habe handwerklich ganz viel gelernt, egal ob es Themen sind, wie

– Tonwerte, Farblehre,
– Perspektive,
– Materialeinsatz von Papier, Pinsel und Farbe,
– Techniken wie Nass in Nass, Lasieren, Negativtechnik im Aquarell,
– Bildaufbau und Komposition.
– und und ….und auch ein wenig mit Astrid Hilfe, wie gehe ich mit Pastell um ,-)

Dieses sind oft ganz „einfache“ handwerkliche Dinge, die man lernen kann. Durch das Malen in den vergangenen 10 Jahren, mehreren hundert Bildern, Skizzen, tausenden Fotos und und …. hat sich dann auch ein Gefühl eingestellt, wie ich meine, ein Motiv am besten umsetzen zu können. Zu mindestens habe ich zu Beginn des Malens diese Meinung. Ob und was sich daraus entwickelt …? Also ist jedes Bild ein Wagnis. Aber wichtig ist es anzufangen, sich zu trauen und los zu malen, was Neues auszuprobieren….

Dieses kann jeder alleine – Jeder kann auf seine Art kreativ sein. Andere mögen, dann die Bilder beurteilen und sagen
– der hat Talent,
– die Bilder hat ein Genie erstellt,
– die Bilder sind wahnsinnig schlecht oder gut,
– ….

Hierbei stelle ich immer wieder fest, dass vielen Betrachtern ganz andere Bilder gefallen als mir, der sie gemalt hat. Ich denke immer, dass Bild muss doch der Knüller sein. Aber Kunst entsteht nun mal im Auge des Betrachters und nicht des Malers. Klar freut es jedem Lob zu bekommen, aber zwei Dinge sollte man bedenken:

– Genie und Wahnsinn sind sehr dicht beieinander – schauen wir die Bilder und den Lebenslauf Van Gogh an
– das Ergebnis auch der besten Sportler, wie auch Maler sind „90 % Transpiration und (nur) 10 % Inspiration“.

Also werde ich wohl noch eine Weile weiter malen, zu meiner eigenen Freude und vielleicht entsteht dabei ja auch das eine oder andere Bild, was Ihnen gefällt.