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Aquarellmalerei – Das Papier macht den Unterschied

4. September 2018 5 Kommentare

Aquarellmalerei – Das Papier macht den Unterschied

Auch bei der Wahl des Aquarellpapiers gilt: Probieren geht über studieren

 

Hurra ich habe Post 😉 Passend zum Start der Aquarellkurse und Malreisen im September habe ich ein Paket von Hahnemühle bekommen. Ich habe Probenblätter von verschiedenen Aquarellpapieren erhalten.

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Mit Hilfe der Probepapiere versuche ich immer wieder Fragen und Hilfeschreie von Malschülern und Interessenten zu beantworten, wie z.B.:

In meinen Aquarellkursen, Malreisen sowie anderen Veranstaltungen testen wir dann gemeinsam verschiedene Aquarellpapiere. Durch das Malen von ganz einfachen Motiven, wie Äpfeln, Herbstblättern, Möwen, Kerzen, Blüten auf verschiedenen Papieren mit einer unterschiedlichen Oberflächen und Dicken kann man sehr gut erleben, dass es auch bei der Aquarellmalerei heißt, das Papier macht den Unterschied.  Durch Anfassen, Malen, Ausprobieren erlebt man schnell, dass die Papiermischung, die Papieroberflächen (rau, matt, fein, satiniert, hot-pressed, cold-pressed, …) eine weit aus größere Rolle spielen als die Dicke oder das Gewicht der Papiere. Auch bei der Wahl des Aquarellpapiers gilt: Probieren geht über studieren 😉 Wenn man das gleiche Motiv schnell hinter einander auf unterschiedlichen Papier malt, kann man erleben, dass beim Aquarell das Ergebnis ganz wesentlich vom Papier abhängt.  Für alle die doch vor dem Malen sich in das Thema einlesen wollen, habe ich noch einen Tipp. Ich habe in der Zeitschrift „Palette& Zeichenstift“, den Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ geschrieben. Hier können Sie den Auszug aus dem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ in der Palette 4 – 2016 auch als pdf lesen.

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Hier einige Tipp´s zur Suche nach dem richtigen Aquarellpapier:

  • Gehen Sie zum Papierhändler Ihres Vertrauens oder zu Ihrem Mallehrers / Dozenten lassen Sie sich Proben von verschiedenen Aquarellpapieren geben und probieren Sie einfache Motive auf unterschiedlichen Papieren aus. Am besten versuchen Sie es in ihrer Malgruppe. Dann können Sie die Ergebnisse der verschiedenen Maler auf den Papieren vergleichen und schnell erkennen, welche Ergebnisse dem Papier oder dem Maler „geschuldet“ sind.

  • Nutzen Sie die zwei / drei Papiere, auf denen Sie sich am wohlsten fühlen. Ich wähle von meinen „Lieblingspapieren“ immer das passende. Je nach Stimmung – ob ich zart oder kontrastreich malen möchte, je nach Motiv – ob ich ein Portrait oder eine Nebellandschaft malen möchte, wähle ich eines meiner Aquarellpapiere.

  • Bleiben Sie Ihren Papieren (eine Weile) treu, um die Möglichkeiten des Aquarellpapiers auszuschöpfen, um zu wissen, wie Wasser und Farben auf dem Papier reagieren. Dann können Sie sich auch an neue Motive und Herausforderungen wagen und müssen nicht jedes Mal mit den Überraschungen eines Papiers „kämpfen“.

  • Bleiben Sie neugierig, lassen Sie sich auch einmal überraschen und probieren Sie immer wieder einmal neue Aquarellpapiere aus oder malen Sie auch einmal Aquarelle auf Leinwand, Aluminium oder oder …. Es kann sich lohnen.

  • Investieren Sie in gutes Aquarellpapier. Nichts ist schlimmer, wenn die Aquarell misslingen, weil man versucht hat, am Papier zu sparen. Beachten Sie, das Papier ist immer das teuerste an der Aquarellmalerei. Gute Pinsel halten viele Jahre. Mit einem Näpfchen oder einer Tube Aquarellfarbe, kann man viele Bilder malen.

  • Ich kaufe Markenware (verschiedene Hahnemühle- und Lanapapiere), dann habe ich eine verlässliche Qualität.

Doch genug der Worte, da ein Bild mehr sagt als 1.000 Wort sagt, habe ich ein paar Fotos mit meiner Arbeitsweise mit Probeblättern von verschiedenen Aquarellpapieren herausgesucht.

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Vielleicht konnte ich Sie neugierig machen und Sie haben Lust, auch einmal verschiedene Aquarellpapiere auszuprobieren. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei und freue mich auf Ihr Feedback. 😉

 

 

Party am Strand (c) Aquarell von Frank Koebsch

Party am Strand (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ein Ostsee Aquarell mit Möwen und  Enten entsteht Schritt für Schritt

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Auch wenn ich in meinem letzten Artikel über den Start der Malreise zu den Kranichen in den Müritz Nationalpark berichtet habe, bin ich genauso immer wieder vom Ostseestrand begeistert. Egal ob wir im Sommer am Darßer Ort unterwegs sind oder am Ostseestrand von Heiligendamm malen, die Ostsee bietet zu jeder Jahreszeit herrliche Motive an. So sind mit der Zeit eine Vielzahl von maritimen Aquarellen entstanden, denn das Malen an der Ostsee macht einfach Spaß.

Heute möchte ich über ein neues Aquarell berichten, dass nach einem Strandspaziergang entstanden ist. Wir waren bei Sonne und starken Wind am Strand von Markgrafenheide unterwegs. Wie üblich im November steht die Sonne Nachmittag schon recht tief und tauchte das Geschehen in ein ganz besonderes Licht. Besonders Spaß hat es gemacht, die Vögel wie Möwen, Enten u.a. am Strand zu beobachten. Hier ein paar Fotos von dem Nachmittag und ein paar unserer älteren Aquarelle passend zu dem Thema.

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Sofort fing ich an zu überlegen, wie man die Szene für ein Wild life Aquarell einfangen kann. Hanka hatte ein paar kesse Stockenten bei einer Strandwanderung gemalt.  Das Enten Aquarell ging auf ein Erlebnis bei einem Standspaziergang in Heringsdorf zurück. Auch viele unsere Möwen Aquarellen und Fotos erzählen Geschichten über die stolzen und frechen Möwen, wie zum Beispiel die Aquarelle „Gestatten Emma“ und „Hallo“. Bei unserem Strandspaziergang im November tummelten sich bei Sonnenschein eine Vielzahl von Enten und Möwen in der Brandung. Auf Grund des Futterangebotes in dem Spühlsaum der Ostsee schienen die Vögel Party am Strand zu machen. Die Möwen standen fast bewegungslos im Wind über der Brandung. Die Enten watschelten durch die auslaufenden Wellen, suchten ihr Futter oder folgen aufgeregt zu einem vermeintlichen besseren Futterplatz. Die tiefstehende Sonne zauberte etliche Orangetöne in das Gefieder der Vögel. Meine Idee war es möglichst viele Vögel in dieser besonderen Szene in einem Bild einzufangen. Also nutze ich ein Aquarellpapier im Format 56 x 76 cm. Um die Stockenten und Möwen detailgetreu darzustellen, ist ein „kalkulierter“ Verlauf der Farben auf dem Papier entscheidend. Bei der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier habe ich das Lana Papier 640 g/m2 satiniert gewählt. Bei der Verwendung meiner Aquarellfarben von Schmincke ergeben sich wunderbare Verläufe und ausreichende Kontraste auf dem Papier. Der Beginn für das aktuelle Aquarell war eine Vorzeichnung und ersten Farbauftrag für den Himmel. Bei den Wolken habe ich mit Wasser und Aquarellfarben gespielt, so dass sich wunderbare Verläufe im Bereich der Wolken ergeben haben. Ein wenig Grau über den Horizont verhindert, dass der Himmel langweilig wirkt.  Ganz automatischen werden durch die Negativmalerei die Enten und Möwen im Bereich des Himmels sichtbar. Wenn ich die richtigen Farben getroffen habe, sorgen der Himmel und die Wolken für die richtige Stimmung im dem maritimen Aquarell. Mit wenigen Lasuren wurden die fliegenden Möwen gestaltet. Im Gegensatz dazu bringt die Sonne das Gefieder der Erpel zum Leuchten und ich habe hier Farben wie Lasur Orange und Chinacridon Gold gewählt. Nebenbei habe ich Stück für Stück die Wellen durch Granulieren und Lasuren mit grünen und blauen Farbtönen gestaltet. Doch das Beste ist, wenn in der Präsentation für das Bild „Party am Strand“ Schritt für Schritt verfolgen, wie die der Himmel, die Wellen sowie die Enten und Möwen in dem Aquarell entstanden sind. Es gilt nach wie vor, ein Bild sagt mehr als tausend Worte 😉

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Party am Strand (c) Aquarell von Frank Koebsch

Party am Strand (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Ausstellung Wildes Land von Hanka u Frank Koebsch - Wildpark MV

Ausstellung Wildes Land von Hanka u Frank Koebsch – Wildpark MV

Vielleicht gefällt Ihnen ja mein Wildlife Aquarell vom Ostseestand, dann habe ich noch einen Tipp für Sie. Zur Zeit zeigen wir eine große  Auswahl unserer Aquarelle in unserer Ausstellung „Wildes Land“ im Wildpark MV in Güstrow. Hier können Sie auch das Aquarell „Party am Strand“ als Original sehen.

Aber vielleicht malen Sie ja auch alleine und haben Interesse an weiteren solchen Beschreibungen, wie Aquarelle Step by Step entstehen, dann finden Sie hier ein paar weitere Beispiele:

 

 

Viel Spaß beim Stöbern und Malen. Wenn Sie einmal gemeinsam mit mir malen wollen, dann finden Sie auf unserer Web Seite immer eine aktuelle Übersicht von Aquarellkursen und Malreisen. Wenn Sie mich auf der Malreise nach Kühlungsborn oder auf Rügen begleiten, dann können wir gemeinsam Enten und Möwen bei ihrer Party am Strand beobachten und malen. Ich freue mich von auf die nächsten Erlebnisse und Motive für unsere Aquarelle am Ostseestrand.

 


Aquarell „Party am Strand“ im Format 56 x 76 cm

Bei Interesse können Sie das Aquarell „Party am Strand“ im Format 56 x 76 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

€1.080,00

Pusteblumen – Immer wieder ein kleines Wunder (c) ein Löwenzahn Aquarell von Frank Koebsch

Pusteblumen – Immer wieder ein kleines Wunder

ein Löwenzahn Aquarell von Frank Koebsch

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Das Gelb des Löwenzahn und die Pusteblumen faszinieren mich immer wieder, denn der Löwenzahn ist einfach schön und unverwüstlich. So ist auch nicht verwunderlich, dass ich immer wieder versuche, verschiedene Löwenzahn Aquarelle zu malen. Vor einigen Wochen hatte ich hier auf meinem Blog gezeigt, wie das LöwenzahnbildFarben der Sommerwiese“ entstanden ist. In dem Video „Frank Koebsch malt ein Löwenzahn Aquarell“ können Sie die einzelnen Schritte miterleben.  Das Bild zeigt zwar eindrucksvoll die Formen und Farben des Löwenzahns, aber es zeigt eben nur die gelben Blüten und keine Pusteblume. Also habe ich in den vergangenen Tagen ein Löwenzahn Aquarell als Ergänzung zu dem Bild „Farben der Sommerwiese“ gemalt, dass auch eine Pusteblume zeigt.  Hier einige Beispiele von

Pusteblumen als Aquarelle.

 

Die Herausforderung für eine solche Malerei sind u.a. immer die filigrane Darstellung der einzelnen Fallschirme mit den Samen und der Pusteblume mit einer Vielzahl der weißen feinen Haaren der Flugschirme. Ich hatte in dem Artikel „Das Weiß im Aquarell …“ für die Zeitschrift „Palette und Zeichenstift“ beschrieben, dass ich versuche Maskierflüssigkeit / Ruppelkrepp zu vermeiden und meine Aquarelle mit Negativtechnik zu gestalten. Aber bei der Vielzahl der Details in einer Pusteblume … ? Ich habe in der Vergangenheit immer wieder verschiedene Möglichkeiten ausprobiert und vorgestellt. In dem Artikel „Ein Löwenzahn Aquarell einmal anders“ für die Palette hatte ich bereits einmal verschiedene Bilder vorgestellt. Ein Beispiel für ein Aquarell, in dem ich für die Blüten der Pusteblumen nur mit Negativtechnik gearbeitet habe, ist das Bild „Sommerwiese 2“. Für das Aquarell „Löwenzahn“ habe ich die Blüte einer Pusteblume mit ihren Samen und Flugschirmen nur mit Maskierflüssigkeit gestaltet. Für die Aquarelle auf LeinwandDesensibilisierung  2 habe ich diese Technik mit einem Farbauftrag von weißen Aquarellstiften ergänzt, um das Volumen der Pusteblume zu realisieren. Noch eine andere Art habe ich in dem Aquarell „Pusteblume“ gewählt. Hier habe ich einige Flugschirme mit Maskierflüssigkeit auf das Papier gezeichnet und dann die Farbe des Hintergrunds aufgetragen. Im Bereich der vielen weißen Häarchen der Flugschirme der Blüten der Pusteblume habe ich in diesem Aquarell mit einer kleine Sprühflasche die feuchte Aquarellfarbe  verdrängt. So entstehen Verläufe, die eine gute Darstellung für den Außenbereich der Blüte ermöglichen.

 

 

 

Da die Löwenzahn Bilder immer wieder zu den beliebtesten Aquarellen gehören und auch viele Fragen in den Aquarellkursen zu den verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten der Löwenzahn Aquarellen gestellt werden, möchte ich noch einmal vorstellen, wie Schritt für Schritt ein Pusteblumen Aquarell entsteht. Aber beachten Sie,

 

Pustblumenaquarelle – sind immer wieder ein kleines Wunder.

 

Je nach Wahl der Technik, Wahl des Aquarellpapiers entstehen verschiedene Verläufe. Löwenzahn Aquarelle sind immer wieder etwas besonders. Für das aktuelle Aquarell habe ich noch eine andere Technik gewählt. Nach der Vorzeichnung der Pusteblume habe ich die erste Lage der Flugschirme mit Ruppelkrepp nachgezeichnet. Hierzu verdünne ich die Maskierflüssigkeit von Schmincke mit ein paar Tropfen Wasser und trage sie mit einem Zahnstocher auf. Durch die Spitze und Rauigkeit der Zahnstocher ist es möglich, sehr dünne Striche mit dem Ruppelkrepp zu realisieren. Aus meiner Sicht ist so ein filigraneres Arbeiten, als mit dem Maskierstiften von Schmincke oder gar von Molotow. Nach dem Auftrocknen habe ich den ersten Farbauftrag für den Hintergrund aufgetragen. Solange die Farbe noch feucht ist, habe ich im Bereich der Blüte der Pusteblume die Farbe mit einem weichen Tuch wieder herausgetupft. Damit ergibt sich ein ganz zarter Übergang zwischen Farbe und Papier im Bereich der Flugschirme. Wenn dieser Farbauftrag getrocknet ist, zeichne ich die nächste Lage der Fallschirme mit Maskierflüssigkeit und wieder hole den Farbauftrag sowie das Abtupfen. Durch eine dreifache Wiederholung ergeben sich nach dem Entfernen des Rubbelkrepps ergeben sich so, Flugschirme mit der weißen Farbe des Papiers und verschiedenen leichten Färbungen des Hintergrundes. Ein mühsames Unterfangen, dass sich aber lohnt. Es ergibt sich eine größere Tiefe im Bereich der Blüte der Pusteblume. Die Zeit zum Trocknen der verschiedenen Farbschichten der habe ich genutzt, die Laubblätter und die gelben Blüten des Löwenzahn zu malen. Den Hintergrund habe ich parallel hierzu mit Blättern und Blüten gestaltet, so dass ein Bild entstand, dass den Löwenzahn auf einer Sommerwiese zeigt. In dieser Slideshow können Sie erleben, wie das Aquarell „Pusteblumen – Immer wieder ein kleines Wunder“ Schritt für Schritt entstanden ist.

 

 

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Pusteblumen - Immer wieder ein kleines Wunder (c) Aquarell von FRank Koebsch

Pusteblumen – Immer wieder ein kleines Wunder (c) Aquarell von FRank Koebsch

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Druck des Aquarells - Farben der Sommerwiese auf Hahnemühle Papier Albrecht Dürer (c) FRank Koebsch (2)

Druck des Aquarells – Farben der Sommerwiese auf Hahnemühle Papier Albrecht Dürer (c) FRank Koebsch (2)

Gemalt habe ich dieses Sommeraquarell bei uns im Garten. Hier hatte die Sonne und konnte mein Aquarell mit den Blättern und Blüten des Löwenzahns vergleichen. Ganz entscheidend für die Wirkung der Aquarelle ist der Verlauf der Farben auf dem Papier. Bei der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier habe ich das Lana Papier 640 g/m2 satiniert gewählt. Bei der Verwendung meiner Aquarellfarben von Schmincke ergeben sich wunderbare Verläufe und ausreichende Kontraste auf dem Papier.

Mit dem letzten Löwenzahn Bild hatte ich den Nerv eines Kunden getroffen, denn kaum hatte ich das Aquarell „Farben der Sommerswiese“ veröffentlicht, bestellte der Kunde von diesem Motiv einen Druck auf Hahnemühlepapier „Albert Dürer“. Die Reproduktion auf dem Papier, das im traditionellen Rundsiebverfahren hergestellt wird, erlaubt eine fast originalgetreue Wiedergabe.  Wenn Kunden unsere Bilder als Original oder Druck kaufen, dann ist dieses für uns die schönste Anerkennung.

Vielleicht gefällt Ihnen ja auch das neue Aquarell „Pusteblumen – Immer wieder ein kleines Wunder“?

Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier

Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier

Ein Artikel von Frank Koebsch in Zeitschrift Palette und Zeichenstift 2016 / 04

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Papierauswahl (c) Frank Koebsch

Papierauswahl (c) Frank Koebsch

Wer meinen Blog verfolgt oder auf unserer Web Seite stöbert, wird gelesen haben, dass ich bei unseren Aquarellen in der Regel angebe, mit welchen Farben auf welchem Aquarellpapier wir die Bilder gemalt haben. Der Grund ist ganz einfach. Ich werde immer wieder bei den Aquarellkursen und Malreisen gefragt, welches Aquarellpapier ich nutze.  Auch auf Ausstellungen wird uns immer wieder diese Frage gestellt.  Meine Suche nach dem richtigen Aquarellpapier für mich war eine längere Reise.

Wie heißt es so schön:

Das Papier macht den Unterschied

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Ich habe verschiedene Papiere ausprobiert und bin auch weiterhin auf mir unbekannte Papiere gespannt. Drei verschiedene Aquarellpapiere habe ich gefunden, die meine heutige Art zu malen optimal unterstützen. Diese Papiere stehen bei mir im Schrank und ich wähle unter ihnen je nach Motiv, angestrebter Malweise und letztendlich auch nach persönlicher Stimmung. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen, verschiedene Aquarellpapiere auszuprobieren und danach die Wahl des Papiers zu treffen. Wenn man sein Papier oder seine Papiere gefunden hat, ist mein Tipp, bei diesen Papieren zu bleiben und seine Malweise immer weiterzuentwickeln.

Welches Papier ist das Richtige?

Welches Papier ist das Richtige?

Meine Erfahrungen habe ich habe ich in einem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ in der Zeitschrift „Palette und Zeichenstift“ veröffentlicht. Der Artikel soll eine Anregung sein, dass sich Malschüler und Anfänger mehr mit dem Medium Papier beschäftigen. Es hilft wenig zu fragen, auf welchem Papier ich oder andere Aquarellisten malen. Es ist wichtiger zu fragen

Welches Papier unterstützt meine Malweise?

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Als Beispiele für die unterschiedlichen Eigenschaften der Papiere, habe ich die Aquarelle „Aussicht auf das Mönchgut“, „Rosenblüten – wunderbare aber vergängliche Schönheiten“,  „Herbstanfang“ und „Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels“ in der Palette veröffentlicht.

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Die Wirkung der Aquarellfarben und die Möglichkeiten sind auf den verschieden Papieren unterschiedlich. Das Aquarell „Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels“ habe ich auf dem Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo, 600 g / mmatt, die Aquarelle „Herbstanfang“ und „Rosenblüten – wunderbare aber vergängliche Schönheiten“ auf dem Aquarellkarton Cornwall 450 g / m2, rau, das Aquarell „Aussicht auf das Mönchgut“ auf dem Aquarellkarton Britannia 300 g / m2 matt von Hahnemühle gemalt. Diese Papiere stehen bei mir im Schrank und ich ja nach Motiv und Stimmung wähle ich das für mich passende Aquarellpapier.

Das Gewicht eines Papiers ist nur eine Angabe, wie viel Wasser das Papier aufnehmen kann, bevor es sich wellt. Man kann ganz phantastische Bilder auf ganz dünnen, leichten Papieren malen, wenn sie aufgespannt werden. Noch wichtiger als das Gewicht sind die Oberfläche und der Aufbau des Papiers. Sie bestimmen ganz wesentlich

  • wie das Wasser – Farbgemisch verlaufen wird,
  • ob sich beim Auftrocknen leicht Wasserränder und Ausblühungen bilden,
  • ob sich Farben wieder auswaschen lassen oder beim Lasieren schnell wieder anlösen und dann auf dem Blatt vermischen,
  • wie die Farbe in das Papier eindringen wird, ob ein Aquarell matt aussieht oder die Farben wunderbar leuchten,
  • ….

Leider gibt für den Aufbau der Papiere und die Oberflächen keine einheitlichen Bezeichnungen. Ich versuche in dem Artikel die wichtigsten Begriffe (matt, rau, fine, satiniert, torchon, extra rau, kalt gepresst, heiß gepresst Bütten, Echtbütten, Akademiepapiere, …) zu erklären und gebe Hinweise wofür, sich die einzelnen Papierarten eignen.

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Hier können Sie den Auszug aus dem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ in der Palette 4 – 2016 auch als pdf lesen.

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Wie findet, man sein Aquarellpapier, dass die persönliche Malweiseunterstützt?

 

Wenn ich einen neuen Aquarellkurs oder eine längere Malreise starte, bitte ich meine Malschüler sich auf ein kleines Experiment einzulassen und ein einfaches Motiv mehrmals auf verschiedenen Papieren zu malen. Zuerst ist die Begeisterung nicht sehr groß. Ich versuche dann, den Stellenwert der Papierwahl für ein gutes Bild z.B. mit folgenden Aussagen zu verdeutlichen:

  • Es ist nicht möglich, mit dem besten Rotmarderpinsel und den brillantesten Farben auf einem Stück Pack- oder Toilettenpapier ein gutes Aquarell zu malen.

  • Von den Kosten für ein Aquarell gebe ich über 85 % für Papier aus, ca. 10 % für Farben, ca. 3 % für sonstiges und nur 2 % für Pinsel. Gute Pinsel halten bei richtiger Pflege viele Jahre. Papier und Farben sind Verbrauchsmaterial. Aber gute Aquarellpapiere sind die Grundlage für jedes Bild.

Eine der Übungen, die ich für einen

Test von Aquarellpapier

empfehle, ist das Malen von ein paar Äpfeln. Ich hatte diesen Test und die meine Ergebnisse bereits in den vergangenen Jahren einmal hier auf meinem Blog vorgestellt. Am besten Sie man die Ergebnisse des Tests von Aquarellpapieren in dieser Abbildung.

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Der Vergleich der fertigen Aquarelle auf den unterschiedlichen Papieren (c) Frank Koebsch

Der Vergleich der fertigen Aquarelle auf den unterschiedlichen Papieren (c) Frank Koebsch

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Palette und Zeichenstift 4 - 2016

Ich hoffe, dass ich Ihnen bei der Suche nach ihrem Aquarellpapier einige Impulse geben konnte. In dem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ der Palette 2016 – 04 können sie ganz ausführlich etwas zu dem Test und den verschiedenen Papieren lesen. Wenn Sie die Zeitschrift nicht besitzen, können sie hier eine Leseprobe als pdf einsehen oder und das Heft bei dem Verlag oder im gutsortierten Zeitschriftenhandel kaufen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Stöbern in der Palette und beim Ausprobieren.

 

Hahnemühle Aquarellpapiere, ich häufig nutze (c) FRank Koebsch

Hahnemühle Aquarellpapiere, ich häufig nutze (c) FRank Koebsch

Wenn Sie meinen Blog verfolgen, werden Sie gelesen haben, dass ich zu 90% Papiere von Hahnemühle nutze. Ich kann die verwendeten Aquarellpapiere zu 100% empfehlen😉.

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Vielleicht suchen Sie noch weitere Anregungen. Dann möchte ich Ihnen folgende Artikel empfehlen, die bisher von mir in der Zeitschrift „Palette und Zeichenstift“ erschienen sind:

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P.S.:

So ganz falsch kann ich mit meinen Überlegungen nicht liegen. Denn während unseres Urlaubes in Malmö erreichte mich eine Mail von meinem Kollegen Martin Lutz, mit einem Lob für den Artikel. Ein feedback über das ich mich sehr freue, denn ich bewundere die Aquarelle mit den Menschen von Martin Lutz. Mit seiner Malweise zaubert er Personen wunderbar locker und mit einer hohen Ausstrahlung auf „sein“ Aquarellpapier.

 

Christrosen (c) Aquarell von Hanka Koebsch

Christrosen (c) Aquarell von Hanka Koebsch

Winterliche Blumenaquarelle

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Gerade in den dunklen Wintermonaten bei Nieselregel und dem täglichen Grau in Grau sind Blumenaquarelle für viele Menschen interessant. Da wir bisher keinen wirklichen Frost hatten, sind noch die letzten Blüten aus dem Herbst in unserem Garten zu finden. Es wird noch ein paar Tage dauern, bis aus den Rosen Eisblumen werden. Stattdessen blühen bereits zum Ärger der Allergiker die Haselblüten. Doch es gibt auch Blüten, die in den Dezember in den Garten gehören – die Christrosen. Die Blüten der Schneerosen sind wunderbare kleine Hingucker. Die Blütenpracht  präsentiert sich in verschiedenen Farben, wie weiß, grün und gar violett. Hanka hat sich ein paar wunderschöne weiße Blüten der Christrosen als Motiv für ein Winteraquarell ausgesucht. Gemalt hat meine Frau dieses winterliche Blumenaquarell auf Lana Aquarellpapier  640 g/ m2 matt gemalt. Dieses Aquarellpapier erlaubt es, gemeinsam mit den Aquarellfarben Daniel Smith und Schmincke ein schönes Farbspiel für die winterliche Blütenpracht darzustellen. Entstanden ist dieses wunderbare Christrosen Aquarell.

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Christrosen (c) Aquarell von Hanka Koebsch

Christrosen (c) Aquarell von Hanka Koebsch

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Blumen und Blüten bringen Farbe in den Winter und stellen so eine willkommene Abwechslung dar. Aus diesem Grund sind Disteln, Löwenzahnbilder, Frühlingsaquarelle und einige unserer Miniaturen im Winter immer sehr gefragt. So konnten wir einige dieser Aquarelle als Geschenk in der Weihnachtszeit versenden. In den letzten Tagen ist ein weiteres unserer Aquarelle auf die Reise gegangen. Dieses verkaufte Aquarell war genau, wie das oben vorgestellte Bild ein Christrosen Aquarell.

Christrosen (c) Miniatur in Aquarell von Hanka Koebsch

Christrosen (c) Miniatur in Aquarell von Hanka Koebsch

Hierbei handelt es sich um eine  Miniatur im Format 10,5 x 15 cm. Wir malen immer wieder einmal gleiche Motive auf unterschiedlichen Formaten.  Was auf einer Miniatur wirkt, füllt noch lange nicht ein großes Blatt und was in einem großen Aquarell möglich ist, lässt sich mit gängigen Pinsel und Aquarellfarben in einer Miniatur nicht immer realisieren. Zum Vergleich hier noch einmal die Christrosen als Miniatur in Aquarell. Wir wünschen dem Käufer viel Freude an seinem neuen Blumenaquarell.

Aquarellpapier

6. Februar 2012 11 Kommentare

Aquarellpapier

Die Suche nach dem richtigen Aquarellpapier

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Pinsel und Farben / neue Palette

Pinsel und Farben / neue Palette

Die Wahl des Aquarellpapiers beeinflusst die Malweise und damit auch das fertige Aquarell. Immer wieder bekomme ich Anfragen, wie ich dieses oder jenes mache, wie ich Lasuren aufbaue oder mit den Verläufen arbeite. Egal ob nun Malschüler oder Menschen, die Freude an der Aquarellmalerei haben oder die  meine Videos z.B. Aquarell Step by Step – Faszination Karussell als Video oder Aquarell einer Distel von Frank Koebsch – step by step sehen, stellen dieses Fragen. Oft habe ich das Gefühl, dass als Antwort ein ganz einfaches Rezept erwartet wird, das jeder sofort umsetzen kann. Nun die Antwort ist auch ganz einfach, nur setzt sie voraus, dass die gleichen Aquarellfarben, die gleichen Pinsel und das gleiche Papier genutzt wird. Die Frage nach der besten Aquarellfarbe? habe ich schon beantwortet, bei Aquarellfarben benutze ich zu 90% Schmincke. Diese Antwort gilt unabhängig von der Wahl des Motivs oder ob ich auf Aquarell auf Leinwand oder verschiedenen Papiere male. Bei den Aquarellpinseln ist die Antwort nicht ganz so einfach, es kommt sehr stark auf die Malweise und das Motiv an. Aber welches Papier sollte man nutzen?

Aquarellpapier (c) Frank Koebsch

Aquarellpapier (c) Frank Koebsch

Arten von Aquarellpapier

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Ich hatte bereits in dem Artikel Papier in der Aquarellmalerei ein wenig zu diesem Thema geschrieben. Aber es gibt eine sehr große Anzahl von Papierherstellern, jeder stellt Papiere mit unterschiedlichen Qualitäten und Oberflächen her und nutzt auch noch unterschiedliche Bezeichnungen. Die verschieden Oberflächen werden z.B. eingeteilt in Satiniert, Feinkorn, Grobkorn, Matt, Rau, Torchon, …. Jeder kann sich durch Fühlen und Sehen einen Eindruck von den verschiedenen Oberflächenstrukturen verschaffen. Aber wenn man wissen will, wie sich die Farben auf den verschiedenen Papieren verhalten, spielt noch eine weite Eigenschaft eine Rolle – die Saugfähigkeit des Papiers, die mit der Verarbeitung unmittelbar zusammen hängt. Satinierte Papiere besitzen eine „glatte“ Oberfläche, die durch mehrmaliges Walzen der Papiere entsteht. Die Oberfläche eines satinierten Papiers nimmt damit aber viel weniger Wasser auf, wie ein handgeschöpftes Papier, ein Büttenpapier. Die Erklärung hierzu ist einfach, denn durch das Walzen und Pressen, werden die Papiere zusammen gedrückt und die auch die Papierpartikel an der Oberfläche ausgerichtet. Dann gibt es noch die Begriffe heiß- und kaltgepresst. Dieses sind weitere Spezifikationen für das Satinieren. Beim Satinieren / Pressen mit Hitze entstehen freikörnige Papiere. Wird das Satinieren ohne Hitze entstehen matte oder raue Papiere. Dann gibt es noch die Möglichkeit bei Pressen der Papiere ganz bewusst verschiedene Oberflächen im Papier zu erzeugen, seien es Rillen oder Gitterstrukturen. Die bekannteste Bezeichnung hierfür ist der Begriff – Torchon. Torchon bezeichnet eine Oberflächenstruktur, die man am ehesten als grobe Leinenstruktur bezeichnen kann.

Papierauswahl (c) Frank Koebsch

Papierauswahl (c) Frank Koebsch

Oft liest oder hört man, dass ein Künstler nur satiniertes Papier benutzt. Diese Aussage ist wenig wert, denn sie besagt nur, dass kein handgeschöpftes Papier genutzt wird. Diese Aussage lässt offen, ob es ein raues, mattes, feinkörniges Papier ist und möglich noch eine besondere Oberfläche, wie das Torchon hat.

Dazu kommt noch, dass sich die Papiere mit gleichen oder ähnlichen Bezeichnungen verschiedener Hersteller durch aus ganz verschiedene Eigenschaften beim Aquarellieren haben können.

Fazit:

  • Die verschieden Oberflächenstrukturen der Papiere beeinflussen das Fließverhalten der Aquarellfarben sehr stark.
  • Die Brillanz, die Leuchtkraft eines Bildes wird bei gleichem Farbauftrag  u.a. dadurch beeinflusst, wie saugfähig ein Papier ist.

Grammatur des Aquarellpapiers

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Hahnemühle Echt-Bütten Aquarellkarton „Leonardo“

Hahnemühle Echt-Bütten Aquarellkarton „Leonardo“

Ich male „nur“ auf Papieren mit einem Gewicht von 300 g / m2 und mehr. Nicht weil man auf dünnerem Papier nicht malen kann, sondern weil ich faul oder bequem bin. Ich möchte nicht das dünne Papier vor dem Malen einweichen und aufleimen oder auf einem Brett verkleben müssen. Ich arbeite meist auf Papieren mit einem Gewicht von 300 g / m2 auf rundum verleimten Blöcken. Durch die Wahl dieses Papiergewichtes auf rundum verleimten Blöcken verhindere ich, dass sich das Papier stark wellt, auch wenn ich meine Aquarelle Nass in Nass male.

Mit der Wahl des Papiergewichtes von 300 g / m2 und mehr, wähle ich in der Regel auch weitere Eigenschaften des Papiers. Die schweren Papiere nehmen mehr Farbe auf, ich kann mehrere Farbschichten als Lasuren übereinander legen, ohne dass das Bild stumpf wirkt. Ich kann Teile des Bildes wieder auswaschen, ohne dass die Papieroberfläche in Mitleidenschaft gezogen wird.

Die Wahl des Aquarellpapiers

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Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt nur entsprechend dem gewählten Papier eine passende Malweise. Bei der Suche nach dem für Sie richtigen Aquarellpapier sollten Sie sich Zeit lassen. Meine Empfehlung ist, verzichten Sie auf Billigpapiere und die Hausmarken der Großhändler. Diese Papiere können gut sein, doch ob es diese Papiere in drei oder zwölf Monaten noch in der gleichen Qualität vom selben Hersteller gibt, ist fraglich. Ich habe mich in der Regel über diese Papier geärgert und nutze die Restbestände als Schmierpapier. 😉

Kaufen Sie auch nicht gleich mehrere Blöcke oder Bögen des teuersten Papiers. Meine Empfehlung ist es, fragen Sie Bekannte, andere Malschüler, Mallehrer, Künstler, ob Sie zwei / drei Blatt des Papiers bekommen können, dass Sie interessiert oder Ihnen empfohlen wird. Probieren Sie verschiedene Papiere aus, damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, welches Papier Ihnen liegt. Die Wahl des Papiers wird ganz wesentlich dadurch bestimmt, welche Mahlweise Sie nutzen, was Ihnen liegt. Wenn Sie Malschüler sind und erst wenig Erfahrung haben, sollten Sie grundsätzlich das empfohlene Material Ihres Kursleiters nutzen. Bitte Sie in den Kursen, immer wieder darum, dass ein wenig Materialkunde gemacht wird, dass Sie die Chance haben Dinge zu hinterfragen und auszuprobieren.  Ausprobieren ist wichtig, extrem wichtig, denn man muss ein Gefühl dafür haben,

  • wann und wo mache ich das Papier nass, bevor ich den ersten Farbauftrag auftrage,
  • wann gebe ich bei einer Malweise Nass in Nass Farbe hinzu,
  • wie kann ich zu mindestens grob, die Verläufe der Farben steuern,
  • wann kann ich die nächste Lasur auftragen, ohne dass die Farben in einander verlaufen,
  • wie viel Pigment muss ich auftragen, um den gewünschten Farbton nach dem Trocknen zu erhalten,
  • ….

Ganz sicher in diesem Fall, geht probieren über studieren. Was mich interessiert ist,

  • Welche Erfahrungen haben Sie mit welchem Papier gemacht?

  • Welches Aquarellpapier ist Ihr Favorit?

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P.S. Hier finden Sie die anderen Artikel der zum Aquarellpapier

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