Welche Themen interessieren Sie am meisten auf meinem Blog?

Welche Themen interessieren Sie am meisten auf meinem Blog?

Die meist gelesenen Artikel auf meinem Blog

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Ich hatte in den vergangenen Tagen, darüber berichtet, dass mein Blog vier Jahre alt geworden ist. In diesem Zusammenhang hatte ich mal geschaut, welches die beliebtesten Bilder auf meinem Blog sind. Genauso wichtig ist es für einen Blogger zu wissen, welche Themen Sie besonders interessieren, welche Artikel besonders häufig gelesen werden. Ich habe hier einmal die beliebtesten Artikel der vergangenen vier Jahre aufgelistet.

Nun es ist schon erstaunlich, dass die Artikelserie „Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?“ über vier Jahre ein solches Interesse hervorruft. Nun ja, andererseits 😉

Interessant ist auch, dass der Artikel Sind Aquarelle Kunst?  so oft gelesen wurde. Für mich als Aquarellist natürlich auch ein wenig erschreckend. Aber dieses Interesse an dieser Frage zeigt, dass es noch viel zu tun gibt ;-).

In der Liste sind natürlich auch Artikel dabei, die den Interesse vieler Menschen und den häufigsten Suchbegriffe rund um das Aquarell bedienen. Hierzu gehören die Artikel: Aquarelle kaufen, Blumen Aquarell, Blumen Aquarelle, Winter in meinen Aquarellbilder, Herbst – Aquarelle….

Dann gibt es eine Gruppe von Artikeln, die Menschen interessieren, welche selbst malen und entsprechende Lösungen suchen. Zu diesen Themen gehören, Artikel wie: Wie malt man Bäume?, Rosen – mal anders, mal ganz „einfach“, …

Der Artikel Die Farben des Nordens wird nicht über die Suchbegriff und Google & Co. aufgerufen, sondern er wird deshalb so oft angeklickt, weil ich auf der rechten Seite meines Blogs, ein entsprechendes Bild positioniert habe, welches auf diesen Artikel verlinkt ist. Dieses Bild mit dem Kranich Aquarell erweckt offensichtlich ganz wesentlich ihr Interesse. 😉

Bei zwei Artikeln habe ich mich besonders gefreut, dass diese so oft gelesen wurden. Einmal der Artikel über Pastellmalerei von Hanka Koebsch und einmal der Artikel über den Kalender 2013 mit unseren Aquarellen und Pastellen. Nun die Ursachen für die Platzierung der Artikel sind sicher einfach und doch wichtig für uns. Einmal sind die Pastelle von meiner Frau klasse 😉 und zum anderen gibt es wenig erfolgreiche Blogger zum Thema Pastellmalerei. Wenn Sie den Artikel über unseren Kalender 2013 so oft gelesen haben, zeigt dieses ganz einfach das Interesse an dem Kalender und unseren Aquarelle. Die Kalender haben sich über die Jahre zu einer kleinen Erfolgsgeschichte entwickelt und sind inzwischen ein beliebtes Sammelobjekt geworden.

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Ich habe zur Illustration des Artikels einige Bilder aus den meist gelesenen Artikeln herausgesucht. Aber was mich natürlich brennen interessiert, sind die Fragen:

  • Worüber soll ich aus Ihrer Sicht noch mehr schreiben?

  • Welche Themen interessieren Sie am meisten auf meinem Blog? 😉

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Welchen Wert hat eine Presseveröffentlichung?

Internet versus Presse – Wen erreicht man wie und wo?

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Internet versus Presse - Wen erreicht man wo und wie?
Internet versus Presse – Wen erreicht man wo und wie?

Ich versuche kontinuierlich PR Arbeit über unsere Ausstellungen und Projekte zu machen. Ich nutze hierfür verschiedene Foren, wie Kunstnet,  artoffer aber auch Facebook, Twitter, Xing,  meinen Blog, unsere Web- Seite und versuche die Beiträge hierzu mit vertretbaren Auswand breit zu streuen. Bei den Ausstellungsankündigungen nutze ich dazu noch etliche weitere Veranstaltungskalender und Presseportale versuche neben der Arbeit der Galerie oder des Ausstellungspartners die lokale Presse, das lokale Kabelfernsehen, den NDR einzubinden. Wenn möglich versuche ich auch in Zeitungen und Zeitschriften Artikel, Interviews  zu platzieren. Dieses war bisher meine Antwort auf die Frage: Internet versus Presse – Wenn erreicht man wie und wo?

Als Beispiel für die Pressearbeit habe ich drei Beispiele herausgesucht. In der Zeitschrift palette & zeichenstift konnte ich über eine Reihe meiner Löwenzahn Aquarelle und insbesondere über die Kombination von Fotos mit meiner Aquarellen auf Leinwand einen Beitrag veröffentlichen. In der Zeitschrift atelier – Die Fachzeitschrift für Künstlerinnen und Künstler wurde ein Interview von Susanne Haun und Frank Koebsch veröffentlich. Hier konnten wir über unsere konzertierten Marketingaktion, die Blogparade „10 Fragen zur Kunst“ berichten. Das dritte Beispiel ist ein Portrait von mir in der OstseeZeitung. Drei ganz unterschiedliche Beiträge zu ganz verschiedenen Themen, in ganz verschiedenen Presseerzeugnissen mit einer unterschiedlichen Leserschaft.

Ein Löwenzahn-Aquarell mal anders © Copyrigth Palette
Ein Löwenzahn-Aquarell mal anders © Copyrigth Palette

Interview von Susanne Haun und Frank Koebsch in der Zeitschrift atelier 2011 - 4
Interview von Susanne Haun und Frank Koebsch in der Zeitschrift atelier 2011 – 4

Portrait über Frank Koebsch in der OZ vom 09. August 2011
Portrait über Frank Koebsch in der OZ vom 09. August 2011

Ich denke immer wieder darüber nach, was für die PR Arbeit für mich die richtige Mischung ist. Welchen Stellenwert eine Presseveröffentlichung, ein Beitrag im Fernsehen oder Rundfunk hat?

Nun einen neuen Anstoß hat mir hierzu Christian Henner-Fehr gegeben. Er hat meinen Beitrag Interview von Susanne Haun und Frank Koebsch in der Zeitschrift atelier kommentiert.

Die Leserzahlen aus der Online- und der Offline-Welt, sprich Blog und Artikel in einer Printzeitschrift sind nur teilweise miteinander vergleichbar. Ein Zeitschriftenartikel wird jetzt gelesen, später ist er dann aber auch weg und kaum noch jemand wird ihn lesen.

Ein Blogbeitrag fängt unter Umständen im Suchmaschinenranking das Wandern an und erreicht auch Monate später noch jede Menge Zugriffe. Auch meine Zugriffszahlen sind am ersten Tag nicht so, dass ich mit einem Printartikel mithalten kann. 5 Monate später sieht die Sache dann aber schon anders aus. Die Zahl der Blogposts, die mittlerweile fünfstellige Zugriffszahlen haben, steigt kontinuierlich an. Ich denke, diesen Unterschied darf man nicht vergessen, wenn man beide Kanäle miteinander vergleicht.

Hier hat Christian natürlich Recht. Nun ich habe gleich man nach gesehen, welche Beiträge auf meinem Blog fünfstellige Zugriffszahlen haben. 😉 Hier die drei erfolgreichsten Artikel.

Hieran sieht man schon, dass sich die Blogs von Christian und mir unterscheiden. Es ist sicher das Ranking des, aber auch das Thema und damit der adressierte Kreis der Leser. An dem Ranking arbeite ich 😉 So konnte sich mein Blog im August im WIKIO Ranking für das Thema Kultur, von Platz 129 auf den Platz 89 verbessern und in vielen Themen der Aquarellmalerei ist mein Blog gut positioniert.

Aber wenn ich andere Menschen außerhalb des Themas Aquarell erreichen will, bietet mein Blog nicht die Voraussetzungen. Bei einer Bewerbung in einer Galerie, in einem Kunstverein, bei einen möglichen Sponsor, einer Ausstellungsankündigung zählt eine Veröffentlichung in der Presse oft wesentlich mehr als der eigene Blog, Gastbeiträge auf anderen Blogs, die eignen Web Seite oder sogar auch mehr ein Text auf der WEB Seite des NDR.

Waran liegt dieses?

Welche anderen Medien nutzen Sie, um sich über Kultur zu informieren?
Welche anderen Medien nutzen Sie, um sich über Kultur zu informieren?

Aber genug dieser Fragen. Mein Fazit ist, ich muss mir Gedanken machen, wenn ich wo und wie erreiche. Wenn ich dann weiß, dass bei Bewerbungen und Ausstellungsankündigungen Presseartikel notwendig sind, muss ich eine wirkungsvolle Presse absichern. Gleiches gilt für eine gute Arbeit im Netz. Christian Henner-Fehr kennt die Zusammenhänge noch viel besser als ich ;-), denn er verwies in seinem Kulturmanagement Blog auf  Artikel: Wer informiert sich online über Kulturveranstaltungen? Eine Umfrage liefert aufschlussreiche Ergebnisse – auf eine vom Online KulturKalender freikarte.at durchgeführten Umfrage. In dieser Umfrage fiel mir die Abbildung: Welche anderen Medien nutzen Sie, um sich über Kultur zu informieren? ins Auge.
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Das Fazit heißt für mich die Arbeit im Internet und mit der Presse verzahnen.

Dieses ist eine Sicht. Aber was mich viel mehr interessiert ist

  • Welche Erfahrungen haben Sie mit der Pressearbeit?
  • Wo sind Veröffentlichungen in der Presse wirkungsvoller als ein Artikel im Netz und umgekehrt?

Auswertung unserer Blogparaden: 10 Fragen zur Kunst (2)

Was ist während der Blogparade auf meinem Blog passiert?

Gibt es ein Erfolgsrezept für eine Blogparade?

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Blogparade als Marketinginstrument im Bereich der Kunst
Blogparade als Marketinginstrument im Bereich der Kunst

Nach meinem Dank an die beteiligten Künstler der Blogparadenaktion: 10 Fragen zur Kunst in den vergangenen Tagen gibt dieser Artikel einen Einblick, wo die Besucher der Blogparade hergekommen sind und wie die Leser auf die Blogparade aufmerksam gemacht wurden. Nichts als Zahlen über Klicks, deren Quellen u.a. Um nicht alle Leser zu langweilen, das Fazit für viele Teilnehmer und eine rege Diskussion in einer Blogparade zu Beginn. Aus meiner Sicht ein Erfolgsrezept ??? 😉

  •  Fragen von Blogparaden sollten leicht provozieren.
  • Fragen von Blogparaden sollten einfach sein. Verzichten Sie auf langwierige Erklärungen, für Ihre Fragestellung.
  • Arbeiten Sie bei Blogparaden mit anderen zusammen, machen Sie eine gemeinsame Aktion daraus. Es potenzieren sich die Ergebnisse.
  • Veranstalten Sie ein Feuerwerk von Hinweisen auf allen Kanälen und Plattformen, die Sie erreichen können.
  • Frieren Sie den Artikel für die Laufzeit der Blogparade auf der Startseite ein.
  • Veröffentlichen Sie während der Laufzeit, weitere Artikel, die Blogparade stützen.
  • Antworten Sie auf Links und Kommentare zeitnah.

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Nun zu den Einzelheiten in den Ergebnissen der Blogparade: Sind Aquarelle Kunst?

Ich hatte am 20. Juni 2011 die Frage: Sind Aquarelle Kunst? online gestellt. Ich wollte mit dieser Frage klar polarisieren, provozieren und die Leser des Beitrages so zum Mitmachen animieren. Zwei Risikopunkte verbergen sich hinter der Fragestellung, auf die ich schon im Vorfeld hingewiesen wurde.

  • Es ist eine geschlossene Frage und es hätte passieren können, dass viele Menschen nur mit ja oder nein antworten. Hier setzte ich auf die Mitteilsamkeit der Menschen, die in Blogs, Foren, Facebook u.a. zuhause sind.
  • Es hätte sein können, dass viele Menschen in Frage stellen, dass Aquarelle Kunst sind. Nun dieses wäre mir einerseits Recht gewesen, denn es hätte die Diskussion befruchtet. Anderseits wäre ich traurig gewesen, denn ich male zu 90% Aquarell.

Ich wollte ganz bewusst eine ganz einfache Fragestellung, um viele Menschen zu erreichen. Deshalb habe ich auch weitestgehend auf jegliche Abhandlungen, Erklärungen zur Fragestellung verzichtet. Damit hat der Leser die Chance, sich von allen Seiten aus dem Thema zu nähern.

Informationsverteilung durch Vernetzung meines Blogs
Informationsverteilung durch Vernetzung meines Blogs

Die neun anderen Künstler (Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Rosi Geisler) unseres Blogparaden Projektes: 10 Fragen zur Kunst haben am gleichen Tag, in ihren Blogs auf meine Fragestellung hingewiesen. Damit zeigten bereits neu Links auf meinen Blogbeitrag. Ich habe zeitgleich auf kunstnet, artcafe, in dem Aquarellforum, der Aquarellgasse, der Übersicht der Blogparaden, Xing, Facebook, Twitter … auf meine Blogparade verwiesen. Ich kommuniziere oft Inhalte meines Blog auf diesen Medien um einen breiteren Austausch anregen zu können. Also auch dieses Mal.

Aber dieses war nur, dass was ich angestoßen hatte. Da die beteiligten Künstler ebenfalls auf Facebook und Twitter ihr Netzwerk informiert haben und andere Blogger über unsere Blogparadenaktion: 10 Fragen zur Kunst informierten, zeigen viele Links auf die Frage in meinem Blog. Das Bild Seiten von denen aus während meiner Blogparade auf meinen Blog zu gegriffen wurde zeigt sehr gut, wie wirkungsvoll die Vernetzung war:

  • 158 Zugriffe kamen in der Woche von den Blogs der beteiligten Künstler,
  • 382 Zugriffe von anderen Medien z.B. Kunstnet, Facebook, Twitter, auf denen über die Blogparade berichtet wurde,
  • 12 Zugriffe über den Blog von Petra Tragauer, die sich an meiner Blogparade beteiligt hatte.

Ein interessantes Ergebnis liefert auch die Google Suche mit dem Suchbegriff „Sind Aquarelle Kunst“. Google verweist auf ungefähr 12.000 Einträge 😉 und die Sichtung der ersten vierzig Einträge etwas mit meiner Blogparade zu tun hatten.

Während der Laufzeit der Blogparade wurde in meinem Blog auf 1.905 Seiten geklickt, die direkt mit der Frage der Blogparade zu tun hatten. Ich habe hier die Startseite mit eingerechnet, denn für die Zeit der Blogparade hatte ich den Artikel in meinem Blog als ersten Beitrag verankert, so dass jeder Besucher der Startseite auf die Blogparade gestoßen ist. Explizit wurde der Artikel Sind Aquarelle Kunst? 910mal angeklickt. Das Bild Statistik für: Sind Aquarelle Kunst? zeigt wie schwer es ist, die Zahlen konstant zu halten. Dieses ist ein bekannter Effekt, bei allen beobachteten Blogparaden. Deshalb habe ich in den folgenden Tagen Artikel nachgeschoben, die die Fragestellung untermauern sollten. Immer ein wenig provokant 😉 und immer auf allen o.g. Medien platziert.

Sind Aquarelle Kunst, wenn Affen Aquarelle malen?

Sind Aquarelle nur dann Kunst, wenn sie von berühmten Menschen stammen?

Sind die Aquarelle von Nolde und Heckel Kunst? Oder nur Vorstudien und ungemalte Werke?

Sind meine Aquarelle Kunst?

Auf diese Art konnten im Laufe der Blogparade noch einmal 142 Klicks auf die genannten Artikel verzeichnet werden. Die Kommentarfunktion für die nachgeschobenen Beiträge waren gesperrt und ich habe hierfür eine Umleitung zur Kommentarfenster der eigentlichen Blogparade realisiert. Durch diese Maßnahme wurden alle Kommentare der folgenden Artikel zu Kernfrage der Blogparade gelenkt.

Einige von Ihnen als Leser werden sich fragen, wozu dieser ganze Aufwand. Nun das Ziel unserer Marketingaktion in Form einer konzertierten Aktion war neue Leser für unsere neue Blogs zu finden. Dieses wollten wir dadurch erreichen, dass wir die Netzwerke der beteiligten Künstler zusammen bringen, sharen und in Foren und Social Networks gemeinsam für unsere Aktion werben. Dieses Ziel haben wir erreicht, wie die Zahlen eindrucksvoll zeigen. Sicher wird der eine oder andere Besucher unserer Blogparade in naher Zukunft unsere Blogs wieder besuchen, evt. an einem Kurs teilnehmen oder einer Einladung zu einer Ausstellung folgen und evt ein Bild kaufen. 😉

Danke für die teilnehmenden Künstler, die Besucher und Kommentaroren
Danke für die teilnehmenden Künstler, die Besucher und Kommentaroren

Deshalb einen ganz großen Dank an alle Besucher, Menschen, die einen Kommentar hinterlassen haben oder die Gelegenheit genutzt auf Facebook, Twitter oder Xing uns als Freund, Fan, Follower, Kontakt mit uns in Verbindung zu treten. Danke auch an alle, die auf Kunstnet, artcafe, Facebook und und … mit uns diskutiert haben, denn auch sie haben auf Grund der Anzahl der Kommentare und Links für den heutigen Erfolg der Blogparade und die Verbesserung des Ranking gesorgt. Aber dieses ist schon wieder eine neue Geschichte.

Hier noch einmal eine Aufstellung der zehn Blogparaden mit den Fragestellungen, den teilnehmenden Künstlern und die Anzahl der Kommentare / eingehenden Links.

Künstler Frage der Blogparade

Anzahl der Kommentare / eingehenden Links

Andreas Mattern Ist es in der Kunst notwendig, seriell zu arbeiten? 

97

Julia Tepasse Ist es in der Kunst wichtig, konzeptionell zu arbeiten?

45

Oliver Kohls  Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

42

Conny Niehoff Sollte Kunst erschwinglich sein…?

146

Susanne Haun  Wer oder was ist ein Künstler und warum?

212

Anna Schüler   Ist die Malerei ein Auslaufmodel?

54

Frank Hess Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder benötigt sie einen Bezug oder Kontext?

112

Helen Königs Welche Bedeutung haben Vorlagen für ein eigenständiges Bild?

60

Roswitha Geisler Schafft Kunst Illusion?

77

Frank Koebsch Sind Aquarelle Kunst?

200

Sind meine Aquarelle Kunst?

Sind meine Aquarelle Kunst?

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Die ersten Blüten der Magnolie (c) Aquarell von Frank Koebsch
Die ersten Blüten der Magnolie (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ich mag das Aquarell, es kommt mir in vielen Belangen entgegen. Wenn Sie sich meine Bilder anschauen, dann werden Sie bemerken, dass Sie kam Bilder finden, die komplett Nass in Nass entstanden sind. Ich bin nicht der temperamentvolle, euphorische Typ und gehe lieber Schritt für Schritt vor. Also entstehen meine Aquarelle mit vielen Lasuren und viele Details arbeite ich oft Stück für Stück in Negativtechnik heraus. Ich mag das Arbeiten mit den verschiedenen Papieren und der Aquarellfarbe. Da in viele Jahre quer durch die Republik gereist bin, waren für mich noch weitere Aspekte wichtig. Die Farben und das Format mussten in meinen Koffer passen, die Bilder mussten schnell trocknen und ich musste ohne „Gefahren“ im Hotel malen können. Ich fühle mich mit dem Aquarell wohl. Der Umgang mit dem Aquarell hat sich immer weiter gefestigt und es sind viele Bilder in meinem Kofferformat ca. 30 x 40 cm entstanden. Die Aquarelle „Die ersten Blüten der Magnolie“ und „Vorsicht stachlig“ sind entweder abends in einem Hotel in München bzw. in einem Berliner Hotelentstanden. Die Aquarelle sind entstanden auf Grund der Eindrücke und der Sehnsucht entstanden. Ich habe die Bilder ohne vollständige Planung Stück für Stück heraus gearbeitet.

Vorsicht: stachlig (c) Disteln als Aquarell von FRank Koebsch
Vorsicht: stachlig (c) Disteln als Aquarell von FRank Koebsch

Ich habe mich immer wieder von meiner Lust motivieren lassen, Serien von Bildern zu malen, egal ob es sich um die wunderbare Welt der Disteln handelt oder der Sehnsucht als unmusikalischer Maler sich mit Themen der Musik, wie Tanz und  Ballett oder Jazz auseinander zu setzen. Gerade die musikalischen Themen meiner Aquarelle bereiteten mir viel Spaß und forderten meine kreative Auseinandersetzung. Ob meine Aquarelle Kunst sind, müssen Sie beurteilen. Sie sind meine Art sich kreative und malerisch mit verschieden Themen auseinander zu setzen. Was meinen Sie

Sind (meine) Aquarelle Kunst?

Saxophonist - Aquarell von Frank Koebsch (c)
Saxophonist – Aquarell von Frank Koebsch (c)

P.S. Bei Vorbereitung zu diesem Artikel bin ich bei Bernhard Vogel auf eine sehr gute Begründung für die Frage Warum gerade Aquarell? gestoßen. Ich bin immer gespannt zu erfahren, warum und wie andere Menschen mit Aquarell malen, für mich ein lohnenswerter Text.

P.S.S. Wenn Sie hierzu Ihre Meinung schreiben wollen, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie es hier machen. Beteiligen Sie sich doch noch heute an der Diskussion, denn noch können Sie ein Aquarell gewinnen. Die Preise finden Sie auch unter dem Link Sind Aquarelle Kunst?

Sind die Aquarelle von Nolde und Heckel Kunst? Oder nur Vorstudien und ungemalte Werke?

Sind die Aquarelle von Nolde und Heckel Kunst?

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Oder nur Vorstudien und ungemalte Werke?

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Ich kenne viele Menschen, Fans des Aquarells, die schwärmen von den Aquarellen von Emil Nolde. In diese Begeisterung reiht sich auch der Wortlaut folgender Presseinformation der Cologne Fine Art & Antiques 2011 ein.

Kaum ein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts hat in seinem Ouevre dem Aquarell eine so hohe Bedeutung zugemessen und in dieser Technik solch eine einzigartige Qualität erreicht wie Emil Nolde. Sein virtuoser Umgang mit Farben und die sichere und zugleich spontane Gestaltung der Formen sind bis heute Grund für die faszinierende Aura seiner Aquarelle und deren unerreichte Popularität.

Andere Menschen runzeln nur die Stirn über die Aquarelle und verweisen auf Noldes eigene Haltung zu den Aquarellen. Emil Nolde Bilder wurden in der Zeit des Nationalsozialismus als entartete Kunst diffamiert. Er wurde mit Berufsverbot belegt. Deshalb entstanden seit 1938 die Aquarelle Noldes, die er selbst als ungemalte Bilder bezeichnete.

Diese Bilder waren in mehrfacher Beziehung „ungemalt“. Zum einen, weil sie nach Maßgabe des damaligen Polizeistaates überhaupt nicht entstanden sein durften und andererseits weil Nolde vor hatte, diese Blätter später in großformatige Ölbilder umzusetzen, sie also seinem Vorhaben gemäß bis dahin noch gar nicht gemalt waren.

So sind über 1.300 Arbeiten von Emil Nolde als „ungemalte Bilder“ entstanden. Auf der einen Seite existiert eine riesige Begeisterung über die Aquarelle Noldes und auf der anderen Seite stellt Nolde seine Aquarelle nur als Vorstufe für seine Ölbilder dar. Und doch kennen die meisten Menschen Nolde „nur“ als   phantastischen Aquarellmaler.

Ein weiterer bekannter Maler der jüngeren Vergangenheit positioniert seine Aquarelle ebenso. Erich Heckel nutze seine Aquarelle als Vorstudie für seine Gemälde. In der Rezension für das Buch Erich Heckel – Der stille Expressionist wird seine Arbeitsweise beschrieben. Hier ist u.a. folgendes zu lesen:

Der Katalog macht Heckels Arbeitsweise deutlich, Bildideen zunächst als Aquarell zu erproben, bevor sie in Gemälden umgesetzt werden, was einen bislang wenig beachteten Aspekt im Werk Heckels darstellt.

Sind Aquarelle Kunst ?
Sind Aquarelle Kunst ?

Aus meiner Sicht sind diese Darstellungen eine der Ursachen dafür, das viele Menschen Aquarelle grundsätzlich als schnelles flüchtiges Medium für Reisebilder, Skizzen oder Studien einstufen und das bei der Begeisterung und Wertschätzung für die Aquarelle Noldes. Was für ein Wiederspruch 😉

Deshalb noch einmal meine Frage:

Sind Aquarelle Kunst?  Was meinen Sie?

Oder auch eine interessante Frage: Darf ein Aquarell den Begriff Gemälde tragen?

P.S. Wenn Sie hierzu Ihre Meinung schreiben wollen, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie es hier machen. Danke.

Sind Aquarelle Kunst, wenn Affen Aquarelle malen?

Blogparade: Sind Aquarelle Kunst?

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Ich möchte mich bei allen Teilnehmern an meiner Blogparade bedanken. Wir haben uns bisher über Material, Technik, die lange Tradition des Aquarells und über einige große Namen, wie Albrecht Dürer, William Turner, Paul Cézanne u.a., über den Werte von Aquarellen auf Leinwand, Papier und Aluminium ausgetauscht und auch welche Preise von Aquarelle in Galerien erreicht werden.

Sind Aquarelle Kunst, wenn Affen Aquarelle malen?
Sind Aquarelle Kunst, wenn Affen Aquarelle malen?

Aber dieses ist alles nichts dagegen, was Affen für Ihre Aquarelle für Preise aufrufen können. Das Londoner Auktionshaus Bonhams versteigerte drei Aquarelle des Schimpansen Congo für insgesamt 21.515,00 Euro. Wer mehr über die über die Affen Aquarelle lesen möchte, findet Informationen in dem Artikel Ist das Kunst?. Schauen Sie mal rein in der Artikel es lohnt sich.  Hier eine der Aussage:

Congo, Barito, Jackson Pollock und Gerhard Richter – sie dürfen dann in einem Atemzug genannt werden. Denn sie alle machen Kunst. Wenn auch auf unterschiedlichen Niveaus. 

Congo ist der Aquarell malende Affe. Eine andere Aussage ist

Kunst – der Begriff ist Verhandlungssache

Deshalb noch einmal meine Frage,

Sind Aquarelle Kunst? oder Sind Aquarelle Kunst, wenn Affen Aquarelle malen?

Was meinen Sie?

P.S. Wenn Sie hierzu Ihre Meinung schreiben wollen, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie es hier machen. Danke.