Immer schön vorsichtig (c) ein Rotfuchs in einem Aquarell von FRank Koebsch

Rotfüchse – Immer schön vorsichtig

Rotfüchse – Immer schön vorsichtig

Füchse sind wunderbare Motive für Wild life Aquarelle

.

Rotfüchse bewundere ich langer Zeit. Ich habe sie als Figuren in Zeichentrickfilmen und Kinderbüchern kennen gelernt. Zu den Büchern gehörte das „Große Buch vom Wald“ von Wolfgang Zeiske genauso wie die Reihe über der „Kater Schnurz“ mit Zeichnungen von Béla Tankó. Meinen ersten Fuchs – eine Figur aus den Büchern von Karter Schnurz – habe ich mit Wasserfarben auf Sperrholz für die Zimmer unserer Kinder gemalt. Erst im vergangenen und diesem Jahr konnte ich Rotfüchse ausgiebig in der Natur beobachten und fotografieren. Mein erstes Aquarell mit einem Rotfuchs ist nach einer Kranichpirsch über die Wiesen im Mecklenburger Land entstanden.  Es hat Spaß gemacht die Rotfüchse auf der Pirsch beobachten. Was ich bei diesen Ausflügen gelernt habe, ist dass die Tiere nicht den Eigenschaften entsprechen, für die sie in den Fabeln stehen. Sie sind nicht schlau, listig, durchtrieben und hinterlistig. Ich habe die Füchse eher als neugierig und immer schön vorsichtig erlebt. Den Rotfuchs für mein neues Wild life Aquarell mit genau diesem Titel „Immer schön vorsichtig“ habe ich bei einem Ausflug auf den Recknitzwiesen beobachten können. Wir sind vom Guthaus Ehmkendorf aus über die Wiesen an die Recknitz gelaufen und haben den Fuchs entdeckt. Er hatte uns sich schon viel eher bemerkt, denn er saß in der Nähe seines Baus in der Sonne und beobachtete die Umgebung. Reineke Fuchs war neugierig, wer sich da in sein Revier verirrt hatte. Er ließ uns nicht aus den Augen, denn neben der Neugier waren wir doch Eindringlinge. Nach etlichen Augenblicken haben wir uns zurückgezogen. Es war ein schönes Erlebnis, den neugierigen aber immer vorsichtigen Fuchs zu begegnen.  Auf der Basis meiner Beobachtungen und der Fotos ist dann nach einer schnellen Skizze und den Überlegungen für den Bildaufbau meines Rotfuchs Aquarells „Immer schön vorsichtig“ entstanden. Hier meine Aquarelle, die Skizzen und Fotos mit dem Fuchs an den Recknitzwiesen.

.

Immer schön vorsichtig (c) ein Rotfuchs in einem Aquarell von FRank Koebsch
Immer schön vorsichtig (c) ein Rotfuchs in einem Aquarell von FRank Koebsch

.

Gemalt habe ich das Bild Immer schön vorsichtig“ mit meinen Aquarellfarben von Schmincke auf  dem Aquarellpapier von Hahnemühle „Cornwall“ 450 g/m2 rau im Format 30 x 40 cm. Aus meiner Sicht eine gute Kombination von Aquarellpapier und –farben um Verläufe, Details und Lasuren in diesem Tieraquarell zu kombinieren.

Es hat Spaß gemacht im Reich der Tiere unterwegs zu sein, den Rotfuchs zu beobachten, zu fotografieren und zu malen. Wenn Sie sich auch für die Natur begeistern und Ihnen das Wild life Aquarell „Immer schön vorsichtig“ mit dem Fuchs gefällt, dann können Sie von dem Bild gerne einen Druck erwerben. Das Original ist leider schon verkauft. Bei einer Reproduktion auf LeinwandAlu DibondAcrylglas oder andere Materialien beraten wir Sie gerne.Bitte kontaktieren Sie uns zu dem Thema Drucke von unseren Aquarellen. 😉


Vorbereitungen für die Malevents und Aquarellkurse im Rostocker Zoo

Vorbereitungen für die Malevents und Aquarellkurse

.

im Rostocker Zoo

Skizzen von Pinguinen zur Vorbereitung für Malkurse und eigene Aquarellen

.

Aquarellkurse im Zoo Rostock von Frank Koebsch
Aquarellkurse im Zoo Rostock von Frank Koebsch

Bevor ich ein Motiv male, habe ich es meist mit unseren Kameras die Motive erkundet, egal ob ich um Adler,  Kraniche, Jazz Motive oder anders malen möchte. Die Kameras sind mein eigentliches Skizzenbuch. Wenn ich ein Motiv gut kenne, kann ich es ohne Skizze oder Vorzeichnung auf dem Aquarellpapier malen. Doch in der Regel erstelle ich mit einem Bleistift oder einem Pinsel eine Vorzeichnung auf dem Blatt. Aber manchmal ist das doch nicht so einfach 😉 und dann spiele ich zur Vorbereitung meiner Aquarelle mit Stiften oder dem Pinsel auf einem Stück Papier rum. Diese Skizzen ermöglichen es mir, die Formen der Motive besser zu erfassen. Ab und zu habe ich solche Skizzen schon auf meinem Blog gezeigt,  z.B. als darum ging, fehlende Ansichten eines Hauses für eine Auftragsarbeit zu erstellen, die Formen von Booten und Schiffen Malschülern zu erklären, die Figuren für das Binzer Badeleben zu erfassen oder zu zeigen, wie ein Kranich zu malen ist. In den vergangenen Wochen habe ich nach einem nächtlichen Besuch des Darwineums die Zusammenarbeit mit dem Rostocker Zoo begonnen. Wir bieten gemeinsam Aquarellkurse und Malevents für Familien im Zoo Rostock an.  Damit kommen mit einem Mal spannende und faszinieren Motive auf mich zu, die ich noch gar nicht oder nur wenig gemalt habe, wie Pinguine, Erdmännchen, Wapitis die amerikanischen Hirsche, Zwergflusspferde, Seevögel u.a.  Der erste Termin in dieser Veranstaltungsreihe war das Malen von Pinguinen. Es ist schon eine Weile her, dass ich das letzte Mal Pinguine, Erdmännchen & Co. gemalt habe. Also musste ich mich wieder in das Thema einarbeiten. Wie war das noch? Wie sehen die Humboldtpinguine aus, die im Rostocker Zoo leben? Wie ist die typische Körperhaltung in verschiedenen Situationen? Wie groß sind der Schnabel und die Füsse? Also habe ich meine Fotos herausgesucht und habe versucht in einigen Skizzen der Beantwortung dieser Fragen näher zu kommen. Hier drei Pinguin Skizzen zur Vorbereitung für Malkurse und einiger neuer Aquarellen.

.

.

Es ist also gar nicht so schwer. Vielleicht haben Sie ja auch Lust gemeinsam mit mir Tiere, Rhododendronblüten und Dahlien im Rostocker Zoo zu malen?  Dann finden Sie auf meiner Webseite die Termine für die Aquarellkurse. Der nächste Termin ist der

16. April 2016 – 10 – 17 Uhr – Aquarellkurs: Pinguine

.

Pinguine gehören zu den beliebtesten Tieren im Zoo. Es macht einfach Spaß, die Vögel mit ihrem Frack und dem watschelnden Gang an Land  zu beobachten. Aber so richtig in ihrem Element sind die Pinguine erst im Wasser und es ist einfach toll, wenn sie pfeilschnell durch das Wasser schießen.  Freuen Sie sich auf einen besonders interessanten Tag bei den Pinguinen. Zu Beginn erhalten wir eine exklusive Führung, erfahren viel Wissenswertes über die kleinen putzigen Gesellen. Nach den ersten „hautnahen“ Beobachtungen können wir direkt beim Gehege oder je nach Wettersituation in Räumen des Zoos malen. Es ist wunderbares Erlebnis die Pinguine in ihrem Gehege zu beobachten und gemeinsam mit anderen zu malen. Frank Koebsch wird Ihnen hierbei helfen, so dass Sie auch ohne Vorkenntnis interessante Bilder malen können. Bringen Sie einfach Freude, Entdeckerlust und evt. ihre eigenen Malutensilien *1)  mit.

*1)  Sollten Sie Ihre Malsachen nicht bei der Hand haben stellt Ihnen Frank Koebsch in Zusammenarbeit mit Heinr. Hünicke Rostock das notwendige Material gegen eine Pauschale zur Verfügung.

Ich werde Ihnen in den nächsten Tagen zeigen, was aus den Pinguin aus meinen Skizzen geworden ist ;-).

Aquarellkurs in Schwerin

Aquarellkurs in Schwerin

Freiluftmalerei am Schweriner See

.

Kirschblüten (c) Frank Koebsch (5)
Kirschblüten (c) Frank Koebsch (5)

Vor einigen Tagen hatte ich die Kirschblüten in der Nähe des Schweriner Wederhofes fotografiert. Ich war unterwegs auf der Suche nach Motiven für meine Malschüler an der VHS Schwerin.  Aber bei der Motivsuche sollte es nicht um Aquarelle mit Kirschblüten gehen, sondern um die letzten Planungen für den Plein air Aquarellkurs am 23.06.2012 in Schwerin.  Für die Beschreibung des Kurses „Entdecken Sie die Möglichkeiten des Aquarells in der Freiluftmalerei“ habe ich folgende Formulierungen gewählt:

.

In der Nähe des Werderhofes am Schweriner Innensee lassen sich wunderbare Motive finden. Boote und Bootshäuser im Sportbootshafen, Landschaftsszenen am See und am Marstall bieten sich als wunderbare Motive an.

VHS Schwerin (c) Frank Koebsch
VHS Schwerin (c) Frank Koebsch

Ich habe mir die Möglichkeiten dort noch einmal angeschaut. Neben den Motiven bietet dieser Standort noch andere Vorteile. Direkt am Ufer des Schweriner See gibt es Bänke, eine Treppe zum Wasser und einen schwimmenden Bootsanleger im Wasser, so dass wir ideale Möglichkeiten haben uns mit unseren Malsachen bei schönem Wetter zu platzieren. Mittagessen können wir im Ristorante Casagrande und damit gibt es auch WC´s für uns. Sollte es windig sein oder nieseln, finden wir Schutz auf der Terrasse oder dem Innenhof des Werderhofes und können bei Bedarf die Skizzen oder Aquarelle in der wenige hundert Meter entfernten Räumen der Volkshochschule fertig stellen. Einfach ideale Bedingungen, um es mal mit der Freiluftmalerei zu probieren 😉

.

.

Also wenn Sie Lust haben, mit mir und anderen gemeinsam in Schwerin Aquarell zu malen, melden Sie sich an. Aber zögern Sie nicht zu lange, denn acht Anmeldungen liegen bereits vor und der Kurs ist auf zwölf Teilnehmer begrenzt.

Ich freue mich auf den Aquarellkurs in Schwerin ;-).

Blogparade Teil 3: Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

Handwerkliche Grundlagen und Mühen versus Talent 😉

Handwerkliche Grundlagen für abstrakte Kunst?

.

Aus meiner Sicht ist diese Frage von Oliver Kohls eine vielschichtige Frage. Einmal kann man die Frage ableiten, ob für die Kunst eine Ausbildung überhaupt notwendig ist. Reicht nicht einfach Talent / Begabung? Oder wie Matin Mißfeldt mal die Frage gestellt hat: Ist Talent die Erklärung für künstlerische Qualität?

Ich kenne viele Menschen, die in etlichen Bereichen mehr Talent haben, als ich. Aber nicht immer sind diese Menschen besonders erfolgreicher. Warum? Es kommt wie immer im Leben darauf an, was man aus seinem Talent macht. Aber dieses hatte ich schon mal in meinen Artikeln mit der Frage: Braucht man beim Malen Talent??? versucht zu diskutieren und habe neben meiner Meinung,

  • Talent ist 90 % Transpiration und 10 Inspiration oder Begabung

Andreas Mattern und Georg Baselitz zu dieser Fragestellung bemüht.  In den Artikeln

finden sie die jeweiligen Aussagen. Es bleibt dabei Talent ist hilfreich, aber nicht in jedem Fall notwendig. Was bleibt sind die Mühen…. 😉

Zum zweiten kann sich fragen, was soll in der bildenden Kunst auf Blatt oder die Leinwand gebracht werden? Geht es darum seine innigsten Gefühle, seine Freude, seine Wut mit viel Temperament und noch mehr Farben auf dem Untergrund zu platzieren? Dann bedarf es keiner Regeln für Proportionen, Perspektive, Farblehre, Komposition, Technik…. Aber bewegt sich der Künstler im Bereich der realen Darstellungen wirken Bilder genau durch diesen Elemente. Soll ein gutes Bild kein Zufallstreffer bleiben, muss der Künstler wiederholbare Ergebnisse erzielen können, dann muss man wissen, wie es geht, dann muss man sein Handwerkszeug beherrschen.  Genau auf diesen Sachverhalt, zielte die erste Frage in unserer Aktion: 10 Fragen zur Kunst, von Andreas Mattern, Ist es in der Kunst notwendig, seriell zu arbeiten?

Ich kann für mich, die Frage von Oliver Kohls: Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

mit einem großen „Ja“ beantworten. Ich bin der Meinung egal, wie weit ein Künstler seine Motive abstrahiert, Ausgangpunkt einer Abstraktion ist die Fähigkeit Motive real wahrzunehmen, abbilden zu können und dann entsprechend der gewünschten Aussage und Wirkung zu abstrahieren, zu verfremden. Deshalb mag ich vielleicht auch Picasso, Dali, Rauch, … und es liegt mir bei vielen totalen abstrakten Malen, die Frage auf der Zunge, ob sie auch zeichnen können, ob sie in der Lage sind, ob sie in Bezug auf Proportionen und Perspektive in der Lage sind, ihre Motive realistisch darzustellen, ob sie ihr Handwerkszeug beherrschen 😉

In diesem Zusammenhang möchte ich einen kleinen Einblick in meine handwerklichen Grundlagen geben. Ich werde immer wieder gefragt, ob ich skizziere, zeichne… meist versuche ich mit der Kamera zu arbeiten. Aber um die Proportionen zu erfassen, ist es wichtig zu zeichnen, zu skizzieren. Zurzeit male ich Kranich Motive und ich habe z.B. in Vorbereitung des Aquarells Auf den Weg nach Rügen nicht nur die Miniatur Kranich im Flug gemalt, sondern auch Kraniche gezeichnet.

.

Kranich Skizze (c) Frank Koebsch
Kranich Skizze (c) Frank Koebsch

Kranich im Flug (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch
Kranich im Flug (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch

Kranich (c) Aquarell von Frank Koebsch
Kranich (c) Aquarell von Frank Koebsch

.

Egal wie abstrakt oder real ein Kranich Aquarell dann aussehen soll, ohne Handwerkliche Grundlagen für Proportionen, Perspektive, Farblehre, Komposition, Technik…. lassen sich keine wiederholbar guten Ergebnisse erzielen.
.
.
Schauen Sie doch mal in die dritte Etappe unserer Blogparade. Es lohnt sich, denn am Sonntag wird Oliver ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und sein wunderbare Pastell verlosen.

.

 Oliver Kohls „Harlingen“Pastell auf Sandpapier,ca. 40 x 30 cm, 2011

Harlingen (c) Pastell auf Sandpapier von Oliver Kohls
Harlingen (c) Pastell auf Sandpapier von Oliver Kohls

.

Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler
.

Arbeiten ohne Skizzen und Vorzeichnungen

Aquarelle ohne Vorzeichnungen in Bleistift

In den vergangenen Tagen habe ich ein paar Skizzen von mir vorgestellt (hier und dort) und auch meine typische Arbeitsweise vom Beobachten, dem Fotografieren über eine Vorzeichnung zum Aquarell vorgestellt.

Nun aber auch bei mir sind einige Arbeiten ohne aufwendige Vorzeichnung entstanden. Ich zeige Ihnen einige dieser Blätter. Wenn ich aber überlege, wann diese Bilder entstanden sind, dann gibt es folgendes dazu zu sagen:

  • entweder sind es Motive mit typischen Formen wie Blüten, die ich schon oft gemalt habe
  • oder es sind Aquarelle, die am Ende einer kleinen Bilderserie entstanden sind.

Also sind immer dann solche Aquarelle entstanden, wenn ich ein Motiv ausreichend durchdrungen habe, wenn ich eine gewisse Sicherheit hatte. Ob diese Blätter gut sind oder schlechter als die Aquarelle mit Vorzeichnung, diese Frage bleibt für mich im Raum stehen.  Nun aber warum mache ich mir über dieses Thema Gedanken?

Einmal würde ich gerne eine größere Sicherheit und zu gleich Freiheit bei Malen bekommen. Wenn ich mir die obigen Sätze so anschaue, geht dieses wohl nur durch mehr Übung und Auseinandersetzung mit den Motiven und vielleicht dadurch auch neue Themen und Techniken auszuprobieren.

Als ich das Bild „Farben des Sommers“ gemalt habe, hatte mir Ekkehardt Hofmann folgendes sinngemäß zu mir gesagt: O.k. du hast eine gutes Formempfinden. Diese Art zu malen kannst Du, versuche noch freier in der Umsetzung zu werden. Zwei Vorschläge machte er mir. Der erste lautete ich sollte noch stärker vereinfachen und ich Flächen arbeiten. Nun von dieser Position komme ich ja gerade. Sein zweiter Vorschlag war, ich sollte versuchen, bekannte Motive in größeren Formaten mit einer anderen Technik, z.B. Acryl realisieren.

Aber ich bin ein schlechter Schüler 😉 ich höre zwar seine Worte, genauso wie die von Oskar Brunner, Andreas Mattern oder… Ich achte auch Ratschläge aber ich schaffe es nur, ganz langsam mit auf Vorschlage und damit verbundene Veränderungen einzulassen.  Mal sehen, wo hin mich mein Weg noch führt 😉

Kutter vor Groß Zicker
Stadtmauer bei der Nikolaikirche
Farben des Sommers - Aquarell von Frank Koebsch (c)
Farben des Sommers – Aquarell von Frank Koebsch (c)
Kranich

Arbeit mit Skizzen und Probebildern (Teil 2)

Für mich ist das Fotografieren und eine Vorzeichnung die richtige Lösung

Nun vor einigen Tagen hatte ich bereits einen Artikel zu diesem Thema geschrieben. Ob man bei Aquarell vorzeichnen soll, hierzu werden von etlichen Malern verschiedene Auffassungen vertreten.

Das eine Lager postuliert:

Ein wirkliches Aquarell wird schnell in flüchtiger Malweise Nass in Nass erstellt. ( ??? )

Andere bekennen sich zu Ihren Vorzeichnungen, Probe- oder Übungsbilder und gehen ganz gelassen mit diesem Thema um. Je nach subjektiver Schwierigkeit werden Bleistiftskizzen, Farbskizzen, Vorzeichnungen auf dem Blatt mit Bleistift, Aquarellstift oder Lasuren erstellte. Wenn Sie etwas Zeit haben, schauen Sie sich das Video „Der Hafen von Rovonj / Kroatien von Wolfgang Baxrainer an. Er macht aus seiner Sicht und seinen Beobachtungen von Aquarellisten aus Australien, England und den USA einige Aussagen zu diesem Thema.

Nun ja aus dem Erleben und dem gemeinsamen Malen mit anderen Aquarellisten kenne ich die unterschiedlichsten Vorgehensweisen. Nun ja ich bin der Meinung, dass es kein richtig oder falsch gibt, warum auch, denn nur das Ergebnis zählt. Ich mache, dass womit ich mit wohlfühle ;-). Dieses ist zu 90% eine Annäherung an das Motiv über viele Fotos. Hier kann ich aus allen Lagen, Lichtverhältnissen, typische Posen, Bewegungen über eine längere Zeit einfangen. Egal ob es ein Jazzkonzert ist oder Szenen von Kindern die Laterne gehen oder oder..

Bei Themen, die für mich neu sind oder wo ich eine Unsicherheit verspüre,  erstelle ich dann einige wenige Skizzen oder Probebilder. Ich hatte für das Thema Ballett und Tanz sowie den Badeszenen meine Versuche vorgestellt.  Ein Thema, welches ich schon immer anfassen wollte, aber es noch nie geschafft habe, war die Darstellung von Gläsern, Glasvasen u.a. mit der Vielzahl von verschiedenen Reflektionen. Hierzu hatte ich in der Vergangenheit immer wieder einmal ein paar Skizzen oder Probeblätter gewagt. Nur eines ist davon übrig geblieben, welches ich Ihnen heute zeigen möchte.

Wie gehen Sie mit dem Thema Skizzieren und Probebilder um? Für mich ist das Fotografieren und eine Vorzeichnung die richtige Lösung. Zu mindestens z.Z. 😉

Skizze Glas (c) Frank Koebsch
Skizze Glas (c) Frank Koebsch

Arbeit mit Skizzen und Probebildern (Teil 1)

Zeichnen als Handwerkszeug

ich wurde in den letzten Wochen mehrmals sinngemäß gefragt, wie viele Skizzen ich vor einem Bild mache, wie mein Skizzenbuch aussieht, wie viele Probebilder ich mache.

Also habe ich mal beim Aufräumen unseres Papiers mal auf Skizzen u.a. geachtet. Nun viel habe ich aber nicht gefunden. Denn ich skizziere fast nie auf einen Block. Meist nehme ich mir nicht die Zeit vor Ort, sondern greife zur Kamera. Klar wäre die Arbeit mit Skizzen zur Form, zu Licht und Schatten, mit Angaben zu den Farbtönen eine gute Vorbereitung für ein Bild. Gleichzeitig würde es das Sehen und meine zeichnerischen Fähigkeiten schulen.

Nun ja, was soll ich sagen, entweder bin ich zu faul, nehme mir die Zeit nicht oder habe evt. auch die Zeit vor Ort nicht. So sind nur ganz wenige Skizzen auf ein paar losen Blättern entstanden und auch nur ein paar Probebilder. Meist nur bei Auftragsarbeiten oder neuen Themen an die ich mich herantasten muss. Ein Thema bei dem ich Skizzen in Aquarell erstellt hatte, war das Thema Ballett und Tanz. Ich hatte diese Skizzen schon einmal vorgestellt und unter dem Button Menschen auch die dazu gehörigen Aquarelle.

Es gibt noch eine Serie von Bildern, bei denen ich im Vorfeld ein paar Skizzen auf Blatt gebracht habe, meine Serie zum Binzer Strand- und Badeleben. Da ich nach den Skizzen befragt wurde, möchte ich diese hier auch zeigen.

Skizze Badeleben 1 (c) Frank Koebsch
Skizze Badeleben 1 (c) Frank Koebsch

Skizze Badeleben (c) Frank Koebsch
Skizze Badeleben (c) Frank Koebsch

zaghafte Versuche

Bleibt nur die Frage, ob ich in der Lage bin die Motive ganz frei auf das Blatt zu bringen. 😉 Nein, das kann ich nicht. Wenn ich Vorort male, versuche ich meist mit einer Vorzeichnung  aus einer ganz dünnen Lasur die Bildkomposition und das Motiv mit dem Pinsel zu skizzieren. Wenn ich dann zuhause male und es Motiv mehr erfordert, erstelle ich eine detaillierte Skizze auf Blatt. Diese Vorgehensweise habe ich mehrmals in meinen Step by Steps beschrieben.

Aquarell Haus am Tegernsee – Step by Step (7)

Au backe, diese Beitragsreihe habe ich total vernachlässigt. Also werde ich dann in den nächsten Tagen das begonnene zu Ende bringen.

Arbeiten am Hintergrund

in dem vergangen Beitrag:Skizze auf die Leinwand und der erste Farbauftrag hatte ich den Himmel und die ersten Farbauftrag für den die Wiese im Vordergrund gestaltet. Nun beginne ich die Berge und Wälder im Hintergrund zu malen. Für die Berge sowie die Schattenbereiche rechts neben dem Haus habe ich eine Lasur aus Paynes grau bläulich und Delft blau gewählt. Die Bäume arbeite ich mit verschiedenen Nuancen von Farben heraus. Im Wesentlichen habe ich Oliv grün, Olivgrün gelblich, Lichter Ocker, sowie die genannten Blautöne benutzt. Um das Laub der Bäume an zu deuten, setze ich den Spitzen meiner Pinseln arg zu. Ich fasse sie  mit Zeigefinger und Daumen und drücke so, dass sich die Spitze in verschiedene kleine Büschel aufspaltet. Mit diesen tupfe ich dann in den Bereich der Bäume. Der Vorteil ist, dass ein ungleichmäßiger Farbauftrag von kleinen Flecken entsteht. Ich tupfe die verschiedenen Lauren so in die Baume, dass die Schatten- und die Unterseite der einzelnen Bäume dunkler wirken Für die Bereichen der Bäume auf die das Licht fällt, wähle ich hellere Lasuren. Je nachdem ob die Farben noch nass in nass ineinander verlaufen oder verschiedene Lasuren trocken übereinander gesetzt werden, ergeben sich wunderbare Effekte für das Laub.

Gleichzeitig gestalte ich die Wiese mit Lasuren aus Olivgrün gelblich und Nepalgelb.

Für die Elemente des hinteren Haus die im Licht liegen habe ich Goldbraun gewählt. Die Schattenbereiche habe ich mit Lasuren aus Paynes grau bläulich und Sepra braun gestaltet. Für das Dach  habe ich Englisch Venez – Rot gewählt.

P.S.: Hier finden Sie die anderen Reiträge zu dem Step by Step für das Aquarell: Haus am Tegernsee
Recherche mittels Foto
Motivauswahl
Aquarell auf Papier
Aquarell auf Leinwand
Stifte & Pinsel
Skizze auf die Leinwand und der erste Farbauftrag

P.S.S. Diese Serie beschreibt die Entstehung eines Bildes als Auftrag.

P.S.S.: Mehr über dieses Haus können Sie bei der  Architektin Monika Pöppl erfahren.

Zwischen Pinsel und PC – ein Portrait von Frank Koebsch im NDR Nordmagazin

Ich hatte ja berichtet, dass ich Besuch von einem Kamerateam hatte und auf Grund der Medienpartnerschaft mit dem NDR für unsere Ausstellung „Jazz meets Fine Arts“ ein Beitrag gedreht wurde. Es wurde stellvertretend für die 10 Künstler der Ausstellung ein Portrait über mich, mit dem Titel „Zwischen Pinsel und PC“ erstellt. Dieser Beitrag wurde im Nordmagazin am 01.07.2010 parallel zur Ausstellungseröffnung gesendet.

Die wesentlichen Passagen des Filmes wurden bei uns zuhause gedreht. Parallel zu den Filmsequenzen erzähle ich, wie ich gemeinsam mit meiner Frau zu Malerei gekommen bin. Wie ich als total unmusikalischer Mensch über unsere Tochter und ihrem Saxophon dazu gekommen bin, Bilder zum Jazz und Tanz zu malen. Nun dieses war vor vielen Jahren der Beginn einer Geschichte, die mit der Ausstellung in der Galerie im IPP in Greifswald Ihren Höhepunkt hatte. Im Laufe dieser Geschichte habe ich auch Andreas Pasternack kennen gelernt, ihn und seine Band bei der Arbeit fotografiert und gemalt.  Nun der Titel „Zwischen Pinsel und PC“ nimmt auf zwei Sachverhalte Bezug, einmal auf meinen Beruf und meine Arbeitsweise bei der Malerei. Denn hier führt der Weg zum Aquarell oft über die Fotografie, PC und einer Skizze zum Bild.

Ein paar Tage, leider viel zu wenige,  war der Beitrag in der NDR Mediathek zu sehen. Leider darf  ich den Film aus rechtlichen Gründen nicht in YouTube  einbinden oder hier im Blog zeigen. Aber ich habe ein paar Snap outs gemacht, die ich gerne zeigen möchte.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

P.S. Ich möchte mich bei Rebekka Bahr und Mike-Thomas Röming für den Beitrag bedanken.

P.S.S.: Wenn Sie sich für das Thema Jazz in der Malerei interessieren, nutzen Sie doch die Chance und besuchen Sie in Greifswald die Ausstellung

Logo der Ausstellung "Jazz meets fine Arts" (c)

Auftragsarbeit – Doppelhaus in Weissach (2) in Aquarell

Künstlerische Freiheit bei der Motivgestaltung

Nun ich hatte Ihnen, ja die Bilder des Doppelhauses in Weissach vorgestellt. Auf Grund der räumlichen Enge ließ sich als Fotografie kein gutes Motiv mit dem Haus, dem Garten und einem kleinen Ausblick auf die Landschaft ablichten. Das was eine Kamera nicht schafft, kann entweder

  • durch eine Fotomontage aus vielen Detailfotos mit Verzerrung entsprechend den räumlichen Gegebenheiten erstellt werden oder
  • im Bereich der Malerei muss der fehlende in der richtigen Perspektive dazugefügt werden.

Hierzu habe ich mich an drei Fotos orientiert und eine entsprechende Skizze auf das Blatt bzw. die Leinwand gebracht. Hierzu doch demnächst mehr…

Vorarbeit zur einer Skizze - Doppelhaus in Weissach
Vorarbeit zur einer Skizze - Doppelhaus in Weissach

P.S.: Hier können Sie lesen wie es weiter geht 😉