Plein Air Workshops mit Susanne Mull und Jens Hübner

Plein Air Workshops mit Susanne Mull und Jens Hübner

Ein Bericht vom Plein Air Festival in Kühlungsborn

.

Anfang Mai haben wir ein wunderbares Event in Kühlungsborn veranstaltet. Wir haben zum gemeinsamen Malen und Ausstellen an die Ostsee eingeladen. Es waren spannende und interessante Tage. Heute möchte ich einen weiteren Bericht über die Workshops bei dem Plein Air Festival – Malen der der Ostsee veröffentlichen. Ich hatte bereits nach dem Start des Festivals mit dem Kick Off einen ersten Rückblick gewagt und auch über die Workshops mit Anke Gruss und Thomas Freund berichtet. Die Idee des Plein Air Festival an der Ostsee ist es eine breite Palette von Techniken anzubieten und die Kommunikation untereinander zu fördern. So hatten wir neben Anke Gruss  für die Acryl Malerei und Thomas Freund  für die Öl Malerei weitere Dozenten für das Festival begeistern können. Für alle Interessenten des Urban Sketchings haben wir den

 

WORKSHOP MIT JENS HÜBNER – URBAN SKETCHING – KÜHLUNGSBORN MIT DEM SKIZZENBUCH ENTDECKEN

 

angeboten. Hier die Workshop Beschreibung von Jens Hübner:

Jens Hübner
Jens Hübner

Unbeobachtet und fast nebenbei Architektur, Menschen und Ostseewellen ins Format zu setzen und Unwesentliches wegzulassen ist ebenso Ziel des Workshops wie die Vereinfachung der Realität, um eine fotografische Genauigkeit zu vermeiden.

In seinem Workshop verrät der Zeichner, Weltumradler und Buchautor was Sie beachten sollten, wenn Sie im Café, im Standkorb oder bei ausgedehnten Strandspaziergängen zu Stift und Farbe greifen möchten. Durch Live-Demos und individuellen Besprechungen lernen Sie wie Sie es schaffen den Respekt vor dem leeren Blatt zu verlieren und mit wenigen Linien und einfachen Farbverläufen Ihr Motiv stimmungsvoll auf´s Papier zu bringen.

 

Die Teilnehmer an den drei Workshop Tagen waren begeistert. Jens Hübner war mit Ihnen am ersten Tag nach einer Einführung im Hafenhaus von Kühlungsborn, in der Marina unterwegs. Am zweiten Tag sind sie mit dem Molli gemeinsam nach Heiligendamm und zum Münster in Bad Doberan gefahren, um vor Ort zu malen. Am dritten und letzten Tag war die Gruppe nach einer Einweisung in der Kunsthalle Kühlungsborn mit gemieteten Fahrrädern am Leuchtturm von Barstorf. Leider konnte ich Jens Hübner und seine Gruppe nicht ständig begleiten. Ich habe leider nur ein paar wenige Fotos vom Beginn des ersten und dritten Workshoptages.

 

Die letzten Berufsfischer von Kühlungsborn (c) Jens Hübner
Die letzten Berufsfischer von Kühlungsborn (c) Jens Hübner

.

Der zweite Workshop des Plein Air Festivals über den ich heute berichten will, wurde von Susanne Mull zum Thema Pastellmalerei gestaltet. Hier die Workshop Beschreibung

 

WORKSHOP MIT SUSANNE MULL – WOLKEN UND MEE(H)R – NATURALISTISCHE PASTELLMALEREI AN DER OSTSEEKÜSTE

 

Susanne Mull
Susanne Mull

Nach einer Einführung in die Materialkunde starte ich mein klar strukturiertes Unterrichtskonzept mit einer Demo, mit der ich meine Arbeitsweise Schritt für Schritt bzw. Schicht für Schicht vorstelle. Begleitend werden Grundkenntnisse über Tonwerte und Simultankontraste vermittelt. Nach einigen kleinen Übungen gebe ich Tipps zum Malen vor der Natur. Unterwegs, an reizvollen Orten des Ostseebades Kühlungsborn begleite ich jede/n einzelnen Teilnehmer/in fachkompetent und geduldig bei der Erarbeitung eigener Bildmotive. Dabei stehen Komposition und die Erarbeitung von Kürzeln für Strukturen in der Natur und Architektur im Mittelpunkt. Ein Reiz der Pastellmalerei liegt in der Leuchtkraft des fast reinen Pigments, aber auch der unmittelbare Farbauftrag. Es wird kein Werkzeug zwischen Hand und Pastell benötigt. Auf diese Weise entfaltet jeder durch seine persönliche Gestik eine eigene Handschrift.

 

Susanne Mull hatte als Ort für die Einweisung das Cafe Röngten gewählt, danach ging es raus an den Strand. Am zweiten Tag hat sie gemeinsam mit den Workshop Teilnehmern einen wunderschönen Tag am Leuchtturm von Bastorf verbracht. In der Alten Büdnerei klang dann am dritten Tag der Workshop aus. Hier ein paar Fotos von dem Workshop mit Susanne Mull.

 

.

Interessant war es, dass der NDR das Festival begleitet hat. Einmal ist eine kurze Sequenz in der Sendung „Lust auf Norden“ vom 12. Mai 2017 zu sehen. Für einen zweiten Sendebeitrag für das Nordmagazin – Land und Leute am 16. Mai 2017 hatte ein Team um David Pilgrim und Angelika Jahros Jens Hübner am dritten Tag begleitet. Zum anderen hatte Katja Bülow für den NDR Hörfunk einen Beitrag aufgezeichnet. Im NDR 1 Radio MV – Kulturjournal berichtete Sie über unser Plein Air Festival. Sie hatte in verschiedenen Interviews die Stimmung bei den Malschülern, Dozenten und Besuchern eingefangen. Katja Bülow hatte auch Susanne Mull und Jans Hübner zur Plein Air Malerei befragt. Hier die Zitate von Susanne Mull und Jens Hübner zu den

Vorteilen und den Herausforderungen der Plein Air Malerei

 

Anfang Mai an der Ostsee  aus dem Interview mit Katja Bülow:

Susanne Mull:

„Ich male mit allen Sinnen. Ich nehme meine Umgebung war, spüre Kälte, Hitze, Straßenlärm, Vogelzwitschern, den Staub, die Sonne, den Geruch…. Das alles fließt mit ein in meine Malerei. Meine positive Stimmung aber vielleicht auch weil ich genervt bin, weil ich friere, weil ich kalte Hände habe, weil meine Gestik einfach durch das Zittern anders ist.“

Jens Hübner:

„Urban Sketching ist das Zeichen vor dem Objekt selbst. Nicht das Zeichnen nach dem Foto und es ist eine große weltweite Gemeinschaft, die sich über soziale Netzwerke organisiert.“

Zwischentext: Wichtiges Grundprinzip ist dabei das schnelle und spontane Skizzieren und das funktioniere bei niedrigen Temperaturen sogar besser als sonst.

Jens Hübner:

„Ja man ist dann schön schnell. Das ist dann der Vorteil.“ Lachend … „Man muss da mal als Vorteil sehen. Da wird man nicht so – oh jetzt noch dies und das, und was könnte ich jetzt noch … Eh eine Möwe – zack, zack – da ist sie. Das regt an, um schnell das wesentliche festzuhalten.“

Ein Teil des Workshops hatte dieses während des Interview von Katja Bülow mit Jens Hübner gleich umgesetzt 😊.

.

.

Es waren spannende und schöne Tage. Wenn Sie Lust haben im Rahmen eines solchen Festivals auch einmal an der Ostsee zu malen, dann merken Sie sich doch den Termin für das nächste Jahr vor.

Save the Date:

Merken Sie sich die Woche vom 06. bis zum 13. Mai 2018 vor, denn dann findet das zweite Plein Air Festival – Malen an der Ostsee – in Kühlungsborn.

 

Logo - Plein Air Festival - Malen an der Ostsee
Logo – Plein Air Festival – Malen an der Ostsee

Workshops des Plein Air Festival „Malen an der Ostsee“

Workshops des Plein Air Festival „Malen an der Ostsee“

Logo - Plein Air Festival - Malen an der Ostsee
Logo – Plein Air Festival – Malen an der Ostsee

Ich mag es, an der der Ostsee zu malen und versuche diese Begeisterung mit anderen zu teilen. Deshalb organisiere ich dort Aquarellkurse und Malreisen. Aber für den Mai in diesem Jahr laden die Kunsthalle Kühlungsborn, die Touristik-Service-Kühlungsborn GmbH und ich zu einem besonderen Event an die Ostsee ein. Ich hatte in den vergangenen Tagen über die Idee für das Plein Air Festival in Kühlungsborn berichtet. Wir wollen vom 07. bis zum 14. Mai 2017 gemeinsam mit vielen Menschen an der Ostsee malen und ausstellen. Für die Festivalwoche haben wir ein Veranstaltungsprogramm organisiert. Neben dem freien Malen und der Ausstellung sind eine Vielzahl von Workshops und Abendveranstaltungen geplant. Für die Workshops konnten wir einige wunderbare Künstler und Kollegen als Dozenten für gewinnen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Anke Gruss, Christina Jehne, Ivan Prado, Jens Hübner, Sonja Jannichsen, Susanne Haun, Susanne Mull und Thomas Freund.

Ich möchte heute die Dozenten und Workshops des Plein Air Festivals „Malen an der Ostsee“ hier auf meinem Blog vorstellen.

WORKSHOP MIT ANKE GRUSS – LICHT UND ATMOSPHÄRE AM MEER

Hier die Workshop Beschreibung von Anke Gruss: In diesem Kurs wollen wir uns intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen und das Meer mit den verschiedenen Lichtstimmungen und Farbklängen mit Acrylfarbe auf der Leinwand einfangen. Farbharmonien werden vorgestellt und eigene Farbharmonien können gefunden werden, Farbkontraste werden herausgearbeitet und dem Thema „Farben mischen“ widmen wir uns intensiv um Licht und Atmosphäre in einem Bild besser auszuarbeiten. Farbtheorie und Symbolik der Farbe werden vorgestellt.
Es kann abstrakt und naturalistisch gearbeitet werden, wobei die Natur als Inspirationsquellen Schwerpunkt dient.

WORKSHOP MIT CHRISTINA JEHNE – EXPERIMENTELLES MALEN AM STRAND

Hier die Workshop Beschreibung von Christina Jehne: Das Licht des Nordens, der Strand und das Meer inspirieren uns zu Farben, Formen und Strukturen. Wir finden den Weg vom gegenständlichen Motiv zur abstrakten, freien Ausdrucksform und lernen, mit welchen Mitteln Strukturen in das Bild integriert werden können. Mit dem richtigen Bildaufbau erreichen wir eine spannungsreiche Bildsprache. Die Farben werden teils flüssig, teils deckend aufgetragen und bringen Leuchtkraft und Tiefe ins Bild.

Mit leichtem Malgepäck arbeiten wir direkt am Strand, gestalten strukturierte Oberflächen mit Sand und anderen unterwegs gefundenen Materialien, lassen Farben fließen und fangen die wechselvollen Stimmungen der Küste ein.

Wir werden auf verschiedenen Malgründen arbeiten: Leinwände, hochwertige, für Nasstechniken geeignete Papiere oder Karton. Einige ausgewählte Farben genügen, das Material für die Strukturen schenkt uns die Natur.

Erleben Sie die Schönheit dieses Ortes und gestalten Sie ausdrucksstarke Bilder mit Strukturen, dreidimensionalen Oberflächen, Schichtungen und leuchtenden Farben.

Geeignet ist dieser Workshop für alle, die gerne frei, abstrakt und experimentell arbeiten und ihre Ideen draußen in der Natur umsetzen möchten.

WORKSHOP MIT JENS HÜBNER – URBAN SKETCHING – KÜHLUNGSBORN MIT DEM SKIZZENBUCH ENTDECKEN

Hier die Workshop Beschreibung von Jens Hübner: Unbeobachtet und fast nebenbei Architektur, Menschen und Ostseewellen ins Format zu setzen und Unwesentliches wegzulassen ist ebenso Ziel des Workshops wie die Vereinfachung der Realität, um eine fotografische Genauigkeit zu vermeiden.

In seinem Workshop verrät der Zeichner, Weltumradler und Buchautor was Sie beachten sollten, wenn Sie im Café, im Standkorb oder bei ausgedehnten Strandspaziergängen zu Stift und Farbe greifen möchten. Durch Live-Demos und individuellen Besprechungen lernen Sie wie Sie es schaffen den Respekt vor dem leeren Blatt zu verlieren und mit wenigen Linien und einfachen Farbverläufen Ihr Motiv stimmungsvoll auf´s Papier zu bringen.

WORKSHOP MIT SONJA JANNICHSEN – AQUARELLMALEREI AN DER OSTSEE

Aquarellmalerei für Anfänger mit Malerfahrung und Fortgeschrittene. In dem dreitägigen Workshop wendet sich Sonja Jannichsen an den einzelnen Tagen folgenden Workshops zu.

08.05.2017 „leichter Himmel – schwere Steine“

  • Wie malt man ohne Lineal eine perfekte Horizontlinie? Wie legt man eine leichten Himmel an? Wolken? Wie malt man einen Stein oder mehrere hintereinander im Aquarell? Wie bekomme ich Unruhe auf Stein oder Muschel hin?

09.05.2017 „Wasser – Horizont – Himmel“

  • Welche Farben benutze ich fürs Meer? Welche für den Strand?
  • Wie bekomme ich die Tiefe und wie eine Wellenbewegung aufs Papier?
  • Leichte Wolken am Horizont, tiefe Gewitterwolken? Wie male ich diese mit einfachen Mitteln?
  • Gibt es Tricks für die Darstellung des Strandes? Wenn ja, welche?

10.05.2017 „Breiter Pinsel im Aquarell“

  • So ein großer, breiter Pinsel! Was male ich denn damit? Wie benutze ich breite Pinsel im Aquarell? Am Strand? Fürs Wasser malen? Welche Themen lassen sich damit gut gestalten?
  • Tolle Informationen rund um den Flachpinsel. Vorgeführt – Nachgemacht – Verstanden

Es werden viele Tipps und Tricks für die Aquarellmalerei gezeigt, um mit einfachen Mitteln ans Ziel zu kommen. All diese interessanten Themen werden in diesem Workshop angeschnitten, gezeigt und können geübt werden.

WORKSHOP MIT SUSANNE HAUN – IN DER NATUR MIT TUSCHE, FEDER UND PINSEL ZEICHNEN

Hier die Workshop Beschreibung von Susanne Haun: Zum Zeichnen braucht es nicht mehr als ein weißes Blatt, eine Feder und ein Tuschefass. Für die ersten Arbeiten draußen in der Natur genügt uns zum Skizzieren sogar einzig ein Schreibfüller und ein Notizheft. Mit bunten Patronen können Sie den Füller mit jeglicher Farbe ausstatten, die Sie mögen. Die Natur um Kühlungsborn an der Ostsee steckt voller Motive und wir können ein sagenumwobenes Paradies kreieren. Wir halten das große Ganze genauso fest wie die kleinen Fundstücke am Strand und lernen, die Gegenstände zu sehen und sie auf dem Papier in Szene zu setzen. Wir werden uns mit der Komposition eines Bildes beschäftigen und lernen, aus dem Reichtum der Motive, die uns Plein Air umgeben, das für uns passende Motiv für eine Zeichnung zu finden. Dabei lernen Sie die Eigenschaften der verschiedenen Tuschen, Federn und Büttenaquarellpapiere kennen und setzen die der Umgebung mit Hilfe der vorweg entstandenen Skizzen in Tuschezeichnungen um. Wir sprechen über Grundlegendes der Zeichnung, die Abgrenzung der Zeichnung zum Gemälde und wie Sie Ihren eigenen Weg zum individuellen Ausdruck finden. Der Kurs eignet sich für Anfänger und Fortgeschrittene.

WORKSHOP MIT SUSANNE MULL – WOLKEN UND MEE(H)R – NATURALISTISCHE PASTELLMALEREI AN DER OSTSEEKÜSTE

Hier die Workshop Beschreibung von Susanne Mull: Nach einer Einführung in die Materialkunde starte ich mein klar strukturiertes Unterrichtskonzept mit einer Demo, mit der ich meine Arbeitsweise Schritt für Schritt bzw. Schicht für Schicht vorstelle. Begleitend werden Grundkenntnisse über Tonwerte und Simultankontraste vermittelt. Nach einigen kleinen Übungen gebe ich Tipps zum Malen vor der Natur. Unterwegs, an reizvollen Orten des Ostseebades Kühlungsborn begleite ich jede/n einzelnen Teilnehmer/in fachkompetent und geduldig bei der Erarbeitung eigener Bildmotive. Dabei stehen Komposition und die Erarbeitung von Kürzeln für Strukturen in der Natur und Architektur im Mittelpunkt. Ein Reiz der Pastellmalerei liegt in der Leuchtkraft des fast reinen Pigments, aber auch der unmittelbare Farbauftrag. Es wird kein Werkzeug zwischen Hand und Pastell benötigt. Auf diese Weise entfaltet jeder durch seine persönliche Gestik eine eigene Handschrift.

WORKSHOP MIT THOMAS FREUND – EINFÜHRUNG IN DIE PASTÖSE ÖLMALEREI ALS GRUNDLAGE FÜR DIE PLEIN AIR MALEREI MIT ÖLFARBE

Hie die Workshop Beschreibung von Thomas Freund:

Technischer Aufbau eines Ölbildes:

  • Dazu gehört das „Vormalen“ des Motivs in dunklen, stark verdünnten Farben und die fette, lichtvolle Übermalung.
  • Das Mischen der Farben und die Kombination von Licht und Schatten.
  • Handhabung der Werkzeuge und Aufbau des Arbeitsplatzes in der Landschaft.
  • Komposition.
  • Farbperspektiven.

KARIKATUREN WORKSHOP MIT IVAN PRADO

Hier die Workshop Beschreibung mit Ivan Prado: Erleben und lernen Sie, wie aus einer Idee, einer ersten Skizze eine Karikatur entsteht. Ivan Pardo zeigt seine Herangehensweise und Philosophie und begleitet sie bei erstellen der Karikaturen und Illustrationen.

Mit Karikaturen können wir unsere Meinung frei äußern. Immer wieder sind es die Karikaturen aus Zeitungen, Zeitschriften, Ausstellungen und dem Internet, die zu heftigen Diskussionen im Alltag und der Politik führen. Sie sind ein universelles Medium, um eine breites Publikum zu erreichen.
In unserem Workshop gehen wir gemeinsam die Schritte von den ersten Skizzen bis zum Finish der Karikatur. Ivan Prado erläutert „Step by Step“ die notwendigen Techniken, erklärt seine Philosophie und Gedanken, was eine gute Karikatur ausmacht.

Der Workshop teilt sich in zwei Hauptbestandteile:

PORTRÄT/KARIKATUR

Mit folgenden Schwerpunkten:

  • Gesicht und Persönlichkeit
  • Karikatur Funktion
  • Lachen: Höchste Form der Freiheit
  • Wie entsteht eine Karikatur?
  • die Suche nach dem Wesentlichen / nach dem Charakter
  • Karikatur ist eine Meinung
  • Detailliertes Studie einer Karikatur
  • Typisierung: Menschen und ihre „inneren Tiere“
  • Transformation von Kurven und Linien
  • Kraftlinien und Ihr magischer Ausgleich

FERTIGUNG EINER KARIKATUR

Mit folgenden Schwerpunkten:

  • Zeichnerische Methode in Schwarz / Weiß
  • Block-in
  • Die Konturen
  • Inside
  • Aquarell Methode
  • Farbskala: Wichtige Entscheidung
  • Wasser: Wie viel und wann?
  • Materialien
  • Digital Painting – eine kleine Einführung

Es wird eine spannende Woche an der Ostsee. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, dann merken Sie sich doch die Termine des Festivals vor. Auf der Seite http://www.ostsee-pleinair.de/  finden Sie alle Workshops, Events, die Informationen zum freien Malen und zur abschließenden Ausstellung. Am besten melden Sie sich gleich an.

Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen das Plein Air Festival „Malen an der Ostsee“ zu erleben.

Aquarellkurs – Schweriner Schloss

AquarellkursSchweriner Schloss

Das Malen am Schweriner See – ein wunderbares Erlebnis

.

Im September wollte der Sommer nicht weichen und so waren die Herbstaquarelle noch nicht das absolute Wunschthema in den Malkursen. Am letzten Wochenende im September hatten wir uns deshalb hatten wir uns deshalb in der VHS Schwerin getroffen, um dann nach einer kurzen Einführung, an den Schweriner See zu gehen, um das Schweriner Schloss zu malen.  Ich arbeite seit einigen Jahren gemeinsam mit der VHS Schwerin zusammen. In der Vergangenheit haben wir schon viele interessante Aquarellkurse in Schwerin organisiert. Gerne erinnere ich mich an die Portraitmalerei in Aquarell in der Galerie Alter und Neuer Meister und die Plein Air Malerei in Willigrad, in Freilichtmuseum Schwerin Mueß oder dem Aquarellkurs am Schweriner See. Dieses Mal hatten wir uns als Motiv das Schweriner Schloss ausgesucht. Hier die Kursbeschreibung

Das Schweriner Schloss ist eines der bekanntesten Motive in Mecklenburg – Vorpommern. Um ein stimmungsvolles Aquarell vom Schloss und der Umgebung zu malen, kommt es darauf an, die Silhouette des Schlosses zu erfassen. Frank Koebsch zeigt Ihnen, wie Sie ohne Kenntnisse von Perspektive und Architektur das Schweriner Schloss malen können.
Begonnen wird mit kleinen Farbstudien im Schlosspark. Danach erfolgt in der VHS die Erarbeitung des großen Aquarells.

Hier ein paar Schnappschüssen von unserem Skizzieren und Aquarellieren am Schweriner See sowie eines meiner Aquarelle. Wir hatten wunderbares Wetter und einen tollen Blick auf Schloss. Die goldene Kuppel glänzte wunderbar, denn die Sonne hatte unser Motiv ganz toll ausgeleuchtet.

.

.

Am Nachmittag haben wir dann unsere Aquarelle in den Räumen der VHS Schwerin fertig gestellt. Es war ein schöner Tag und ich freue mich auf die kommenden Malreisen und Aquarellkurse. In den nächsten Tagen werde ich um Rahmen der Malreise Faszination Rügen gemeinsam mit Malschülern an der Ostsee malen.

Naturmalkurse – Aquarelle aus der Natur

Naturmalkurse – Aquarelle aus der Natur

Der NDR dreht einen Film über meine Aquarellkurse und Malreisen

.

Vor einigen Wochen hatte ich in Zusammenarbeit mit dem Zoo Rostock eine neue Veranstaltungsreihe von Malevents für Familie und Aquarellkurse angekündigt. Es macht einfach Spaß in der Natur zu malen und der Zoologische Garten Rostock bietet hierfür einiges – wunderbare Rhododendronblüten im Mai und prachtvolle Dahlien im frühen Herbst und eine Vielzahl von interessanten Tiere. Auch wenn die Tiere „nur“ in Gehegen zu sehen, ergeben sich sehr viele naturnahe Szenen. Auf dieses Angebot der Malevents und der Aquarellkurse im  Rostocker Zoo und meine Malreisen zu den Kranichen, auf Rügen und an die Ostsee nach Kühlungsborn ist der NDR aufmerksam geworden. Sophia Vortmann, eine Mitarbeiterin des NDR, hatte die Idee, mich bei einem Aquarellkurs im Zoo zu begleiten und ein paar Szenen zu drehen, wie ich plein air malen. gerne erinnere ich mich noch an den Beitrag „Zwischen Pinsel und PC“ , denn das NDR Nordmagazin im Rahmen der Berichterstattung über unsere Ausstellung  “Jazz meets Fine Arts” in der Galerie im IPP anlässlich der XXXX. Eldenaer Jazz Evenings zeigte. Dazu hatte mich damals ein Kamerateam einen Tag begleitet. Solche Beiträge sind immer eine schöne Anerkennung für die Arbeit und natürlich eine wunderbare Werbung. In Zusammenarbeit mit dem Rostocker Zoo und dem NDR entwickelte sich dann nach und nach die Idee für die Inhalte eines Sendebeitrages.

.

Aquarelle malen bei den Pinguinen des Rostocker Zoo´s

.

Bereits am 19. März 2016 hatten wir uns zu einem Malkurs bei den Pinguinen des Rostocker Zoos getroffen und der NDR begleitete uns mit Kamera und Mikrophon. Die Pinguine gehören zu den beliebtesten Tieren im Zoo. Es macht einfach Spaß, die Vögel mit ihrem Frack und dem watschelnden Gang an Land zu beobachten. Aber so richtig in ihrem Element sind die Pinguine erst im Wasser und es ist einfach toll, wenn sie pfeilschnell durch das Wasser schießen. Zu Beginn der Kurse erhalten wir immer eine kleine Führung und erfahren so viel Wissenswertes über die Humboldt Pinguine unsere Motive. Solche „hautnahen“ Beobachtungen der Tiere sind natürlich ideal, um die Pinguine zu skizzieren und zu fotografieren. Eine Tierpflegerin hatte für uns eine Fütterung vorbereitet. Sie hatte über eine halbe Stunde alle unsere Fragen beantwortet. Mit neuen Wissen über die Anatomie, mit unseren Skizzen und der Fotos hatte wir eine gute Grundlage, um Pinguin Aquarelle zu malen. Gemalt haben wir entweder auf den Staffeleien direkt am Gehege oder in der Eisbärenstube. Wir haben die Wärme in dem Kursraum des Zoos genossen, denn die Märzsonne reichte auf Stunden nicht aus  uns zu wärmen. Es hat allen Malschülern Spaß gemacht. Es sind einige gute Aquarelle entstanden, so dass die Kameras schnell vergessen waren.

.

.

Malen am Nienhägener Strand

Nach dem Aquarellkurs bei den Pinguinen im Rostocker Zoo, wollte Frau Vortmann noch einige Szenen einfangen, wie ich in der Natur male. Nun wenn man viel mit den Malzeug und der Kamera unterwegs ist, lernt man viele interessante Orte zum Malen kennen. Ich mag z.B. besonders den Strand bei Nienhagen.  In Nienhagen haben wir einen wunderbaren Strand mit Buhnen, die Steilküste und den Gespensterwald. Dieses sind wunderbare Motive und ich bin oft mit Malschülern dort unterwegs und das Malen an der Ostsee macht dort immer wieder Spaß. Gerade im Frühling an der Ostsee ist dieses ein idealer Ort zum Malen. Hier ein paar Schnappschüsse von der wunderbaren Lokation und dem Abschluss eines aufregenden Tages.

.

.

Nun bin ich gespannt, wie ein Flitzbogen auf den Sendebeitrag des NDR. Wenn Sie Interesse haben, können Sie im Rahmen der Sendung Nordtour am Sonnabend den 09. April 2016 ab 18.00 Uhr. Hier der Text aus der Vorankündigung der Sendung:

Naturmalkurse: Aquarelle der Natur

Künstler Frank Koebsch aus Sanitz bietet Aquarellkurse und Malreisen zu Tier- und Naturthemen in Mecklenburg-Vorpommern an. Er ist mit den Teilnehmern zum Beispiel im Gespensterwald Nienhagen und bei den Pinguinen im Rostocker Zoo unterwegs.

.

Die Nordtour des NDR berichtet über Naturmalkurse - Aquarelle der Natur von Frank Koebsch
Die Nordtour des NDR berichtet über Naturmalkurse – Aquarelle der Natur von Frank Koebsch

.

Vielleicht hat Sie ja dieser Artikel oder der Beitrag in der Nordtour neugierig gemacht, und Sie haben Lust mich auf einen der Aquarellkurse im Rostocker Zoo oder einer der Malreisen zu begleiten, dann finden Sie auf unserer Web Seite immer die aktuellen Angebote.

Ich würde mich freuen, gemeinsam mit Ihnen Aquarelle in der Natur zu malen.

Materialempfehlung für eine Malreise

Materialempfehlung für eine Malreise

.

Ich werde immer wieder nach einer Materialliste für meine Aquarellkurse und Malreisen gefragt. Ich tue mich schwer, anderen vorzuschreiben, womit und wie sie malen sollen. Das Material, das man benutzt, ist in der Regel auf persönliche Eigenheiten und Bedürfnisse zugeschnitten. Aus diesem Grund habe ich meine Materialien aufgelistet, die ich nutze,  wenn ich mit  meinem Malzeug an der Ostsee unterwegs bin. Bitte verstehen Sie die  aufgeführten Materialien als Anregung. Wenn Fragen für Sie offen sind, kontaktieren Sie mich einfach und lassen Sie uns über Ihre Fragen sprechen.

Zum Skizzieren

je nach Vorlieben Bleistifte, Aquarellstifte, Radiergummi, Anspitzer

  • Bei Bedarf ein Skizzenbuch oder –block
  • Ich werde in den meisten Fällen mit Bleistift oder dem Pinseln direkt auf dem Aquarellpapier skizzieren und dann die Skizze übermalen.

Meine Kamera begleitet mich auf allen Ausflügen. Ich nutze sie als Skizzenblock, insbesondere wenn sich das Wetter schnell ändert und oder sich die Motive bewegen.

Stifte zum Skizzieren u.a. (c) Frank Koebsch
Stifte zum Skizzieren u.a. (c) Frank Koebsch

Wasserbehälter

  • Meist müssen wir unser Malwasser zu den Motiven tragen. Bitte bringen die eine unkaputtbare Flasche ca. 1,5 Liter Fassungsvermögen mit.
  • Der Wasserbehälter für das Malen sollte ausreichend groß sein. Ich nutze einen kleinen Spielzeugeimer aus Plaste, der leicht ist und nicht kaputt geht.
  • Wer sehr gerne Nass in Nass malt sollte eine Wassersprühflasche dabei haben, da bei schönem Wetter der Seewind unsere Blätter schnell trocknen wird.

Pinsel und Wassereimer (c) Frank Koebsch
Pinsel und Wassereimer (c) Frank Koebsch

Aquarellpapier

  • Ich empfehle für das Malen in der Landschaft Blöcke mit Aquarellpapier. Einzelne Blätter fliegen oft auch schon bei leichtem Wind weg, wenn sie nicht mit Klammern gesichert werden. Die Blöcke sollten rundum verleimt sein.
  • Ich bevorzuge Aquarellpapiere von Hahnemühle (30 x 40 cm oder größer) mit einem Gewicht von 300 g / m2. Je nach Malweise und Motiv nutze ich z.B. Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo, Aquarellkarton Cornwall oder Britannia. Meine Empfehlung: Malen Sie auf dem Papier, welches Ihre Malweise unterstützt. Hierbei kann ein kleiner Test von verschiedenen Aquarellpapieren helfen.

Hahnemühle Aquarellpapiere, ich häufig nutze (c) FRank Koebsch
Hahnemühle Aquarellpapiere, ich häufig nutze (c) FRank Koebsch

Aquarellfarben

Mein Farbkasten (c) Frank Koebsch
Mein Farbkasten (c) Frank Koebsch

Aquarellpinsel

Ich habe in den vergangenen Jahren meine Pinselauswahl nur geringfügig geändert.

Meine Aquarellpinsel (c) Frank Koebsch
Meine Aquarellpinsel (c) Frank Koebsch
Was ich immer noch dabei habe, ist eine Rolle Küchenpapier, Tempotaschentücher und ein altes Handtuch, um Farbe vom Blatt abzutupfen, die Pinsel und den Malkasten zu säubern.

Bitte denken Sie für die Freiluftmalerei auch an windundurchlässige Kleidung, einen Sonnenhut oder Mütze und etwas Imbiss sowie etwas zu Trinken. Die Orte an denen wir malen, werden wir gemeinsam mit dem Auto anfahren. Von dem Parkplatz bis zu unseren Motiven können es einige Minuten Fußweg auf Wanderwegen sein. Bitte denken Sie deshalb an entsprechendes Schuhwerk und daran, dass Sie Ihre Malsachen u.a. tragen müssen. Ich bin immer mit einem großen Rucksack unterwegs, in dem die meisten Sachen ihren Platz finden. Wenn wir in der Landschaft malen, brauchen wir eine Sitzgelegenheit oder eine Staffelei. Viele Teilnehmer nutzen hierzu gerne Campinghocker oder Sessel. Ich nutze eine Feldstaffelei, auf der ich meine Blöcke  waagerecht legen und  meinen Wassereimer anhängen kann. 

meine Ausrüstung für Malreisen (c) Frank Koebsch
meine Ausrüstung für Malreisen (c) Frank Koebsch

Farben meines Malkastens:

Mein Farbkasten (c) Frank Koebsch
Mein Farbkasten (c) Frank Koebsch

Schmincke HORADAM Aquarellfarben

  • 101 Titan Deckweiß, 229 Nepalgelb, 215 Zitronengelb, 224 Kadmiumgelb hell, 226 Kadmiumgelb dunkel, 213 Chromgelb dunkel, 218 Lasurorange, 663 Sephiabraum, 654 Goldbraun, 661 Siena gebrannt, 649 Englisch Venez. Rot, 656 Lichter ocker, 214 Chrom Orange, 439 Kadmiumrot hell, 366 Dunkelrot, 525 Olivgrün gelblich, 521 Hookersgrün, 515 Grünoliv, 481 Coelinblau, 492 Preußischblau, 485 Indigo, 482 Delfblau, 787 Peynesgrau bläulich, 783 Peynesgrau, 780 Elfenbein Schwarz

Winsor & Newton Aquarellfarben

Wobei die Farben den persönlichen Farbempfinden  entsprechen sollten. Ich werde oft gefragt, warum ich so viele ähnliche Farben in meinem Kasten habe. Es geht bei Farbauswahl auch darum, ähnliche Farbtöne mit unterschiedlichen Eigenschaften zu haben, wie deckende und lasierende Farben.

Viel Spaß bei der Vorbereitung Ihrer Malreise.

P.S. Bei Interesse können die meine Materialempfehlung für eine Malreise  als pdf-Datei hier herunterladen.

Jacqueline Boulanger und Band beim „Jazz in den Ministergärten“

Jazz Motive für Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen

.

Stillleben - bevor es los geht (c) Jazz Aquarell von Frank Koebsch
Stillleben – bevor es los geht (c) Jazz Aquarell von Frank Koebsch

Ich hatte in den vergangenen Tagen von meiner Ausstellung „Jazz (aquarelle) in den Ministergärten“ berichtet. Im Rahmen des Jazzfestivals „Jazz in den Ministergärten“ trat Jacqueline Boulanger und Band auf. Jacqueline Boulanger hatte den Abend der Ausstellungseröffnung mit ihrer Musik verzaubert. Die Stimmung lebte bereits, bevor es los ging, denn die Instrumente und das Licht auf der Bühne … verführte mich zu einem ähnlichen Anlass, dass Jazz AquarellStillleben – bevor es los geht“ zu malen. Als dann Jacqueline Boulanger und Band loslegten, saßen wir in der ersten Reihe genossen den Jazz. Susanne Haun als meine Begleitung für den Abend und ich waren auf Grund meiner Ausstellung dort als „VIPs“ und ehe wir uns versahen, hatten wir interessante Gesellschaft an unserem Tisch. Es setzte sich eine Dame an unseren Tisch, die sofort anfing die Szenen auf der Bühne zu skizzieren. In der Pause konnte ich nicht anders und sprach die Dame an. Wie sich herausstellte war es Gisela Kurkhaus-Müller. Na klar plauderten wir in der Pause und durften auch einen Blick in ihr Skizzenbuch schauen. Es ist schon interessant, wie unterschiedlich wir drei mir der Inspiration durch die Musik umgehen. Ich habe diese Fotos gemacht, Susanne hatte einige Skizzen vom Jazz in den Ministergärten auf ihrem Blog gezeigt und Giesela Kurhaus-Müller füllte auf Ihre Art und Weise ihr Skizzenbuch.

Ich möchte mich bei Jacqueline Boulanger für Ihre Musik und die Anregungen zu neuen Jazz Aquarellen bedanken. Es wird sicher in den nächsten Monaten dieses oder jenes Aquarell nach den Fotos entstehen.

Welche Bedeutung haben Vorlagen für ein eigenständiges Bild?

Die achte Etappe unserer Blogparade: 10 Fragen zu Kunst

.

Helen Königs hat Anfang der Woche in ihrer Blogparade gefragt: „Welche Bedeutung haben Vorlagen für die Entstehung eines eigenständigen Bildes?” Spielt es eine Rolle ob ich z.B als Vorlage direkt vor der Natur male/zeichne, eine fremde oder eigene Fotografie nutze, nach einer Skizze arbeite, aus erinnerten und inneren Bildern schöpfe, oder Verschiedenes mixe? Sollte die Wahl der Herangehensweise auch ein Kriterium für den Wert eines Bildes sein? Oder können die unterschiedlichen Methoden, wonach ein gemaltes oder gezeichnetes Bild entsteht, gleichwertig nebeneinander stehen; zählt nur das Ergebnis?

Göhrener Aussicht (c) Aquarell von Frank Koebsch
Göhrener Aussicht (c) Aquarell von Frank Koebsch

Nur ca. 10% meiner Aquarelle entstehen vor Ort, plein air. Es macht riesigen Spaß in besondere, wenn man zusammen mit anderen malt, wie z.B. hier an der Stadtmauer von Rostock mit Andreas Mattern und Frank Hess oder hier auf einer Malreise auf Rügen mit Oskar Brunner. Das Malen vor Ort hat seine Vorteile, die Eindrücke beim Malen vor Ort sind intensiver. Der Maler wird durch den Gesamteindruck beeinflusst, das Licht, Wind, der Geruch, die Geräuschkulisse beeinflussen die Gesamtwahrnehmung. Das Malen vor Ort ist ursprünglicher und hat einen sehr großen Einfluss auf das entstehende Bild. Als ein Beispiel für eine solche Arbeitsweise habe ich das Aquarell Göhrener Aussicht eines meiner Rügen Aquarelle ausgesucht. Hier finden Sie ein paar Fotos die beim Malen des Aquarells entstanden sind.

Aber das Malen vor Ort hat auch seine Nachteile. Man muss Zeit und Muße haben. Wer schon mal mit Wind, Regen, Mücken, Hitze, Kälte beim Malen gekämpft hat, schätzt dann auch die Arbeit zuhause oder im Atelier. Viele unterschätzen auch das sich veränderte Licht im Laufe des Tages und wundern sich, dass einen unbeteiligten Betrachter sofort auffällt, dass etwas mit Licht und Schatten im Bild nicht stimmt 😉 Das Malen plein air macht Sinn bei Landschaftsmalerei, Bilder von Dörfern und Städten u.a. Doch bei sich stets ändernden Motiven für meine Aquarelle, wie Kraniche, Möwen, Kindern auf einem Karussell, Aquarelle mit Motiven aus dem Bereich Ballett und Tanz oder Jazz macht es Sinn vor Ort zu skizzieren oder zu fotografieren. Ich zeichne und skizziere nach meiner Einschätzung zu wenig. Ich  erkunde meine Motive mit meinen Kameras und sammle die Fotos auf meiner Festplatte. Dann irgendwann wenn ich Lust auf dieses Motiv habe, setze ich mit den Fotos auseinander. Ich arbeite wenn es immer geht mit eigenen Fotos. Weil ich durch die Beschäftigung mit meinen Fotos einen Teil des Gesamteindruckes, das Licht, Wind, der Geruch, die Geräuschkulisse, die Stimmung,… wieder  abrufen kann.

Die ersten Blüten der Magnolie (c) Aquarell von Frank Koebsch
Die ersten Blüten der Magnolie (c) Aquarell von Frank Koebsch

Eine Geschichte, die in diesem Zusammenhang für meine Arbeitsweise typisch ist, ist die Entstehung des Aquarells Die ersten Blüten der Magnolie. Ich hatte in einem Interview erzählt, wie dieses Bild entstanden ist. Ich hatte die Nase voll von dem Grau des Winters, sehnte mich nach dem Frühling, habe meine Fotos im ICE nach München rausgesucht und im Hotel, das Aquarell gemalt.

Indian Summer am Tegernsee (c) Aquarell von FRank Koebsch
Indian Summer am Tegernsee (c) Aquarell von FRank Koebsch

Manchmal, z.B. bei Auftragsarbeiten, arbeite ich auch mit fremden Fotos. Dieses fällt mir dann schon schwer und brauche eine ganze Zeit, um in das Motiv hineinzukommen. Aber manchmal ergeben sich doch gute Ergebnisse wie hier das Aquarell Indian Summer am Tegernsee 😉 Fotos ermöglichen, wenn man nicht für die Auftragsarbeit vor Ort sein kann und einen guten Standort für ein Bild wählen kann auch, die Möglichkeiten von Montagen. Mit Erfahrung, künstlerischer bei der Motivgestaltung und einer Einarbeitung können so auch nach fremden Fotos gute Aquarelle entstehen.

.
Schauen Sie mal auf den Blog von Helen Königs und beteiligen Sie sich an der Diskussion, es lohnt sich, denn am Sonntag wird Helen ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und ihr Acryl auf Pizzakarton verlosen.

Helen Königs„Strandhaus 6″,Acryl auf Pizzakarton; genäht auf  Passepartout, 15 x 15 cm, 2011

Strandhaus (c) Acryl auf Pizzakarton Helen Königs
Strandhaus (c) Acryl auf Pizzakarton Helen Königs

.

Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler + Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler

Was zeichnet ein gutes Aquarell für mich aus?

Was zeichnet ein gutes Aquarell für mich aus?

.
Nun ich habe mir die am meisten angeklickten Aquarelle in kunstnet und in Artoffer aufgelistet, um mich dieser Frage zu nähern, denn die Aussagen von  Andreas Mattern, Bernhard Vogel, Roland Haas und Heinz Schweizer passten irgendwie nicht zu mir. Ich bin nicht der spontane Aquarellist, der Nass in Nass seine Motive aufs Papier zaubert. Viele meiner Aquarelle, die ich mag, sind aus einer „intensiveren“ Auseinandersetzung mit einem Thema entstanden. Also versuche ich es mal mit folgender Aussage:

Wenn aus meinen Vorstellungen auf dem Untergrund bewusst gesetzte Lasuren und zu fällige Farbverläufe sich so ergänzen, dass ich es schaffe die Stimmung, das besondere Flair eines Motivs und die wichtigen Formen einzufangen, dann kann ein gutes Aquarell entstehen.

Hier ergänzen sich für mich Vorarbeit wie das Fotografieren, vorzeichnungen und das Skizzieren mit den Möglichkeiten des Aquarells auf dem Papier in dem Moment des Malens.

Die folgenden Aquarelle sind aus meiner Sicht gelungen 😉

Die ersten Blüten der Magnolie (c) Aquarell von Frank Koebsch
Die ersten Blüten der Magnolie (c) Aquarell von Frank Koebsch
Möckelhaus (c) Aquarell von Frank Koebsch
Möckelhaus (c) Aquarell von Frank Koebsch
Schlepper im besonderen Licht (c) Aquarell von FRank Koebsch
Schlepper im besonderen Licht (c) Aquarell von FRank Koebsch
Mohn im Klostergarten (c) Aquarell von FRank Koebsch
Mohn im Klostergarten (c) Aquarell von FRank Koebsch

Aber ich habe bestimmt zwanzig / dreißig Bilder, die ich besonders mag.

Nun bin ich aber gespannt: Wie stehen Sie zu meiner Definition eines guten Aquarells und den gezeigten Bildern?

Arbeit mit Skizzen und Probebildern (Teil 2)

Für mich ist das Fotografieren und eine Vorzeichnung die richtige Lösung

Nun vor einigen Tagen hatte ich bereits einen Artikel zu diesem Thema geschrieben. Ob man bei Aquarell vorzeichnen soll, hierzu werden von etlichen Malern verschiedene Auffassungen vertreten.

Das eine Lager postuliert:

Ein wirkliches Aquarell wird schnell in flüchtiger Malweise Nass in Nass erstellt. ( ??? )

Andere bekennen sich zu Ihren Vorzeichnungen, Probe- oder Übungsbilder und gehen ganz gelassen mit diesem Thema um. Je nach subjektiver Schwierigkeit werden Bleistiftskizzen, Farbskizzen, Vorzeichnungen auf dem Blatt mit Bleistift, Aquarellstift oder Lasuren erstellte. Wenn Sie etwas Zeit haben, schauen Sie sich das Video „Der Hafen von Rovonj / Kroatien von Wolfgang Baxrainer an. Er macht aus seiner Sicht und seinen Beobachtungen von Aquarellisten aus Australien, England und den USA einige Aussagen zu diesem Thema.

Nun ja aus dem Erleben und dem gemeinsamen Malen mit anderen Aquarellisten kenne ich die unterschiedlichsten Vorgehensweisen. Nun ja ich bin der Meinung, dass es kein richtig oder falsch gibt, warum auch, denn nur das Ergebnis zählt. Ich mache, dass womit ich mit wohlfühle ;-). Dieses ist zu 90% eine Annäherung an das Motiv über viele Fotos. Hier kann ich aus allen Lagen, Lichtverhältnissen, typische Posen, Bewegungen über eine längere Zeit einfangen. Egal ob es ein Jazzkonzert ist oder Szenen von Kindern die Laterne gehen oder oder..

Bei Themen, die für mich neu sind oder wo ich eine Unsicherheit verspüre,  erstelle ich dann einige wenige Skizzen oder Probebilder. Ich hatte für das Thema Ballett und Tanz sowie den Badeszenen meine Versuche vorgestellt.  Ein Thema, welches ich schon immer anfassen wollte, aber es noch nie geschafft habe, war die Darstellung von Gläsern, Glasvasen u.a. mit der Vielzahl von verschiedenen Reflektionen. Hierzu hatte ich in der Vergangenheit immer wieder einmal ein paar Skizzen oder Probeblätter gewagt. Nur eines ist davon übrig geblieben, welches ich Ihnen heute zeigen möchte.

Wie gehen Sie mit dem Thema Skizzieren und Probebilder um? Für mich ist das Fotografieren und eine Vorzeichnung die richtige Lösung. Zu mindestens z.Z. 😉

Skizze Glas (c) Frank Koebsch
Skizze Glas (c) Frank Koebsch

Arbeit mit Skizzen und Probebildern (Teil 1)

Zeichnen als Handwerkszeug

ich wurde in den letzten Wochen mehrmals sinngemäß gefragt, wie viele Skizzen ich vor einem Bild mache, wie mein Skizzenbuch aussieht, wie viele Probebilder ich mache.

Also habe ich mal beim Aufräumen unseres Papiers mal auf Skizzen u.a. geachtet. Nun viel habe ich aber nicht gefunden. Denn ich skizziere fast nie auf einen Block. Meist nehme ich mir nicht die Zeit vor Ort, sondern greife zur Kamera. Klar wäre die Arbeit mit Skizzen zur Form, zu Licht und Schatten, mit Angaben zu den Farbtönen eine gute Vorbereitung für ein Bild. Gleichzeitig würde es das Sehen und meine zeichnerischen Fähigkeiten schulen.

Nun ja, was soll ich sagen, entweder bin ich zu faul, nehme mir die Zeit nicht oder habe evt. auch die Zeit vor Ort nicht. So sind nur ganz wenige Skizzen auf ein paar losen Blättern entstanden und auch nur ein paar Probebilder. Meist nur bei Auftragsarbeiten oder neuen Themen an die ich mich herantasten muss. Ein Thema bei dem ich Skizzen in Aquarell erstellt hatte, war das Thema Ballett und Tanz. Ich hatte diese Skizzen schon einmal vorgestellt und unter dem Button Menschen auch die dazu gehörigen Aquarelle.

Es gibt noch eine Serie von Bildern, bei denen ich im Vorfeld ein paar Skizzen auf Blatt gebracht habe, meine Serie zum Binzer Strand- und Badeleben. Da ich nach den Skizzen befragt wurde, möchte ich diese hier auch zeigen.

Skizze Badeleben 1 (c) Frank Koebsch
Skizze Badeleben 1 (c) Frank Koebsch

Skizze Badeleben (c) Frank Koebsch
Skizze Badeleben (c) Frank Koebsch

zaghafte Versuche

Bleibt nur die Frage, ob ich in der Lage bin die Motive ganz frei auf das Blatt zu bringen. 😉 Nein, das kann ich nicht. Wenn ich Vorort male, versuche ich meist mit einer Vorzeichnung  aus einer ganz dünnen Lasur die Bildkomposition und das Motiv mit dem Pinsel zu skizzieren. Wenn ich dann zuhause male und es Motiv mehr erfordert, erstelle ich eine detaillierte Skizze auf Blatt. Diese Vorgehensweise habe ich mehrmals in meinen Step by Steps beschrieben.