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Posts Tagged ‘Sonnenlicht’

Winterabend © Aquarell von Frank Koebsch

Winterabend © Aquarell von Frank Koebsch

Ein Aquarell für die Advents- und Weihnachtszeit

 

In den vergangenen Tagen hatte der Winter uns ein paar Schneewolken über Sanitz beschert.  Genau der richtige Zeitpunkt um am dritten Advent ein wenig von einer weißen Weihnacht zu träumen. Aber wir werden uns auch in diesem Jahr wohl Winter– und Weihnachtsaquarellen trösten müssen, wenn man dem Wetterbericht glaubt. Die Adventszeit ist die Zeit für Winteraquarelle, also habe ich in den vergangenen Tagen versucht ein neues Aquarell zu malen. Der Winter an der Ostsee und in Mecklenburg Vorpommern bietet immer wieder herrliche Motive.

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Für mein neues Winteraquarell habe ich mir die schneebedeckten Felder hinter Sanitz am Abend als Motiv ausgesucht. Es ist ein kleiner Wintertraum bei Sonnenuntergang. Ich mag die Stimmung, wenn die Sonne den Schnee färbt, dann vermitteln die Winteraquarelle, dass es weihnachtet. Hanka hatte in ihrem Aquarell „Dezemberlicht“ die Stimmung nach dem Sonnenuntergang eingefangen. In der Blauen Stunde schimmert die Schneeoberfläche blau violett. In meinem Aquarell „Winterabend“ ist die Sonne noch einige Minuten vom Horizont entfernt. Sie färbt den Himmel unter den Schneewolken gelb und orange. Auch die Schneeoberfläche beginnt sich mit den Schatten und dem Sonnenlicht zu verändern. Noch ist der Einfluss des Lichts gering. Der Schnee auf dem Zaun, den Bäumen und den Büschen leuchtet noch im dem ursprünglichen Weiß. Es war für mich eine wunderbare Stimmung an diesem Winterabend, doch sehen Sie selbst.

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Winterabend (c) Aquarell von Frank Koebsch

Winterabend (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Ich habe das Bild „Winterabend“ mit meinen Aquarellfarben von Schmincke auf dem Aquarellpapier Britannia 300 g/m2 matt von Hahnemühle gemalt. Für dieses winterliche Landschaftsaquarell ist dieses aus meiner Sicht eine gelungene Kombination von Aquarellpapier und -farben, um die notwendigen Kontraste und Verläufe zu realisieren. Die Farbigkeit des Aquarells spiegelt gut die Stimmung eines Winterabends in der Vorweihnachtszeit wieder.

Ich bin gespannt, welche Entdeckungen der Winter noch als Motive für neue Winteraquarelle bereit hält. 😉

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Aquarell „Winterabend“ im Format 24 x 32 cm

Bei Interesse können Sie das Aquarell „Winterabend“ im Format 24 x 32 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

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Sanitzer Kirche im Sonnenlicht (c) Aquarell von Frank Koebsch

Aquarell „Sanitzer Kirche im Sonnenlicht“

Licht und Menschen beleben Aquarelle

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Nun wir leben gerne in Sanitz in der Nähe der Ostsee und bei Rostock. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich hier auf meinem Blog in den vergangenen Wochen und Monaten hatte ich auch immer wieder Fotos und Aquarelle aus unserer Heimatgemeinde Sanitz veröffentlicht habe. Auch wenn die Adventszeit die Zeit für Winter– und Weihnachtsaquarelle ist, möchte ich heute ein Bild vorstellen, dass eher in den Frühling oder den Herbst passt. Gerade im Herbst mit den bunten Blättern sind hier einige interessante Bilder entstanden, wie zum Beispiel die Aquarelle „Blick auf das Lüsewitzer Schloss“ und „Herbst in Sanitz“.  Wenn man in den kleinen Dörfern und Städten oder deren Umland unterwegs ist, dann sieht man immer wieder die Kirchen in unserem Land. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Sanitzer Kirche auch immer wieder als Motiv in meine Aquarelle „gemogelt“ hat. Die Sanitzer Dorfkirche ist zum Beispiel in den Winter AquarellenSchneewolken über Sanitz“ und „Wintertraum“ zu sehen.  Hier eine kleine Reihe von Aquarelle mit der Sanitzer Kirche.

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Ich mag diese kleinen Kirchen, weil man bei ihnen die Geschichte unseres Landes sieht und erleben kann. Die Sanitzer Kirche wurde im Stil des Übergangs von der Romanik zur Gotik aus Feldsteinen errichtet und wird 1265 zu ersten Mal in den Geschichtsbüchern erwähnt. Mit ein wenig Phantasie kann man sich ausmalen, wieviel Freud und Leid sich in den vielen Jahrhunderten mit dem Leben in Sanitz und der Kirche verbunden sind. Einen Eindruck kann man schon bekommen, wenn man sich die Friedhöfe rund um die kleinen Kirchen anschaut. Dieses ist auch der Grund, warum in einigen meiner Aquarellen mit den Kirchen auch der Gottesacker zu sehen ist. Viele scheuen sich Grabsteine in ihren Bildern zu malen. Hier spielt sicher ein wenig die Achtung vor den Toten und ihren Gräbern mit, aber auch dass in unserer Kultur der Tod in den Gesprächen und am besten auch in unseren Wahrnehmungen ausgeklammert wird. Ich versuche dieses immer wieder aufzubrechen, in dem ich den Friedhof belebe, in dem ich Menschen auf den Gottesacker male. Vielleicht eine kleine Anleihe an Goethes Osterspaziergang

„…

Alles will sie mit Farben beleben;

Doch an Blumen fehlts im Revier,

Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

…“

Gute Beispiele sind hierfür die beiden Aquarelle „Wurzeln des Mönchguts“ und „Kirche in Groß Zicker“. Also habe ich in meinem neuen Bild „Sanitzer Kirche im Sonnenlicht“ ebenfalls alte und junge Menschen in das Aquarell gemalt. Um die nötige Leuchtkraft und Kontraste zu realisieren, habe ich zu meinen Aquarellfarben von Schmincke das Aquarellpapier Cornwall 450 c / m2 matt von Hahnemühle gewählt. Aus meiner Sicht eine wunderbare Kombination für ein so kontrastreiches Bild, doch sehen sie selbst.

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Sanitzer Kirche im Sonnenlicht (c) Aquarell von Frank Koebsch

Sanitzer Kirche im Sonnenlicht (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Es hat Spaß gemacht die Sanitzer Kirche im Sonnenlicht gemeinsam mit den Menschen zu malen, denn das Licht und die Menschen beleben das Motiv.


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Sanitzer Kirche im Sonnenlicht (c) Aquarell von Frank Koebsch

Aquarell „Sanitzer Kirche im Sonnenlicht“ im Format 20 x 50 cm

Bei Interesse können Sie das Aquarell „Sanitzer Kirche im Sonnenlicht“ im Format 20 x 50 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

€225,00

Wie malt man einen Himmel? (3)

8. Februar 2011 2 Kommentare

Nicht immer ist der Himmel blau…

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„Nicht immer ist der Himmel blau. Unglaublich viele Farbschattierungen lassen sich in einem zu malenden Himmel entdecken…“ schreibt Wolfgang Baxrainer in dem Artikel „Fachkunde – Die Farben in der Aquarellmalerei“ in der Zeitschrift Palette und Zeichenstift, Ausgabe 1 / 2011.

Wolfgang Baxrainer zeigt in ein paar schnellen Aquarellen – „ Fünf-Minuten-Skizzen“, wie er Landschaften gestaltet und die Wirkung der Landschaften durch einen „gelungenen“ Himmel unterstreicht. Hierzu gehört auch, dass er  bei Bedarf Siena natur, Siena gebrannt, Magenta in den Himmel einfügt. Nun ich hatte ja in dem Artikel Wie malt man einen Himmel? (2) „Bei einem gelungenen Himmel ist der „Rest“ oft nur Staffage …“ Aquarelle mit verschiedenen fast blauen Himmel bei ganz unterschiedlichen Stimmungen vorgestellt. Aber ich kann auch anders 😉

Ein Winternachmittag über Rostock (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ein Winternachmittag über Rostock (c) Aquarell von Frank Koebsch

Also habe ich mal in meinen Bildern gestöbert und ein paar Aquarelle mit „farbigen“  Himmeln herausgesucht. Beginnen wir mit zwei Winteraquarellen mit klarem Himmel. Bei uns an der Ostsee gibt es im Winter in der Regel wenig Schnee. In den meisten Jahren haben wir längere Kälteperioden mit knackigem Frost und mit keinen oder nur wenig Schnee. An einem solchen typischen Winternachmittag mit kaltem Wetter ist das Aquarell Ein Winternachmittag über Rostock entstanden. Ich habe versucht entsprechend der frostigen Stimmung am späten Nachmittag das Aquarell mit minimalistischen Mittel zu entwerfen. Besonders kalt wird es wenn die Sonne am Horizont verschwindet. Die frostige Stimmung wird durch die leichten Gelbtöne am Himmel und dem Eis am Ufer unterstrichen. Die letzten Sonnenstrahlen färben den Himmel im Westen leicht „rosa“ und der Himmel spiegelt sich in der Warnow.

Fachwerk im Winter (c) Aquarell von Frank Koebsch

Fachwerk im Winter (c) Aquarell von Frank Koebsch

Mit einem hellen Gelb am Horizont habe ich auch Frost in den Himmel hinter dem fränkischen Fachwerk „gezaubert“. In dem Aquarell  Fachwerk im Winter finden sich die Farben des Himmels ebenfalls in den anderen Bildteilen wieder und vermitteln so eine frostige Stimmung.

Boot im Abendlicht (c) Aquarell von Frank Koebsch

Boot im Abendlicht (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ganz anders sieht es in dem Aquarell Boot im Abendlicht aus. Ich wollte eine Stimmung am Bodden nach dem Sonnenuntergang einfangen. Bei diffusem Licht der Dämmerung ist der wolkenbehangene Himmel noch von Rot und Orangetönen der untergegangenen Sonne durchzogen. Um die Stimmung real zu gestalten, muss sich das letzte Sonnenlicht auch auf den Naturholzflächen der Boote und der beige Sand am Ufer wieder finden lassen.  In diesem Bild habe ich die Orangetöne des Abendlichtes  nur dezent eingesetzt.

Anders habe ich die Organgetöne in dem Aquarell „Hafenwächter“ eingesetzt. Die Sonne ist im Hamburger Hafen untergegangen und hat den wolkenlosen Himmel orange gefärbt. Gleichzeitig taucht die Sonne die  Oberflächen der Kräne, Werftanlagen sowie der Lampe im Vordergrund in einem diffusen Rotton. Die hohen Aufbauten der Fähre sowie Möwe werden noch von dem restlichen Licht erreicht, im Gegensatz zur Wasseroberfläche, auf deren Wellen sich das Orange des Himmels wieder spiegelt.

Hafenwächter (c) Aquarell von Frank Koebsch

Hafenwächter (c) Aquarell von Frank Koebsch

In meinen Aquarellen bilden der Himmel und die anderen Bildelemente eine Einheit. Meine Aquarelle werden nicht durch den Himmel dominiert. Sondern alle Elemente des Bildes sollen die Stimmung unterstreichen. Die Aussage „Bei einem gelungenen Himmel ist der „Rest“ oft nur Staffage …“ passt nicht zu meiner Malweise. In einem kann ich Wolfgang Baxrainer nur Recht geben, ein schlechter Himmel vers… das ganze Bild. Schauen wir mal, ob dieses auch stimmt, wenn die Sonne untergegangen ist.

 

Nun in den drei Teilen der Artikelserie

habe ich am Beispiel einiger meiner Aquarelle die Gestaltung des Himmels gezeigt.

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