Es weihnachtet © eine Miniatur in Aquarell

Es weihnachtet © eine Miniatur in Aquarell

Frank Koebsch malt ein Winteraquarell auf einer Aquarellpostkarte von Hahnemühle

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Wenn es zu weihnachten beginnt, haben die Menschen Sehnsucht nach den Winterbildern. Ich habe in Vorbereitung des Aquarellkurses „Winteraquarelle – das Weiß im Aquarell“ bei Heinrich Hünicke eine kleine Miniatur in Aquarell als Vorlage für eine Übung gemalt. Über den Aquarellkurs werde ich später noch berichten. Heute will ich Ihnen vorstellen, wie die Miniatur als Aquarell auf einer Postkarte Schritt für Schritt entstanden sind. Es ist eine gute Übung, um mit Negativtechnik und einer Kombination von Lasuren und Nass in Nass Technik ein stimmungsvolles Aquarell zu malen. Begonnen habe ich im ersten Schritt mit einer sehr dünnen graublauen Lasur für den Hintergrund. Hierbei habe ich die schneebedeckte Tanne und die Reif bedeckten Gräser ausgespart. Dann geht es weiter mit einer dünnen Lasur im Vordergrund. Danach habe ich ein wenig Dunkelrot neben der Tanne und etwas Nepalgelb über die Gräser in den feuchte Lasur des Hintergrundes gegeben, um etwas Stimmung in das Bild zu zaubern. Wenn der Hintergrund trocken ist, wird eine weitere Lasur aufgebracht und eine weitere Tanne ausgespart. Dadurch, dass die vordere Tanne das Weiß des Aquarellpapiers besitzt und die zweite Tanne, eine leicht blaugraue Farbe besitzt, wandert diese optisch in den Hintergrund. Unterstützt wird dieses durch die geringere Größe der zweiten Tanne. Im nächsten Schritt werden die Tannen weitergestaltet, in dem das „Tannengrün“ eingebracht wird und zwar an den Stellen, an denen die Zweige den Schnee durchstoßen und zwischen den einzelnen „Etagen“ der Äste, wo kein Schnee hineinkommen kann.  Das Grün für die hintere Tanne wird mit etwas Blau vermischt, um sie optisch in den Hintergrund zu halten. Die Schattenbereiche zwischen den Zweigen werden mit Dunkelblau und Dunkelrot in der feuchten Lasur abgetönt. Auf der rechten Seite werden in die Winterlandschaft noch zwei kahle Laubbäume gemalt und der Hintergrund hinter den Gräser dunkler gestaltet. Durch den größeren Kontrast wirkt das Weiß der reifbedeckten Gräser viel intensiver. Immer wieder kontrolliere ich, wie das kleine Aquarell als Ganzes wirkt. Etwas Nepalgelb im Vordergrund schafft zum blaugrauen Hintergrund als Komplementärfarbe einen schönen Kontrast und erzeugt etwas mehr winterliche Stimmung. Mit etwas Sephia und dunklem Blau füge ich Schatten unter der Tanne und ein paar Grasbüschel dazu. Schritt für Schritt erhöhe den Kontrast unter der schneebedeckten Tanne, in dem ich den Schatten verstärke. Zum Abschluss noch eine wenige Nuancen mit Dunkelrot im Vordergrund und fertig ist das kleine Winter Aquarell ;-).

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Es weihnachtet (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch
Es weihnachtet (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch

Die Miniatur „Es weihnachtet“ zeigt einen kleinen Wintertraum im trüben Dezemberlicht. Für viele Malschüler ist die Negativmalerei ungewohnt und so sind solche kleinen Bilder die richtige Einstimmung für ein größeres Winterbild. Es hat Spaß gemacht gemeinsam mit anderen die „Geheimnisse“ der Aquarellmalerei für Wintermotive zu entdecken. Hierzu in den nächsten Tagen mehr. Wenn Sie an weiteren solche Beschreibungen, wie Aquarelle Step by Step entstehen hier ein paar weitere Beispiele:

Viel Spaß beim Ausprobieren 😉 Ich wünsche allen mit meinem kleinen Aquarell eine schöne Vorweihnachtszeit.

Martimes Material für unseren Garten

Buhnenkunst

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Möwe auf einer Buhne (c) Aquarell von Frank Koebsch
Möwe auf einer Buhne (c) Aquarell von Frank Koebsch

Am Wochenende waren wir wegen unserem Winterprojekt unterwegs.  Wir wollen unseren Garten umgestalten und und … Nun da wir (fast) an der Ostsee wohnen, kamen wir auf die Idee typische Materialien aus der Gegend einzusetzen.  So wollen wir Buhnen einsetzen ;-).  Jeder Ostseestrandabschnitten unterwegs war, an denen durch Stürme und Strömungen Stand abgetragen wird, kennt die Buhnenreihen im seichten Ostseewasser. Das Holz, in der Vergangenheit meist Tanne und Fichte, ganz wenig Eiche, wird durch das Salzwasser, die Steine und die Muscheln geformt….

Einer der Hauptfeinde der Hölzer im Wasser sind die Pfahlbohrmuscheln.

Sommertag am Alten Strom (c) Aquarell von Frank Koebsch
Sommertag am Alten Strom (c) Aquarell von Frank Koebsch

Diese Muscheln bohren lange Gänge in das Holz und machen es so anfällig.  Wenn nach den Pfahlbohrmuscheln andere Umwelteinflüsse ihr Werk  vollendet haben, wirken die Buhnen kurz über dem Meergrund wie von beiden Seiten angespitzt. So geschwächt können die Buhnen dem Druck der Wellen und des Eises nicht mehr wiederstehen, brechen ab und treiben auf.  Aus diesem Grund werden alte Buhnenreihen ausgetauscht und ersetzt. Die alten Buhnen sind wunderbare dekorative Stücke und auf Grund der Wirkung des Salzwasser durch und durch imprägniert und damit über Jahrzehnte haltbar.

Möwenflug bei kaltem Wetter (c) Aquarell von FRank Koebsch
Möwenflug bei kaltem Wetter (c) Aquarell von FRank Koebsch

Nun dieses haben schon viele Menschen vor uns entdeckt und wir haben uns bei einem Ansprechpartner informiert, der schon seit Jahren wirklich klasse Gebrauchsgegenstände und –kunst aus Buhnen und anderem Holz baut, z.B.:  Möbel für den Strand oder Garten, Stühle, Tische, Bänke, Lampen, Kunst, Accessoires, ….
Volker Werner ist durch seine Kunst bei uns im Norden seit Jahren bekannt und so haben wir Kontakt zu ihm gesucht, um uns beraten zu lassen. Hier eine Auswahl von Stühlen, Bänken und andern Gegenständen die Volker Werner aus Buhnen, anderen Schwemmhölzern und Treibgut gestaltet hat.  Schauen Sie mal rein es lohnt sich. Im Garten von Volker Werner reichte die Zeit nur für einen Schnappschuss. Mal sehen was aus unserem Gartenprojekt wird. Nun deshalb habe ich dann mal einige Aquarelle mit Buhnen herausgesucht 😉


Buhnen (c) Volker Werner
Buhnen (c) Volker Werner

P.S.: Besten Dank an Volker Werner für die Zeit, die Tipps und die Unterstützung.