Test von Aquarellpapier (Teil 2)

Test von Aquarellpapier (Teil 2)

.

Ich begonnen über einen Test von Aquarellpapieren zu schreiben, damit jeder Malschüler zu seinem Aquarellpapier finden kann. Ich habe hierfür vier Aquarellpapiere  ausgesucht, auf denen das gleiche Motiv gemalt werden soll. Als Papiere stehen für diesen Test, das

  • GERSTAECKER AQUARELL CLASSIC, 300 g / m 2
  • Hahnemühle „Britannia“, 300 g / m 2 , Matt
  • Hahnemühle „Cornwall“, 450 g / m 2, Rau
  • Hahnemühle Leonardo – Echtbütten, 600 g/m², Rau

zur Verfügung.

.

Vorgehen für den Test der Aquarellpapiere

.

Auf den vier verschiedenen Papieren haben wir dann in gleicher Malweise, die Motive entwickelt.

.

Papierproben (c) Frank Koebsch
Papierproben (c) Frank Koebsch
Schritt 1 - Anlegen der Hintergrundes (c) FRank Koebsch
Schritt 1 – Anlegen der Hintergrundes (c) FRank Koebsch

 

.

Im Schritt 1 ging es darum, den Hintergrund auf den Papieren zu gestalten. Wir haben hierzu einen hellgrünen Farbton gewählt und haben die Farbe satt aufgetragen. Bereits an dieser Stelle erleben alle schon eine Überraschung. Mit der gleichen Malweise werden auf allen vier Papieren ganz unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Für die meisten war interessant, dass für die Malerei auf den Büttenpapier Leonardo und der Oberflächenstruktur des Cornwall für den gleichen Farbton viel mehr Farbe gebracht wird, als für die geleimten Oberflächen den anderen beiden. Auf den Aquarellpapier Leonardo und Cornwall von Hahnemühle ließen sich für jeden am einfachsten einen gleichmäßigen Farbauftrag realisieren. Gut zu wissen, wenn man ein Aquarell mit einem gleichmäßig blauen Himmel realisieren will, denn hier können je nach Gestaltung des Bildes die Ausblühungen durch die wässrige Farbe störend sein.

.

Ergebnisse für das Anlegen des Hintergrunds (c) Frank Koebsch
Ergebnisse für das Anlegen des Hintergrunds (c) Frank Koebsch

.

In den nächsten Schritten haben wir die Blätter für die beiden Äpfel angelegt. Im Schritt 2 ging es darum auf einer kleinen Fläche mit blauer Farbe ein kleines Blatt auf den trockenen grünen Hintergrund anzulegen. Diese brachte auf allen vier Papieren ähnliche Ergebnisse. Anders sah es aus, als wir für den hinteren Apfel versuchten, im Bereich des Blattes die Farbe auszuwaschen. Das Auswaschen der Farbe war auf den geleimten Papieroberflächen des Gerstäcker Papiers und des Britannia von Hahnemühle am besten möglich, da die Farbe viel weniger in die Oberfläche des Papiers eindringt.

.

Schritt 2 - Anlegen eines Blattes mit Blau auf dem trockenen Hintergrund (c) Frank Koebsch
Schritt 2 – Anlegen eines Blattes mit Blau auf dem trockenen Hintergrund (c) Frank Koebsch

Auswaschen von Farbe (c) Frank Koebsch
Auswaschen von Farbe (c) Frank Koebsch

.

Im dritten Schritt wurde auf den trocknen grünen Hintergrund eine weinrote Farbschicht aufgebracht, um z.B. einen Unterlage anzudeuten auf der die Äpfel liegen. Auch hier sehen auf den einzelnen Papieren die erreichbaren Ergebnisse unterschiedlich aus. Wie beim Auswaschen der Farbe lösen sich die Pigmente auf den geleimten Oberflächen des Gerstäcker Papiers und des Britannia von Hahnemühle schnell und es wird in eine Farbmischung zwischen den grünen und roten Pigmenten erreicht. Im Vergleich dazu werden die Pigmente auf dem Büttenpapier Leonardo fast gar nicht angelöst. Damit lässt ich der Auftrag von Lasuren in verschiedenen Tönen sehr gut steuern.

.

Schritt 3 Weinroter Farbauftag mit einer Mischung der Pigmente auf dem Hahnemühle  Pappier Britannia (c) Frank Koebsch
Schritt 3 Weinroter Farbauftag mit einer Mischung der Pigmente auf dem Hahnemühle Pappier Britannia (c) Frank Koebsch

Schritt 3 Weinroter Farbauftag ohne einer Mischung der Pigmente auf dem Hahnemühle  Papier Leonardo (c) Frank Koebsch
Schritt 3 Weinroter Farbauftag ohne einer Mischung der Pigmente auf dem Hahnemühle Papier Leonardo (c) Frank Koebsch

.

In dem nächsten Schritt wird der linke Apfel mit einer wässrigen gelben Farbe gestaltet. Danach wird der gleiche Rotton mit dem der Untergrundangelegt wurde in das nasse Gelb eingebracht. Da bisher immer auf einem trockenen Untergrund gearbeitet wurde, werden hier zum ersten Mal die Unterschiede im Bereich der Nass in Nass Malerei zwischen den verschiedenen Papieren sichtbar. Wie schon aus der Erfahrungen bei Anlegen der Hintergründe ersichtlich, ergeben sich auf den geleimten Oberflächen des Gerstäcker Papiers und des Britannia interessante Verläufe, die sich kaum steuern lassen. In dem Foto mit dem Hahnemühle Cornwall Papier ist sehr gut erkennbar, dass sich hier die Verläufe gut steuern lassen.

.

Schritt 4 - gelbe Hinterlegung des Apfels auf dem Gerstäcker Aquarellpapier(c) FRank Koebsch
Schritt 4 – gelbe Hinterlegung des Apfels auf dem Gerstäcker Aquarellpapier(c) FRank Koebsch

Schritt 5 - in das nasse Gelb wird Weinrot eingebracht - Gerstäcker Aquarellpapier (c) Frank Koebsch
Schritt 5 – in das nasse Gelb wird Weinrot eingebracht – Gerstäcker Aquarellpapier (c) Frank Koebsch

Schritt 5 - in das nasse Gelb wird Weinrot eingebracht - Hahnemühle Cornwall (c) Frank Koebsch
Schritt 5 – in das nasse Gelb wird Weinrot eingebracht – Hahnemühle Cornwall (c) Frank Koebsch

Schritt 6 der rechte Apfel wird mit Rot und die Schatten mit Blau angelegt - Hahnemühle Papier Britannia (c) Frank Koebsch
Schritt 6 der rechte Apfel wird mit Rot und die Schatten mit Blau angelegt – Hahnemühle Papier Britannia (c) Frank Koebsch

.

Wenn der erste Apfel getrocknet ist, wird mit dem oben gewählten Rotton der rechte Apfel angelegt und mit Blau der Schatten auf dem hinteren Apfel und der Unterlage angelegt.  Der Gesamtvergleich im Test der Aquarellpapiere zeigt, dass sich auf allen der gewählten Papiere ansehnliche Aquarelle malen lassen, auch wenn die Ergebnisse durchaus unterschiedlich aussehen. Aber genau um diese Unterschiede geht es !!!!

Die Gegenüberstellung der einzelnen Bilder und ein Fazit für den Test der Aquarellpapiere veröffentliche ich in den nächsten Tagen. Schauen Sie also wieder einmal rein 😉

.

P.S. Hier finden Sie die anderen Artikel der zum Aquarellpapier

Wie „gut“ ist mein Blog im Vergleich?

Zwiespalt eines Bloggers

.

Ein wenig ist man als Blogger immer im Zwiespalt, denn den Blog wollte ich doch für die Interessenten an der Malerei und für mich schreiben. Wenn ich ehrlich bin schiele ich doch immer mit mindestens einem Auge darauf, wo kommen die Besucher her, wie entwickeln sich die Zugriffzahlen, was machen andere in Ihren Blogs. Ich habe immer gedacht, es ist schwer mit Themen rund um mein Hobby die Aquarellmalerei, Ausstellungsorganisation und die Vernetzung dieses Blogs im Vergleich zu „Profi“Künstlern und Blogs mit politischen und anderen netzafinen Themen wie SEO mitzuhalten.

Mit Ehrfurcht schaue ich darauf, was

erreichen. Schnell ist klar, der Blog ist nur ein Teil, des Auftritts, des Wirkens der Personen dahinter ist. Edward B. Gordon hat seine Story aufgebaut, jeden Tag mindestens ein Bild zu malen, in Netz zu stellen und zu vermarkten.  Susanne Haun organisiert eine Menge Ausstellungen, managed gemeinsam mit Andreas Mattern die Druckwerkstatt K-02, wird von viele Galerien vertreten und und… Martin Missfeld mit einem Studium der Freie Kunst / Malerei an der Universität der Künste Berlin, Meister Schüler von Georg Baselitz hat seine Kunst und sein Verständnis über das WEB in das Unternehmenskonzept der Firma DUPLICON eingebracht und eines seiner Standbeine ist das Thema SEO für Bilder und Videos.

Wie kann ich mich mit meinem Hobby und meinem Blog  in die Ranking Listen einreihen, denn über die Ausstellungen, die Konzepte sind die drei oben genannten Menschen viel, viel bekannter. So wird der Suchbegriff „Edward B. Gordon” ca. 1.000mal und “Edward Gordon” 9.900mal pro Monat in Google eingegeben und Martin Mißfeld hat 28.000 Besucher und 47.000 Seitenaufrufe im seinem Blog. Zahlen, die ich nie erreichen kann. 😉

Nun aber eines ist heilsam und Balsam für meine arme Bloggerseele, denn im Rahmen eines Ranking von Mecklenburg Vorpommern, hat sich dieser Blog auf Platz drei befunden und ich habe gelernt, dass nicht alle SEO Blogs erfolgreicher sind. Martin Mißfeld hat auf den Blog von BOHNCORE verwiesen und gebeten mal eigene Zahlen zu nennen.

  • Artikel in November:         25
  • Kommentare:                   32 (und 32 Antworten ;-))))
  • Besucher                         4.380
  • Seitenaufrufe                   10.894
    • 2,49 Seiten – oder Bilderaufrufe pro Besucher
Zugriffszahlen auf einzelne Seiten und Artikel (c) Frank Koebsch
Zugriffszahlen auf einzelne Seiten und Artikel (c) Frank Koebsch

Auf welche Seiten und Artikel wie oft zugegriffen wurde, können Sie dem Bild Zugriffszahlen auf einzelne Seiten und Artikel entnehmen. Was sich bei mir sehr positiv auswirkt sind mehrere Faktoren:

  • Die Artikelserie zu Aquarellen mit Wintermotiven aus diesem und vergangenem Jahr passend zum Wetter. 😉
  • Viele Besucher nutzen die Möglichkeit, wenn sie denn schon mal meinen Blog gefunden haben und schauen in die thematischen Galerien oben auf der Seite an. 😉
  • Ein wesentlicher Besuchermagnet ist die Veröffentlichung der Kalenderblätter. Hierzu hatte ich ja schon berichtet. 😉

Einnahmen aus meinen Blog habe ich keine, denn ich wehre mich tapfer gegen die Veröffentlichung von Werbung und freue mich, über die Akzeptanz meines Blog, insbesondere über das Feedback zu meinen Bilder und die Kommunikation mit Menschen zu den veröffentlichten Beiträgen als Kommentar in dem Blog, über E-Mail oder die Foren, in den ich meine Beiträge ebenfalls einstelle.

Informationsverteilung durch Vernetzung meines Blogs
Informationsverteilung durch Vernetzung meines Blogs

Das Erreichen der veröfentlichten Zahlen ist das eine, der Wissenzuwachs, der Spaß bei Schreiben für den Blog, das Feedback von anderen wiegen viel schwerer. Nun genug der Nabelschau und dem Traum ein wirklich wichtiger Blogger zu werden, ich nutze den Rest des Abends zu malen, bevor ich die nächsten Tagen in Frankfurt und Bonn meinem Job nachgehe.

Die Zeitschrift ART & GRAPHICS magazine

Ich hatte in der Vergangenheit schon mehrere Beiträge über Zeitschriften im Zusammenhang mit Malerei geschrieben. Hier hatte ich mich meiste auf die Zeitschrift Palette & Zeichenstift und die atelier bezogen. Bei der Aussage der atelier im November fällt mir gar nichts berichtenswertes ein.

Stattdessen möchte ich heute die Zeitschrift ART & GRAPHIC magazine vorstellen. Ich kenne diese Zeitschrift seit einigen Jahren, seit dem wir einige Workshops an der Akademie von Faber Castell besucht haben.  Warum erwähne ich diesen Zusammenhang? Ganz einfach Siegfried Hochstein ist Akademie Leiter und Herausgeber der Fachzeitschrift.

Ganz klar orientiert sich die Zeitschrift inhaltlich damit an Faber Castell und der Akademie. Dieses soll aber kein Makel sein, denn es werden neben Informationen zu den beiden genannten Unternehmen immer wieder gute Artikel zum Thema Malerei, Materialkunde. Über einzelne Künstler u.a. veröffentlicht. Wir haben diese Zeitschrift, wie alle anderen nicht abonniert, sondern ich gehe stöbern und entscheide, ob ich die vierteljährlich erscheinenden Hefte kaufe.. Das aktuelle Heft. Januar 2010 möchte ich Ihnen empfehlen, denn es sind einige interessante Artikel zu lesen. Doch hierzu in den nächsten Tagen mehr.

Einen unschlagbaren Vorteil hat für mich die Zeitschrift ART & GRAPHICS magazine gegenüber anderen. Wenn hier ein Artikel über die Eigenschaften von Farben, Pigmenten, Pinseln o.a. publiziert werden, bekommt der Leser eine sehr gute Übersicht über die Eignung des Materials in Bezug auf verschiedene Eigenschaften, wie z.B. bei Aquarellfarben zur Lichtechtheit, Lasurfähig, Deckkraft u.a. über verschiedene Hersteller und Produkte oder eines Herstellers. Andere Zeitschriften tun sich immer wieder mit Aussagen zu Produkten und Herstellen schwer. Als Beispiel sei der Artikel von Dr. Annette Kleine in dem Heft Januar 2010, S. 54 ff mit dem Titel „Pigmente: Sie machen nicht nur Künstlerfarben bunt“ – für mich ein guter Artikel.