Unsere verkauften Aquarelle und Pastelle im Jahr 2015

Unsere verkauften Aquarelle und Pastelle im Jahr 2015

Jahresrückblick 2015

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Ich hatte in den vergangenen Tagen eine Reihe von Artikeln gestartet, mit denen ich einen Rückblick auf die Entwicklung meines Blogs im vergangenen Jahr gewagt habe. Es war interessant zu sehen,

Aber genauso wie die Ausstellungen, die Pressearbeit und unsere Webseite soll mein Blog u.a. über unsere Aquarelle informieren und den Verkauf unserer Aquarelle und Pastelle fördern. So gehört zum Rückblick auf das vergangene Jahr auch zu schauen, welche Bilder wir verkaufen konnten. Die Motivationen, warum sich Menschen für unsere Aquarelle und Pastelle begeistern, sind ganz verschieden. Mal werden sie als Hochzeitsgeschenke, als Geburtstagsgeschenk oder als Geschenk in der Weihnachtszeit gekauft, mal aber auch ganz einfach, weil die Motive die Kunden begeistern. So ist es am Jahresende immer wieder spannend zu sehen,

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Welche Bilder konnten wir in Jahr 2015 verkaufen?

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Hier die Übersicht für das Jahr 2015 …

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Was sofort auffällt, ist das wir im vergangenen Jahr sehr viele Blumenaquarelle einen neuen Besitzer gefunden haben. Egal ob Mohn-, Löwenzahn-, Distel Aquarelle, Frühlingsblüher und Ostblüten in Aquarell ganz verschiedene Bilder mit Blumen und Blüten haben die Menschen begeistert. Dazu kamen einige wenige Möwen-, Kranich- und Wild life Aquarelle sowie zwei Ostsee Pastelle. Im Vergleich zu den verkauften Aquarellen im Jahr 2014, 2013 und 2012 ergibt sich eine ganz andere Verteilung der Motive. Was im Jahr 2015 noch geändert hatte, waren die Größen der verkauften Bilder. So wurden fünf Miniaturen in Aquarell und gar keine Formate größer 38 x 56 cm gekauft.  Aber mit 30 verkauften Bildern und etlichen Rapporten als Grundlagen für Stoffdesigns war das vergangene Jahr für uns sehr erfolgreich.

Für alle die jetzt sagen, das Bild hätte ich auch gerne gekauft, dem kann ich empfehlen, kaufen Sie eine Reproduktion von unseren Motiven. Wir bieten als Druck von unseren Aquarellen, eine Vielzahl von Möglichkeiten nach Kundenwunsch an. Bei Interesse kontaktieren Sie uns einfach.

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Wo wurden unsere Aquarelle und Pastelle gekauft?

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Im vergangenen Jahr konnten wir wieder vier Ausstellungen gestalten. Begonnen haben wir im Februar  mit Frühlingsaquarellen in der Galerie Severina. Im Mai folgten dann unsere Ausstellungen im Schloss Griebenow und im Krummen Haus in Bützow. Der Höhepunkt war dann unsere Teilnahme an dem Ausstellungsprojekt „Die falsche Blume“ im Kunstgewerbemuseum Dresden.
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Diese Ausstellungen sind wichtig für uns. Wir können unsere Bilder präsentieren, lernen neue Menschen kennen und die Medien tragen, dass ihre dazu bei. So erreichen wir Menschen im direkten Kontakt, die wir sonst nie kennengelernt hätten. Aber wie auch in den vergangenen Jahren, ist der unmittelbare Erfolg in Bezug auf den Verkauf recht gering. Wir konnten nur in der Ausstellung im Schloss Griebenow Hanka Aquarell „Frühling im Wald“ verkaufen. In der Weihnachtszeit hatte dann noch eine Besucherin dieser Ausstellung noch das Bild „Stiefmütterchen als Frühlingsgruß“ erworben. Alle andere 28 Verkäufe sowie die Auftragsarbeiten sind über das Internet zustande gekommen. Meist gehen die Bilder an Menschen, die unsere Bilder nie im Original gesehen haben oder uns kennen gelernt haben. Einige Käufer sind von unseren Bildern begeistert und  kaufen mal immer wieder ein Aquarell oder Pastell über das WEB bei uns. Andere haben die Bilder auf unser Web Seite, auf Facebook, Google+ oder Pinterest entdeckt und besuchen uns zuhause, bevor sie kaufen. Diese Analyse zeigt, wie wichtig für uns die Kommunikation im Web ist.

Aber egal, wie die Menschen den Weg zu unseren Bilder gefunden haben, spätestens jetzt möchten wir allen Käufer des Jahres 2015 noch einmal Danke sagen und Ihnen viel Freude mit Ihren Aquarellen und Pastellen wünschen.

Was mich natürlich von allen Lesern meines Blog interessiert:

Welches ist Ihr Lieblingsmotiv von unseren verkauften Aquarellen und Pastellen?

Freud und Leid eines Malers ;-)

Die Lust und Freude sich mit Motiven auseinander zu setzen

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Kraniche mit Frühlingsgefühlen (c) Aquarell von Frank Koebsch
Kraniche mit Frühlingsgefühlen (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ich hatte bereits vor einigen Tagen unter der Überschrift Flüchtige Kranichaquarelle  geschrieben, dass ich nicht so rechtes Glück mit meinen Kranich Aquarellen habe. Sie bleiben meist nicht lange bei mir, denn Kraniche sind Zugvögel. Leider hat mich schon wieder ein Aquarell verlassen. In Vorbereitung für unsere kommende Ausstellung habe ich bei unseren zurzeit laufenden Ausstellungen im Kunsthof  Gresenhorst und in der Galerie Lichtblick und dem Foyer im Haus des Gastes des Ostseebades Binz nach gefragt, ob Bilder verkauft wurden. Unsere Betreuer der Ausstellung Hanka & Frank Koebsch zeigen Pastelle und Aquarelle in Binz teilten uns dann mit, dass das Aquarell Kraniche mit Frühlingsgefühlen verkauft wurde. Wie immer liegen Freud und Leid des Malers bei dem Verkauf eines Aquarells recht nahe. Wenn man ein Bild mag, ist es schade, dass es so schnell binnen einiger Wochen einen Käufer gefunden hat. Gleichzeitig brauchen wird das Geld… 😉

Ich finde es klasse, dass sich Menschen für unsere Aquarelle und Pastelle begeistern und sie auch kaufen, denn damit wird die These, dass die Malerei ein Auslaufmodell ist, widerlegt.

Als Überschrift habe ich bewusst „Die Lust und Freude sich mit Motiven auseinander zu setzen“ gewählt, denn Frank Hess fragt in seiner Blogparade  „Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder benötigt sie einen Bezug oder Kontext?“. Er fragt weiter

Ist es weniger Kunst, wenn der Maler vielleicht einfach nur Lust hatte dieses oder jenes so zu malen, weil es ihm gerade gefiel und es in seinen Augen als Komposition so paßte?

Meine Kranich Aquarelle in den letzten Wochen habe ich gemalt, weil ich von der Beobachtungen Kraniche in diesem Frühling fasziniert war und so konnte ich einige Motive von den wunderbaren Vögeln mit unserer Kamera einfangen. Sie merken bereits an meiner Wortwahl: Wunderbare Vögel, Faszination, dass es mir die Kraniche wirklich angetan hatten. So sind die Kranich Aquarelle aus der puren Lust und der Begeisterung für die Natur im Frühling entstanden und mit dem Wunsch beim Aquarellieren verschiedene Papiere und Formate für die Motive auszuprobieren.

Genauso erging es mir bei der Serie von Aquarellbilder „Faszination Karussell“. Mich faszinierte die Stimmung auf den Karussells, das Leuten der Augen der Kinder, das Eintauchen der Kinder in eine andere Welt und so sind eine Vielzahl von Aquarellen zu diesem Thema aus der puren Lust entstanden. Lust zu versuchen etwas von dieser Stimmung, dem Agieren der Kinder, von meiner Faszination auf das Blatt zu bringen.

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Jazz in Aquarell, Malerei von Frank Koebsch - ein Video auf Youtube
Jazz in Aquarell, Malerei von Frank Koebsch – ein Video auf Youtube
Video - Aquarell einer Distel von Frank Koebsch - step by step
Video – Aquarell einer Distel von Frank Koebsch – step by step

Ich habe mich immer wieder von meiner Lust motivieren lassen, Serien von Bildern zu malen, egal ob es sich um die wunderbare Welt der Disteln handelt oder der Sehnsucht als unmusikalischer Maler sich mit Themen der Musik, wie Tanz und  Ballett oder Jazz auseinander zu setzen.

Lust etwas zu malen, die Sehnsucht nach etwas was ich nicht kann, die Faszination von Motiven sind für mich eine starke Motivation Aquarelle zu malen.

Aber was heißt „schön“ – schön kitschig? Schön im Sinne lieblich? Nun in diese Schubladen passen meine Bilder nicht (hoffe ich  ) Ich mag es schon kräftiger im Spiel mit den Farben und Kontrasten. Schön ist es wenn andere Menschen, das Typische der Motive, der Personen in meinen Bildern wieder erkennen. In diesem Sinne bemühe ich mich….

Bei den Kranich Aquarellen scheint das Ergebnis meiner Mühe so zu sein, dass es die Menschen die Bilder mögen, die Aquarelle schön finden …

Kranich (c) Miniatur in Aquarell von FRank koebsch
Kranich (c) Miniatur in Aquarell von FRank koebsch

P.S. Wenn Sie sich für Kranichmotive interessieren, dann habe ich noch einen Hinweis für Sie. Sie können im Rahmen unserer Blogparade10 Fragen zur Kunst die links abgebildete Kranich  Miniatur in den nächsten Wochen gewinnen. Doch bis zum kommenden Sonntag läuft noch die Blogparade von Frank Hess mit der Frage: „Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder benötigt sie einen Bezug oder Kontext?“. Es lohnt sich, schauen Sie mal auf den Blog von Frank und beteiligen Sie sich, denn am Sonntag wird Frank ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und seine Zeichnung verlosen.

Frank Hess„Tulpenvase“Zeichnung 30 x 20 cm,Tusche auf Bütten, 2011

 

Tulpenvase (c) Zeichnung von Frank Hess
Tulpenvase (c) Zeichnung von Frank Hess

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Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler

Ausstellung in der Galerie Lichtblick und dem Foyer im Haus des Gastes in Binz

Ausstellungsankündigung für Binz

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Gestern hatte ich über den Verkauf des Aquarells Blick vom Deich über den Bodden nach Gager berichtet. Ich war einerseits stolz darüber aber anderseits war es fast wie immer der falsche Zeitpunkt, denn die Vorbereitungen für unsere Ausstellungen in Binz auf Rügen laufen schon. Das Aquarell ist unser „Aufmacher“ der Ausstellungsankündigung. Doch sehen Sie selbst.

Ausstellungsankündigung für die Galerie Lichtblick und Haus des Gastes in Binz
Ausstellungsankündigung für die Galerie Lichtblick und Haus des Gastes in Binz

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Hier der offizielle Text der Ausstellungsankündigung:

Hanka & Frank Koebsch zeigen Pastelle und Aquarelle

Eine neue Ausstellung vom 01.05. bis zum 30.06.2011 in der Galerie Lichtblick & Foyer im Haus des Gastes Ostseebad Binz

Das Ehepaar aus Sanitz bei Rostock zeigt eine Auswahl seiner Pastelle und Aquarelle. Fast alle ihrer Bilder haben Augenblicke, Schnappschüsse, Motive aus Mecklenburg Vorpommern  festgehalten. Es sind oft die Kleinigkeiten im Leben, die Blumen am Feldrand, die Brandung der Ostsee, eine Möwe, die Fischerboote, ein Blick in die Landschaft und die Menschen, die uns täglich wunderbare Augenblicke schenken.

Auch wenn Frank Koebsch beruflich zwischen Berlin, Bremen, Frankfurt /M., Hamburg, Hannover, Luzern, Rostock pendelt, bleibt der Lebensmittelpunkt des Ehepaars Koebsch Mecklenburg-Vorpommern. Was beide so schätzen und auch brauchen, sind die Weiten der Landschaft, die Anziehungskraft der Ostsee, die Ruhe und Beschaulichkeit der Natur und das Unverwechselbare der Menschen im Lebensumfeld der Künstler. Beide arbeiten mit ihrer eigenen Handschrift und der entsprechenden Technik, so dass auch dann, wenn beide das gleiche Motiv vor Augen haben, andere Schwerpunkte gesetzt werden, einfach andere Bilder entstehen. Hanka & Frank Koebsch sind mehrmals im Jahr auf Rügen mit der Digitalkamera oder ihren Farben unterwegs. Besonders angetan hat es ihnen das Mönchgut und Middelhagen, wo eine Vielzahl ihrer Bilder entstanden sind.

Einen Einblick in die so entstandenen Bilder vermittelt das Video Aquarelle, Pastelle und Fotos von Rügen – Bilder vom Meer & mehr unter http://www.youtube.com/watch?v=CRnKwy1Z1Os

Hanka und Frank Koebsch stellen ihre Bilder seit dem Jahr 2000  in der Region und darüber hinaus aus.  Zu nennen sind Ausstellungen in Ahrenshoop, Bansin, Berlin, Bremen, Greifswald, Hamburg, Rostock, Wismar u.a.  Einige unserer Bilder wurden als Auftrag für Privatpersonen erstellt. Andere wurden im Rahmen von Ausstellungen und Präsentationen durch Privatpersonen, Unternehmen und durch die öffentliche Hand angekauft.

Verkauf eines Aquarells

Erfolg und Trennungsschmerz

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Ich habe gestern eine erfreuliche Mail bekommen. Eine Kundin hat ein Bild von mir gekauft. Für mich gibt es nicht schöneres, wenn anderen Menschen meine Bilder so sehr gefallen, dass sie die Aquarelle oder Pastelle kaufen. Für einen Künstler ist dieses eine sehr große Wertschätzung. Von einigen Bildern trennt man sich schnell und einfach, an anderen Bildern hängt man ;-).  Nun Aquarelle oder Pastelle von denen es mir schwer fällt loszulassen, sind entweder Bilder mit denen ein besonderes Erlebnis verbunden ist oder Bilder, bei denen man sich während des Malens schwer getan hat und es dann doch geschafft hat, dass ein gutes Bild entstanden ist. Das Aquarell „Kutter im Sassnitzer Hafen“, welches gekauft wurde, ist so ein Bild an dem ich hänge. Warum? Nun es ist 2007 auf einer Malreise mit Oskar Brunner auf Rügen im Sassnitzer Hafen entstanden. In dieser Woche sind einige Bilder entstanden, die gerne zeige, denn wir hatten Glück mit dem Wetter uns so machte es Spaß sich Schritt für Schritt an neue Motive heranzutasten. An einem Tag waren wir vormittags auf den Kreidefelsen in National Park Jasmund malen und nachmittags wareb wir im Hafen von Sassnitz. Wenn Sie die Mole ein wenig in Richtung Leuchtturm laufen, kommen Sie an einen roten Fischkutter, der „Nacny“ vorbei.  Hier hatten wir unsere Staffelleien aufgestellt, denn man hat einen wunderbaren Blick in das Becken des Fischereihafens. Zum Abschluß eines wunderbaren Tages ist dann das Aquarell „Kutter im Sassnitzer Hafen“ entstanden.

Kutter im Sassnitzer Hafen (c) Aquarell von FRank Koebsch
Kutter im Sassnitzer Hafen (c) Aquarell von FRank Koebsch

Es muss wirklich ein guter Tag gewesen sein, denn das Aquarell Kreidefelsen bei Sassnitz„, welches am Vormittag entstanden ist, „musste“ ich auch schon verkaufen. 😉 Doch genug der Erinnerungen und des Trennungsschmerzes das Bild – möge das Aquarell seiner neuen Besitzerin im Hessen viel Freude bereiten.

P.S.: Zu Rügen haben wir eine ganz besondere Beziehung und so sind in der Vergangenheit eine Vielzahl von Fotos, Pastellen und Aquarellen entstanden. Einen Teil der Bilder haben wir in dem Video „Aquarelle, Pastelle und Fotos von Rügen – Bilder vom Meer & mehr“ zusammen gestellt. Schauen Sie mal ins Video rein oder unter dem Button Rügen, wenn Sie sich für maritime Bilder interessieren.

Aquarelle, Pastelle und Fotos von Rügen - Bilder vom Meer & mehr
Aquarelle, Pastelle und Fotos von Rügen – Bilder vom Meer & mehr

Welche Zeitung / Zeitschrift …

Ab und zu schaue ich auch in „DIE ZEITSCHRIFT FÜR KÜNSTLER – atelier“. Es ist ein recht dünnes Heft, aber so manches darin lese ich mit Genuss, Schmunzeln, lautem Lachen, Kopfschütteln, Interesse ….. Hier ein kleiner Exkurs und etwas Diskussion zu der aktuellen Ausgabe „Juni / Juli 2009“.

Was wirklich gut ist, ist der Überblick an Kunstwettbewerben, den die Zeitschrift direkt oder im Internet gibt. Schade ist nur, dass die Bewerbungstermine in der Regel recht Knapp nach dem Erscheinen liegen.

Wenn man die Artikel oder Ankündigungen der Wettbewerbe liest, kann es schon zu allen oben genannten Reaktionen kommen. Warum: Es sind gut beschriebene Wettbewerbe und informative Artikel zu dieser Themengruppe dabei, z.B. in der Ausgabe Juni / Juli 2009 von Hahnemühle, der HSH Nordbank, der Kunstpreis „1/Award“ und und …
Bei anderen Ankündigungen treten bei mir als Leser viele Fragezeichen auf, z.B. wenn der Inhalt der Ankündigung und evt. auch des Wettbewerbs zu dünn ist. Es gibt Ankündigungen von Wettbewerben, Stipendien u.a., in denen Ansprechpartnern, Kontaktmöglichkeiten und inhaltlich zum Wettbewerb kaum substanzielles zu finden ist.

Was gibt es noch zu der Zeitschrift zu sagen? Da ich ja einen „ordentlichen Beruf“ nach gehe, verwundern mich viele Dinge in den Artikeln, Fragen und Anzeigen. Ich habe manches Mal das Gefühl, Künstler leben in einer Art Parallelgesellschaft. Warum? Nun, irgendwie weiß man, dass das Geld nicht so einfach aus dem Geldautomaten kommt und in der Regel zwischen den Herstellungskosten und dem Verkaufspreis eine Riesenlücke klafft. Nicht weil der Verkäufer ein Verbrecher ist – ich arbeite im Vertrieb ;-), sondern der Aufwand für Lagerhaltung, Transport, Kapitalkosten, Marketing, Verkauf, Service und und … muss gedeckt werden. Bei technischen Gütern sind oft nur 10% des Verkaufspreises Kosten, die mit der direkten Herstellung zu tun haben. Oder anders rum, um ein Kunstwerk zu Geld zu machen, haben in der Regel 90 % des Aufwandes hierfür nichts mit der Erstellung oder Schaffung des Kunstobjektes zu tun. Wenn ich in der Vergangenheit so manchen Artikel in der atelier gelesen habe, habe ich das Gefühl, dass dieses vielen angehenden Künstlern keiner sagt – incl. der in den letzen Ausgaben der Zeitschrift vorgestellten Kunsthochschulen oder etliche Künstler es nicht wahr haben wollen. Eine Erklärung in dieser Richtung gibt auch Ralf Witthaus in seinem Artikel „Die Zahlen hinter der Kultur“. Er zeigt die Wertschöpfung der „Keativen“ auf und auch zu gleich das Gap bei der Vermarktung. Hoffentlich ist der beschriebenen Expertengruppe und der Bundesregierung klar, dass die so genannte Hilfe zur Selbsthilfe ohne Impulse aus anderen Branchen nur schwer funktionieren wird. Denn sich nur im eigenen Saft zu drehen, ist nicht Ziel führend. Aber interessant ist auf jeden Fall, dass die Wertschöpfung der „Kreativen“ dargestellt wird und die bestehenden Probleme zusammen gefasst und beschrieben werden.

Nun ja, was dann immer hilft, ist das Lesen der „Reportagen“ von Jürgen Raap. So manche Geschichte habe ich von ihm mit Schmunzeln gelesen. Auf jeden Fall gehört hierzu auch der Artikel „International und promigeil“.
Beim Lesen der Rubrik Grauzone bewahrheitet sich ein böser Spruch: Die Dummheit der Menschen, ist der wertvollste Rohstoff, denn die Lamadeckenkäufer sterben nicht aus.

Was man auch auf jeden Fall verfolgen sollte, ist das Thema Urheberrecht und Google u.a. Was sich hier zusammen braut, hat auf die bildenden Künstler einen genauso großen Einfluss, wie die Börsen im WEB zu kostenlosen Musik load. Die Umsätze der Plattenlabels und Musiker sind drastisch zusammen gebrochen, weil es einfach cool war (ist) kostenlos Musik zu laden. Hier kann ich die Künstler und Verbände nicht verstehen, dass Sie nicht rigoroser gegen die kostenlose Nutzung Ihres Eigentums vorgehen.

Nun ja dieses war mal ein Exkurs weit weg von der Aquarellmalerei. Aber um Kunst zu vermarkten, sich zu präsentieren, bedarf es Informationsquellen, wie z.B. Zeitschriften …