Aquarell - Museumsbetrieb bei der Blockwindmühle Klockenhagen - von Frank Koebsch auf einem ZIgarrenkistenbrett von Frank Koebsch

Aquarell – Museumsbetrieb bei der Blockwindmühle Klockenhagen

Aquarell – Museumsbetrieb bei der Blockwindmühle Klockenhagen

Auf den Spuren von Carl Malchin – Mühlen in Mecklenburg – Vorpommern

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Heute ich möchte ich ein weiteres Aquarell vorstellen, das in den vergangenen Monaten entstanden ist, als ich auf den Spuren von Carl Malchin unterwegs war. Carl Malchin hat Landschaften und das Leben in Mecklenburg – Vorpommern dokumentiert und hat hierbei etliche Bilder als Malerei auf Zigarrenkistendeckel erstellt. Auf Einladung des Staatlichen Museums Schwerin, das am 04. Juli 2019 die Ausstellung „Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs“ eröffnet hat, konnte ich gemeinsam mit Malschülern im Rahmen eines Aquarellkurses  Landschaftsaquarelle auf Zigarrenkistenbretten in Schwerin Mueß und der Kreativwerkstatt des Staatlichen Museums malen.  In Vorbereitung auf die Aquarellkurse und die Ausstellung von Carl Malchin im Staatlichen Museum Schwerin  habe ich auch das Freilichtmuseum Klockenhagen besucht, denn dort wird mit dem Slogan „Erleben Sie das alte Mecklenburg“ geworben. Dort lassen sind z.B. wunderbare Motive für Bilder mit reetgedeckten Häusern und einer Bockwindmühle finden. Ich habe diese Möglichkeit genutzt und dort vor Ort Aquarelle mit Ansichten von Dörfern gemalt.  Das erste Bild welches ich dort plein Air gemalt hatte, war das Aquarell „Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen“. Es war ein wunderbarer sonniger Tag, den viele Besucher genauso wie ich nutzten, um den Museumsbetrieb bei der Bockwindmühle Klockenhagen zu erleben. Als ich mein Aquarell von der Mühle im Format 30 x 40 cm malte, fuhr immer wieder ein Pferdefuhrwerk durch mein Blickfeld und Besucher spazierten durch das Museum. Ich habe eine kleine Pause beim Malen genutzt und haben ein paar Fotos und eine Skizze von der Szene gemacht. Zuhause habe ich dann auf Basis meine Skizze und den Fotos diese Miniatur in Aquarell von der Bockwindmühle in Klockenhagen auf einem Zigarrenkistenbrett gemalt.

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Museumsbetrieb bei der Blockwindmühle Klockenhagen (c) Aquarell auf einem ZIgarrenkistenbrett von Frank Koebsch
Museumsbetrieb bei der Blockwindmühle Klockenhagen (c) Aquarell auf einem ZIgarrenkistenbrett von Frank Koebsch

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Es hat Spaß gemacht Miniatur in Aquarell vom „Museumsbetrieb bei der Bockwindmühle Klockenhagen zu malen. Das Bild reiht sich in die Reihe der Aquarelle ein, die im Rahmen meiner Ausflüge auf den Spuren von Carl Malchin entstanden sind, wie meine Bilder von der Ahrenshooper Mühle, der Rostocker Nikolaikirche und dem Schweriner See bei Mueß. Aber noch spannender ist es, die heutige Ansicht der Mühlen mit den Motiven von Carl Malchin zu vergleichen. Während ich in meinen Aquarellen, Spaziergänger bei Sonnenschein eingefangen habe, hat Carl Malchin in seinen  Bildern mit den Wasser- und Windmühlen die Landbevölkerung in täglichen Arbeitsleben gemalt. Es liegen über 100 Jahre Abstand zwischen den Entstehungszeitpunkten der Bilder und das Leben hat sich gravieren geändert. Zu Zeiten Carl Malchins waren die Mühlen wichtige Produktionsstätten, heute sind sie Teile eines Museums, Cafés, Ausstellungsorte, Ferienwohnungen, Wohnhäuser, o.a.. Hier ein paar

Bilder von Mühlen in Mecklenburg – Vorpommern.

von „damals“ und heute..

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Es ist spannend sich auf den Spuren der alten Meister zu begeben. Wenn Sie sich auch für Landschaftsmotive, Bilder aus den Städten und Dörfern interessieren, dann habe ich noch zwei Tipps für Sie.

Kommen Sie doch am 30. November 2019 in das Staatliche Museum Schwerin. Entdecken Sie gemeinsam mit uns in einer Führung durch die Ausstellung über Carl Malchin die wunderbaren Winterbilder Malchins und malen Sie in dem Aquarellkurs

WANN WIRD ES WIEDER EINMAL RICHTIG WINTER? ENTDECKUNGEN IN DEN BILDERN VON CARL MALCHIN 

gemeinsam mit uns Winteraquarelle in der Kreativ Werkstatt des Museums.

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Wenn Sie sich für das Aquarell „Museumsbetrieb bei der Bockwindmühle Klockenhagen“ interessieren, dann können Sie hier auf meinem Blog oder auf unserer Web-Seite kaufen. Wenn Sie statt des Originals lieber einen Druck erwerben wollen, weil Sie ein Bild mit anderen Maßen auf Leinwand, Alu Dibond, Acrylglas oder andere Materialien benötigen, dann erstellen wir gerne eine Reproduktion für Sie.

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Museumsbetrieb bei der Blockwindmühle Klockenhagen (c) Aquarell auf einem ZIgarrenkistenbrett von Frank Koebsch

Aquarell „Museumsbetrieb bei der Blockwindmühle Klockenhagen“ auf einem Zigarrenkistenbrett im Format 14,5 x 22 cm

Bei Interesse können Sie das Aquarell „Museumsbetrieb bei der Blockwindmühle Klockenhagen“ auf einem Zigarrenkistenbrett im Format 14,5 x 22 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

€125,00

Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen (c) Aquarell von FRank Koebsch

Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen (c) Aquarell von Frank Koebsch

Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen

Auf den Spuren von Carl Malchin – Mühlen

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Ich war in den vergangenen Wochen immer wieder einmal auf den Spuren von Carl Malchin unterwegs. Heute möchte ich Ihnen mein Aquarell „Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen“ vorstellen. Viele von Ihnen werden sich fragen, was ein Aquarell mit der Bockwindmühle aus dem Freilichtmuseum Klockenhagen mit dem Landschaftsmaler Carl Malchin zu tun hat. Nun die Antwort ist ganz einfach. Carl Malchin hat als Maler die Landschaften und das  Leben in Mecklenburg Vorpommern dokumentiert. Viele seine Bilder zeigen passend zu den Produktionsmöglichkeiten der damaligen Zeit viele Mühlen. Neben den Wassermühlen zu Mühlen – Eichsen, Langen Brütz hat er viele Holländer– und Bockwindmühlen gemalt. Holländerwindmühlen sind z.B. in seinen Bildern „Sommerweg bei der Mühle mit Blick auf Schwerin“, „Boddenblick mit Mühle“, „Windmühle bei Ahrenshoop“ u.a. zu sehen. Carl Malchin hat aber auch Bockwindmühlen gemalt,  z.B. in den Bildern „Darßer Mühle am Bodden mit Pferdefuhrwerk, im Hintergrund Ribnitz“ und „Windmühle bei Ribnitz“. Die Bockwindmühle, die heute bei Ribnitz zu finden ist, steht im Freilichtmuseum Klockenhagen und ich wollte in der Reihe meiner Aquarelle auf den Spuren von Carl Malchin ebenso wie der alte Meister eine solche Mühle malen.

Auf den Spuren von Carl Malchin in Ahrenshoop (c) FRank Koebsch
Auf den Spuren von Carl Malchin in Ahrenshoop (c) FRank Koebsch

Ich war schon in den vergangenen Wochen zu den Mühlen von Carl Malchin unterwegs. Im Frühling hatten wir schon einen Ausflug zur Ahrenshooper Mühle unternommen. Carl Malchin wird als Urvater der Ahrenshooper Künstlerkolonie verehrt und auf dem Kunstpfad der Ahrenshooper Künstlerkolonie wird auf den Maler und sein Bild „Boddenblick mit Mühle“ aufmerksam gemacht.  Nach unserem Ausflug habe ich dann die Aquarelle „Frühling an der Ahrenshooper Mühle“ und „Ahrenshooper Mühle“ gemalt. Auch wenn es scheinbar dieselben Motive wie vor 100 Jahren sind, unterscheiden sich die Bilder doch erheblich. Wenn Carl Malchin Menschen in den Landschaften seiner Mühlen gemalt hat, sind es Bauern, Bäuerinnen, Landarbeiter, … bei der Arbeit. In meinem Aquarell von der Ahrenshooper Mühle sind Menschen zu sehen, die zu Fuß oder auf ihren Fahrrädern einen Ausflug über die Boddenwiesen unternehmen.  Hier einige Mühlen Bilder von Carl Malchin und meine Aquarelle.

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Ich war gespannt, wie es mir mit der Mühe in Klockenhagen ergeht. Auch wenn die Gebäude sich scheinbar nicht verändert haben, nutzen wir heute die Kulturlandschaften anders und so ergibt sich bei den Motiven ein anderer Kontext.

Malen bei der Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen

In meinem Artikel „Erleben Sie das alte Mecklenburg“ hatte ich schon über einen Ausflug in das Freilichtmuseum Klockenhagen berichtet. Zum Mahlen hatte ich mir einen schattigen Ort unter einem Baum gesucht und dann erst einmal geschaut, wie Carl Malchin seine Mühlen gemalt hat. Aber auch hier unterscheidet sich die Umfelder der Bockwindmühlen. Ich stand in einem Museum, dessen Auftrag es ist Menschen einen Einblick in das Leben der Menschen in den vergangenen Jahrhunderten zu geben. Es fehlte damit die Weite der Landschaft, mit der Carl Malchin in seinen Bildern spielen konnte. Im Museum ist die Mühle in dem Gelände mit verschieden Ausstellungsstücken, einem Wagen, Zäunen und Hecken eingebunden und wir von den Besuchern erkundet. Genau eine solche Szene habe ich Schritt für Schritt versucht in meinem Mühlen Aquarell einzufangen. Doch sehen Sie selbst, hier ein paar Fotos, wie mein Aquarell mit der „Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen“ entstanden ist.

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Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen (c) Aquarell von FRank Koebsch
Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen (c) Aquarell von FRank Koebsch

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Nach einer Vorzeichnung habe ich das Mühlenbild mit Aquarellfarben von Schmincke auf dem Aquarellpapier von Hahnemühle „Cornwall“ 450 g/m2 rau gemalt. Aus meiner Sicht eine gute Kombination von Aquarellpapier und –farben um Verläufe, Details und Lasuren zu kombinieren.

Wenn Ihnen das Aquarell von der Bockwindmühle gefällt, Sie auch einmal in einem Freilichtmuseum malen oder Motive auf den Spuren von Carl Malchin entdecken wollen, dann habe ich noch einige Tipps für Sie.

Die Ausstellung - Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs - im Staatlichen MUseum Schwerin (c) FRank Koebsch (2)
Die Ausstellung – Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs – im Staatlichen MUseum Schwerin (c) FRank Koebsch (2)

Wenn man sich für Landschaftsmalerei, Motive aus Dörfern und Städten Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts oder / und die Geschichte Mecklenburg – Vorpommerns interessiert, dann lohnt es sich, die Ausstellung „Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs“ bis zum 06. Oktober 2019 in Schwerin zu besuchen. Auf dem Portal Kunstgeschichte und dem Blog KULTURPORT:DE dem Kultur-Magazin finden Sie zwei Interessante Artikel zu der Ausstellung. Ich hatte eine Einladung zu dem Peview und der offiziellen Ausstellungseröffnung über Carl Malchin im Staatlichen Museum und hatte hier auf meinem Blog einige Fotos von dem Abend vorgestellt. Inzwischen haben über 5.000 Besucher die Ausstellung besucht.

In Zusammenarbeit mit Frau Baumgart, der Museumspädagogin im Staatlichen Museum Schwerin, gestellte ich zu dieser Ausstellung zwei Aquarellkurse, um auf den Spuren von Carl Malchin Motive zu entdecken.  Einmal gibt es die Möglichkeit am 24. August in dem Freilichtmuseum Schwerin Mueß und der Kreativ Werkstatt des Staatlichen Museums Mecklenburger Landschaften zu malen.  Hierzu ist der Bericht über mein Aquarell aus dem Freilichtmuseum Klockenhagen doch die passende Einstimmung. Am 05. Oktober werden wir dann noch einmal Schweriner Stadtansichten malen, so wie Carl Malchin bereits gesehen hat. Frau Baumgart und ich freuen uns gemeinsam mit Ihnen auf diese malerischen Entdeckungstouren zu gehen.

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Das Aquarell „Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen“ können Sie hier auf meinem Blog oder auf unserer Web-Seite kaufen. Wenn Sie statt des Originals lieber einen Druck erwerben wollen, weil Sie ein Bild mit anderen Maßen auf Leinwand, Alu Dibond, Acrylglas oder andere Materialien benötigen, dann erstellen wir gerne eine Reproduktion für Sie.


Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen (c) Aquarell von FRank Koebsch

Aquarell „Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen“ im Format 30 x 40 cm

Bei Interesse können Sie das Aquarell „Bockwindmühle im Freilichtmuseum Klockenhagen“ im Format 30 x 40 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

€305,00

Erleben Sie das alte Mecklenburg – Freilichtmuseum Klockenhagen

Erleben Sie das alte Mecklenburg in Klockenhagen

Auf den Spuren von Carl Malchin – ein Ausflug in das Freilichtmuseum Klockenhagen

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Ich hatte in den vergangenen Wochen davon berichtet, dass ich auf den Spuren von Carl Malchin unterwegs war. Er hat als Maler vor über 100 Jahren die Landschaften und das Leben in Mecklenburg Vorpommern dokumentiert. Am 04. Juli 2019 wurde im Staatlichen Museum Schwerin die Ausstellung „Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs“ eröffnet und ich hatte, die Chance die Preview und die Ausstellungseröffnung im Museum mitzuerleben. Spannend ist es, ob es die einzelnen Motive von vor 100 Jahren noch gibt und wie wir heute die Motive und Malorte erleben und wahrnehmen. So habe ich mir auf den Spuren von Carl Malchin die Stadtansichten Rostocks mit St. Nikolai 1898, 1907 sowie die Ahrenshooper Mühle mit und ohne Boddenblick angeschaut und auch an diesen Orten gemalt. Als ich das Aquarell „Frühling an der Ahrenshooper Mühle“ und die Miniatur „Ahrenshooper Mühle“ als Malerei auf einem Zigarrenkistenbrett erstellt habe, war auf dem Kunstpfad in Ahrenshoop unterwegs. Carl Malchin wird als Urvater der Ahrenshooper Künstlerkolonie verehrt und so hat das Kunstmuseum Ahrenshoop an verschiedenen Stellen Hinweisschilder auf sein Wirken aufgestellt. Eines der Schilder steht in der Nähe der wiederaufgebauten Mühle in Ahrenshoop.

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Ein weiteres der Schilder steht im Freilichtmuseum Klockenhagen, genauso wie die Hinweisschilder von anderen Künstlern der Ahrenshooper Künstlerkolonie. Es steht bei der Bockwindmühle Groß Ernsthof im Freilichtmuseum Klockenhagen und zeigt ebenfalls das Gemälde von Carl Malchin „Boddenblick mit Mühle“ mit dem Motiv aus Ahrenshoop. Eigentlich ist es schade, dass beide Male das gleiche Bild von Carl Malchin gezeigt wird. Nichts gegen die Erdholländer Mühle aus Ahrendhoop und schon gar nichts gegen das Bild. Er hat wunderbare Bilder mit reetgedeckten Häusern auf dem Fischland und dem Darß gemalt, die wunderbar zum Freilichtmuseum passen würden. Schade, dass heute neben der Bockwindmühle, die aus Groß Ernsthof bei Wolgast nach Klockenhagen geholt wurde, das Bild von der Holländerwindmühle von Carl Malchin gezeigt wird. Er hat übrigens auch Bockwindmühlen gemalt, z.B. in den Bildern „Darßer Mühle am Bodden mit Pferdefuhrwerk, im Hintergrund Ribnitz“ und „Windmühle bei Ribnitz“. Genau die Vielzahl der historischen Gebäude, die reetgedeckten Häuser und die Bockwindmühle haben mich in das Freilichtmuseum Klockenhagen gelockt. Denn ich wollte

Das alte Mecklenburg zu erleben, wie es Carl Malchin gesehen hat.

Das Freilichtmuseum wirbt mit dem Slogan „Erleben Sie das alte Mecklenburg“ und Carl Malchin hat genau die Motive des alten Mecklenburgs gemalt. Ich war neugierig in diese Welt einzutauchen, denn ich hatte versucht, ebenfalls einige der reetgedeckten Häuser in Ahrenshoop, in Wustrow  sowie Szenen aus anderen Dörfern und Städten aus MV zu malen. Es ist immer wieder spannend, auf den Spuren der „Alten Meister“ unterwegs zu sein und zu schauen was, wo und wie sie gemalt haben. Hier ein paar Schnappschüsse von meinem Besuch in dem Freilichtmuseum Klockenhagen sowie einiger meiner Aquarelle.

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Es war für mich spannend die verschiedenen Haustypen im Museum zu entdecken und kennen zu lernen. So habe ich erfahren, dass das Dornenhaus aus Ahrenshoop dem Typ „Bauernhaus Klockenhagen“ entspricht.

Das Bauernhaus Klockenhagen – Um 1700 erbaut und 1800 erweitert. … das Gebäude war bis 1976 vom ehemaligen Besitzer Heinrich Peters bewohnt.  Alles am Bauernhaus Klockenhagen wurde so gelassen, wie es zuletzt war. Die mehr als 300 Jahre alte Bausubstanz ist noch in ihrer ursprünglichen Art zu sehen. Die Aufteilung der Räume zeigt, wie die Menschen vor etwa 200 Jahren gelebt haben. Es ist ein typisches Niederdeutsches Hallenhaus: Die Diele mit den ehemals offenen Ställen, dem Herdraum und dem offenen Wohnbereich – der Lucht – bilden eine große Halle.

Die Haustypen aus meinen Aquarellen „Inselgarten“ und „Bauerngarten in Middelhagen“ konnte ich leider nicht zu ordnen. Aber um so spannender war es, „Glückliche Hühner“ auf einem „Bunten Hühnerhof“ zu entdecken. Was einen guten Einblick in das Leben der Menschen vor einhundert Jahren gibt, ist das Eschenburgpanorama im Freilichtmuseum Klockenhagen. „Einer der bedeutendsten Fotografen in den 30er Jahren war der Warnemünder Karl Eschenburg. Seine Bilder dokumentieren in lebendiger Weise das ländliche Leben in Mecklenburg-Vorpommern von früher. Das Freilichtmuseum Kockenhagen hat aus 30 ineinanderfließenden Einzelfotos eine 360° Panoramawelt entstehen lassen, welche die gesamte fast runde Göpelscheune auf dem Museumsgelände in eine virtuelle Erlebniswelt vergangener Tage verwandelt. Die realistische Atmosphäre wird mit typischen Geräuschen aus der damaligen Zeit untermalt.“

Trotz all der kleinen Entdeckungen in der Schmiede, der Stellmacherei, den Bauerhäusern, dem Hühnerhof, in dem Echenburgpanorama … ist das Museum nur ein Museum mit Souvenirladen, Schaubäckerei und Gaststätte. Es war interessant, aber die Hoffnung das alte Mecklenburg zu erleben, wie es Carl Malchin gesehen hat, konnte das Freilichtmuseum Klockenhagen nur im geringen Maße erfüllen. Also habe ich den Tag genutzt, um zu schauen, wie Carl Malchin die Bockwindmühlen gemalt hat und ob ich ein Aquarell von der Mühle erstellen kann.  Doch dieses ist eine neue Geschichte  …

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Schau`n wir mal wie Carl Malchin Bockwindmühlen gemalt hat (c) FRank Koebsch (3)
Schau`n wir mal wie Carl Malchin Bockwindmühlen gemalt hat (c) FRank Koebsch (3)

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Der Besuch im dem Freilichtmuseum Klockenhagen war für mich eine wunderbare Einstimmung auf zwei meiner Aquarellkurse. Wenn Sie sich auch einmal gerne auf die Spuren von Carl Malchin begeben wollen und gerne malen, dann merken Sie sich doch bereits heute schon zwei Termine im Staatlichen Museum Schwerin vor.

Dr. Gero Seelig erläutert die Bilder aus dem Jahreszeitenzyklus von Carl Malchin © Frank Koebsch

Carl Malchin im Staatlichen Museum Schwerin

Carl Malchin im Staatlichen Museum Schwerin

Bilder von der Ausstellungseröffnung „Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs

Am 04. Juli 2019 wurde im Staatlichen Museum Schwerin die Ausstellung „Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs“ eröffnet. Aus meiner Sicht eine wunderbare Ausstellung, denn von den über 650 bekannten Werken Carl Malchins werden 220 Werken von ihm als „Gemalte Geschichte – So sah Mecklenburg vor 100 Jahren aus“ gezeigt. Carl Malchin hatte die Landschaften und das Leben in MV dokumentiert. Neben großen Galeriewerken werden viele kleine Formate, Ölbilder auf Zigarrenkisten u.a,, ausgestellt. Viele Orte, an denen Carl Malchin seine  Bilder gemalt hat, kenne ich und an etlichen sind  meine Landschaftsaquarelle und Bilder von den Dörfern und Städten entstanden. In den letzten Wochen vor der Ausstellung im Staatlichen Museum war ich auf den Spuren von Carl Malchin unterwegs. Ich habe ich mich in der Tradition von Carl Malchin, Spitzwegs u.a. auch mit der Malerei auf Zigarrenkistendeckel probiert und es sind z.B. die Aquarelle auf Zigarrenkistenbrettern von der Rostocker Nikolaikirche und der Ahrenshooper Mühle entstanden. Viele Bilder von Carl Malchin kannte ich nur aus der Literatur und so habe ich mich auf den Start der Ausstellung des mecklenburgischen Landschaftsmaler gefreut. Da ich auf Einladung des Museums in Zusammenarbeit mit der Museumspädagogin Frau Baumgart die beiden Aquarellkurse auf den Spuren von Carl Malchin

gestalte, hatte ich die Möglichkeit im Rahmen einer Preview mit ca. 50 anderen Gästen mir einen ersten Eindruck von der Ausstellung zu machen. Es war schon spannend von Frau Dr. Pirko Kristin Zinnow der Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Tobias Pfeifer-Helke dem Kurator und Dr. Gero Seelig eine Einführung in die Ausstellung zu erhalten. Mit der Ausstellung gibt es eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten in der Geschichte und der Gegenwart. Da es um die Plein Air Malerei geht, wird z.B. der Bezug zur Schule von Barbizon vorgestellt. Mit einer Diashow der Fotoreihen von Wilhelm Schröder werden Schnappschüsse Mecklenburgs aus der Zeit von Carl Malchin gezeigt. Gleichzeitig wird versucht, die Werke mit den technischen Mitteln und den Ausdrucksmitteln der heutigen Zeit zu transportieren. So wurde von Studierenden der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar unter der Leitung von Prof. Hennig Schellhorn Bilder von Carl Malchin „zum Leben erweckt“. Als Brückenschlag zwischen öffentlichem Raum und Museum soll mit dem multimedialen Panorama der Studierenden erste Neugier auf die Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts geweckt werden. Außerdem werden Details und Bildeigenschaften betont, um so auf Besonderheiten hinzuweisen. Werke wie „Bootsbauer am Kölpinsee“, „Blick vom Artillerieberg auf Schloss und Stadt Schwerin„, „Wismar vom Westen“ und „Winterlandschaft Neu-Brenz bei Neustadt-Glewe“ wurden zu Bewegtbildern gemacht. Mit dem großen Format der Animation, der Bewegungen, dem Spiel mit dem Licht wird man von den Bildern Malchins in den Bann gezogen – eine tolle Belebung der Ausstellung. Ein anderer Brückenschlag in die heutige Zeit ist, ein großformatiges Wandbild des Urban Sketchers Till Lenecke. Das Mecklenburg Bild hat Till unter der Verwendung von Malchin-Motiven von 1900 zusammensetzt. Es ist schon spannend die Motive von Carl Malchin mit Mitteln des Urban Sketching umzusetzen. Im Rahmen des Programms rund um die Ausstellungseröffnung haben sich Till Lenecke und ich kennen gelernt. Während ich fotografiert habe, hat Till gezeichnet und hat auch mich auf Papier gebannt. Doch genug der Worte, hier ein Video und ein paar Schnappschüsse von dem Preview, der Eröffnung der Ausstellung sowie eine Zeichnung von Till Lenecke.

Neben dem Erleben der Ausstellung war es spannend zu hören, wie im Rahmen der Eröffnung die einzelnen Redner wie der Finanzminister Reinhard Meyer und Tobias Woitendorf, Stellv. Geschäftsführer des Tourismusverbandes MV u.a. zur der Ausstellung und der Einordnung der Kultur im Mecklenburg Vorpommern sagten. Bei der Recherche bin ich auf das Zitat von Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern gestoßen:

Logo - Plein Air Festival - Malen an der Ostsee
Logo – Plein Air Festival – Malen an der Ostsee

Malchins Werk ist eine einzigartige Liebeserklärung an die mecklenburgische Landschaft, die schon immer einen starken Reiz sowohl auf Gäste als auch auf Künstler ausübte. Übrigens können es Urlauber Malchin gleichtun und ihre Fertigkeiten etwa auf dem Pleinair-Festival in Kühlungsborn zum Besten geben oder auf Fischland-Darß-Zingst entsprechende Kurse buchen.“

Die Verbindung der Ausstellung zu dem Plein Air Festival – Malen an der Ostsee hat mich natürlich gefreut. Denn dieses Festival konnte ich als Projektleiter und Ideengeber ins Leben rufen und mitgestalten. Aber wenn Sie nicht bis zum nächsten Termin im Jahr 2020 mit einem Plein Air Workshop warten wollen, dann möchte ich noch einmal auf die Aquarellkurse im Rahmen der Ausstellung von Carl Malchin hinweisen.

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Malkurs - Landschaftsaquarelle auf Zigarrenkistendeckeln mit FRank Koebsch
Malkurs – Landschaftsaquarelle auf Zigarrenkistendeckeln mit FRank Koebsch

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Das Malchin Magazin - Staatliches Museum Schwerin
Das Malchin Magazin – Staatliches Museum Schwerin

Diese und andere Informationen finden Sie im Malchin Magazin, welches das Staatliche Museum begleitend zu der Ausstellung herausgegeben hat.

Mein Tipp ist, besuchen Sie die Ausstellung und tauchen Sie ein in die Bilder mit den Landschaften, Dörfern und Städte Mecklenburgs vor 100 Jahren, entdecken Sie vergangene Ansichten und überlegen Sie, wie sich die heute die einzelnen Motive aussehen. Für mich sind die Ausflüge auf den Spuren von Carl Malchin spannend und ich habe schon viele „alte und neue“ Motive entdeckt. Vielleicht sind Sie in den nächsten Tagen und Wochen ja auch einem Ort in Mecklenburg mit einem spannenden Motiv unterwegs, von dem Sie wissen, dass Carl Malchin dort gemalt hat oder der einfach ihr Lieblingsort ist, dann teilen Sie doch auf Facebook oder Instagram Ihren #lieblingsortmv. Unter diesem Hashtag sammelt das Museum alle Beiträge auf der Seite https://carlmalchin.museum-schwerin.de/ alle Lieblingsort in MV 😉