Vorbereitungen für die Malevents und Aquarellkurse im Rostocker Zoo

Vorbereitungen für die Malevents und Aquarellkurse

.

im Rostocker Zoo

Skizzen von Pinguinen zur Vorbereitung für Malkurse und eigene Aquarellen

.

Aquarellkurse im Zoo Rostock von Frank Koebsch
Aquarellkurse im Zoo Rostock von Frank Koebsch

Bevor ich ein Motiv male, habe ich es meist mit unseren Kameras die Motive erkundet, egal ob ich um Adler,  Kraniche, Jazz Motive oder anders malen möchte. Die Kameras sind mein eigentliches Skizzenbuch. Wenn ich ein Motiv gut kenne, kann ich es ohne Skizze oder Vorzeichnung auf dem Aquarellpapier malen. Doch in der Regel erstelle ich mit einem Bleistift oder einem Pinsel eine Vorzeichnung auf dem Blatt. Aber manchmal ist das doch nicht so einfach 😉 und dann spiele ich zur Vorbereitung meiner Aquarelle mit Stiften oder dem Pinsel auf einem Stück Papier rum. Diese Skizzen ermöglichen es mir, die Formen der Motive besser zu erfassen. Ab und zu habe ich solche Skizzen schon auf meinem Blog gezeigt,  z.B. als darum ging, fehlende Ansichten eines Hauses für eine Auftragsarbeit zu erstellen, die Formen von Booten und Schiffen Malschülern zu erklären, die Figuren für das Binzer Badeleben zu erfassen oder zu zeigen, wie ein Kranich zu malen ist. In den vergangenen Wochen habe ich nach einem nächtlichen Besuch des Darwineums die Zusammenarbeit mit dem Rostocker Zoo begonnen. Wir bieten gemeinsam Aquarellkurse und Malevents für Familien im Zoo Rostock an.  Damit kommen mit einem Mal spannende und faszinieren Motive auf mich zu, die ich noch gar nicht oder nur wenig gemalt habe, wie Pinguine, Erdmännchen, Wapitis die amerikanischen Hirsche, Zwergflusspferde, Seevögel u.a.  Der erste Termin in dieser Veranstaltungsreihe war das Malen von Pinguinen. Es ist schon eine Weile her, dass ich das letzte Mal Pinguine, Erdmännchen & Co. gemalt habe. Also musste ich mich wieder in das Thema einarbeiten. Wie war das noch? Wie sehen die Humboldtpinguine aus, die im Rostocker Zoo leben? Wie ist die typische Körperhaltung in verschiedenen Situationen? Wie groß sind der Schnabel und die Füsse? Also habe ich meine Fotos herausgesucht und habe versucht in einigen Skizzen der Beantwortung dieser Fragen näher zu kommen. Hier drei Pinguin Skizzen zur Vorbereitung für Malkurse und einiger neuer Aquarellen.

.

.

Es ist also gar nicht so schwer. Vielleicht haben Sie ja auch Lust gemeinsam mit mir Tiere, Rhododendronblüten und Dahlien im Rostocker Zoo zu malen?  Dann finden Sie auf meiner Webseite die Termine für die Aquarellkurse. Der nächste Termin ist der

16. April 2016 – 10 – 17 Uhr – Aquarellkurs: Pinguine

.

Pinguine gehören zu den beliebtesten Tieren im Zoo. Es macht einfach Spaß, die Vögel mit ihrem Frack und dem watschelnden Gang an Land  zu beobachten. Aber so richtig in ihrem Element sind die Pinguine erst im Wasser und es ist einfach toll, wenn sie pfeilschnell durch das Wasser schießen.  Freuen Sie sich auf einen besonders interessanten Tag bei den Pinguinen. Zu Beginn erhalten wir eine exklusive Führung, erfahren viel Wissenswertes über die kleinen putzigen Gesellen. Nach den ersten „hautnahen“ Beobachtungen können wir direkt beim Gehege oder je nach Wettersituation in Räumen des Zoos malen. Es ist wunderbares Erlebnis die Pinguine in ihrem Gehege zu beobachten und gemeinsam mit anderen zu malen. Frank Koebsch wird Ihnen hierbei helfen, so dass Sie auch ohne Vorkenntnis interessante Bilder malen können. Bringen Sie einfach Freude, Entdeckerlust und evt. ihre eigenen Malutensilien *1)  mit.

*1)  Sollten Sie Ihre Malsachen nicht bei der Hand haben stellt Ihnen Frank Koebsch in Zusammenarbeit mit Heinr. Hünicke Rostock das notwendige Material gegen eine Pauschale zur Verfügung.

Ich werde Ihnen in den nächsten Tagen zeigen, was aus den Pinguin aus meinen Skizzen geworden ist ;-).

Was muss man für ein gutes Aquarell beachten?

Tipps von einem der besten Aquarellmaler der Welt…

 

Joseph Zbukvic

.

Georg Welke, ein sehr ambitionierter Aquarellist, hat sich mit Joseph Zbukvic beschäftigt. Auf der Web Seite von Joseph Zbukvic steht als erster Satz

Joseph Zbukvic is one of the finest master watercolor painters in the world…

Nun gut, wenn man sich die Aquarelle von Joseph Zbukvic anschaut, dann kann man nicht um hin, dieses Bilder mit Begeisterung anzuschauen. Aber was rechtfertigt den o.g. Satz? Ich würde sagen nur eines, das Wissen darüber, wie man gute Aquarelle erstellt. Georg Welke hat die Tipps und Hinweise von Joseph Zbukvic gelesen, versucht diese für sich zu übersetzen und mit seinen Erfahrungen und Wissen, in seine Worte zu fassen. Was dabei raus gekommen ist, finde ich klasse.

Ich möchte, diese Aussagen, um ein gutes Aquarell zu erstellen, hier zur Diskussion stellen.

  • Genau nach Vorlage zu malen, ist unerheblich; wichtig ist, das Charakteristische zu erfassen.
  • Die Zeichnung ist die Struktur, das Rückgrat des Bildes. Die Farbe ist das Fleisch. Ohne ein gutes Rückgrat kann man keine gute Malerei haben.
  • Erhalte die Dynamik der ursprünglichen Linie der Vorzeichnung, töte sie nicht mit Farbe.
  • Der Tonwert ist König, die Farbe ist nur Assistent.
  • Nie unterschätze den Wert eines einzigen Pinselstrichs.  Das Aquarell bestimmt die Zeit, in der es gemalt werden muss… nicht du.
  • Sagen nie „tot“, bevor es trocken ist.

Was meinen Sie zu diesen Punkten? Ich denke, dass Georg Welke es auf Basis von Joseph Zbukvic genau die Formulierungen gewählt hat. Oder?

Damit Sie sich einen Eindruck von der Malerei Georg Welke machen können, darf ich Ihnen das  Aquarell „Canterbury“ von ihm vorstellen. für mich eine sehr gute Arbeit.

Canterbury (c) Aquarell von Georg Welke
Canterbury (c) Aquarell von Georg Welke

P.S.: Entdeckt habe ich die o.g. Punkte von Georg Welke in der Aquarellgasse.

Elizabeth Thyler – eine Entdeckung für mich

Besteht ein Aquarell nur aus Wasser und Aquarellfarbe?

.

Beim Stöbern im Netz bin ich über Elizabeth Thyler gestolpert und bin von ihren Bildern beeindruckt. Sie hat viele ähnliche Motive gemalt, wie wir: Steine im Wasser, Disteln, Möwen und und … Aber Ihre Herangehensweise ist eine ganz andere. Ihre Bilder wesentlich größer und sie arbeitet für die Hintergründe in einer ganz anderen Technik. Auch wenn ihre Bilder Watercolour heißen, setzt Elizabeth Thyler aus meiner Sicht für ihre Techniken auf den großen Formaten Areo Color ein, um mit wenig Farbe in einer schnellen Arbeitsweise Nass in Nass die gewünschten Effekte zu bekommen. Ich hatte in den Jahren versucht bis auf eine Vorzeichnung auf alle Hilfsmittel zu verzichten.  Ich habe nur mit Aquarellfarben von Schmincke und Winsor & Newton ohne Maskierflüssigkeit, Ochsengalle, Granuliermittel und Aero Color zu malen. Wenn Sie noch nie mit Areo Color zu tun hatten, hier finden Sie eine Beschreibung von Mischtechniken Aquarell und Aero Color. Nun aber die Wege in der Kunst sind vielfältig und die Ergebnisse von Elizabeth Thyler sind klasse. Aber genug der Worte schauen Sie doch mal in den Blog von Elizabeth Thyler oder schauen Sie sich mal am besten diese Videos an.


.

A closer look at watercolour painting techniques. By Elizabeth Tyler

Watercolour painting: from catastrophe to harmony

Wie male ich ein Haus?

Arbeit mit Skizzen

.

Heute möchte ich Ihnen etwas Seltenes vorstellen. Skizzen von mir 😉 Ich arbeite wenig mit Skizzen auf separaten Blättern. Wenn es möglich ist, versuche ich die Motive von allen Seiten zu fotografieren und es bei verschiedenen Lichtsituationen ein zu fangen. Dann kann ich später in aller Ruhe auf Basis der Fotografien für mein Aquarell eine Vorzeichnung auf dem Blatt erstellen und los geht es.

Dieses ist aber für das geplante Bild nicht möglich, denn das Motiv ist fast 1.000 Kilometer entfernt. Ich soll als Auftragsmalerei ein Bild eines Hauses in Bayern erstellen. Die Fotos, die ich als Vorlage bekommen habe eignen sich nicht, um das Haus mit einem Teil der Umgebung zu malen. Die Enge des Grundstücks setzt hier die Grenzen. Ich hatte in der Vergangenheit schon mal eine mögliche Vorgehensweise für eine solche Ausgangssituation vorgestellt. Hier war es möglich, mittels Fotomontage aus mehren Bilder und der zeichnerischen Ergänzung eine Vorlage zu erarbeiten.

Nun in diesem Fall ist dieses nicht möglich, da die Perspektive gewechselt werden soll. Da ich über keine Software verfüge, die basierend auf einen angenommenen Standpunkt eines Betrachtes eine neue Ansicht „zaubert“, muss ich mich auf die handwerklichen Tugenden des Malerhandwerks besinnen und für mich alleine die Fragen klären: Wo sind die Fluchten des Gebäudes? Was ergibt für eine Ansicht nach Festlegung der Horizontlinie und der Fluchtpunkte? u.a.

Hier meine ersten Skizzen, um mir aus den Fotos heraus ein Gefühl zu erarbeiten, was ich bei einem veränderten Standpunkt des Betrachtes beachten muss.

Arbeiten ohne Skizzen und Vorzeichnungen

Aquarelle ohne Vorzeichnungen in Bleistift

In den vergangenen Tagen habe ich ein paar Skizzen von mir vorgestellt (hier und dort) und auch meine typische Arbeitsweise vom Beobachten, dem Fotografieren über eine Vorzeichnung zum Aquarell vorgestellt.

Nun aber auch bei mir sind einige Arbeiten ohne aufwendige Vorzeichnung entstanden. Ich zeige Ihnen einige dieser Blätter. Wenn ich aber überlege, wann diese Bilder entstanden sind, dann gibt es folgendes dazu zu sagen:

  • entweder sind es Motive mit typischen Formen wie Blüten, die ich schon oft gemalt habe
  • oder es sind Aquarelle, die am Ende einer kleinen Bilderserie entstanden sind.

Also sind immer dann solche Aquarelle entstanden, wenn ich ein Motiv ausreichend durchdrungen habe, wenn ich eine gewisse Sicherheit hatte. Ob diese Blätter gut sind oder schlechter als die Aquarelle mit Vorzeichnung, diese Frage bleibt für mich im Raum stehen.  Nun aber warum mache ich mir über dieses Thema Gedanken?

Einmal würde ich gerne eine größere Sicherheit und zu gleich Freiheit bei Malen bekommen. Wenn ich mir die obigen Sätze so anschaue, geht dieses wohl nur durch mehr Übung und Auseinandersetzung mit den Motiven und vielleicht dadurch auch neue Themen und Techniken auszuprobieren.

Als ich das Bild „Farben des Sommers“ gemalt habe, hatte mir Ekkehardt Hofmann folgendes sinngemäß zu mir gesagt: O.k. du hast eine gutes Formempfinden. Diese Art zu malen kannst Du, versuche noch freier in der Umsetzung zu werden. Zwei Vorschläge machte er mir. Der erste lautete ich sollte noch stärker vereinfachen und ich Flächen arbeiten. Nun von dieser Position komme ich ja gerade. Sein zweiter Vorschlag war, ich sollte versuchen, bekannte Motive in größeren Formaten mit einer anderen Technik, z.B. Acryl realisieren.

Aber ich bin ein schlechter Schüler 😉 ich höre zwar seine Worte, genauso wie die von Oskar Brunner, Andreas Mattern oder… Ich achte auch Ratschläge aber ich schaffe es nur, ganz langsam mit auf Vorschlage und damit verbundene Veränderungen einzulassen.  Mal sehen, wo hin mich mein Weg noch führt 😉

Kutter vor Groß Zicker
Stadtmauer bei der Nikolaikirche
Farben des Sommers - Aquarell von Frank Koebsch (c)
Farben des Sommers – Aquarell von Frank Koebsch (c)
Kranich

Arbeit mit Skizzen und Probebildern (Teil 2)

Für mich ist das Fotografieren und eine Vorzeichnung die richtige Lösung

Nun vor einigen Tagen hatte ich bereits einen Artikel zu diesem Thema geschrieben. Ob man bei Aquarell vorzeichnen soll, hierzu werden von etlichen Malern verschiedene Auffassungen vertreten.

Das eine Lager postuliert:

Ein wirkliches Aquarell wird schnell in flüchtiger Malweise Nass in Nass erstellt. ( ??? )

Andere bekennen sich zu Ihren Vorzeichnungen, Probe- oder Übungsbilder und gehen ganz gelassen mit diesem Thema um. Je nach subjektiver Schwierigkeit werden Bleistiftskizzen, Farbskizzen, Vorzeichnungen auf dem Blatt mit Bleistift, Aquarellstift oder Lasuren erstellte. Wenn Sie etwas Zeit haben, schauen Sie sich das Video „Der Hafen von Rovonj / Kroatien von Wolfgang Baxrainer an. Er macht aus seiner Sicht und seinen Beobachtungen von Aquarellisten aus Australien, England und den USA einige Aussagen zu diesem Thema.

Nun ja aus dem Erleben und dem gemeinsamen Malen mit anderen Aquarellisten kenne ich die unterschiedlichsten Vorgehensweisen. Nun ja ich bin der Meinung, dass es kein richtig oder falsch gibt, warum auch, denn nur das Ergebnis zählt. Ich mache, dass womit ich mit wohlfühle ;-). Dieses ist zu 90% eine Annäherung an das Motiv über viele Fotos. Hier kann ich aus allen Lagen, Lichtverhältnissen, typische Posen, Bewegungen über eine längere Zeit einfangen. Egal ob es ein Jazzkonzert ist oder Szenen von Kindern die Laterne gehen oder oder..

Bei Themen, die für mich neu sind oder wo ich eine Unsicherheit verspüre,  erstelle ich dann einige wenige Skizzen oder Probebilder. Ich hatte für das Thema Ballett und Tanz sowie den Badeszenen meine Versuche vorgestellt.  Ein Thema, welches ich schon immer anfassen wollte, aber es noch nie geschafft habe, war die Darstellung von Gläsern, Glasvasen u.a. mit der Vielzahl von verschiedenen Reflektionen. Hierzu hatte ich in der Vergangenheit immer wieder einmal ein paar Skizzen oder Probeblätter gewagt. Nur eines ist davon übrig geblieben, welches ich Ihnen heute zeigen möchte.

Wie gehen Sie mit dem Thema Skizzieren und Probebilder um? Für mich ist das Fotografieren und eine Vorzeichnung die richtige Lösung. Zu mindestens z.Z. 😉

Skizze Glas (c) Frank Koebsch
Skizze Glas (c) Frank Koebsch

Arbeit mit Skizzen und Probebildern (Teil 1)

Zeichnen als Handwerkszeug

ich wurde in den letzten Wochen mehrmals sinngemäß gefragt, wie viele Skizzen ich vor einem Bild mache, wie mein Skizzenbuch aussieht, wie viele Probebilder ich mache.

Also habe ich mal beim Aufräumen unseres Papiers mal auf Skizzen u.a. geachtet. Nun viel habe ich aber nicht gefunden. Denn ich skizziere fast nie auf einen Block. Meist nehme ich mir nicht die Zeit vor Ort, sondern greife zur Kamera. Klar wäre die Arbeit mit Skizzen zur Form, zu Licht und Schatten, mit Angaben zu den Farbtönen eine gute Vorbereitung für ein Bild. Gleichzeitig würde es das Sehen und meine zeichnerischen Fähigkeiten schulen.

Nun ja, was soll ich sagen, entweder bin ich zu faul, nehme mir die Zeit nicht oder habe evt. auch die Zeit vor Ort nicht. So sind nur ganz wenige Skizzen auf ein paar losen Blättern entstanden und auch nur ein paar Probebilder. Meist nur bei Auftragsarbeiten oder neuen Themen an die ich mich herantasten muss. Ein Thema bei dem ich Skizzen in Aquarell erstellt hatte, war das Thema Ballett und Tanz. Ich hatte diese Skizzen schon einmal vorgestellt und unter dem Button Menschen auch die dazu gehörigen Aquarelle.

Es gibt noch eine Serie von Bildern, bei denen ich im Vorfeld ein paar Skizzen auf Blatt gebracht habe, meine Serie zum Binzer Strand- und Badeleben. Da ich nach den Skizzen befragt wurde, möchte ich diese hier auch zeigen.

Skizze Badeleben 1 (c) Frank Koebsch
Skizze Badeleben 1 (c) Frank Koebsch

Skizze Badeleben (c) Frank Koebsch
Skizze Badeleben (c) Frank Koebsch

zaghafte Versuche

Bleibt nur die Frage, ob ich in der Lage bin die Motive ganz frei auf das Blatt zu bringen. 😉 Nein, das kann ich nicht. Wenn ich Vorort male, versuche ich meist mit einer Vorzeichnung  aus einer ganz dünnen Lasur die Bildkomposition und das Motiv mit dem Pinsel zu skizzieren. Wenn ich dann zuhause male und es Motiv mehr erfordert, erstelle ich eine detaillierte Skizze auf Blatt. Diese Vorgehensweise habe ich mehrmals in meinen Step by Steps beschrieben.