Von den Anfängen meiner Malerei

Von den Anfängen meiner Malerei

Wasserfarben auf Sperrholz

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So manches Mal in meinen Aquarellkursen und bei den Ausstellungen meiner Aquarelle werde ich gefragt, wie es mit meiner Malerei anfing. Ich weiß es nicht wirklich. Aber ein paar so Dinge haben sich dann doch eingeprägt. So musste ich am ersten Tag der zweiten Klasse nachsitzen, bis ich alle Bilder meines Mathebuches ausgemalt habe. Am zweiten Tag musste ich nach der letzten Stunde das Lesebuch ausmalen. Nun meine Lehrerin wollte auf diese Weise verhindern, dass ich ständig im Unterricht male. Schade hat keines diese Bücher aus dem Beginn meiner Schulzeit die Zeit überdauert. ;-).

Aber wir haben in den letzten Tagen „andere Werke“ von mir aufgehangen, die nachweißlich fast vor 30 Jahren entstanden sind und aus den Anfängen meiner Malerei mit Wasserfarben stammen. In den letzten Wochen vor der Geburt unserer Tochter fingen wir an die Wand über ihrem Kinderbettchen zu gestalten. Da hatten wir die Idee, dass bekannte Kinderbuchfiguren an bunten Fallschirmen aus den Wolken zu Erde schweben sollten. Die Wand wär schnell hellblau gemalt. Weiße Wolken wurden aus dem Papier geschnitten und aufgeklebt. Die Figuren waren das aufwendigste an diesem Projekt. Wir haben die Figuren mit Transparentpapier von den Büchern auf Sperrholz übertragen. Dann wurden Kater Schnurz, Rotkäppchen, der Fuchs u.a. mit der Laubsäge ausgesägt, mit Wasserfarben angemalt und lackiert. Die Figuren wurden von unseren Kindern geliebt, wir haben bei jedem unserer Umzüge immer wieder eine solche Wand gestaltet. Heute warten die Figuren auf den Besuch unsere Enkelin. Was meinen Sie, war schon damals zu sehen, dass ich heute recht erfolgreich Aquarelle ausstelle?

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Bunte Kinderzimmerwand
Bunte Kinderzimmerwand in den 1980ziger Jahren

Kinderfiguren - Wasserfarbe auf Sperrholz
Kinderfiguren -warten auf Besuch

Rotkäppchen - Wasserfarbe auf Sperrholz
Rotkäppchen – Wasserfarbe auf Sperrholz

Kater Schnurz - Wasserfarbe auf Sperrholz
Kater Schnurz – Wasserfarbe auf Sperrholz

Fuchs - Wasserfarbe auf Sperrholz
Fuchs – Wasserfarbe auf Sperrholz

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Wie gefallen Ihnen meine Anfänge der Malerei mit Wasserfarben?

Sind Aquarelle Kunst?

Blogparade: 10 Fragen zur Kunst

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Nun ist es an mir als letzter in der Reihe unserer Blogparade: 10 Fragen zur Kunst meine Frage zu stellen.  Ich male gern, meist Aquarell und mache vor keinem Motiv halt, wenn es mich begeistert. Und doch werde ich ab und zu mit meinen „Wasserfarben“ schräg und mitleidig angesehen. Hier ein habe ich ein paar der Meinungen und Beobachtungen zusammen getragen:

  • Aquarell ist Kinderkram, denn das machen doch die Kinder bereits in der Kita.
  • Etliche Galerien nehmen keine Bilder auf Papier entgegen und erst Recht keine Aquarelle.
  • Aquarelle erzielen geringere Preise als Bilder in Acryl, Mixed Media, Öl vom gleichen Künstler im gleichen Format???

Was meinen Sie:

Sind Aquarelle Kunst?

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Sind Aquarelle Kunst ?
Sind Aquarelle Kunst ?

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Aus den Erfahrungen der anderen Blogparade möchte ich die Frage, erst einmal so stehen lassen. Ich werde den Blogbetrag dann Tag für Tag ergänzen, die Fragestellung untermauern. 😉

Sind Aquarelle Kunst, wenn Affen Aquarelle malen?

Sind Aquarelle nur dann Kunst, wenn sie von berühmten Menschen stammen?

Sind die Aquarelle von Nolde und Heckel Kunst? Oder nur Vorstudien und ungemalte Werke?

Sind meine Aquarelle Kunst?

Ich freue mich auf einen regen Austausch mit Ihnen und wünsche Ihnen und mir bei der Diskussion viel Spaß. Am Sonntag den 26.06.2011 verlose ich unter allen Teilnehmern der Blogparade ein Überraschungspaket der Fa.  Hahnemühle und folgende Miniatur. Wie könnte es anders sein,  ein Aquarell 😉

Frank Koebsch„Kranich“Miniatur in Aquarell auf Hahnemühle Aquarellpostkarte10,5 x 15 cm, 2011

Kranich (c) Miniatur in Aquarell von FRank koebsch
Kranich (c) Miniatur in Aquarell von FRank koebsch

Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler

Von den Affen lernen

Ich mache mir Gedanken, wie ich meine Bilder ausstellen und vermarkten kann. Ich möchte ja Feedback, die Malerei mit anderen teilen und will ja wenigsten die Kosten decken. Klar habe ich hierzu meine Homepage, bin in einigen Foren präsent, mache Ausstellungen und und …

Doch ich glaube ich sollte von den Affen lernen. Warum? Ich sitze nichts ahnend im ICE zwischen Frankfurt und München und blättere in der mobil – dem Kundenmagazin der Deutschen Bahn. Mit einem Mal las ich „… sind deshalb Tilda, Sita und Sandra schon Künstler. Diese Debatte entbrannte, als ein englischer Kunstsammler einen ganzen Stoß Bilder kaufte, die die Orang-Utan-Weibchen gemalt hatten. Die Affenbilder sind inzwischen ein Renner und können auch im Internet unter der Adresse http://www.affenbrut.de erstanden werden.“ *1) Achso die Affengemälde wurden auch schon in einer Ausstellung mit Bildern von Christine Peter gezeigt. Ob alle Besuche die Bilder zwischen Mensch und Affe richtig zu ordneten ist nicht überliefert. Fehlt nur noch, dass die Affen auch anfangen Musik zu machen. Aber spätestens nach dem Peter Fox mit dem „Stadtaffe“ erfolgreich die Parallelen aufgezeigt hat, wäre dieses nicht verwunderlich….

Affen sind aber auf jeden Fall erfogreich, denn auf der o.g. Webseite steht, dass 3 Blätter des Schimpansen Congo beim Londoner Auktionshaus Bonhams für insgesamt 21.515,00 Euro versteigert wurden.
Nun ergeben sich folgende mögliche Schlüsse aus den Zeilen:
• Kunstsammler kaufen alles, wenn sie Aufsehen erreichen können (?),
• die Bilder der Affen sind wesentlich besser als meine, denn meine sind nicht der Renner (nicht, dass ich besonders klagen muss, aber …?)
• für die Affen wird ein besseres Marketing gemacht, als ich es vermag ;-)))

Nun da es die Aussage gibt, Kunst entsteht im Auge des Betrachter, müssen Sie sich alleine ein Urteil erlauben. Ich kenne bei Interesse von Ihnen noch mehr tierische „Künstler“, wie malende Elefanten, Enten und Pinguine, die mit farbigen Füssen über das Papier watscheln….

Achso… auf der WEB Site der Affenbrut steht ganz unten, – die Affenmalerei ist keine Kunst. Doch neidisch auf die erzielten Preise bei der Auktion und im Shop der Affen bin ich schon, auch wenn es für einen guten Zweck ist. Vielleicht sollte ich mir ein affiges Synomym zu legen, denn Tilda malt ja auch mit Wasserfarben…..

*1) „Gehirnjogging für King Kongs Brüder“ – Artikel in der mobil – dem Kundenmagazin der Deutschen Bahn, Nr. 8 / 2008, S. 10 – 11 von René Linke