Frühlingsspaziergang auf dem Fischland

Bodden bei Althagen – Ahrenshoop

Wir haben die Sonne am Sonnabendnachmittag genutzt und sind auf dem Fischland auf der Boddenseite spazieren gegangen. Für uns immer wieder ein ganz Gelegenheit richtig durch zu atmen, den leichten Wind auf der Haut zu spüren und das Frühlingserwachen zu gewiesen. Wer bei diesen Bildern nicht ebenfalls auf den Geschmack kommt….

Aber wir waren nicht alleine. Spätestens seit Oster werden die Ferienwohnungen und Häuser wieder durch die Touristen bezogen. Alle Gärten, Häuser werden geputzt und die ersten Boote sind bereits wieder im Wasser. Die Gartenmöbel werden in die Sonne gerückt und es ein Klasse Feeling in der Sonne draußen seinen Kaffee zu trinken…

Aquarell in der Zeitschrift „Palette & Zeichenstift“ 2 / 2010 – Teil 2

Besonders gefreut habe ich mich auf den Beitrag von Martin Lutz in der Palette. Ich mag seine Malweise. Ein Traum ist es einmal mit ihm zusammen zuarbeiten. Am besten wenn es um das Thema Menschen geht. Hier habe ich ein paar tolle Bilder von ihm gesehen, die zum Teil auch im Buch „Meisterschule Aquarellmalerei“ abgebildet sind.

Auch in dem Artikel „Aquarellieren mit Martin Lutz – Gärten, Teil 1“ S. 22 ff habe ich einige Favoriten bei seinen Bildern. Die Aquarelle „Tracy´s Garden“ und „Gartenteich im Winter“ sind schon eye catcher.

Seine Punkte
• Lernen Sie Zeichnen
• Lernen Sie Tonwerte zu sehen
• Kopieren Sie nicht – visualisieren Sie

sind richtig klasse. Für mich bedeuten dies Punkte

• Ohne das Erkunden des Motivs (Fotografieren, Vorzeichnungen, …) kann ich schlecht für mich erkennen, was ist wichtig und was nicht.
• Ohne Tonwerte leuchtet kein Bild
• Wenn ich erkannt habe, was wichtig ist und es mir gelingt das Motiv in meine Malweise gut umzusetzen, dann habe ich eine Chance, dass es ein gutes Aquarell wird. 😉

Sehr gut sind auch seine Ausführungen zu den Farbstudien und der Entstehung seines Aquarells „Gärten von Deia“.

Einen weiteren Beitrag zum Thema Aquarell gibt es noch von Siegrid Leitner. Sie hat in dem Artikel „Wolfgang Baxrainer: Das Aquarell und ich – eine sichtbare Leidenschaft“, S. 6 ff.

Seine Bilder sind schon interessant, besonders natürlich die Zeesboote auf dem Saaler Bodden. Heimat pur. Für jeden der das Aquarell entdecken will – dem kann ich nur die HomePage von Wolfgang Baxreiner mit den Online Kursen empfehlen. Die sind schon ein wenig Stöbern wert… 😉

Interviews im Aquarell Forum – Frank Koebsch (1)

Hier ein Auszug aus dem Interview von Regine Rost mit mir im Aquarell Forum.


1) Kannst Du uns erzählen, wie Du zum Aquarell gekommen bist?

Ich male eigentlich schon immer, wenn auch mit Unterbrechungen und habe schon so ziemlich alles ausprobiert, bis auf das Thema Öl.
Was übrig geblieben ist, sind das Aquarell und das Pastell. Das Aquarell bietet die meisten Möglichkeiten die brauche, um ein Bild zu malen, egal ob in einem Atelier, zuhause, vor Ort oder in einem beliebigen Hotelzimmer.

Der Reiz am Aquarell ist seine Vielfalt in der Arbeit auf verschiedenen Papieren und Leinwand, egal ob Nass in Nass oder min Lasurtechnik. Der Vorteil ist, dass die Farben in kurzen Zeit trocknen und die Utensilien zusammen gepackt werden können und dann wird das Bild an anderer Stelle zu späterer Zeitpunkt fertig gestellt.

2) Bist Du schon mal an einen Punkt gekommen, wo Du das malen aufgeben wolltest?

Na klar immer wieder 😉  Hier eine der Geschichten:

https://frankkoebsch.wordpress.com/2009/08/09/wie-malt-man-baume

„Vor einigen Jahren waren wir gemeinsam mit Renate Pfrommer einer Berliner Malerin und einer Malgruppe auf dem Darss und in Ahrenshoop unterwegs. Es kam was kommen musste, bei mir lief gar nichts, absolut nichts klappte. Es war alles wunderbar organisiert. Vormittags skizzierten und fotografierten wir an verschiedenen Orten am weißen Strand, der „roten“ Steilküste, der Boddenseite, urige Weiden, Reed gedeckte Häuser, Motive im Hafen und und…. Je nach dem wie weit wir kamen, zogen wir uns spätestens mittags in die Atelierräume der Ahrenshooper Strandhalle zurück, um aus den Skizzen und Fotografie Bilder zu machen. Ich konnte nicht abspannen, kein Blatt gefiel mir und wanderte umgehend in den Papierkorb. Ob es daran lag, dass ich durch die Vielfalt der Motive und Möglichkeiten überfordert war, keine Ruhe fand, denn ich hatte wegen dem Job das Handy nicht zu hause lassen können oder … Ich wurde knurrig. Nun ja abends sind wir dann immer die paar Kilometer nach Hause gefahren. Am dritten Abend hat mich meine Frau zum Elternabend eines unserer Kinder geschickt. Sie konnte mein Knurren wohl nicht mehr ertragen. Da saß ich nun, in irgendeinem Klassenraum, es ging um die üblichen Dinge, nichts Interessantes. Wie in meiner Schulzeit fing ich an zu kritzeln, wenn es langweilig wurde. Auf Notizblättern 8 x 8 cm, ein Kuli in der Hand, die Frage im Kopf, wie kann ich morgen vernünftige Bilder malen. Nach dem dritten Blatt war es klar, ganz einfache geometrische Formen, Rechtecke, Dreiecke und es entstand eine Vorlage 8 x 8 für einen Windflüchter und eine Boddenlandschaft mit einer Zeese. Meine Frau und unser Kind fragte nach dem Elternabend, ich sagte – nichts Besonderes. Am nächsten Tag setze ich selbstsicher die Farben auf das Papier und es stand in kürzester Zeit folgendes Aquarell. Ich finde die Lösung klasse, den Himmel, das Meer, den Strand, die karge Vegetation, den Baum. Ich mag es heute immer noch, denn „so einfach“ kann man Motive umsetzen, wenn man weiß wie.

Windflüchter
Windflüchter

Für mich ist diese Vereinfachung und Abstraktion, oft eine gute Lösung ein Motiv zu erfassen, darzustellen oder mich dem ganzen zu nähern. So manches Mal wünsche ich mir heute, ich könnte mich wieder aufraffen, so zu malen, denn weniger ist manches Mal mehr.“
Nun es gibt viele solcher Geschichten. Wichtig ist es für mich, es nicht zu erzwingen. Sondern es neu zu probieren, zu tüpfeln, zu überlegen, welche Lösung es für das gewünschte Bild gibt oder einfach mal Pause machen und es dann evt. mit einem neuen Motiv zu probieren.

Rote Segel

Hier zwei weitere Bilder von den Zeesen.

Voll unter Segeln
Voll unter Segeln
Zeese mit rotem Segel
Zeese mit rotem Segel

Wenn Sie Interesse an diesen ursprünglichen Booten gefunden haben, Sie können in der warmen Jahreszeit täglich z.B. von Althagen mit den Booten auf den Bodden segeln oder sich über die Boote hier weiter informieren.

Noch mal Zeesboote

In den vergangenen Tagen hatte ich schon zwei Aquarelle von Zeesbooten vorgestellt. Ich habe in meinen alten Bildern gekramt und noch drei weitere Bilder dieser stolzen Boote gefunden. Hier ein Bild mit einer sehr starken Abstraktion bei einer Regattafahrt.

Geschwaderfahrt
Geschwaderfahrt

Sehen Sie diese Art der Malerei als Möglichkeit an sich komplexeren Motiven zu nähern. Weitere Beispiele finden Sie in der Kategorie „Einfache Formen und Linien“.

Zeesen auf dem Saaler Bodden

Am Sonntag als die größte Hitze vorbei war, sind wir am späten Nachmittag nach Ahrenshoop gefahren. Wir haben auch gleich einen Parkplatz bekommen und sind los gelaufen, den Bernhard Seitz Weg – lang… Hier ist für uns Ahrenshoop noch am ursprünglichsten. Es gibt noch richtige Bauerngärten, kleine schiefe reedgedeckte Gebäude drängen sich zusammen, ein paar größere wunderbar renovierte Hallenhäuser stehen am Wegrand. Weiter ging es auf der Rückseite von Althagen zum Hafen. Es fuhren gerade zwei Zeesboote vom Saaler Bodden mit ihren roten Segeln ein.
Immer wieder ein wunderbarer Anblick… In dem Zusammenhang fiel mir mein altes Bild „Zeesbootregatta“ ein. Es passt in die Serie von Bildern, bei denen ich durch eine Vereinfachung der Formen das Motiv gestaltet habe. Deshalb möchte ich Ihnen dieses Bild auch an dieser Stelle vorstellen. Alljährlich gibt es zwei / drei Wochenenden an denen man die wunderbaren alten Boote mit Ihren typischen roten Segeln bei einer Regatta beobachten kann. Ein wunderbarer Anblick…. An so ein Motiv habe ich vor Jahren getraut. Es wurde das Titel Bild einer Ausstellung im Haus der Stadtwerke. Kaum war es in einem Artikel der OstseeZeitung abgebildet, war es verkauft. Was wünscht man sich als Maler mehr ;-))) ?

Die Fa. PLANET internet commerce GmbH hat dieses Bild in ihren PLANET-Kunstkalender 2006 aufgenommen.

Zeesbootregatta
Zeesbootregatta

Sehen Sie diese Art der Malerei als Möglichkeit an sich komplexeren Motiven zu nähern. Weitere Beispiele finden Sie in der Kategorie „Einfache Formen und Linien“.

Eine Zeese

Ausgehend von den Fragen, wie malt man ein Aquarell, Rosen und Bäume hatte ich Ihnen einige Bilder unter Rubrik „Einfache Formen uns Linien“ vorgestellt. In den letzen Tagen hatte ich die Geschichte erzählt, wie ich auf einer Malreise mit Renate Pfrommer Schwierigkeiten hatte die Motive auf Blatt zu bringen. Mein Ausweg war die Vereinfachung, die Abstraktion der Motive in ganz einfache geometrische Formen. So ist der vorgestellte Windflüchter entstanden und dieses Zeesboot. Mit ganz einfachen Formen und wenigen Farben eine Boddenlandschaft angedeutet. Die Wiesen gehen oft nahtlos in das flache Wasser des Boddens über. Schlickige bewachsene Untiefen durchziehen das Wasser außerhalb der schiffbaren Routen. Also habe ich ähnliche Farben und Formen für das Wasser und die Vegetation gewählt und versucht durch Farbvariationen Tiefe zu erzeugen. Die Zeese wurde ebenfalls aus ganz einfachen Formen zusammen gesetzt. Am Ende des Weges, eine ganz einfache Darstellung, aber der Weg für den Windflüchter und die Zeese war lang. Vielleicht mag ich diese beiden Bilder deshalb nach vielen Jahren immer noch.

Zeese
Zeese

Sehen Sie diese Art der Malerei als Möglichkeit an sich komplexeren Motiven zu nähern. Weitere Beispiele finden Sie in der Kategorie „Einfache Formen und Linien“.

P.s. Suchen Sie Austausch zum Thema Aquarell nutzen Sie das Aquarellforum

Wie malt man Bäume?

Diese Frage scheint viele Menschen zu beschäftigen, die sich mit dem Aquarell auseinander setzen. Auch ich habe immer wieder mit den Herausforderungen dieses Motivs zu kämpfen.
Vor einigen Jahren waren wir gemeinsam mit Renate Pfrommer einer Berliner Malerin und einer Malgruppe auf dem Darss und in Ahrenshoop unterwegs. Es kam was kommen musste, bei mir lief gar nichts, absolut nichts klappte. Es war alles wunderbar organisiert. Vormittags skizzierten und fotografierten wir an verschiedenen Orten am weißen Strand, der „roten“ Steilküste, der Boddenseite, urige Weiden, Reed gedeckte Häuser, Motive im Hafen und und…. Je nach dem wie weit wir kamen, zogen wir uns spätestens mittags in die Atelierräume der Ahrenshooper Strandhalle zurück, um aus den Skizzen und Fotografie Bilder zu machen. Ich konnte nicht abspannen, kein Blatt gefiel mir und wanderte umgehend in den Papierkorb. Ob es daran lag, dass ich durch die Vielfalt der Motive und Möglichkeiten überfordert war, keine Ruhe fand, denn ich hatte wegen dem Job das Handy nicht zu hause lassen können oder … Ich wurde knurrig. Nun ja abends sind wir dann immer die paar Kilometer nach Hause gefahren. Am dritten Abend hat mich meine Frau zum Elternabend eines unserer Kinder geschickt. Sie konnte mein Knurren wohl nicht mehr ertragen. Da saß ich nun, in irgendeinem Klassenraum, es ging um die üblichen Dinge, nichts Interessantes. Wie in meiner Schulzeit fing ich an zu kritzeln, wenn es langweilig wurde. Auf Notizblättern 8 x 8 cm, ein Kuli in der Hand, die Frage im Kopf, wie kann ich morgen vernünftige Bilder malen. Nach dem dritten Blatt war es klar, ganz einfache geometrische Formen, Rechtecke, Dreiecke und es entstand eine Vorlage 8 x 8 für einen Windflüchter und eine Boddenlandschaft mit einer Zeese. Meine Frau und unser Kind fragte nach dem Elternabend, ich sagte – nichts Besonderes. Am nächsten Tag setze ich selbstsicher die Farben auf das Papier und es stand in kürzester Zeit folgendes Aquarell. Ich finde die Lösung klasse, den Himmel, das Meer, den Strand, die karge Vegetation, den Baum. Ich mag es heute immer noch, denn „so einfach“ kann man Motive umsetzen, wenn man weiß wie 😉

Für mich ist diese Vereinfachung und Abstraktion, oft eine gute Lösung ein Motiv zu erfassen, darzustellen oder mich dem ganzen zu nähern. So manches Mal wünsche ich mir heute, ich könnte mich wieder aufraffen, so zu malen, denn weniger ist manches Mal mehr.

In den nächsten Tagen suche ich Ihnen die Zeese raus. Vielleicht gefallen Ihnen die beiden Urahnen meiner Malerei ja auch.

Windflüchter
Windflüchter

Sehen Sie diese Art der Malerei als Möglichkeit an sich komplexeren Motiven zu nähern. Weitere Beispiele finden Sie in der Kategorie „Einfache Formen und Linien“.

P.S. Hier und auch dort finden Sie weitere Besipiele für die Frage wie malt man Bäume?

P.s.s.: Suchen Sie Austausch zum Thema Aquarell nutzen Sie das Aquarellforum

Alt und Neu im Hafen

Heute möchte ich Ihnen ein Bild vorstellen, welches im Zusammenhang mit unserem Malwochenende entstanden ist. Wir hatten ja auf der Haedgehalbinsel im Rostocker Stadthafen gemalt. Dieses Aquarell „Alt und Neu im Hafen“ zeigt Ihnen eine Sequenz aus dem Museumshafen. Hier drängeln sich zu fast jeder Jahreszeit Kutter, Zeesboote und und… Dieses Gewusel bildet einen wunderbaren Kontrast zu den modernen Gebäuden an den Warnowterassen – ein wunderbares Motiv.

Alt und Neu im Hafen
Alt und Neu im Hafen

Unsere gemeinsame Malerei hat sich noch aus einem anderen Grund gelohnt, ich habe mal wieder trotz aller Schwierigkeiten ein großes Blatt gemalt. Ich bin recht zu frieden … 😉
Bild 7 von 8 für unsere gemeinsame Ausstellung in Berlin