Bilder, Aquarelle vom Meer & mehr – von Frank Koebsch

Meine Aquarelle und Fotos entstehen meist im Mecklenburg Vorpommern. Ich brauche für meine Malerei, meine Bilder die Weite des Landes und den Wind von der Ostsee. Beruflich bin ich nach Berlin, Bremen, Frankfurt / Main, Hamburg, Hannover, Luzern gependelt, aber unser Lebensmittelpunkt ist in der Nähe von Rostock, in Sanitz ;-)


Ich mache mir Gedanken, wie ich meine Bilder ausstellen und vermarkten kann. Ich möchte ja Feedback, die Malerei mit anderen teilen und will ja wenigsten die Kosten decken. Klar habe ich hierzu meine Homepage, bin in einigen Foren präsent, mache Ausstellungen und und …

Doch ich glaube ich sollte von den Affen lernen. Warum? Ich sitze nichts ahnend im ICE zwischen Frankfurt und München und blättere in der mobil – dem Kundenmagazin der Deutschen Bahn. Mit einem Mal las ich „… sind deshalb Tilda, Sita und Sandra schon Künstler. Diese Debatte entbrannte, als ein englischer Kunstsammler einen ganzen Stoß Bilder kaufte, die die Orang-Utan-Weibchen gemalt hatten. Die Affenbilder sind inzwischen ein Renner und können auch im Internet unter der Adresse http://www.affenbrut.de erstanden werden.“ *1) Achso die Affengemälde wurden auch schon in einer Ausstellung mit Bildern von Christine Peter gezeigt. Ob alle Besuche die Bilder zwischen Mensch und Affe richtig zu ordneten ist nicht überliefert. Fehlt nur noch, dass die Affen auch anfangen Musik zu machen. Aber spätestens nach dem Peter Fox mit dem „Stadtaffe“ erfolgreich die Parallelen aufgezeigt hat, wäre dieses nicht verwunderlich….

Affen sind aber auf jeden Fall erfogreich, denn auf der o.g. Webseite steht, dass 3 Blätter des Schimpansen Congo beim Londoner Auktionshaus Bonhams für insgesamt 21.515,00 Euro versteigert wurden.
Nun ergeben sich folgende mögliche Schlüsse aus den Zeilen:
• Kunstsammler kaufen alles, wenn sie Aufsehen erreichen können (?),
• die Bilder der Affen sind wesentlich besser als meine, denn meine sind nicht der Renner (nicht, dass ich besonders klagen muss, aber …?)
• für die Affen wird ein besseres Marketing gemacht, als ich es vermag ;-)))

Nun da es die Aussage gibt, Kunst entsteht im Auge des Betrachter, müssen Sie sich alleine ein Urteil erlauben. Ich kenne bei Interesse von Ihnen noch mehr tierische „Künstler“, wie malende Elefanten, Enten und Pinguine, die mit farbigen Füssen über das Papier watscheln….

Achso… auf der WEB Site der Affenbrut steht ganz unten, – die Affenmalerei ist keine Kunst. Doch neidisch auf die erzielten Preise bei der Auktion und im Shop der Affen bin ich schon, auch wenn es für einen guten Zweck ist. Vielleicht sollte ich mir ein affiges Synomym zu legen, denn Tilda malt ja auch mit Wasserfarben…..

*1) „Gehirnjogging für King Kongs Brüder“ – Artikel in der mobil – dem Kundenmagazin der Deutschen Bahn, Nr. 8 / 2008, S. 10 – 11 von René Linke

Ein Gedanke zu “Von den Affen lernen

  1. Martin sagt:

    Ein schönes Beispiel dafür, dass der Kunstmarkt eher den Gesetzen der Werbung als denen der Kunsttheorie folgt.
    Das entscheidende ist der „Publikumseffekt“, der kurzzeitig ist und sich leicht monetarisieren lässt. Der Käufer der Bilder hat sein Geld im Sinne einer Kunstmarkt-PR locker wieder eingespielt und den Wert seiner Sammlung dann weltweiter Öffentlichkeit erheblich gesteigert.
    Mit unsereins hat das herzlich wenig zu tun. Wer da mitmischen will, muss auf kurzfristige Magneten setzen: Je blöder, desto besser. Der Künstler als Clown verkauft sich am besten.
    Also: mach Dich zum Affen 🙂
    Viel Erfolg, Martin

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