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Formen und Farben des Löwenzahns


Formen und Farben des Löwenzahns

Sehen lernen für ein gutes Aquarell

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Um ein gutes Bild zu malen, muss man das Wesentliches des Motivs erkennen. Wenn man  Linien, Formen, Farben, Farbverläufe u.a. erkennt, kann man stimmungsvolle Bilder malen. Um das Sehen zu trainieren, schlage ich oft den Malschülern vor Löwenzahn zu malen.  Das Echo in den Aquarellkursen ist dann in der Regel verhalten, denn jeder denkt, mit ein paar grünen Blättern und gelben Blüten ergibt sich kein spannendes Motiv. Nun ich bin anderer Meinung, aber ich konnte ja auch schon ein wenig üben und habe Erfahrungen mit Löwenzahnbildern. Bereits im September 2009 veröffentlichte die  Zeitschrift Palette & Zeichenstift 05 / 2009 den Artikel „Ein Löwenzahn-Aquarell mal anders“ über meine Löwenzahnbilder und die Aquarelle auf Leinwand. Ich hatte für das Wochenende mit dem Aquarellkurs in Idstein genau dieses Thema als Alternativprogramm für Regentage vorbereitet. Ich versuche immer ein paar Blätter, Blüten, eventuell komplette Pflanzen zu sammeln und dann gemeinsam mit den Malschülern den Löwenzahn zu erkunden. Hier ein paar Beispiele meiner Exkursion auf einer Sommerwiese oder an irgendeinem Wegrand. Wie Sie sehen, gibt es viel mehr zu entdecken als das Gelb des Löwenzahns.
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Neben der Vielfalt der Formen der Löwenzahnblätter rufen die verschieden Farben immer wieder Erstaunen hervor. Haben Sie schon einmal rote Löwenzahnblätter gesehen? Es gibt wunderbar gemusterte Blätter mit verschiedenen grünen, gelben und roten Farbtönen. Des Weiteren unterscheiden sich die Farben der Forder- und Rückseite der Blätter und sowie in der Farbe der Stiele. Werden die Blätter etwas älter können die Stiele zum Teil eine weinrote Färbung annehmen. Andere Blätter beginnen unabhängig von den Stielen von den Blattspitzen sich zu verfärben. Genauso interessant ist es, sich die gebogenen Blütenstandstiele des Löwenzahns anzuschauen. Auch hier kann sich die Färbung drastisch unterscheiden. Einige Stiele verfärben sich mit der Zeit unterschiedlich in der Langsachse sowie auf der Forder- und Rückseite. Dieses gilt auch für die Blätter an den körbchenförmigen Blütenständen.

Nach Wikipedia setzt sich die gelbe Blüte des Löwenzahns aus vielen gelben Zungenblüten zu einem tellerförmigen Körbchen von etwa drei bis fünf Zentimeter Durchmesser zusammen. In ihm öffnen sich die Einzelblüten ringförmig von außen nach innen. In den unterschiedlichen Lagen der einzelnen Zungen unterscheiden sich die Gelbtöne. Die unteren Lagen den Blütenblätter sind die hellsten. In der Mitte sind sie fast orange und an der Spitzen dieser Blätter ähneln die Farbtöne dem des gebrannten Sepia. Jede Nacht, bei Regen und Trockenheit schließt sich der Blütenstand, bis der Löwenzahn verblüht ist. Dann öffnet sich der Blütenstand zum letzten Mal und die Pusteblume erscheint.

Wenn ich gemeinsam mit anderen Menschen die vielen Formen und Farben entdecke, wächst das Verständnis, dass man Sehen lernen muss, um stimmungsvolle Löwenzahn Aquarelle zu malen.  Hier ein paar Beispiele von meinen Löwenzahnaquarellen.


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Gehen Sie doch selbst einmal auf eine Entdeckungstour, um die Formen und Farben des Löwenzahns zu erkennen.

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