27. November 2009 von frank8233
Hier ein Auszug aus dem Interview von Regine Rost mit mir im Aquarell Forum.
5) Welche Stimmung brauchst du um malen zu können?
(Teil 2 der Antwort)…
Ein anderes Beispiel eines Bildes, dass vor Ort entstand ist das Aquarell „Göhrener Aussicht“. Wir waren mit einer Gruppe auf Rügen unterwegs. Das Motiv hätte mir eigentlich liegen müssen, denn ich brauche die Weite, den Wind und das Wasser in Mecklenburg Vorpommern. Wir standen auf der Anhöhe versuchten uns mit dem Motiv anzufreunden. http://www.malenaufruegen.meinatelier.de/index.php4?g=10039&ma_sid=36a60b01bf1f4cb9afb17d6fa6c9d11b
Nun ich fing an, die Farben auf Papier zu setzen. Ich bin bald verzweifelt, wie bekomme ich die Tiefe und das Licht auf das Blatt. Nach der ersten Stunde wollte ich das Blatt schon weg schmeißen … Ich ließ alles ruhen, ging erst einmal mit unserem Hund spielen und schaute bei den anderen über die Schulter…
Nach einer Stunde setzte ich einige lila und dunkelgrünen Lasuren und der Gesamteindruck des Bildes wandelte sich. Warum? Ich konnte meinen Kopf frei machen, die Sonne, die Wolken und den Wind genießen, den Blick schärfen und hatte es dann im Gefühl, was ich tun musste. Kaum war ich zuhause und habe das Bild im WEB gezeigt, wurde es mir aus den Händen gerissen.

Göhrener Aussicht
Egal ob vor Ort oder nach Fotos muss ich das Motiv erleben, erlebt haben, dann kann ich es auch auf Papier oder die Leinwand setzen.
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26. November 2009 von frank8233
Interessieren Sie sich für schnelle Autos und gutes Design… Da werden Sie mich vielleicht beneiden. Ich darf im Auftrage meines Arbeitgebers mit den Versicherungsforen Leipzig zusammen arbeiten und dessen Partnerkongress – „Aktuelle Trends aus Wissenschaft und Praxis“ fand bei Porsche in Leipzig statt.
In dem futuristischen Kundencenter fand der erste Teil des Kongresses statt. Alles was das Herz eines Menschen begehrt, der sich für Sportwagen namens Porsche begeistert, findet man hier. Die Sammlung beinhaltet genauso einen Rückblick in die Geschichte, die gesamte heutige Produktpalette, die Fertigung des Cayenne und des neuen Panamera, die Off Road und die On Road Teststrecke …
Ich konnte mich dem Reiz von Porsche nicht wirklich entziehen. Das Design, die Ausstrahlung, das Image … ziehen schon einen in den Bann und lassen einen Träumen. Richtig in Szene gesetzt und beleuchtet sind diese Boliden schon interessante Motive. So ein Panamera als familientauglicher Sportwagen ein Traum
… Wenn da nicht die Kosten und die CO2 Bilanz wären. Aber wenn ich die Augen schließe und träume, frage ich mich, sind dieses doch nicht nur Ausreden ….
Nun das Ambiente war dem Kongress nicht abträglich, denn die Vorträge waren interessant und ich habe wieder einige Kontakte aufgefrischt, na mal sehen, was sich draus machen lässt.
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25. November 2009 von frank8233
Hier ein Auszug aus dem Interview von Regine Rost mit mir im Aquarell Forum.
5) Welche Stimmung brauchst du um malen zu können?
Eine gewisse Stimmung? Hm dieses kann ich nicht sagen. Da ich unter unterschiedlichen Bedingungen und zu unterschiedlichen Zeiten male und dabei auch (zu mindestens für mich) zu guten Ergebnissen komme, kann ich die Frage so nicht beantworten.
Wichtig ist für mich, immer wieder die Vorlagen, die Fotos, de Motive im Original anzuschauen und dann wenn ich das Motiv verinnerlicht habe, kann es losgehen… Hier ein Beispiel http://frankkoebsch.wordpress.com/2009/10/11/kraniche-7
Ein anderes Beispiel ist dieses Magnolienbild.

Die ersten Blüten der Magnolie
Der Dezember war grau und nass. Ich war schon mehrere Wochen unterwegs, von einem Hotel ins andere und die Sehnsucht nach dem Frühling recht groß. Also kramte ich nach den Fotos vom vergangenen Frühjahr und fand eine Reihe von Magnolienblüten. Bei uns im Garten sind die Magnolien oft die ersten Blüten und sie leuchten vehement in der ersten Sonne.
Von dieser Vorstellung inspiriert, schaute ich mir einige Tage lang die Fotos immer wieder an. Nach einem langen Tag und einer ICE Fahrt von Frankfurt nach München ging ich abends in Hotel und skizzierte die Blüte, die ersten Zweige und begann eine Lasur nach der anderen auf Blatt zu setzen. Neben bei lief der Fernseher und ich malte zur Entspannung. Entstanden ist für mich ein wunderschönes Aquarell, nur darf mich keiner fragen wie und warum ich die Farben und Lasuren so und nicht anders gesetzt habe. Aber ich mag das Bild…
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24. November 2009 von frank8233
Ich hatte in der Vergangenheit schon Beiträge geschrieben, die sich mit der Wertschätzung für das Aquarell beschäftigt haben, aber auch mit den Themen Kalkulation, Kosten und Preis
Heute bin ich über einen Artikel zum aktuellen Kunst in der Berliner Morgenpost gestolpert. Hier werden Aquarelle und Pastelle der bedeuteten Maler der jüngsten Geschichte in der Range von 30.000 bis 80.000 € angeboten. Dieses wäre das Ziel für uns….
Aber was soll´s ? Wir ziehen vor Ehrfurcht vor Max Liebermann, Mentzel, Schmidt-Rottluff u.a. den Hut.
Aber wir müssen trotzdem unsere Preise überdenken. Warum?
- Der Aufwand für unsere Bilder ist gestiegen.
- Die Materialkosten haben sich in einigen Bereichen fast verdoppelt.
- Die Nachfrage nach unsere Bildern ist so groß wie noch nie.
Also werden wir wohl zum Anfang des Jahres an der Preisschraube drehen, um die Kosten zu decken. Die Menschen, die bereits Bilder von uns haben, werden diese wohl auch trotz der vermeintlichen Wertsteigerung weiter behalten, denn als Spekulationsobjekte taugen unsere Bilder nicht. Der Wert eines Bildes von uns wird immer noch in der ganz persönlichen Verbindung des Betrachters zu dem Motiv, seinen Erinnerrungen, Wünschen und Träumen liegen. Der Preis ist auf unserer Seite eine kalkulatorische Größe, um den Aufwand zu decken.
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23. November 2009 von frank8233
Hier ein Auszug aus dem Interview von Regine Rost mit mir im Aquarell Forum.
1) Wie entsteht bei dir ein Bild – siehst du das vorher schon fertig im Kopf?
Nun, ich bin nicht der spontane Typ. Meist gehen mir die Motive, die ich malen will länger durch den Kopf. Oft male ich nach Fotos und nur wenig vor Ort.
Die Ergebnisse sind recht unterschiedlich. Bei dem Malen vor Ort versuche ich das Motiv dort zu ergründen. Damit werden die Bilder lockerer… Wenn ich nach Foto male, habe ich schnell gelernt, dass sich fremde Fotos nicht eignen. Wenn ich nicht selber vor Ort war, die Stimmung in mir aufgenommen habe, mehrere Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven gemacht habe, ist das Ergebnis nicht optimal. Malen ist halt mehr als das Abpinseln einer Vorlage. Es fließt einiges in so ein Bild mit ein, das Wissen wie es aussah und das Feeling als ich dort war, dieses ist oft mehr wert als die Fotos. Auf dieser Basis entsteht nach und nach eine Vorstellung vom Bild, und Skizzen auf dem Aquarellpapier. Diese setze ich dann mehr oder weniger bzw. trenne mich früher oder später von der Vorlage oder meinen Vorstellungen.
Eine gute Beschreibung für meine Vorgehensweise finden Sie in der Zeitschrift Palette & Zeichenstift 05 / 2009, S, 60 ff unter der Überschrift „Ein Löwenzahnaquarell mal anders“.
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22. November 2009 von frank8233
Warum immer die Kirche als Ganzes malen? Ich habe bei der Spielereien mit meinem Fotoapparat verschiedene Ausschnitte vom Dach, dem Klockenturm u.a. fotografiert. Beim sotieren kam ich dann auf die Idee ein Segment zu malen. Hier das Ergebnis – ein Aquarell mit stark vereinfachten Formen und leuchtenden Farben in der sommerlichen Morgensonne.

Dach von Sankt Marien
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21. November 2009 von frank8233
Hier ein Auszug aus dem Interview von Regine Rost mit mir im Aquarell Forum.
3) Hast du schon mal an einen Wettbewerb mit Aquarellbildern teilgenommen? Wie waren deine Erfahrungen?
Ja ich habe bereits mehrmals an Wettbewerben teilgenommen. An Wettbewerben für bildende Kunst und an Wettbewerben nur für Aquarell.
Die Erfahrungen sind unterschiedlich. Bei den Wettbewerben für bildende Kunst. kämpft das Aquarell oft mit dem Image, dass es nur eine Vorstufe zur wirklichen Kunst ist, wie es mal Nolde gesagt hatte. Damit bekommen oft Bilder in Acryl oder Öl eine höhere Wertschätzung.
Zwei weitere Aspekte sind immer zu beachten.
Einmal der Geschmack und die Vorstellungen der Jury. Es hat keinen Sinn mit einem fast fotorealistischen Bild oder ein Bild von Blumen anzutreten, wenn jemand in der Jury Fotorealismus ablehnt oder Bilder von Blumen nicht als „Kunst“ akzeptiert.
Oft gewinnen die Wettbewerbe die angestammten und bekannten Künstler. Wie gut oder schlecht alle Bilder sind. Damit ergibt sich die Frage, ob sich die Ausrichter lieber mit dem Image der Großen schmücken. Oder ist dieses nur Neid, weil ich nicht gewonnen habe?
Nun ich bin zu mindestens mehrmals in den Bereich der Endausscheidung gekommen. Also werde ich versuchen mich weiter zu entwickeln, zu mindestens so lange ich Lust am Malen habe, mich beweisen will und mir Menschen und Künstler, die ich mag immer wieder helfen neue Möglichkeiten zu entdecken. Warum sollte ich dann nicht wieder Bilder bei Wettbewerben einreichen?
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20. November 2009 von frank8233
Heute ist in der kleinen Reihe Inselgärten ein Szenenwechsel angesagt. Ich möchte Ihnen ein Motiv vom Fischland zeigen.- Gerade die kleinen Orte an der Boddenseite vom Fischland und Darß bieten wunderbare Motive mit alten und neuen Häusern. Meist sind die Haustüren der Häuser in der typischen Art bemalt und oft hinden Sie auch noch einen klassischen Bauerngarten vor dem reedgedeckten Haus. An diesem Motiv kam ich nicht vorbei …

Inselgarten
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19. November 2009 von frank8233
Ich habe ja schon ein paar Beiträge zu diesem Thema geschrieben und habe auch ein Beitrag zum Thema Facebook angedacht. Doch da hat mich Astrid Volqaurdsen dieses Woche auf folgenden Beitrag in der Welt vom 12.11.2009 aufmerksam gemacht – Facebook-Verweigerer sind erfolgreicher im Job
Ich hoffe nur, dass diese Aussage nicht auch für Blogger, Qyper, Teilnehmer in MySpace und XING gilt….
Wie sehen Sie dieses?
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18. November 2009 von frank8233
Die dritte große Kirche Rostocks ist die Petrikirche. Man sieht Sie, wenn man von Petridamm in die City fährt, vom Gehlsdorfer Warnowufer und und… Mit ihrem „neuen“ Turm ist die Kirche wieder eine imposante Kirche, bei der man sich vorstellen kann, dass sie als Orientierungspunkt für Seeleute und Fischer diente. Der Turm wurde 1994 z.T. mit Spendengeldern der Rostocker Bevölkerung wieder aufgebaut – eine tolle Leistung.
Was sich heute als Besucher lohnt ist auch die Umgebung der Kirche zu entdecken. Der Alte Markt, die kleinen Gassen und Straßen mit den alten und neuen Häusern. Ein Blick von der Stadtmauer hinter der Kirche in Richtung Osten und über die Warnow. Wem diese Aussicht nicht reicht, dem ist der Aufstieg auf den Glockenturm zu empfehlen. Egal ob zu Fuß oder per Fahrstuhl die Aussicht ist überwältigend. Aber auch das Kirchenschiff und die Nebenräume lohnen einen Besuch. Die Gemeinde und der Förderverein der Kirche haben die Kirche neues Leben eingehaucht.
Jetzt im Herbst wirft die Vorweihnachtszeit ihre Schatten voraus. In der Adventszeit wird dort an einem Wochenende im Dezember ein wunderschöner Adventsmarkt mit Kunsthandwerkern ausgerichtet. Für uns immer ein Muss
!!! In diesem Jahr vom 03. bis zum 05. Dezember 2009.
Aber das Aquarell, welches ich Ihnen heute zeigen will, ist nicht im Winter sondern im Sommer entstanden. Wir waren mit Max Struwe einem Rostocker Aquarellisten unterwegs und haben an einem wunderschönen Vormittag im Juni auf dem alten Markt gemalt. Dem entsprechend habe ich auch die Farben und die Malweise gewählt….

Alter Markt und Petrikirche
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